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Veröffentlicht am 28.03.2025

Großartiges Jugendbuch

Elbendunkel 1: Kein Weg zurück
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Inzwischen habe ich den ersten Band von Elbendunkel von Renate Fischer gelesen (näheres dazu unten) und muss sagen, dass mir insbesondere der Schreibstil der Autorin wirklich gut gefällt. Er ist an den ...

Inzwischen habe ich den ersten Band von Elbendunkel von Renate Fischer gelesen (näheres dazu unten) und muss sagen, dass mir insbesondere der Schreibstil der Autorin wirklich gut gefällt. Er ist an den richtigen Stellen verschnörkelt und ansonsten sehr klar formuliert, sodass Lesefluss und Lesefreude miteinander einhergehen.
Häufig habe ich das Problem, dass ich Wendungen in der Handlung zu früh kommen sehe, aber gerade da konnte mich Elbendunkel direkt an zwei Stellen überraschen. Beide Male war es ursprünglich sehr klassisch aufgebaut und hatte dann doch noch eine Wendung, was mich sehr erfreut hat.
Genretechnisch dürfte es sich im Bereich der Science Fantasy ansiedeln. Je nachdem, ob die Science oder die Fantasy an erster Stelle stehen, bin ich ein großer Fan oder eben nicht so. In diesem Fall, wo beides recht soft angelegt ist und es zur Fantasy tendiert, ist es ganz nach meinem Geschmack.
Das Buch ist aus der Sicht von drei Charakteren geschrieben; Lux, Niall und Darel. Lux und ich werden in diesem Leben vermutlich keine Freunde mehr, da sie leider wirklich nicht die Hellste ist und häufig sehr unüberlegte Entscheidungen trifft. Ihre Abschnitte sind dadurch manchmal etwas anstrengend zu lesen.
Die anderen beiden Charaktere, Niall und Darel, sind dafür das komplette Gegenteil von ihr. Ihre Abschnitte habe ich regelrecht verschlungen. Ihre Gedankengänge sind jeweils gut ausgebaut und nachvollziehbar, ihre Motive und Beweggründe einleuchtender als die von vielen anderen Charakteren, die mir in meinem Leben bisher so begegnet sind.
In dem daraus resultierenden Lovetriangle bin ich zum ersten Mal in meinem Leben tatsächlich auf der Seite vom ‘Goodguy’, Niall. Im Laufe des Buches hat er sich sogar zu meinem Lieblingscharakter gemausert. Eine weitere spannende Wendung, wenn auch nur für mich persönlich, die ich so nicht erwartet hätte. Normalerweise hätte Darel deutlich besser in mein Schema gepasst^^ (Womit Niall vermutlich dem Untergang geweiht ist, da ich einen Hang dazu habe, alle meine Lieblingscharaktere sterben zu sehen, aber hey!)
Den zweiten Band habe ich bereits angefangen und freue mich tierisch auf jedes weitere Kapitel :)

Nachdem ich auf Instagram vom zweiten Band von Elbendunkel schrieb, den ich ausversehen vor dem Ersten kaufte, passierte etwas, womit ich nicht gerechnet habe; @renafischer hat mich angeschrieben und mir angeboten, mir ein signiertes Exemplar des ersten Bandes zuzuschicken. Das hat mich wahnsinnig gefreut und tut es noch immer. Danke dafür!
Und generell vielen, vielen lieben Dank für den Anstoß, der Dilogie noch eine zweite Chance zu geben. Ich hätte ansonsten echt was verpasst :)

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Liest sich wie diverse Kurzgeschichten

Die Mitternachtsbibliothek
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Vor ein paar Stunden beendete ich das Buch ‘The Midnight Library’ von Matt Haig. Normalerweise bin ich die Art von Mensch, die Sympathie gegenüber einer Geschichte verliert, wenn sie das Ende vorausgesagt ...

