Profilbild von Gila63

Gila63

Lesejury Star
offline

Gila63 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Gila63 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein Auftakt mit starker Atmosphäre und Luft nach oben

Kingdom of Faewood
0

Ich war sehr gespannt auf die neue Romantasy-Reihe von Krista Street, und mit „Kingdom of Faewood“ liefert sie einen soliden Auftakt.
Ganz so fesselnd wie ihre Fae von Eis und Schnee-Reihe empfand ich ...

Ich war sehr gespannt auf die neue Romantasy-Reihe von Krista Street, und mit „Kingdom of Faewood“ liefert sie einen soliden Auftakt.
Ganz so fesselnd wie ihre Fae von Eis und Schnee-Reihe empfand ich die Geschichte jedoch nicht. Dafür überzeugt der Roman mit einer düsteren Atmosphäre, vertrauten Romantasy-Elementen und einer langsam aufgebauten Liebesgeschichte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Elowen, eine Fae mit einer seltenen und mächtigen Gabe, die sie seit ihrer Kindheit zur Gefangenen macht. Ihr Leben ist geprägt von Kontrolle, Abhängigkeit und Angst, was ihr Verhalten zwar erklärt, es mir aber nicht leichter gemacht hat, eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Trotz ihres Alters wirkt sie oft naiv und unselbstständig, und ihre persönliche Entwicklung zieht sich für meinen Geschmack etwas zu lange hin. Auch wenn ich ihre Situation nachvollziehen konnte, fiel es mir schwer, wirklich mit ihr warmzuwerden.

Mit Jax, dem sogenannten Dunklen Räuber, kommt Bewegung in die Handlung.
Er wirkt nicht wie ein klassischer Bad Guy, sondern behandelt sie respektvoll.
Dadurch entwickelt der Enemies-to-Lovers-Aspekt sich eher langsam. Grundsätzlich passte es gut zum Genre, mir war es aber stellenweise etwas zu ruhig.

Das Worldbuilding wird eher nebenbei aufgebaut und wirkt atmosphärisch, ohne zu überladen zu sein.
Die Handlung nimmt sich viel Zeit, was der Stimmung zugutekommt. Zwischendurch führte es meines Erachtens aber auch zu einigen Längen.

Gegen Ende zieht das Tempo deutlich an: Intrigen, Enthüllungen und ein gemeiner Cliffhanger machen neugierig auf die Fortsetzung.
Insgesamt ist es für mich ein ordentlicher Auftakt mit starker Atmosphäre und Luft nach oben, besonders was Spannung und Charakterentwicklung betrifft.

Wer Slow Burn Romantasy mit Fae, dunklen Geheimnissen und ruhiger Erzählweise mag, dürfte hier gut aufgehoben sein.
⭐️⭐️⭐️☆ (3,5 Sterne)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2026

Ein atmosphärischer Mystery-Roman mit einem starkem Setting

Der Schatten von Avamoore
0

In "Der Schatten von Avamoore" entführt Nathan Winters uns in ein abgelegenes schottisches Dorf, umgeben von Mooren, Nebel und alten Legenden.

Die düstere Atmosphäre war für mich von Beginn an spürbar.
Das ...

In "Der Schatten von Avamoore" entführt Nathan Winters uns in ein abgelegenes schottisches Dorf, umgeben von Mooren, Nebel und alten Legenden.

Die düstere Atmosphäre war für mich von Beginn an spürbar.
Das Setting wirkt lebendig und bedrohlich zugleich. Man hat sofort das Gefühl, dass Fremde unerwünscht sind und Geheimnisse tief verwurzelt liegen.

Im Mittelpunkt steht Elisabeth, die nicht glauben will, dass ihr Verlobter einfach verschwunden oder ertrunken ist. Sie reist gemeinsam mit seinem Bruder Alexander nach Avamoore, um nach Antworten zu suchen. Doch die Dorfbewohner sind verschlossen und wenig hilfsbereit. Schnell wird klar, dass hier nicht alles so ist, wie es scheint, und dass viele Menschen etwas zu verbergen haben.

Elisabeth ist eine starke und mutige Hauptfigur, die mir sehr gut gefallen hat. Sie gibt nicht auf und lässt sich von niemandem einschüchtern. Alexander steht ihr zwar zur Seite, wirkt aber deutlich vorsichtiger und zurückhaltender. Zusammen ergänzen sie sich gut.

Die Geschichte lebt vor allem von der Atmosphäre. Das Moor, der Nebel und das geheimnisvolle Dorf sind sehr bildlich beschrieben. Die Spannung baut sich langsam auf, dafür bleibt lange unklar, was wirklich hinter den Ereignissen steckt. Genau das hat mir gut gefallen.
Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und die meiste Zeit auch angenehm locker, sodass sich das Buch trotz der düsteren Grundstimmung gut lesen lässt. Gegen Ende ging mir die Auflösung etwas zu schnell und verlor für meinen Geschmack ein wenig von dem vorher aufgebauten Grusel, weshalb es keine vollen fünf Sterne wurden.

