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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2025

Hat mir leider nicht gefallen

Grandhotel Giessbach. Das schwarze Gold
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Dieser zweite Krimi rund um das Grandhotel Giessbach, das abermals Schauplatz einer Konferenz der Orion-Gesellschaft für Fortschrittsfragen ist, wird als fesselnder Spionageroman angepriesen. Obwohl ich, ...

Dieser zweite Krimi rund um das Grandhotel Giessbach, das abermals Schauplatz einer Konferenz der Orion-Gesellschaft für Fortschrittsfragen ist, wird als fesselnder Spionageroman angepriesen. Obwohl ich, wie so oft, den oder die Vorgänger nicht gelesen habe, hat mich der Klappentext angesprochen. Doch leider hat mich dieser historische Krimi, der am Vorabend des Ersten Weltkriegs spielt, enttäuscht.

Wie der Titel deutlich macht, geht es um das schwarze Gold, sprich um Erdölvorkommen, die sich gerissene Geschäftsleute, die den nahen Krieg schon auf dem Radar haben, unter den Nagel reißen wollen. Natürlich soll dies verhindert werden. Dazu werden so radikale Mittel wie eine Bombe, die das Luftschiff LZ 11, mit dem klingenden Namen Viktoria Luise, zum Absturz bringen sollen sowie vergifteter Wein im Grandhotel eingesetzt.

Und wieder sind einige Mitglieder der Orion-Gesellschaft mit dabei, die nicht das sind, was sie vorgeben.

Auch der junge Erfinder Carl Lohser aus dem ersten Band ist wieder mit seinem Elektromobil dabei und hat abermals das Nachsehen, da man lieber auf den Verbrennermotor setzt.

Manches erscheint mir ein wenig unglaubwürdig. Das Bordpersonal des LZ 11 lässt einen Passagier, in dem Fall Amanda, allein im Gepäckraum des Luftschiffes herumstöbern? Dann findet sie das Paket mit der Bombe und wirft es aus dem Fenster?

Fazit:

Leider hat mir dieser Spionageroman nicht gefallen, daher gibt es nur 2 Sterne.

Veröffentlicht am 25.06.2025

Nicht mein Fall

Johann Strauß oder Die Geburt des Walzers aus der Dampfmaschine
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Dieser Roman, der sich mit Johann Strauss Sohn beschäftigt hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Der Titel hat mich dazu verleitet, dieses Buch zu lesen. Wie kommt die Dampfmaschine zu Strauss und ...

Dieser Roman, der sich mit Johann Strauss Sohn beschäftigt hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Der Titel hat mich dazu verleitet, dieses Buch zu lesen. Wie kommt die Dampfmaschine zu Strauss und dem Walzer? Die Idee, Johann Strauss in einer Schlosserei arbeiten zu lassen, wo er dann den Takt einer Dampfmaschine für seine Walzer verwendet, hat mir gut gefallen. Das zeigt, dass Johann Strauss aus jedem Geräusch ein Musiksstück machen konnte.

Aber sonst zeichnet Michael Scharang ein eigenartiges Bild des Komponisten. Zudem treffen wir nur auf ganz wenige historische Figuren. Also auf den Künstler selbst, den Vater (als Feindbild), die Mutter (ziemlich farblos), Kaiser Franz Joseph oder den russischen Zaren. Auch seine Brüder Josef und Eduard werden nur kurz erwähnt. Ganz unter den Tisch fallen die drei Ehefrauen. Dafür wird ihm eine enge künstlerische Beziehung mit Johannes Brahms angedichtet und eine Liebschaft mit einer Sängerin, die über Jahrzehnte gedauert haben soll.

Aus einigen Büchern über Johann Strauss ist bekannt, dass er einige Spleens gehabt und an chronischer Überarbeitung gelitten hat. Das Burnout glaube ich gleich, denn die zahlreichen Auftritte, Tourneen und die mühsamen Reisen fordern ihren Tribut.

Fazit:

Ich halte mich lieber an Romane bzw. Sachbücher, die weniger auf der Fantasie des Autors beruhen. Zudem kommt dieser Roman ganz ohne direkte Rede aus, was mich ziemlich stört. Leider kann ich hier nur 2 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 07.04.2025

Hat noch viel Luft nach oben

Mordsbraut
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Dieser Krimi von Barbara Edelmann liegt schon ewig auf meinem SuB und ist der erste mit dem ungleichen Ermittler-Duo Sissi Sommer und Klaus Vollmer. Sie ist eine g’standene Allgäuerin, er kommt aus Berlin ...

Dieser Krimi von Barbara Edelmann liegt schon ewig auf meinem SuB und ist der erste mit dem ungleichen Ermittler-Duo Sissi Sommer und Klaus Vollmer. Sie ist eine g’standene Allgäuerin, er kommt aus Berlin und wirkt inmitten der drallen Schweinbraten-Knödel-Lust ein wenig steif und verloren.

Ihre erste Bewährungsprobe erleben sie, als in Legau, einem Dorf in der Nähe von Memmingen die attraktive Marie Kromer just während ihrer Hochzeitsfeier ermordet wird. Klarerweise ist Alexander Kromer, der frisch angetraute Ehemann, der Verdächtige Nummer Eins, zumal das Hochzeitspaar vor allen Gästen gestritten hat. Liebe, Wonne, Waschtrog sieht anders aus.

Allerdings stellt sich bei den Ermittlungen heraus, dass zahlreiche andere Hochzeitsgäste ein Motiv hätten ...