Vor ein paar Stunden beendete ich das Buch ‘The Midnight Library’ von Matt Haig. Normalerweise bin ich die Art von Mensch, die Sympathie gegenüber einer Geschichte verliert, wenn sie das Ende vorausgesagt hat. Zwar war dies bei diesem Buch der Fall, jedoch muss ich dieses eine Mal sagen, dass manchmal gar kein aufregendes Ende vonnöten ist, sondern einfach ein passendes.
In ‘The Midnight Library’ geht es um die depressive Protagonistin Nora, die nach einer Reihe von Schicksalsschlägen und vermeintlich schlechten Entscheidungen beschließt, ihrem Dasein ein Ende zu setzen. In einer Art Afterlife befindet sie sich in einer Bibliothek, die gefüllt ist mit Büchern über Leben, die sie hätte führen können. Auf der Suche nach einem Leben, in dem sie glücklich werden kann, blättert sie sich durch die Regale.
Am liebsten würde ich das Buch in den nächsten Tagen jedem an den Kopf werfen, der mir über den Weg läuft. Es ist nicht nur weirdly wholesome, sondern auch ein wunderschöner Shoutout an all die Möglichkeiten, die sich im Leben vor einem erstrecken und auch eine Erinnerung daran, wie viel Einfluss man nicht nur auf sein eigenes Leben, sondern auch auf das seiner Mitmenschen haben kann.
Tatsächlich war es das erste Buch seit über einem Jahr, das ich mal wieder komplett gelesen habe. Letztens überkam mich einfach das Bedürfnis, in einen Buchladen zu rennen und das Werk mitzunehmen, das mich am meisten anlächelt. Meine Entscheidung hätte nicht besser sein und gerade in meiner jetzigen Situation - neuer Job und neue Wohnung - hätte kaum passender sein können. Aber auch allen, die inzwischen schon länger ihren Platz in der Welt gefunden haben, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Großartiger Isekai-Ansatz!

Long Live Evil
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In die Welt des Lieblingsbuches zu reisen, ist für viele Animes bereits ein gängiges Motiv. Diese nennen sich "Isekai" und ich bin ein sehr großer Fan dieses Formates.
Umso erfreulicher war es, als ich ...

In die Welt des Lieblingsbuches zu reisen, ist für viele Animes bereits ein gängiges Motiv. Diese nennen sich "Isekai" und ich bin ein sehr großer Fan dieses Formates.
Umso erfreulicher war es, als ich erfuhr, dass es nun auch ein Buch mit dieser Prämisse geben wird. Und auch, wenn das Cover nicht unbedingt meinem Geschmack entspricht, konnte ich es kaum abwarten, bis es endlich erschien.
Jetzt, wo ich es gelesen habe, muss ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!
Tatsächlich konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. All die Klischees, die wir in einem Fantasyroman zu lieben gelernt haben, werden humorvoll auf die Schippe genommen. Manche Charaktere bekommen nicht einmal einen richtigen Namen, sondern werden in erster Linie mit der ihr zugedachten Funktion angesprochen. Der große Plottwist, der natürlich in keiner Fantasy fehlen darf, wird selbstironisch während des ganzen Buches immer wieder angedeutet, sodass die Lesenden sich immer wieder über die Protagonistin amüsieren können, die es - ganz nach Klischee-Manier - einfach nicht checkt. Lange hat mich ein Buch nicht mehr so zum Lachen gebracht, das trotzdem an Tiefe und Bindung nicht geizt.
Dazu kommt ein sehr angenehmer Schreibstil. Meistens ist er klar und unverschnörkelt, nur um dann in den richtigen Momenten mit außergewöhnlichen Formulierungen und Metaphern glänzen zu können.
Jetzt schon kann ich kaum die nächsten Bände abwarten. Mehr davon!

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Tolle Einblicke in fremde Gedanken

Where I Left My Heart
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Der Klappentext von "Where I Left My Heart" von Julia Niederstraßer (ein Buch, welches ich dank NetGalley genießen durfte) hat mich mit einem sehr spannenden Museumskonzept gelockt: Gegenstände von ganz ...

Der Klappentext von "Where I Left My Heart" von Julia Niederstraßer (ein Buch, welches ich dank NetGalley genießen durfte) hat mich mit einem sehr spannenden Museumskonzept gelockt: Gegenstände von ganz gewöhnlichen Menschen, die mit dem besagten Objekt eine Liebe verbinden, von der sie sich lösen wollen oder müssen.
Ausgeschrieben war eben jenes Konzept noch viel großartiger. Man bekommt sehr viele dieser Exponate zu lesen, da sie immer den Einstieg in ein Kapitel (der Protagonistin) bilden. Schon alleine diese kleinen Ausflüge in andere Lebenswelten sind Kunstwerke für sich. In nur wenigen Zeilen gelingt es der Autorin, manchmal lustige und manchmal traurige Geschichten zu erzählen, die sich alle vor allem echt anfühlen. Sie sind das absolute Highlight des Buches und wenn die Folgebände damit fortführen, bin ich jetzt schon Feuer und Flamme!

