Profilbild von Lyjana

Lyjana

Lesejury Star
offline

Lyjana ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lyjana über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2022

Rezension zu Firekeeper's Daughter

Firekeeper's Daughter
0

Wissenswertes

Autor: Angeline Boulley
Titel: Firekeeper's Daughter
Gattung: Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 21. März 2022
Verlag: Cbj
ISBN: 978-3-570166017
Preis: 20,00 € (Gebundenes Buch) & 14,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: ...

Wissenswertes

Autor: Angeline Boulley
Titel: Firekeeper's Daughter
Gattung: Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 21. März 2022
Verlag: Cbj
ISBN: 978-3-570166017
Preis: 20,00 € (Gebundenes Buch) & 14,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 560 Seiten

Inhalt

Die 18-jährige Daunis Fontaine hat nie wirklich dazugehört, weder in ihrer Heimatstadt noch in der nahe gelegenen Ojibwe-Reservation. Denn sie ist halb weiß, halb Native American. Daunis träumt von einem Neustart am College, wo sie Medizin studieren möchte. Doch als sie sich plötzlich um ihre Mutter kümmern muss, beschließt Daunis, die eigenen Pläne vorerst auf Eis zu legen. Der einzige Lichtblick ist Jamie, der neue und sehr charmante Spieler im Eishockeyteam von Daunis‘ Bruder Levi. Daunis genießt seine Aufmerksamkeit und hat sich gerade in ihrem Leben eingerichtet, als sie Zeugin eines schrecklichen Mordes wird. Damit nicht genug, wird sie vom FBI rekrutiert, um undercover zu ermitteln. Widerstrebend willigt Daunis ein und erfährt so Dinge, die ihre Welt vollkommen auseinanderreißen …

Cover

Ich gestehe, dass es sich bei diesem Buch um Liebe auf den ersten Blick gehandelt hat. Der hellbeige fast weiße Hintergrund in Kombination mit den kontrastreichen Farben Blau, Gelb und Rot ziehen als erstes die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Dann folgt die Kenntnisnahme der beiden Gesichter und abschließend das Ergebnis der beiden Seitenansichten als Schmetterlingsflügel, sowie die kleinen Details.


Meine Meinung

Achtung diese Rezension enthält Spoiler!

Ich habe dieses Buch ganz zufällig beim Stöbern in meiner Lieblingsbuchhandlung entdeckt. Wie Ihr meiner Beschreibung vom Cover entnehmen könnt, konnte mich auf den ersten Blick nicht nur das Äußere des Buches überzeugen. Auch der Inhalt klang wahnsinnig vielversprechend. Dazu muss ich sagen, dass die Thematik der Native Americans absolut zu unrecht so selten in Büchern lebendig wird. Leider muss ich gestehen, dass es zwischen mir und Firekeeper's Daughter letztlich nicht so richtig funkten wollte. Für mich war es das erste und womöglich letzte Buch dieser Autorin. Wie immer gibt es dafür ganz unterschiedliche Gründe:

Wir erleben die gesamte Geschichte aus der Sicht von Daunis. Wie der Klapptext uns bereits verrät hat Daunis seit ihrer Geburt mit der Problematik zu kämpfen nirgends richtig dazuzugehören. Sie ist nämlich zur Hälfte eine Weiße und eine Native American. Für mich war sie leider ein sehr durchwachsener Charakter: ich fand sie sehr sprunghaft, sie durchlebt während des Buches mehrere kleine Identitätskrisen, gerade am Anfang war sie mir viel zu naiv und vertrauensselig. Dazu möchte ich aber sagen, dass sich ihr Verhalten gegen Ende des Buches wesentlich bessert. Irgendwann erreicht sie nämlich den Punkt, an dem ihr klar wird, dass jeder etwas zu verbergen hat. Sogar Menschen, die ihr besonders nahe stehen.

