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Veröffentlicht am 10.08.2025

Herz und Charme zwischen Nachbarn

Ms Darling und ihre Nachbarn
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Ich habe mich sehr auf „Ms Darling und ihre Nachbarn“ von Freya Sampson gefreut, denn ihr Vorgängerbuch „Menschen, die wir noch nicht kennen“ hat mich absolut begeistert. Auch diesmal entführt die Autorin ...

Ich habe mich sehr auf „Ms Darling und ihre Nachbarn“ von Freya Sampson gefreut, denn ihr Vorgängerbuch „Menschen, die wir noch nicht kennen“ hat mich absolut begeistert. Auch diesmal entführt die Autorin in eine kleine, liebevoll gezeichnete Gemeinschaft. Im Mittelpunkt steht Dorothy Darling, 77 Jahre alt, die ihre Nachbarschaft mit wachsamen Augen beobachtet. Als die junge Kat mit pinken Haaren und kaputtem Auto bei Dorothys Nachbar Joseph einzieht, ahnt sie nichts Gutes. Doch die eigentliche Bedrohung kommt, als Shelley House abgerissen werden soll. Kurz darauf wird Joseph nach einer Protestaktion bewusstlos aufgefunden, und ausgerechnet Dorothy und Kat müssen sich zusammentun, um zu helfen.
Besonders gefallen hat mir die warmherzige Atmosphäre, die sich beim Lesen aufbaut. Die Geschichte lebt von ihren charmanten, teils schrulligen Figuren, den unterschiedlichen Perspektiven von Dorothy und Kat und der Botschaft über Gemeinschaft und Zusammenhalt. Humorvolle Momente wechseln sich mit ernsten Themen ab, und auch ein Hauch Spannung ist dabei. Es ist eine Geschichte, die einen beim Lesen lächeln lässt und in der man gerne ein bisschen verweilt.
Für mich erreicht dieses Buch zwar nicht ganz die Stärke des Vorgängers, aber es ist dennoch sehr lesenswert. Die Mischung aus britischem Charme, liebenswerten Eigenheiten und einer positiv-optimistischen Grundstimmung sorgt dafür, dass man sich während des Lesens rundum wohlfühlt. Eine Lektüre, die man nicht nur gern liest, sondern deren Wärme noch lange nachklingt.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

True-Crime-Fälle mit juristischem Einordnung

Angeklagt! Schuldig oder nicht?
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„Angeklagt! Schuldig oder nicht?“ hat mich sofort gefesselt, da ich True Crime mit echtem juristischen Hintergrund sehr mag. Dr. Alexander Stevens und Constantin Schreiber erzählen sieben reale Kriminalfälle ...

„Angeklagt! Schuldig oder nicht?“ hat mich sofort gefesselt, da ich True Crime mit echtem juristischen Hintergrund sehr mag. Dr. Alexander Stevens und Constantin Schreiber erzählen sieben reale Kriminalfälle aus der Sicht von Anklage und Verteidigung. Dabei wird nicht nur die Faktenlage spannend aufbereitet, sondern auch psychologische Tiefe und überraschende Wendungen gezeigt.
Mir gefiel besonders, dass ich aktiv miträtseln konnte und rechtliche Grundbegriffe verständlich erklärt wurden. Einige Abschnitte waren allerdings etwas trocken und juristisch, was ohne Vorwissen schwerer zu folgen ist. Einige Fälle waren mir zudem schon bekannt.
Insgesamt fand ich das Buch lehrreich und anregend, ideal für alle, die sich für True Crime und die juristische Seite von Kriminalfällen interessieren.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Leichte und unterhaltsame Lektüre für Eltern

Peace, Moms
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Das Buch „Peace, Moms“ hat mir im Urlaub richtig gute Unterhaltung geboten. Ich habe es auf dem Schiff gelesen, was perfekt war, denn man muss sich nicht groß konzentrieren und kann zwischendurch immer ...

Das Buch „Peace, Moms“ hat mir im Urlaub richtig gute Unterhaltung geboten. Ich habe es auf dem Schiff gelesen, was perfekt war, denn man muss sich nicht groß konzentrieren und kann zwischendurch immer mal den Blick schweifen lassen. Meine eigenen Kinder sind zwar schon älter und die Kleinkindphase liegt hinter mir, trotzdem konnte ich mich gut erinnern und habe mich in vielen Situationen wiedererkannt. Besonders gefallen hat mir der ehrliche und direkte Ton der Autorin, der humorvoll und manchmal mit einer guten Portion Selbstironie das echte Leben mit kleinen Kindern beschreibt. Das Buch ist kein literarisches Meisterwerk, sondern eine leichte Lektüre für zwischendurch, die mich oft zum Schmunzeln gebracht hat und vor allem zeigt, dass man mit dem täglichen Familienwahnsinn nicht allein ist.
Ein kleiner Wermutstropfen war für mich, dass die Sprache teilweise sehr derb und überzogen wirkt und manche Stellen mit Denglisch überladen sind. Außerdem kann der Stil auf Dauer etwas ermüdend wirken und manche Aussagen sind für meinen Geschmack etwas wertend gegenüber anderen Eltern. Trotzdem finde ich, dass das Buch besonders für Mütter in ähnlichen Lebensphasen ein schönes, entlastendes und stärkendes Geschenk sein kann.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Perfekte Lektüre zur Mittsommerzeit

Mittsommer
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Ich habe „Mittsommer“ von Lucy Foley während einer Skandinavien-Kreuzfahrt gelesen – nur wenige Tage vor der Sommersonnenwende. Auch wenn die Geschichte an der englischen Küste spielt, passte die Stimmung ...

Ich habe „Mittsommer“ von Lucy Foley während einer Skandinavien-Kreuzfahrt gelesen – nur wenige Tage vor der Sommersonnenwende. Auch wenn die Geschichte an der englischen Küste spielt, passte die Stimmung perfekt zur Jahreszeit und zur Landschaft, was mich der Handlung nähergebracht hat. Für mich war es das erste Buch der Autorin, und obwohl ich es nicht als extrem spannenden Thriller bezeichnen würde, hat mich die geheimnisvolle Atmosphäre und die vielschichtigen Figuren schnell in den Bann gezogen. Die verschiedenen Perspektiven und die Zeitsprünge machen die Geschichte abwechslungsreich, auch wenn die Spannung eher langsam aufgebaut wird. Insgesamt ein ruhiger, aber fesselnder Roman, der mir die Zeit auf dem Schiff sehr angenehm gemacht hat.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Spannendes Familiendrama zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Die unsichtbare Hand
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„Die unsichtbare Hand“ von Julie Clark überzeugt mit einer vielschichtigen Familiengeschichte und einem düsteren Geheimnis. Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen und bringt durch die wechselnden Perspektiven ...

„Die unsichtbare Hand“ von Julie Clark überzeugt mit einer vielschichtigen Familiengeschichte und einem düsteren Geheimnis. Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen und bringt durch die wechselnden Perspektiven Abwechslung und Tiefe in die Erzählung. Der Schreibstil ist klar und flüssig, sodass sich das Buch leicht lesen lässt. Zwar fehlte mir an manchen Stellen der mitreißende Sog, den ich von den früheren Thrillern der Autorin gewohnt bin, und einige Figuren blieben für mich etwas blass, doch insgesamt ist „Die unsichtbare Hand“ ein gut konstruierter Roman mit einem atmosphärischen Setting und vielen Konflikten. Wer Familiendramen mit leiser Spannung und Rückblicken in die 1970er Jahre mag, wird hier eine stimmige und lohnenswerte Lektüre finden.

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