Das zweite Highlight war die Präsentation einer Skoliose-Erkrankung. Ich selbst habe in meinem Umfeld bisher keine wirkliche Berührung mit Betroffenen gehabt, sodass dieses Buch mir jetzt den ersten Einblick in ein solches Leben geboten hat. Die Gedanken und Gefühle von Juna, die mit ihrer Erkrankung einhergehen, sind unglaublich nachvollziehbar beschrieben und lassen einen öfters schlucken. Bereits beim Lesen habe ich mir gedacht, dass es sich nach OwnVoice anfühlt und nach einer kurzen Recherche fand ich dies auch bestätigt. Manche Dinge konnte ich durch eigene Erkrankungen nachvollziehen, andere wiederum waren mir selbstverständlich völlig fremd. Für diese Horizonterweiterung bin ich wirklich dankbar!

Allerdings musste ich leider feststellen, dass der Trope "Best Friends to Lovers" einfach nichts für mich ist. Das liegt absolut nicht an Julia Niederstraßers Schreibstil (dieser ist sehr flüssig und man fliegt förmlich durch die Seiten!), sondern ist unterm Strich ein Ich-Problem. Während der Lektüre habe ich mich immer wieder dabei ertappt, wie ich mir gewünscht habe, dass Juna und Link (was sind das übrigens für tolle Namen?) es einfach mit der romantischen Liebe sein lassen und mein Status bester Freunde bleiben. Schade, aber ein Versuch war es trotzdem wert.

Noch zwei Kleinigkeiten, die mich ebenfalls sehr freuten: Zum Einen, dass das Buch in Kiel spielt. Dort bin ich bisher zwar noch nie gewesen, aber ich finde es schön, dass in letzter Zeit immer mehr ContempRomances auch in Deutschland spielen und man dadurch hier und da kleinere Details mitbekommt; und sei es auch nur das Wetter oder wie sich die Luft anfühlt. Zum Anderen bin ich spontan mit dem Wort "Nebelparty" in Liebe gefallen und werde es vermutlich in meinen eigenen Wortschatz integrieren.
Was es bedeutet? Nun, dafür müsst ihr das Buch wohl selbst lesen ;)

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Queer in Köln

All the things (s)he said
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Ich habe Inkas TikToks schon öfters in meine Timeline gespült bekommen, dabei jedoch irgendwie nie gerafft, dass sie auch Bücher schrieb.
Erst bei "All the Things (s)he said" wurde ich auf auf ihre schriftstellerische ...

Ich habe Inkas TikToks schon öfters in meine Timeline gespült bekommen, dabei jedoch irgendwie nie gerafft, dass sie auch Bücher schrieb.
Erst bei "All the Things (s)he said" wurde ich auf auf ihre schriftstellerische Karriere aufmerksam und was soll ich sagen? Ich MUSSTE es lesen.
Eine Mittzwanzigerin, die in Köln wohnt und nicht weiß, was sie werden will, während alle anderen schon etwas geworden sind? Dazu noch die ersten Schritte mit Frauen, obwohl man schon seit Jahren weiß, dass man auch auf Frauen steht? Da konnte ich mich sofort identifizieren.
Ich wurde nicht enttäuscht. Man wird in ein Slice of Life geworfen, das für Genreverhältnisse richtig realistisch ist! Einzig die Gaypanic anbetracht der heißen WG nebenan, die einen natürlich zumindest teilweise sofort aufnimmt, war mir etwas zu viel, aber irgendwoher muss man ja auch eine Story bekommen, also ist darüber hinwegzusehen.
Ansonsten liebe ich Skye und ihre Hunde, sowie ihre Suche nach sich selbst. Jeder Schritt war so wundervoll nachvollziehbar, dass es richtig erfrischend war!
Die Sprecherin dazu war ein absoluter Traum. Sie passte wie die Faust aufs Auge, hat den Humor des Buches hervorragend wiedergespiegelt und ließ keinen Wunsch offen.
Gerne mehr davon!

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