Ziemlich schnell zu Beginn des Buches lernen wir Jamie kennen. Seine Rolle als Undercover-Agent fliegt ziemlich schnell auf, gleichzeitig konnte man sich ja denken, dass es sich bei ihm um ein FBI-Mitglied handelt, schließlich sind er und sein Partner, als einzige neu in der Stadt. Für mich blieb er bis zum Ende extrem blass. Dass liegt vermutlich daran, dass sowohl wir als Leser, als auch Daunis viel zu wenig über ihn erfahren. In meinen Augen jede Menge verschwendetes Potenzial. Aus Jamie hätte die Autorin viel mehr herausholen können.

Schwierig fand ich des weiteren den Schreibstil bzw. die Übersetzung davon. Er war durchgängig geprägt von indigenen Begriffen, was an sich nichts schlechtes ist. Leider gestaltet sich die Aussprache dieser Wörter sehr schwierig und wurde somit irgendwann zu anstrengend zum Lesen. Es half auch nicht, dass französische und amerikanische Wörter dazukamen. Vielleicht wäre es hilfreich gewesen, wenn es eine Art "Aussprache-Hilfe" am Ende des Buches gegeben hätte, damit man die Chance bekommt die Wörter richtig zu sprechen. Was ich jedoch gut fand, waren die zahlreichen Informationen, die wir am Ende des Buches finden können: ein Glossar, Erklärungen zu Wörtern, sowie eine Historische Einordnung.

Insgesamt war das Buch spannend, es gab allerdings einige langatmige Phasen. Der Einstieg nahm schnell Fahrt auf und machte das Weiterlesen wirklich einfach. Aber gerade durch den Schreibstil und die Atempausen, musste ich mich zwischenzeitlich wirklich zum Lesen zwingen.

Ich bleibe gleich mal beim Ende des Buches. Dieses war einfach extrem unbefriedigend. Der eigentlich Drahtzieher des Ganzen entkommt und bleibt auf freiem Fuß. Die Protagnisten scheint sich spirituell weiterentwickelt zu haben, ihre Umgebung ließ sich von dem Ganzen Chaos und den Morden schwer in andere Bahnen lenken. Jamie - oder wie auch immer er wirklich heißt - geht auf die Suche nach sich selbst. Und zum schlimmsten Punkt, zu dem ich noch komme, Daunis Vergewaltiger bekommt nicht die Strafe die er in meinen Augen verdient.

Seit einigen Jahren brandet immer mal wieder die Diskussion zu Trigger-Warnungen für Bücher auf. Dieses Buch fällt für mich definitiv in das Raster bei dem man die Leser womöglich vorwarnen sollte. Und das ist leider auch der Punkt der dieses Buch in vielerlei Hinsicht ruiniert hat: Wie mit Daunis Vergewaltigung umgegangen worden ist, war in meinen Augen einfach nur falsch. Das Bild, dass vermittelt worden ist - der Umgang der Protagonistin mit diesem Vorfall, wirft ein erschreckend schwarzes Bild auf die ganze Geschichte. Die Autorin hat sich soviel Mühe damit gemacht die indigene Bevölkerung, ihr Leben und ihre Lebensweise auf tiefergehende und warmherzige Art zu vermitteln, dass diese Zeilen einfach nur ein Schlag ins Gesicht waren. Ihr müsst einfach bedenken, dass dieses Buch offiziell als YA-Buch gelistet ist, also sich hauptsächlich an Jugendliche richtet. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass die Autorin auch für diese Art von Betroffenen die richtige Richtung eingeschlagen hätte.



Fazit

Grundsätzlich behandelt dieses Buch eine wirklich interessante Thematik, die leider durch eine naive Protagonistin, einen schwierigen Schreibstil, sowie die Bedenkenlosigkeit der Autorin zu einem bestimmen Thema in vielen Dingen schlecht umgesetzt ist.

Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2018

Leider sehr enttäuschend

Wrong: Wenn der Falsche der Richtige ist
0

Wissenswertes:
Autor: Jana Aston
Titel: Wrong – Wenn der Flasche der Richtige ist
Originaltitel: Wrong
Gattung: Erotik
Erscheinungsdatum: 15.09.2016
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
ISBN: 978-3-86495-265-4
Preis: ...