Meine Meinung:

Nun, was soll ich über diesen Krimi sagen?
Dass mir die Idee gefallen hat? Die Umsetzung weniger? Der Humor nicht der meine ist? Die ganze Geschichte ziemlich überzeichnet ist? Einiges auf mich unglaubwürdig wirkt? So kann ich mir nicht gut vorstellen, dass eine Kripo-Beamtin ausgerechnet in ihrem Heimatdorf, in dem sie Gott und die Welt kennt und zudem mit einigen Verdächtigen einst ein Pantscherl hatte, ermitteln darf. Dünne Personaldecke hin oder her.

Zudem gibt es (gefühlt) 100 und eine Nebenhandlung, die zwar, ebenso wie die zahlreichen Wiederholungen, die Seiten füllen, aber mit der Ermittlung nur wenig zu tun haben. Dass Bier aus Gerste gebraut wird, braucht nicht extra erwähnt werden. (S. 10).

Die Auflösung wirkt auf mich auch nicht gerade stringent. Das wird wohl der erste und letzte Fall für mich mit diesem Ermittler-Paar Sissi Sommer und Klaus Vollmer sein.

Fazit:

Leider hat mir dieser Krimi nicht wirklich gefallen, weshalb er nur 2 Sterne erhält.

Veröffentlicht am 07.04.2025

Hat mich leider enttäuscht

Sonnwendmord
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Gleich vorweg - das Cover hat mich magisch angezogen!

Doch leider hält der Inhalt des zweiten Wachau-Krimis von Fanny Swoboda nicht das, was das Cover und der Klappentext versprechen. Einiges ist zudem ...

Gleich vorweg - das Cover hat mich magisch angezogen!

Doch leider hält der Inhalt des zweiten Wachau-Krimis von Fanny Swoboda nicht das, was das Cover und der Klappentext versprechen. Einiges ist zudem ziemlich unglaubwürdig. Ein Krimi-Autor und seine esoterische Freundin übernehmen kurzerhand die Rolle der Sprechstundenhilfe beim Dorfarzt, weil die eigentliche Arzthelferin ermordet worden ist? Sehr unwahrscheinlich!

Was ist passiert? Die ob ihrer Bösartigkeit gehasste Arzthelferin Christine Hulatsch steckt tot im Sonnwendfeuer. Wer wollte damit ein Zeichen setzen?

Meine Meinung:

Nun ja, ich kann dem Setting mit viel Esoterik, einem Schamanen und dem Schulmedizin-Bashing leider nichts abgewinnen. Daneben beherrschen Mobbing, Rache und das Leben auf dem Dorf gewürzt mit der schönen Landschaft der Wachau den Krimi.

Fazit:

Leider ist diese Fortsetzung nicht nach meinem Geschmack, daher nur 2 Sterne, von denen einer dem tollen Cover gewidmet ist.

Veröffentlicht am 07.04.2025

Hat mich leider enttäuscht

Blumenlust
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Schauplatz dieses 5. Krimis mit der Hobbyermittlerin Edelgard ist das Gelände der Bundesgartenschau in Mannheim, der Luisenpark. Man feiert dessen 50. Geburtstag und Edelgards Buchhandlung „Bücherhimmel“ ...

Schauplatz dieses 5. Krimis mit der Hobbyermittlerin Edelgard ist das Gelände der Bundesgartenschau in Mannheim, der Luisenpark. Man feiert dessen 50. Geburtstag und Edelgards Buchhandlung „Bücherhimmel“ öffnet wieder ihre Pforte.

Dort lernt sie einen charmanten Mann kennen, der sich wohltuend von ihrem Ehemann und Couchpotatoe Norbert, abhebt, kennen.

Doch bald erschüttert eine Mordserie Mannheim und die umtriebige Edelgard, ermittelt, zum Leidwesen der leitenden Kriminalhauptkommissarin, wieder.

Der „Bücherhimmel“ wird zur Zentrale der Hobbyermittlerin, wo alle Fäden zusammenlaufen.

Und was hat Chloé, die verbotenerweise nächtens Kräuter in der Buga klaut, mit den Toten zu tun?.

Meine Meinung:

Dieser 5. Fall aus der Reihe hat mich nicht wirklich begeistert. Er wirkt zum einem auf das 50-Jahr-Jubiläum des Luisenparks hingeschrieben und zum anderen irritieren mich die unterschwelligen Gedanken, wie sie ihren Ehemann loswerden könnte. Ich meine, wenn sie ihn und seine Behäbigkeit satt hat, könnte sie sich doch einfach scheiden lassen, oder?.

Zudem kommt wenig Spannung auf, die sich dann leider zusätzlich in allerlei Nebensächlichkeiten wie der Beschreibung von Klamotten verliert.

Ich habe ein wenig über die Autorin recherchiert und festgestellt, dass drei der Vorgänger jeweils Kurzkrimis mit dem Ehepaar Edelgard und Norbert sind. Der direkte Vorgänger „Blumenfieber“ spielt während der Bundesgartenschau 2023 auf dem selben Schauplatz.

Die Charaktere wirken recht flach auf mich. Weder konnte ich zu Edelgard noch zu Tamara oder Wiebke einen Draht finden.

Obwohl ich üblicherweise ein Serienjunkie bin, werde ich von dieser Reihe keinen weiteren Band lesen.

Fazit:

Leider hat mir dieser Krimi nicht sonderlich gefallen, daher nur 2 Sterne.