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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2025

Politisches Sachbuch zwischen Reportage und Analyse

Letzte Chance
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Robin Alexander beleuchtet in „Letzte Chance“ die politische Lage in Deutschland, das Scheitern der Ampel-Regierung und den Aufstieg von Friedrich Merz. Dabei gelingt es ihm, politische Mechanismen klar ...

Robin Alexander beleuchtet in „Letzte Chance“ die politische Lage in Deutschland, das Scheitern der Ampel-Regierung und den Aufstieg von Friedrich Merz. Dabei gelingt es ihm, politische Mechanismen klar darzustellen und Hintergründe mit Insiderwissen zu verknüpfen. Sein journalistisch präziser, gleichzeitig gut lesbarer Stil macht komplexe Abläufe verständlich und vermittelt einen spannenden Einblick hinter die Kulissen.
Besonders interessant fand ich die Schilderungen zum politischen Alltag und die nachvollziehbare Analyse der Machtkämpfe. Das Buch liest sich stellenweise fast wie eine Reportage und bietet einen guten Überblick für alle, die sich einen Eindruck vom aktuellen politischen Geschehen verschaffen möchten. Dennoch lag der Schwerpunkt für meinen Geschmack etwas zu stark auf der Ampel-Analyse, während Merz und mögliche Zukunftsperspektiven recht knapp behandelt werden. Auch manches war bereits aus der Presse bekannt, und die zentrale Frage nach der „letzten Chance“ bleibt am Ende offen.
Trotz dieser Kritikpunkte habe ich das Buch mit großem Interesse gelesen. Für mich ist es ein solides, gut recherchiertes Sachbuch, das wichtige Entwicklungen auf den Punkt bringt und Lust macht, sich weiter mit der aktuellen Bundespolitik auseinanderzusetzen.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Spannung in London – Mein Eindruck von „Der Ruf des Kuckucks“

Der Ruf des Kuckucks
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Ich lese sehr gerne Krimis, besonders wenn sie in England spielen, und die London-Atmosphäre in „Der Ruf des Kuckucks“ hat mich sofort begeistert. Das Ermittlerduo Cormoran Strike und Robin ist großartig ...

Ich lese sehr gerne Krimis, besonders wenn sie in England spielen, und die London-Atmosphäre in „Der Ruf des Kuckucks“ hat mich sofort begeistert. Das Ermittlerduo Cormoran Strike und Robin ist großartig und ihre Zusammenarbeit macht die Geschichte lebendig und unterhaltsam. Strike als vielschichtiger Kriegsveteran und Robin mit ihrer sympathischen und cleveren Art ergänzen sich hervorragend.
Trotz der gelungenen Figurenzeichnung verliert sich die Handlung an vielen Stellen in zu vielen Details, und der Spannungsbogen wirkt stellenweise flach. Das Finale und die Auflösung waren für mich nicht ganz schlüssig, sodass der Auftakt nicht vollständig überzeugen konnte. Der Schreibstil ist jedoch flüssig und lässt sich gut lesen, was das Buch angenehm unterhaltsam macht.
Ich bin neugierig auf die weiteren Bände der Reihe und werde sie auf jeden Fall weiterlesen. Auch wenn „Der Ruf des Kuckucks“ mich nicht vollkommen überzeugt hat, freue ich mich darauf, mehr von Strike und Robin zu verfolgen und in die spannenden Ermittlungen einzutauchen.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Herz und Charme zwischen Nachbarn

Ms Darling und ihre Nachbarn
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Ich habe mich sehr auf „Ms Darling und ihre Nachbarn“ von Freya Sampson gefreut, denn ihr Vorgängerbuch „Menschen, die wir noch nicht kennen“ hat mich absolut begeistert. Auch diesmal entführt die Autorin ...