Wissenswertes:
Autor: Jana Aston
Titel: Wrong – Wenn der Flasche der Richtige ist
Originaltitel: Wrong
Gattung: Erotik
Erscheinungsdatum: 15.09.2016
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
ISBN: 978-3-86495-265-4
Preis: 12,90 € (Taschenbuch) & 6,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 300 Seiten

Inhalt:
Wenn jemand ein Händchen dafür hat, sich den Falschen rauszupicken, dann bin ich es. Schwul? Weiberheld? Spieler? Muttersöhnchen? Alle zu mir!
Zurzeit bin ich in einen meiner Kunden aus dem Coffeeshop verknallt. Wenn ich auch nur daran denke, was seine schönen Hände mit meinem Körper anstellen könnten, wird mir jedes Mal ganz heiß! Aber das ist natürlich bloß eine harmlose Schwärmerei von mir. Ist ja nicht so, als würde ich Luke jemals außerhalb des Cafés treffen.
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt, denn unsere Wege kreuzen sich an einem Ort, der meine wildesten Fantasien sprengt. Seine Hände sind plötzlich genau dort, wo ich sie mir gewünscht habe: zwischen meinen gespreizten Beinen. Die Sache ist mir so peinlich, dass ich Luke eigentlich nie mehr wiedersehen will, aber das Schicksal hat offenbar andere Pläne für uns: Als ich in eine Notlage gerate, wird er zum Retter in der Not und wir kommen uns näher.
Was wäre, wenn der Falsche plötzlich der Richtige ist?

Cover:
Zunächst einmal sieht man auf den ersten Blick, dass es bei diesem Buch um einen Liebesroman – in diesem Fall beziehungsweise sogar eher um ein Erotik Buch handelt. Pink und Rosa sind die dominierenden Farben und sowohl die Frau als auch der Mann versprechen sinnliche Lesestunden.

Charaktere:
Die weibliche Protagonistin des Buches Sophie ist gerade dabei ihren Abschluss an einer Universität zu machen und verdient sich nebenbei in einem Coffeeshop etwas Geld. Dabei zeigt sich zum einen natürlich, dass sie gut mit Menschen umgehen kann und ihnen gegenüber aufgeschlossen ist. Auch scheint Sophie keineswegs mit Mühe und Not ihren Abschluss zu machen, da immer wieder erwähnt wird, dass sie dafür wohl auch eine Auszeichnung bekommen wird. Im Coffeeshop trifft sie auch immer wieder auf Luke und schmachtet ihn heimlich an.
Im Gegensatz zu Sophie hat Luke bereits einen Job und steht mit seinen 30 Jahren fest im Leben. Er ist unter anderem sehr vermögend, weiß aber auch genau was er will und wie er es bekommt. Luke ist aber auch ein charmanter und sehr bestimmender Mann.

Fazit:
Schlussendlich muss ich aber leider gestehen, dass mich das Buch enttäuscht hat. Mir fehlte es irgendwie an Konflikten zwischen den beiden Protagonisten, ja es gab Streit, aber der war eigentlich nie etwas tiefergehendes, somit wirkte das ganze einfach nicht bedeutend genug. Die Charaktere fand ich an sich ziemlich gut, doch auch hier muss ich sagen, dass es mir zu oft zu vorhersehbar war.

Deswegen gibt es von mir lediglich 2,5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.06.2026

Abbruch irgendwo zwischen Seite 200 und 300

Ein Schloss aus Silber und Scherben
0

Wie das manchmal so ist, kauft man eben Bücher, die dann eine Ewigkeit auf dem Stapel ungelesener Bücher versauern. „Ein Schloss aus Silber und Scherben“ habe ich gekauft, weil ich den Inhalt interessant ...

Wie das manchmal so ist, kauft man eben Bücher, die dann eine Ewigkeit auf dem Stapel ungelesener Bücher versauern. „Ein Schloss aus Silber und Scherben“ habe ich gekauft, weil ich den Inhalt interessant fand und ebenso wie die Autorin ihr Buch beworben hat.