Fazit:
Ein atmosphärischer Mystery-Roman mit einem starkem Setting, interessanten Figuren und einer konstant unheimlichen Stimmung. Ideal für alle, die langsame Spannung, düstere Orte und geheimnisvolle Geschichten mögen. ⭐⭐⭐⭐

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2026

Begeistert, frustriert und am Ende wieder in den Bann gezogen

Vows and Ruins
0

Ich habe mich unglaublich auf die Fortsetzung gefreut. Nach dem atemberaubenden Ende des ersten Bandes war meine Erwartung hoch – und der Einstieg hat mich auch sofort wieder gepackt.

Althea steht nun ...

Ich habe mich unglaublich auf die Fortsetzung gefreut. Nach dem atemberaubenden Ende des ersten Bandes war meine Erwartung hoch – und der Einstieg hat mich auch sofort wieder gepackt.

Althea steht nun mitten in ihrer Ausbildung zur Schwertmeisterin, und dass ausgerechnet Wilder Hawthorne ihr Mentor ist, macht alles nur intensiver. Zwischen den beiden knistert es unaufhörlich, während sich im Hintergrund eine Dunkelheit zusammenbraut, die alles zu verschlingen droht.

Was mich besonders berührt hat, ist Theas Entwicklung. Ihr Wille, stärker zu werden, ihre Unsicherheit, ihre neu erwachende Magie – all das fühlt sich sehr echt an. Sie kämpft nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch gegen sich selbst.
Die Freundschaft mit Kipp und Cal war für mich ein echtes Highlight. Diese kleinen, stillen Momente von Zusammenhalt, Loyalität und Vertrauen haben mich sehr berührt. Diese „Found Family“ ist einfach der emotionale Anker der Geschichte

Und doch… so sehr ich diese Geschichte liebe, so sehr hat sie mich zwischendurch auch frustriert.
Ich wusste, dass es Spice geben würde – und ich habe mich darauf eingelassen. Im ersten Band war es noch sehr ausgewogen und an den Stellen passend.
Hier jedoch hatte ich irgendwann das Gefühl, dass Thea und Wilder an nichts anderes mehr denken können. Die Leidenschaft drängte sich so stark in den Vordergrund, dass die eigentliche Geschichte darunter litt. Statt Antworten zu bekommen oder tiefer in die Bedrohung der Schattenwelt einzutauchen, verlor sich der Plot für mich immer wieder in expliziten Szenen. Es tat fast weh, das zu sagen, aber irgendwann habe ich sie überblättert – aus dem Wunsch heraus, endlich wieder voranzukommen.

Und dann kam das Finale.
Plötzlich war alles wieder da: Tempo, Gefahr, Magie, Spannung. Die letzten Seiten habe ich regelrecht verschlungen – und das Ende… dieses Ende hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. 😱
Der Cliffhanger ist grausam, unfair und absolut effektiv. Mein Herz war schwer, mein Kopf voller Fragen, und trotz aller Kritik wusste ich in diesem Moment: Ich brauche Band drei. Sofort.
Ich klammere mich an die Hoffnung, dass sich der Spice-Anteil im nächsten Teil deutlich zurücknimmt und der Fokus wieder stärker auf der Geschichte liegt, die so wahnsinnig viel Potenzial hat.
Fazit
Vows and Ruins hat mich emotional mitgenommen, mich begeistert, frustriert und am Ende wieder völlig in seinen Bann gezogen.
Die Welt ist faszinierend, die Charaktere stark und die Geschichte im Kern grandios – doch man braucht eine hohe Toleranz für Romance, um nicht den roten Faden zu verlieren. Wer epische Fantasy liebt, muss hier stellenweise durchatmen, wird aber am Ende mit einer Geschichte belohnt, die einen nicht mehr loslässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2025

Dark Academy Setting

Red Raven Castle
0

Das Buch hat mich richtig überrascht! Die Geschichte über Evelin und Airril, die in der Burg der Roten Raben leben, war spannend, geheimnisvoll und anders als vieles, was ich bisher gelesen habe.

Evelin ...

Das Buch hat mich richtig überrascht! Die Geschichte über Evelin und Airril, die in der Burg der Roten Raben leben, war spannend, geheimnisvoll und anders als vieles, was ich bisher gelesen habe.