Ich habe mich sehr auf „Ms Darling und ihre Nachbarn“ von Freya Sampson gefreut, denn ihr Vorgängerbuch „Menschen, die wir noch nicht kennen“ hat mich absolut begeistert. Auch diesmal entführt die Autorin in eine kleine, liebevoll gezeichnete Gemeinschaft. Im Mittelpunkt steht Dorothy Darling, 77 Jahre alt, die ihre Nachbarschaft mit wachsamen Augen beobachtet. Als die junge Kat mit pinken Haaren und kaputtem Auto bei Dorothys Nachbar Joseph einzieht, ahnt sie nichts Gutes. Doch die eigentliche Bedrohung kommt, als Shelley House abgerissen werden soll. Kurz darauf wird Joseph nach einer Protestaktion bewusstlos aufgefunden, und ausgerechnet Dorothy und Kat müssen sich zusammentun, um zu helfen.
Besonders gefallen hat mir die warmherzige Atmosphäre, die sich beim Lesen aufbaut. Die Geschichte lebt von ihren charmanten, teils schrulligen Figuren, den unterschiedlichen Perspektiven von Dorothy und Kat und der Botschaft über Gemeinschaft und Zusammenhalt. Humorvolle Momente wechseln sich mit ernsten Themen ab, und auch ein Hauch Spannung ist dabei. Es ist eine Geschichte, die einen beim Lesen lächeln lässt und in der man gerne ein bisschen verweilt.
Für mich erreicht dieses Buch zwar nicht ganz die Stärke des Vorgängers, aber es ist dennoch sehr lesenswert. Die Mischung aus britischem Charme, liebenswerten Eigenheiten und einer positiv-optimistischen Grundstimmung sorgt dafür, dass man sich während des Lesens rundum wohlfühlt. Eine Lektüre, die man nicht nur gern liest, sondern deren Wärme noch lange nachklingt.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

True-Crime-Fälle mit juristischem Einordnung

Angeklagt! Schuldig oder nicht?
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„Angeklagt! Schuldig oder nicht?“ hat mich sofort gefesselt, da ich True Crime mit echtem juristischen Hintergrund sehr mag. Dr. Alexander Stevens und Constantin Schreiber erzählen sieben reale Kriminalfälle ...

„Angeklagt! Schuldig oder nicht?“ hat mich sofort gefesselt, da ich True Crime mit echtem juristischen Hintergrund sehr mag. Dr. Alexander Stevens und Constantin Schreiber erzählen sieben reale Kriminalfälle aus der Sicht von Anklage und Verteidigung. Dabei wird nicht nur die Faktenlage spannend aufbereitet, sondern auch psychologische Tiefe und überraschende Wendungen gezeigt.
Mir gefiel besonders, dass ich aktiv miträtseln konnte und rechtliche Grundbegriffe verständlich erklärt wurden. Einige Abschnitte waren allerdings etwas trocken und juristisch, was ohne Vorwissen schwerer zu folgen ist. Einige Fälle waren mir zudem schon bekannt.
Insgesamt fand ich das Buch lehrreich und anregend, ideal für alle, die sich für True Crime und die juristische Seite von Kriminalfällen interessieren.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Leichte und unterhaltsame Lektüre für Eltern

Peace, Moms
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Das Buch „Peace, Moms“ hat mir im Urlaub richtig gute Unterhaltung geboten. Ich habe es auf dem Schiff gelesen, was perfekt war, denn man muss sich nicht groß konzentrieren und kann zwischendurch immer ...

Das Buch „Peace, Moms“ hat mir im Urlaub richtig gute Unterhaltung geboten. Ich habe es auf dem Schiff gelesen, was perfekt war, denn man muss sich nicht groß konzentrieren und kann zwischendurch immer mal den Blick schweifen lassen. Meine eigenen Kinder sind zwar schon älter und die Kleinkindphase liegt hinter mir, trotzdem konnte ich mich gut erinnern und habe mich in vielen Situationen wiedererkannt. Besonders gefallen hat mir der ehrliche und direkte Ton der Autorin, der humorvoll und manchmal mit einer guten Portion Selbstironie das echte Leben mit kleinen Kindern beschreibt. Das Buch ist kein literarisches Meisterwerk, sondern eine leichte Lektüre für zwischendurch, die mich oft zum Schmunzeln gebracht hat und vor allem zeigt, dass man mit dem täglichen Familienwahnsinn nicht allein ist.
Ein kleiner Wermutstropfen war für mich, dass die Sprache teilweise sehr derb und überzogen wirkt und manche Stellen mit Denglisch überladen sind. Außerdem kann der Stil auf Dauer etwas ermüdend wirken und manche Aussagen sind für meinen Geschmack etwas wertend gegenüber anderen Eltern. Trotzdem finde ich, dass das Buch besonders für Mütter in ähnlichen Lebensphasen ein schönes, entlastendes und stärkendes Geschenk sein kann.

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