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Veröffentlicht am 15.08.2025

Toller Reihenauftakt

Das Spiel seines Lebens - Myron Bolitar ermittelt
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30 Jahre nach der amerikanischen Erstausgabe bringt Goldmann die Myron Bolitar-Reihe von Harlan Coben in einer Neuausstattung auf den Markt. Und auch drei Jahrzehnte später hat Sportagent und Teilzeit-Detektiv ...

30 Jahre nach der amerikanischen Erstausgabe bringt Goldmann die Myron Bolitar-Reihe von Harlan Coben in einer Neuausstattung auf den Markt. Und auch drei Jahrzehnte später hat Sportagent und Teilzeit-Detektiv (oder umgekehrt?) Myron Bolitar nichts von seiner Faszination eingebüßt.

Es ist erfrischend, in einer Welt ohne Smartphones (okay, Bolitar verfügt über ein Autotelefon) unterwegs zu sein. Sogar Donald Trump kommt vor und ist damals nur ein Immobilienhai, eine kleine Randfigur.

Myron Bolitar ist ein sympathischer, dabei allerdings überzeichneter Protagonist. Nah an der Perfektion und umgeben von wunderschönen, intelligenten und sowieso herausragenden Menschen. Wenig zu sehen von einem gebrochenen Helden, das bietet er nur in Ansätzen (zum Beispiel der durch eine Verletzung beendeten Sportkarriere, die er allerdings in einen Harvard-Abschluss in Jura verwandelt hat). Für einen aufstrebenden Sportagenten mit einer recht ansehnlichen Zahl von Klienten hat er überraschend viel Zeit, ähnlich seinem Sidekick Win, sich als Privatdetektiv zu verdingen. Über all das sieht man gern hinweg, weil Harland Coben einen dichten, spannenden und überraschenden Kriminalroman gesponnen hat. Einen echten Thriller, wie das Cover versprochen hat, habe ich nicht entdeckt – auch wenn es durchaus actionreich und gefährlich wird. Bolitars gefühlte Unbesiegbarkeit (gepaart mit Glück im rechten Moment) und das Wissen, dass die Reihe zwölf Bände umfasst, haben mir aber nicht das Blut in den Adern gefrieren lassen (Sebastian Fitzek ist dennoch ein Fan, wie die Buchrückseite verrät).

Der Plot selbst ist gut aufgebaut und bis auf die enge Verwobenheit mit Bolitars Privatleben plausibel. Sein vielversprechender Klient Christian Steele wird von der Vergangenheit rund um seine vermisste Verlobte eingeholt, die auch noch die Schwester von Bolitars Ex-Freundin ist. Bolitar ermittelt auf eigene Faust und befördert einiges ans Tageslicht, gerät mit Polizei und Mafia aneinander und macht dabei stets eine gute Figur.

Der Schreibstil hat mich wirklich begeistert, das Buch ist toll zu lesen und der Wortwitz und die (Selbst-)Ironie haben mir viel Spaß bereitet.

Kleiner Wermutstropfen: Es gibt einige Zeichensetzungsfehler. Vielleicht habe ich einen zu hohen Anspruch, aber in gedruckten Büchern wünsche ich mir ein (fast) perfektes Lektorat, gerade bei einer Neuauflage.

Das Buch hat mich gefesselt und verdient 4,5/5 Sternen sowie eine Leseempfehlung. Ich habe direkt im Anschluss Band 2 gelesen und werde Schwierigkeiten haben, mich von der Reihe zu lösen…

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Eine Bedrohung für die Menschheit

Der Wald
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„Der Wald“ ist bereits im Jahr 2023 erschienen und jetzt ist das Buch auch als Taschenbuch rausgekommen. Ich habe es mitten in meiner Pollenallergie-Hochphase gelesen und es hat mich eiskalt erwischt: ...

„Der Wald“ ist bereits im Jahr 2023 erschienen und jetzt ist das Buch auch als Taschenbuch rausgekommen. Ich habe es mitten in meiner Pollenallergie-Hochphase gelesen und es hat mich eiskalt erwischt: Während mir draußen die Natur zugesetzt hat, hat mich der Thriller von Tibor Rode in Gedanken zusätzlich auf eine düstere Reise mitgenommen. Was wäre, wenn es eine Pflanze gäbe, die nicht nur extrem viele Pollen verbreitet, sondern bei bloßer Berührung Verbrennungen verursacht? Wenn diese Pflanze sich unaufhaltsam ausbreitet und Menschen weltweit scharenweise mit Atemnot ins Krankenhaus bringt?