Evelin will unbedingt eine Heilerin werden, doch bald merkt sie, dass im Orden etwas nicht stimmt. Zusammen mit ihrem besten Freund Airril versucht sie herauszufinden, was wirklich vor sich geht und gerät dabei mitten in eine gefährliche Verschwörung.
Was mich besonders begeistert hat, ist das ungewöhnliche Magiesystem: Heilmagie statt Kampfzauber.
Die enge Bindung zwischen Mensch und Rabe verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe.
Auch das Setting hat mir sehr gefallen. Ich konnte mir die Gassen der Stadt und die düsteren Hallen der Rabenburg lebhaft vorstellen.

Die beiden Hauptfiguren sind sehr unterschiedlich gestaltet. Evelin ist impulsiv, mutig und ein bisschen rebellisch; Airril hingegen sensibel und von Selbstzweifeln geplagt, aber innerlich stark.
Aber man merkt, wie sehr er im Laufe der Geschichte wächst. Die Freundschaft (und leichte Liebesgeschichte) zwischen den beiden war echt süß, ohne kitschig zu sein.

Am Anfang hatte ich aber ein bisschen Mühe, in die Geschichte reinzufinden. Es gab viele Fragen und manches wurde erst später erklärt. Auch das Ende ging mir etwas zu schnell – da hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht.

Trotzdem hat mir das Buch super gefallen. Es ist spannend, emotional und hat eine richtig tolle Atmosphäre. Ich hoffe sehr, dass es einen zweiten Band geben wird!

Fazit:
Eine besondere Fantasygeschichte mit Heilmagie, sprechenden Raben, viel Gefühl und einer Prise Dunkelheit. Kleine Schwächen – aber insgesamt ein richtig gutes Buch! 🖤🐦
⭐️⭐️⭐️⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2025

Tolle Kombination aus Mythologie und moderner Fantasy

Faded Gods
0

Coralynn steht kurz vor der Hochzeit, doch im letzten Moment überkommen sie Zweifel. Kurzentschlossen lässt sie ihren Verlobten Jason vor dem Altar stehen und läuft direkt Corbin in die Arme – einem Halbgott ...

Coralynn steht kurz vor der Hochzeit, doch im letzten Moment überkommen sie Zweifel. Kurzentschlossen lässt sie ihren Verlobten Jason vor dem Altar stehen und läuft direkt Corbin in die Arme – einem Halbgott und Sohn des Totengottes Hades. Er ist nicht nur geheimnisvoll und arrogant, sondern auch verdammt attraktiv und scheint mehr über Cora zu wissen, als sie selbst.
Als Corbin sie in die Unterwelt bringt, findet sich Cora in einer Welt wieder, die ebenso düster wie faszinierend ist- bevölkert von Göttern, durchzogen von Geheimnissen und voller Intrigen.

Jenn Roberts hat mich mit ihrer gelungenen Mischung aus moderner Fantasy und griechischer Mythologie sofort in den Bann gezogen.

Ihr Schreibstil ist leicht, flüssig und bildhaft – ich wurde direkt in die Handlung hineingezogen. Die Geschichte bleibt durchgehend spannend, und auch wenn einige Wendungen vorhersehbar sind, wurde ich immer wieder überrascht.

Besonders das Worldbuilding ist ein echtes Highlight. Die Unterwelt ist nicht einfach nur düster – sie ist atmosphärisch, vielschichtig und so detailreich beschrieben, dass sie in meinem Kopf zum Leben erwachte.
Mythologische Figuren wie Hades, Persephone oder Medusa treten auf – modern interpretiert und inszeniert.

Vor allem Hades konnte mich mit seiner Tiefe überzeugen: mal geheimnisvoll, mal berechnend, aber nie eindimensional. Seine undurchschaubare Art sorgt durchgehend für Spannung.

Cora ist eine starke und glaubwürdige Protagonistin. Ihre innere Zerrissenheit ist greifbar, doch sie wächst an den Herausforderungen, die ihr begegnen.
Corbin ist der klassische Bad Boy – charmant und verletzlich, gleichzeitig arrogant und geheimnisvoll. Mit dieser spannenden Mischung und seinem trockenen Humor sorgt er für viele intensive Momente.

Zwischen den beiden knistert es von Anfang an, doch die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr schnell. Für mich wirkte das etwas überhastet – besonders, da Cora erst kurz zuvor ihren Verlobten verlassen hat.
Trotzdem stimmt die Chemie. Die Dialoge sind voller Spannung, Witz und Gefühl. Und auch wenn das Tempo der Romanze kritisch betrachtet werden kann – die Emotionen sind spürbar und echt.

Für alle, die Lust auf eine Romantasy mit göttlichem Flair, Humor, Spannung und einer ordentlichen Portion Spice haben, ist Faded Gods – Das Erbe des Hades genau das Richtige.
Die Kombination aus Mythologie und moderner Fantasy macht definitiv neugierig auf mehr – vor allem auf die Geschichten von Coras Schwestern in den nächsten Bänden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere