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Veröffentlicht am 24.06.2025

„Glück ist, was passiert, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.“

Die Rache des Uhrmachers
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Als mitten in New York ein riesiger Baukran auf mysteriöse Weise einstürzt und eine Person dabei getötet und mehrere verletzt werden, wird wieder einmal die Hilfe von Lincoln Rhyme und Amelia Sachs benötigt. ...

Als mitten in New York ein riesiger Baukran auf mysteriöse Weise einstürzt und eine Person dabei getötet und mehrere verletzt werden, wird wieder einmal die Hilfe von Lincoln Rhyme und Amelia Sachs benötigt. Das Ermittlerduo ist unschlagbar und Rhyme ein gnadenlos begabter forensischer Spurenanalytiker.
Eine politische Gruppe bekennt sich zu der Sabotage und droht mit weiteren Anschlägen in 24 Stunden. Nun fängt die Uhr an zu ticken, denn die Ermittlungen gestalten sich schwierig und Amelia kommt am Tatort des Baukrans in eine lebensbedrohliche Situation. Die Spuren führen in alle Richtungen, aber Rhyme wird den Gedanken nicht los, dass hier irgendwer anders die Fäden zieht und nicht die politische Gruppe. Und er liegt richtig, denn sein größter Widersacher, der Uhrmacher, tritt wieder in Erscheinung.
Jetzt ist Gefahr in Verzug, denn der Uhrmacher will sicher seine Drohung wahrmachen und Lincoln Rhyme vernichten.
Ein Katz- und Mausspiel, wie es spannender nicht sein kann, beginnt und dann kommt es zum großen Showdown.

Fazit: Der Bestsellerautor Jeffery Deaver schreibt mit seinem neuen Thriller „Die Rache des Uhrmachers“ schon den 16. Fall für sein außergewöhnliches Ermittlerduo Lincoln Rhyme und Amelia Sachs. Auch in diesem Buch gelingt es dem Autor sofort mich mit in die Geschehnisse zu reißen. Sein Schreibstil ist schnörkellos, empathisch und spannend. Die haargenauen Beschreibungen der Tatorte und verschiedenen Baukräne hat mich gefesselt und mir aufgezeigt, wie kompliziert diese Arbeit ist.
Die verschiedenen Charaktere sind sehr gut ausgesucht und genial in Szene gesetzt. Viele kenne ich schon aus den Vorgängerbüchern und sie haben sich alle weiterentwickelt. Es gibt die guten und die bösen Figuren und allen dürfen bei ihrem Tun über die Schulter schauen, ob wir wollen oder nicht. Besonders schlimm empfand ich es bei den detaillierten Beschreibungen der tödlichen Fallen und deren Todesfolgen.
Der Autor beherrscht sein Metier und führt uns über verschiedene Erzählstränge, die allesamt sehr spannend zu lesen sind, zu einem Ende, dass ich so niemals erwartet hätte. Er verknüpft alles sehr geschickt miteinander und dann lässt er die Bombe platzen. Himmel, das wäre mir im Traum nicht eingefallen. Aber eins ist ja klar: Ist ein Mörder gefasst, wartet der nächste schon auf der anderen Straßenseite.
Ich habe diesen genialen Thriller in einem Rutsch ausgelesen und bin gespannt, wie es weitergehen wird.
Von mir kommen hier hoch verdiente 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

„Die Loyalität der Familie geht über alles.“

Die Sommergäste
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Ein heißer Sommer lockt wieder die Besitzer der Ferienhäuser zurück nach Purity Main. Mit ihrem Ehemann Ethan Conover reisen Susan und ihre Tochter Zoe das erste Mal dorthin. Der Grund ist die Beisetzung ...

Ein heißer Sommer lockt wieder die Besitzer der Ferienhäuser zurück nach Purity Main. Mit ihrem Ehemann Ethan Conover reisen Susan und ihre Tochter Zoe das erste Mal dorthin. Der Grund ist die Beisetzung von Vater Georg. Susan und Zoe lernen nun die gesamte Familie kennen, aber Willkommen fühlen sie sich nicht.
Zoe ist das alles viel zu langweilig. Sie ist ein tolle Schwimmerin und am nächsten Morgen stürzt sie sich in den Maiden Pond, der einen direkten Anleger an das Grundstück hat. Sie schwimmt und taucht stundenlang. Sie fühlt sich pudelwohl im Wasser und dann ist sie plötzlich verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt.
So übernimmt Jo Thibodeau von der Polizei Purity den Fall. Die Suche gestaltet sich äußerst schwierig, denn Zoe wurde als letztes zusammen mit Callie gesehen, die ihr ihre Tiere zeigen wollte. Aber sie war auch noch schwimmen gegangen, könnte sie ertrunken sein? Ein Tauchboot wird gerufen und tatsächlich wird ein Skelett auf dem Seegrund gefunden. Aber es ist nicht Zoe, denn diese Knochen liegen schon sehr lange im Wasser.
Die Suche geht weiter und nun tritt auch der „Martini-Club“ in Erscheinung. Meggie Bird und ihre 4 Verbündeten wissen, wie sie Spuren finden und Fälle lösen können. Die ehemaligen Spione arbeiten Hand in Hand und machen auch gleich eine Entdeckung. Aber die Spuren verlaufen im Sande und alle Verdächtigen haben ein Alibi. Wie kann man diesen Fall lösen, denn die Tage vergehen und Zoe bleibt weiterhin verschwunden.