Der Clou: Die Natur agiert nicht allein. Sie hat sich mit etwas noch Gefährlicherem verbündet und ich habe mich beim Lesen gefragt, ob der Mensch die Kontrolle nicht schon längst verloren hat.

Der Plot ist stark, erschreckend und brandaktuell. Die Idee, dass invasive Pflanzen zur größten Bedrohung für die Menschheit werden, ist nicht nur originell, sondern fühlt sich beim Lesen geradezu beängstigend real an. Die Natur schlägt zurück und der Mensch ist sein eigener schlimmster Feind.

Der Thriller liest sich rasant, fast wie ein Actionfilm. Kurze, teils zeitversetzte Kapitel, ständig neue Wendungen, globale Schauplätze und ein packender Schreibstil haben dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte und es innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.

So spannend die Handlung war, so hätte ich mir bei einigen Charakteren mehr Tiefe gewünscht, bzw. ich hätte gerne etwas mehr über sie erfahren. Für mich hätte das die Geschichte noch runder gemacht.

Fazit: „Der Wald – Er tötet leise“ ist ein Öko-Thriller, der ein beängstigendes Szenario zeichnet. Eine klare Empfehlung für Fans von intelligentem Spannungsstoff mit dystopischem Einschlag. Ich vergebe 4,5/5 Sternen und freue mich auf weitere Geschichten des Autors.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Ein Buch voller Überraschungen

In tiefster Nacht
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Auf der Suche nach der nächsten Spannungsliteratur stieß ich aus Zufall auf „In tiefster Nacht“ von Harlan Coben. Den amerikanischen Autor kannte ich bis jetzt noch nicht. Er hat bereits viele Bücher geschrieben, ...

Auf der Suche nach der nächsten Spannungsliteratur stieß ich aus Zufall auf „In tiefster Nacht“ von Harlan Coben. Den amerikanischen Autor kannte ich bis jetzt noch nicht. Er hat bereits viele Bücher geschrieben, die auch verfilmt und in 45 Sprachen übersetzt wurden.

Darum geht es: Der suspendierte Detective Sami Kierce unterrichtet in New York in der Abendschule, bis er unter den Schülern ein bekanntes Gesicht sieht: Anna, sein Urlaubsflirt aus Jugendtagen, die eines morgens leblos und blutüberströmt neben ihm lag, in seiner Hand ein Messer und keine Erinnerung. Nach fast 20 Jahren nimmt er die Verfolgung auf und hofft, den Fall, der sein ganzes Leben überschattet hat, endlich lösen zu können.

Schon nach wenigen Seiten kristallisiert sich heraus, dass das Buch speziell ist. Der Schreibstil ist ganz besonders und hat eine intensive Nähe zum Protagonisten erzeugt. Sami Kierce ist kein typischer Held, aber gerade seine kleinen Fehler machen ihn so menschlich und sympathisch.

Auch die anderen Charaktere sind interessant und teils sehr skurrile Gestalten, die manche Überraschung bereithalten.

Überraschend waren auch die Wendungen und die Entwicklung, die die Geschichte nahm. Denn auch eine weitere Person, die Sami sehr nahestand, lebt nicht mehr.

Die ersten Seiten haben mich ehrlich gesagt etwas ratlos zurückgelassen. Ich musste Passagen mehrfach lesen, weil ich den Inhalt einfach nicht verstanden habe. Zum Glück bin ich drangeblieben, denn je weiter ich gelesen habe, desto weniger konnte ich das Buch beiseite legen.

Das Ende war speziell und passt zum ganzen Buch. Jetzt möchte ich auf jeden Fall noch mehr Geschichten des Autors lesen. Wie gut, dass die Auswahl so groß ist.

Fazit: „In tiefster Nacht“ ist ein ungewöhnlicher Spannungsroman, der mich nach Startschwierigkeiten komplett überzeugt hat. Ich vergebe eine Leseempfehlung und 4,5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Setzt die Segel!

Daughter of the Siren Queen - Fürchte meine Stimme
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„Daughter of the Siren Queen“ knüpft nahtlos an den ersten Teil an und wir sind direkt mitten im Geschehen.

Hauptsächlich spielt sich die Geschichte auf hoher See ab und erfüllt dabei alles Klischees ...

„Daughter of the Siren Queen“ knüpft nahtlos an den ersten Teil an und wir sind direkt mitten im Geschehen.

Hauptsächlich spielt sich die Geschichte auf hoher See ab und erfüllt dabei alles Klischees für ein gutes Piratenbuch. Besonders der Teil, in dem sie eine scheinbar einsame Insel erkunden war gruselig.