Starten wir doch mit etwas positivem, bevor ich leider zu den Punkten kommen muss, die mir überhaupt nicht gefallen haben. Von der ersten Seite an hatte ich das Gefühl, dass der Schreibstil wie für mich gemacht ist. Er las sich wunderbar, war flüssig und ich konnte schnell ins Geschehen eintauchen. Persönlich hätte ich es allerdings bevorzugt, wenn die langen Textblöcke aufgelockerter und die Kapitel nicht so elendig lang wären.

Gerade am Anfang des Buches hatte ich echt Hoffnung, dass ich es mag. Doch dann kam das Mobbing, das Body-Shaming, das permanente Niedermachen unserer weiblichen Protagonistin – sowohl durch andere als auch durch ihre eigenen Gedanken – und mir wurde es irgendwann schlicht zu viel. Gewicht war und ist für mich ohnehin ein empfindliches Thema, doch so wie Maren hier dargestellt wird – passiv, lethargisch, komplett ohne Selbstliebe – blieb sämtlich Hoffnung, dass es mich doch noch begeistern könnte auf der Strecke. Und dann kam zusätzlich der Moment, als Maren abnimmt und Will urplötzlich bemerkt, wie hübsch sie doch ist. Und ab dieser Stelle habe ich aufgegeben dem Buch noch positives abgewinnen zu wollen, weil die Botschaft dahinter sehr stört. Ich gehe nicht davon aus, dass es das Ziel der Autorin ist uns weismachen zu wollen, dass dicke Menschen automatisch hässlich sind, doch über diesen Punkt hinaus kann und möchte ich gerade nicht weiterlesen. Allerdings habe ich mir mal die Zeit genommen die Danksagung am Ende zu lesen, was mir Hoffnung gibt, dass alle die dranbleiben bzw. den zweiten Teil lesen, irgendwann an den Punkt kommen, bei dem die inneren Werte unserer Charaktere zum Zug kommen.

Willjareth, der Verlobte von Maren, wird mir noch lange als einer der schlimmsten männlichen Protagonisten in Erinnerung bleiben, von denen ich jemals gelesen habe. Seinen Umgang mit Maren fand ich schrecklich. Er verhält sich kindisch, ekelhaft, ist verblendet von der Meinung dazu gehören zu müssen und das um jeden Preis. Es gab so viele Momente – besonders die Hochzeitsnacht – wo ich gebetet habe, dass Maren ihm für sein widerliches Verhalten ins Gesicht schlägt. Ich hätte das getan. Anfangs hatte ich auch ihn betreffend Hoffnung, dass er irgendwann merkt, was er an Maren hat, aber ewig geht es nur um seinen Platz als König – für welchen er ähnlich wie sein Konkurrent überhaupt nicht geeignet ist – und darum, dass er sich mit seinem unwirschen Verhalten seiner Frau gegenüber gerade mal nicht auseinander setzten möchte, oder überhaupt jemals. Er ist ein Trunkenbold und Lustmolch, ohne Schamgefühl und mit einem zur Unkenntlichkeit verkümmertem Herzen.


Fazit

Ab Seite 250 bis 300 habe ich es dann endgültig beiseitegelegt, weil ich gemerkt habe, dass ich den Text zwar mit den Augen verfolgt habe, aber die Wörter nicht mehr gelesen habe. Klar, das Buch ist Dark Fantasy, aber mir war es zu negativ in zu vielen Facetten.

Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2026

Furchtbar

Rabid
0

Nachdem ich die "The Darkest Gold"-Reihe von Raven Kennedy abgöttisch geliebt habe, musste ich dieses Buch natürlich unbedingt haben. Fairerweise muss ich zugeben, dass ich mir den Inhalt erst durchgelesen ...

Nachdem ich die "The Darkest Gold"-Reihe von Raven Kennedy abgöttisch geliebt habe, musste ich dieses Buch natürlich unbedingt haben. Fairerweise muss ich zugeben, dass ich mir den Inhalt erst durchgelesen habe, als ich es zu Hause in die Hand genommen habe. Aber dass "Rabid" inhaltlich so ein Flop werden würde, stand nicht auf meiner Bingo-Karte für dieses Jahr.