Fazit: Mit „Die Sommergäste“ schreibt die Thrillerautorin Tess Gerritsen den 2. Fall für den „Martini-Club“. Auch hier gelingt es ihr wieder, mich gleich mit in die Geschehnisse zu nehmen. Ihr Schreibstil ist empathisch, geradlinig und sehr flüssig lesbar.
Die gut ausgesuchten Charaktere sind exzellent beschrieben und prima in Szene gesetzt. Besonders gut gefällt mir die verbohrte und zielstrebige Polizeichefin „in Spe“ Jo. Aber auch den Martini-Club habe ich in mein Herz geschlossen.
Die gut aufgebaute Spannung hält das ganze Buch über. Die Autorin versteht es, falsche Fährten zu legen und dann am Schluss die Bombe platzen zu lassen. Ich war auf einer völlig falschen Spur und wäre auf diese Auflösung niemals gekommen.
Mir hat dieser Thriller ausgesprochen gut gefallen und daher kommt von mir eine klare Leseempfehlung und 5 verdiente Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

„Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“

Willkommen in Rodderbach
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Die junge Schriftstellerin Larissa Weiß will nach ihrer hässlichen Trennung ihr verletztes Herz beruhigen. Sie bucht dafür eine Ferienwohnung im schönen und historischen Rodderbach. Hier nun will sie schreiben ...

Die junge Schriftstellerin Larissa Weiß will nach ihrer hässlichen Trennung ihr verletztes Herz beruhigen. Sie bucht dafür eine Ferienwohnung im schönen und historischen Rodderbach. Hier nun will sie schreiben und für ihren neuen Roman recherchieren.
Die Vermieterin der Ferienwohnung, Frau Mahler, ist eine ganz herzliche Frau und möchte, dass Larissa sich dem Familienleben anschließt. Larissa fühlt sich sofort in dem kleinen Örtchen heimisch und träumt sich gern in die historische Zeit des Klosters und der Burg zurück. Sie sammelt haufenweise Infos und lernt nach und nach alle Familienmitglieder der Mahlers kennen. Die erwachsenen Söhne sind alle vor Ort geblieben und zu einem von ihnen fühlt sie sich gleich hingezogen.
Larissa ist völlig durcheinander. Sie hatte sich geschworen, sich niemals wieder auf eine Beziehung mit einem Mann einzulassen, der ganz andere Interessen hat und anders als sie ist. Was soll sie nur tun? Kann sie je wieder glücklich werden und ein neues Leben anfangen?

Fazit: Die Autorin Petra Schier nimmt mich in ihrem Liebesroman „Willkommen in Rodderbach – Frühlingsmorgen“ mit in eine kleine Ortschaft in der Eifel. Das gelingt ihr sofort, denn ich fliege nur so durch die Seiten. Ihr Schreibstil ist empathisch, schnörkellos und flüssig lesbar. Die verschiedenen facettenreichen Charaktere sind toll ausgesucht und prima in Szene gesetzt. Ganz klar ist Larissa mein Liebling. Sie erzählt so hingebungsvoll von ihrem Beruf als Schriftstellerin und was sie so alles bewältigt. Auch die Familie Mahler hat mein Herz sofort erreicht. Die Geschichte ist toll aufgebaut und hat auch den gewissen Schuss an Erotik zu bieten. Das Ende hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Ich habe diesen Roman gerne gelesen und daher bekommt er von mir eine klare Leseempfehlung und 5 verdiente Sterne.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

„Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.“

Höhlenmorde
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Kommissar Surendra Sinha und seine Kollegin Leonie Lexer von der Kripo Reutlingen haben einen extrem brutalen Mord zu bearbeiten. In der Wimsener Höhle wurde eine übel zugerichtete männliche Leiche gefunden. ...