Im Vergleich zum ersten Band ist es noch blutiger, gefechtsintensiver und es gibt mehr Geheimnisse, die gelüftet werden wollen. Wer Piratenstorys mag, kommt also wieder voll auf seine Kosten.

Captain Alosa muss sich ihrem Vater stellen und die Schattenseiten ihres Vater-Tochter-Verhältnisses werden ausgearbeitet. Der Piratenkönig ist der perfekte Antagonist, ist seine Vorgehensweise zur Erlangung von mehr Macht doch wirklich sehr extrem.

Auch die Mutter von Captain Alosa spielt, wie der Titel schon verrät, eine Rolle in dem Buch. Alosa lernt mehr über das Volk der Sirenen, die sie auch zur Hälfte ist.

Insgesamt wirkte Alosa nahbarer, da zu ihrer taffen Art jetzt auch eine sanfte, verletzliche Seite gezeigt wird.

Der romantische Part mit Riden rückt eher in den Hintergrund, was mich aufgrund der ganzen Wendungen und Spannung überhaupt nicht gestört hat.

Die Crewmitglieder sind alle interessante Charaktere und bilden den Grundstein für weitere Bücher der Reihe.

Für mich ist „Daughter of the Siren Queen“ eine gelungene Fortsetzung und hat mir sogar noch besser als der erste Teil gefallen. Somit vergebe ich 4,5/5 Sternen und sprechen eine Leseempfehlung aus.

Ich freue mich schon auf das dritte Abenteuer „Vengeance of the Pirate Queen“, in dem das Crewmitglied Sorinda die Hauptrolle hat!

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Fantasy für Erwachsene

A Discovery of Witches - Die Seelen der Nacht
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Die „All Souls“-Buchreihe von der Autorin Deborah Harkness wurde neu aufgelegt und beginnt mit dem ersten Band „A Discovery of Witches — Die Seelen der Nacht“.

Diana ist eine Hexe aus einem berühmten ...

Die „All Souls“-Buchreihe von der Autorin Deborah Harkness wurde neu aufgelegt und beginnt mit dem ersten Band „A Discovery of Witches — Die Seelen der Nacht“.

Diana ist eine Hexe aus einem berühmten Hexengeschlecht und versucht, als Wissenschaftlerin den magischen Teil von ihr größtenteils zu ignorieren. Matthew ist ein viele hundert Jahre alter Vampir, der als viel belesener Wissenschaftler eher zurückgezogen lebt. Als die beiden in der Bibliothek von Oxford aufeinandertreffen, spüren sie direkt eine besondere Verbindung. Doch auch andere Wesen werden auf Diana aufmerksam, als sie es schafft, ein seit vielen Jahren verstecktes Manuskript in die Hände zu bekommen. Die Welt der Hexen, Vampire und Dämonen ist fortan hinter ihr und dem wertvollen Manuskript her und Matthew will sie beschützen.

Es kommt, wie es kommen muss und die beiden verlieben sich ineinander. Doch ist es eine verbotene Liebe, denn die magischen Wesen bleiben nur unter ihresgleichen.

Allen Widerständen zum Trotz gehen die beiden dem Geheimnis des Manuskripts auf den Grund und ihre Liebe ist so stark, dass sie alle Hindernisse überwindet. Die vielleicht etwas kitschig und vorhersehbar klingende Love Story ist in eine spannende Jagd eingebettet und damit kein klassischer Liebesroman, sondern ein Fantasyroman für Erwachsene.

Fantasystorys, Fabelwesen und insbesondere Geschichten über Hexen und Vampire sind genau mein Ding, somit ist es wenig überraschend, dass mich „The Discovery of Witches“ schon als Serienadaption angesprochen hat. Mit der zugrundeliegenden Buchreihe ging es mir da nicht anders.

Obwohl das Buch über 800 Seiten hat, habe ich mich zu keiner Zeit gelangweilt. Die Autorin schafft es, eine besondere Stimmung und Atmosphäre zu erzeugen und setzt die Protagonisten gekonnt in Szene. Ihr detailreicher Schreibstil baut eine komplexe fantastische Welt und legt den Grundstein für weitere Bücher.

Dabei gibt sie den Leser*innen Zeit, sich in die magische Welt hineinzuversetzen und man fliegt nur so durch die Seiten.

Für mich ist das Buch ein fantastischer Lesegenuss und erhält 4,5/5 Sternen für einen gelungenen Reihenauftakt.

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