Ich bekomme einfach nicht in meinen Kopf, was sich beide Autorinnen wohl bei dieser Geschichte gedacht haben, denn für mich war es nur eines: substanzloser Geschlechtsverkehr. Weder gibt es einen glaubhaften Plot, noch nachvollziehbare oder echte Emotionen und der plumpe Schreibstil hat mir irgendwann echt den Rest gegeben. Gerade die viel zu häufig vorkommenden Sexszenen waren geradezu unangenehm zu lesen, wobei die wiederholte Verwendung der Wörter fi*en, Fze oder Pu*y überhaupt nicht förderlich waren. Es kommen gar keine echten Emotionen bei mir auf, weil die übertriebene sexuelle Anziehung der beiden Protagonisten alles andere überdeckt.

Auch das Worldbuilding hinterlässt bei mir eher ein großes Fragezeichen als alles andere. Ist euch beispielsweise aufgefallen, dass Tyrans Rudel zwar in einfache Leinen- und Lederkleidung gehüllt ist, ihr Essen jagen geht und in schlichten Holzhütten lebt, es aber trotzdem heißes Wasser, eine funktionierende Toilette und einen Föhn gibt? Merkwürdig, denn entweder lebt das Rudel von dem was die Natur hergibt oder eben nicht. Die Idee mit den Geisterwölfen fand ich eigentlich ganz faszinierend, doch gleichzeitig drängte sich mir immer wieder die Frage auf, warum man sich entschieden hat, dass Seneca immer wieder von ihrer Wölfin spricht. Statt zu sagen wir, als Gemeinschaft im selben Körper sozusagen. Für mich war es so wie es ist eine merkwürdige Sicht auf die Dinge, die ich von anderen Gestaltwandler Büchern in dieser Art und Weise nicht kenne und definitiv nicht vermissen werde.

Soll ich ehrlich sein? Ich kann die weibliche Protagonistin überhaupt nicht ausstehen. Mag sein, dass ihre Verbindung zu ihrer Geisterwölfin von vorne herein gestört gewesen ist, aber in meinen Augen ändert dies nichts daran, dass Seneca bloß verzogen und unnötig konfliktbereit ist. Es gab durchaus Momente, wo ich ihre Wut und ihren Zorn verstehen konnte, doch ebenso genug Momente wo ich mich gefragt habe, ob sie noch alle Tassen im Schrank hat. Außerdem fand ich es anstrengend, dass ihr Leben offenbar nur daraus besteht anderen Vorwürfe zu machen, Wutausbrüche zu haben und nackt durch die Gegend zu laufen.

Ich kann es echt nicht schön reden, aber dieses Buch war so furchtbar für mich, dass ich ab Seite 150 nur noch durchgeblättert habe. Schweren Herzens kann ich euch diese Geschichte nicht weiterempfehlen, aber bitte, bitte lasst euch nicht davon abhalten die "The Darkest Gold" Reihe zu lesen – denn zwischen diesen beiden Werken stehen tatsächlich ganze Universen.


Fazit

Ich hasse es, wenn ich ein Buch nicht weiterempfehlen kann, noch mehr hasse ich einfallslose und unsinnige Geschichten wie diese hier leider eine ist.


Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.10.2025

Flop

The Wrong Bride
0

Cover


Tatsächlich ist dieses Cover der Grund warum ich in erster Linie auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Ich liebe das Zusammenspiel der Details, aber ebenso das Gesamtbild neben der hübschen ...

Cover


Tatsächlich ist dieses Cover der Grund warum ich in erster Linie auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Ich liebe das Zusammenspiel der Details, aber ebenso das Gesamtbild neben der hübschen Farbkombination.