Kommissar Surendra Sinha und seine Kollegin Leonie Lexer von der Kripo Reutlingen haben einen extrem brutalen Mord zu bearbeiten. In der Wimsener Höhle wurde eine übel zugerichtete männliche Leiche gefunden. In der unmittelbaren Umgebung hat Niemand etwas gesehen. Die Spuren die gefunden wurden, bringen sie einfach nicht weiter.
Doch dann wird ein weiterer Leichenfund gemeldet. Ein Mann wurde in der Nebelhöhle tot aufgefunden. Es scheint aber keinerlei Zusammenhang zwischen den Opfern zu bestehen. Wieder ermitteln Leonie und Surendra in der Umgebung und im näheren Umfeld der Toten. Endlich bekommen sie einen Hinweis. Die Opfer haben sich gekannt. Sie sind zusammen in die Schule gegangen und waren als das berüchtigte „Räuberhöhlen-Trio“ bekannt und haben Mitschüler gemoppt, bestohlen und auch gequält. Könnte das Motiv verspätete Rache sein?
Zitat: „Die Hölle – das sind die anderen. Er kann sich nicht mehr erinnern, wo er diesen Satz gelesen hat. Aber er weiß jetzt, dass er stimmt.“

Fazit: Die Autorin Ingrid Zellner nimmt mich in ihrem Krimi „Höhlenmord“ mit auf die schwäbische Alb. Ihre bildhaften Beschreibungen der Umgebung und die gut ausgesuchten und in Szene gesetzten Charaktere machen es mir leicht, mein Kopfkino einzuschalten. Es gibt die guten und die bösen Figuren und allen dürfen wir bei ihrem Tun über die Schulter schauen, ob wie wollen oder nicht.
Die hohe Spannung, die schon im Prolog spürbar ist, hält das ganze Buch über. Die Morde sind teilweise brutal und werden auch recht blutig beschrieben. Mir hätte nur ein Anreißen gereicht, denn mein Kopf malt sich seine eigenen Bilder.
Das Ende ist gut ausgearbeitet und konnte mich noch überraschen. Ich war mir ganz sicher, dass ich die Morde schon aufgeklärt hatte. Die Autorin beantwortet alle offenen Fragen und jedes noch lose Puzzleteil fällt an seinen vorgesehenen Platz. Auch Humor und vor allem Lokalkolorit machen das Lesen zu einem tollen Erlebnis. Das hat mir richtig gut gefallen, denn so muss ein spannender Krimi sein.
Mich konnte die Autorin Ingrid Zellner mit ihrem Kriminalroman vollends überzeugen und daher kommt von mir hier eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

„Man schwieg, fast die ganz Zeit über, die Stille war ein Freund, der einzige, den man hatte.“

Sterbende Seelen
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Zwangsprostitution und Drogenhandel sind in der Frankfurter Mainmetropole nichts Neues, aber gerade bricht die Hölle los. Eine blutige Mordserie bringt Kommissarin Mara Billinsky und ihr Team zum Einsatz. ...

Zwangsprostitution und Drogenhandel sind in der Frankfurter Mainmetropole nichts Neues, aber gerade bricht die Hölle los. Eine blutige Mordserie bringt Kommissarin Mara Billinsky und ihr Team zum Einsatz. Eine Spur führt sie sogar nach Sizilien und dem dortigen grausigen Netz, das auch zu dem ihrigen zu passen scheint. Sie muss die Hintermänner dieser finsteren Organisation ermitteln, um Licht ins Dunkle zu bringen.
Wieder kämpft Mara gegen Alle. Nicht nur gegen die Verbrecher, sondern auch gegen Bürokratie, Angst und neidische Kollegen. Können sie und ihr Kollege Rosen, trotz vieler falscher Hinweise, die Bande schnappen? Von Müdigkeit und Überarbeitung übermannt, sieht Mara nicht die Gefahr für ihr und Jans Leben. Kann das gutgehen?

Fazit: In „Sterbende Seelen“ dem sechsten Fall für seine Kommissarin Mara Billinsky, nimmt mit der Thrillerautor Leo Born mich wieder mit nach Frankfurt und jetzt ins Rotlichtmilleu. Das gelingt ihm sofort, denn ich folge ihm in Windeseile durch die Seiten und kann das Buch erst weglegen, als ich ausgelesen habe. Gleich von Anfang an reißt mich die Geschichte in seinen Bann, das liegt natürlich auch am flüssigen, emphatischen, spannenden und leicht lesbaren Schreibstil Borns.
Die Charaktere zeichnet der Autor sehr ausführlich und vor allem Jan Rosen gefällt mir hier besonders gut. Man kann mit ihm wirklich alles hautnah erleben, so unfassbar überzeugendt ist er beschrieben. Alle Figuren passen perfekt in ihre Rollen. Es gibt die Guten und die Bösen und allen dürfen wir bei ihrem Tun über die Schulter schauen. Nicht immer ist das meins, denn es wird manches sehr detailliert beschrieben. Gänsehaut ist da vorprogrammiert.
Der Spannungsbogen ist gut gewählt. Der Autor versteht es bestens, Spannung und Story zu kombinieren. Das Ende ist perfekt ausgewogen und hat mich vollends überzeugt. Alle Fragen werden beantwortet und die Puzzleteile, die erst so gar nicht zusammenpassen wollen, fallen letztendlich an ihren vorgesehenen Platz. Alle haben ihr Bestes gegeben, die Figuren und vor allem Autor Leo Born,
Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen und daher vergebe ich hier verdiente 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung. Leo Born gehört einfach zu den besten Thrillerautoren überhaupt.
Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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