Meine Meinung


Während ich in der Buchhandlung meines Vertrauens stöbern war, bin ich nicht nur über dieses hübsche Cover, sondern auch über diesen vielversprechenden Inhalt gestolpert. Da ich in letzter Zeit gar nicht mehr so viele Liebesromane gelesen habe, wollte ich diesem Buch spontan eine Chance geben. Viel fällt mir zu „The Wrong Bride“ allerdings nicht ein, außer, dass es leider ziemlich furchtbar war. An alle, die dieses Buch mit fünf Sternen bewertet haben, ich glaube ihr habt was anderes gelesen als ich, denn ich habe so oft darüber nachgedacht das Buch abzubrechen, dass ich selbst überrascht bin, es bis zum Schluss gelesen zu haben.

Raven als unsere weibliche Protagonistin ging mir ziemlich früh ziemlich auf die Nerven. Jemand, der als Model arbeitet und sein eigenes Modelabel gegründet hat, sollte in meinen Augen ein gewisses Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen mitbringen – was ich beides bei ihr schmerzlich vermisst habe. Raven hat sich nach jedem Aufeinandertreffen zwischen Ares und Hannah verhalten wie ein getretener Hund, ist weggelaufen, hat zu weinen angefangen und Ares immer wieder die gleichen Vorwürfe gemacht. Raven ist unfassbar unsicher, eine egoistische und von Selbstzweifeln zerfressene Frau, die ihre eigenen Unsicherheiten immer wieder auf ihren Ehemann und dessen ehemalige Verlobte abgewälzt hat.

Ares mag selbstsicher und arrogant sein, doch fand ich sein Verhalten immer mal wieder extrem übergriffig. Von Dingen, dass er auf seinen Geschlechtsverkehr nicht verzichten würde – aber schwört treu zu bleiben -, andere Leute feuern lässt, wegen der Blicke, denen diese seiner Frau zuwerfen, zu einfachen Dingen, wie, dass er sich permanent über Kommentare auf Social-Media und über halbnackte Werbekampagnen seiner Frau – die als Model tätig ist! – aufregt, ist alles dabei. Ganz offensichtlich vertrauen beide einander nicht, wobei es in meinen Augen auch nicht hilft, dass permanent betont wird bzw. Ares selbst betont, die Ehe sei ihm heilig und er würde sein Versprechen Raven nicht zu betrügen niemals brechen.

Alle Charaktere dieses Buches verhalten sich holzig, benehmen sich immer gleich, gerade die beiden Protagonisten klingen, als hätten beide eine Schallplatte gefressen. Wir drehen uns emotional und gedanklich nur im Kreis, es gibt keinerlei sichtbare Charakterentwicklung, keine greifbaren Emotionen, nichts, was mir das Gefühl gibt, diese Personen seien echt.

Inhaltich ist diese Geschichte der reinste Reinfall. Ist euch beispielsweise aufgefallen, dass Raven die meiste Zeit nur mit einem Nachthemd bekleidet ist? Dass Ares häufig vor ihr in die Knie geht, sie aber trotzdem an den Haaren packen kann? Wieso lassen mehrere Erwachsene im 21. Jahrhundert komplett widerstandslos zu, dass ihre Großmutter einen Partner für sie oder ihn findet? Was machen unsere beiden Protagonisten den ganzen Tag? Beide Hauptcharaktere sind angeblich gut in ihren Jobs, davon merken wir als Leser gar nichts. Auch die Teaser für die nächsten Bände waren so plump und einfallslos hervorgebracht, dass ich mich immer wieder gewundert habe, dass diese Bücher in den USA offenbar so beliebt sind.

Ich war froh, als ich endlich die letzte Seite lesen konnte, denn selbst der Schluss des Buches war unangenehm kitschig, vorhersehbar und ziemlich anspruchslos. Derzeit gehe ich davon aus, dass ich nicht noch mal ein Buch dieser Autorin in die Hand nehmen werde.


Fazit


Puh, dieses Buch und ich werden mit Sicherheit niemals Freunde. Die weinerliche Protagonisten, der kontrollsüchtige Protagonist, die fehlenden Emotionen und das kindische Verhalten beinahe aller hat für mal so gar nicht funktioniert.

Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere