Platzhalter für Profilbild

Venatrix

Lesejury Star
offline

Venatrix ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Venatrix über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2025

Hat mich leider enttäuscht

Blumenlust
0

Schauplatz dieses 5. Krimis mit der Hobbyermittlerin Edelgard ist das Gelände der Bundesgartenschau in Mannheim, der Luisenpark. Man feiert dessen 50. Geburtstag und Edelgards Buchhandlung „Bücherhimmel“ ...

Schauplatz dieses 5. Krimis mit der Hobbyermittlerin Edelgard ist das Gelände der Bundesgartenschau in Mannheim, der Luisenpark. Man feiert dessen 50. Geburtstag und Edelgards Buchhandlung „Bücherhimmel“ öffnet wieder ihre Pforte.

Dort lernt sie einen charmanten Mann kennen, der sich wohltuend von ihrem Ehemann und Couchpotatoe Norbert, abhebt, kennen.

Doch bald erschüttert eine Mordserie Mannheim und die umtriebige Edelgard, ermittelt, zum Leidwesen der leitenden Kriminalhauptkommissarin, wieder.

Der „Bücherhimmel“ wird zur Zentrale der Hobbyermittlerin, wo alle Fäden zusammenlaufen.

Und was hat Chloé, die verbotenerweise nächtens Kräuter in der Buga klaut, mit den Toten zu tun?.

Meine Meinung:

Dieser 5. Fall aus der Reihe hat mich nicht wirklich begeistert. Er wirkt zum einem auf das 50-Jahr-Jubiläum des Luisenparks hingeschrieben und zum anderen irritieren mich die unterschwelligen Gedanken, wie sie ihren Ehemann loswerden könnte. Ich meine, wenn sie ihn und seine Behäbigkeit satt hat, könnte sie sich doch einfach scheiden lassen, oder?.

Zudem kommt wenig Spannung auf, die sich dann leider zusätzlich in allerlei Nebensächlichkeiten wie der Beschreibung von Klamotten verliert.

Ich habe ein wenig über die Autorin recherchiert und festgestellt, dass drei der Vorgänger jeweils Kurzkrimis mit dem Ehepaar Edelgard und Norbert sind. Der direkte Vorgänger „Blumenfieber“ spielt während der Bundesgartenschau 2023 auf dem selben Schauplatz.

Die Charaktere wirken recht flach auf mich. Weder konnte ich zu Edelgard noch zu Tamara oder Wiebke einen Draht finden.

Obwohl ich üblicherweise ein Serienjunkie bin, werde ich von dieser Reihe keinen weiteren Band lesen.

Fazit:

Leider hat mir dieser Krimi nicht sonderlich gefallen, daher nur 2 Sterne.

Veröffentlicht am 06.01.2025

Hat mich leider enttäuscht

Haja oder Hanoi? Wehrles Detektivmobil
0

Nikola Wehrle ist Putzfrau des Polizeipostens in Schönweil, einem fiktiven Ort, und träumt schon länger davon, selbst Ermittlungen anzustellen. Es scheint, dass sich der Traum vom eigenen Detektivbüro ...

Nikola Wehrle ist Putzfrau des Polizeipostens in Schönweil, einem fiktiven Ort, und träumt schon länger davon, selbst Ermittlungen anzustellen. Es scheint, dass sich der Traum vom eigenen Detektivbüro erfüllt, als sie von ihrer Tante Ilse einen orange lackierten VW-Bulli und ein Sparguthaben erbt. Kurz entschlossen kündigt sie ihren Job. Die Freude am Erbe verfliegt recht schnell, als sich herausstellt, dass Tante Ilse ermordet worden ist.

Wer hat ein Motiv, die gesellige Frau, die in einer privaten Senioren-WG lebt zu ermorden?

Nik, wie sie genannt wird, beginnt sich in der Senioren-WG umzuhören und stößt auf einige Ungereimtheiten. Auch Heimleiterin Anke hat so ihre Geheimnisse und damit ist sie nicht alleine.

Meine Meinung:

Gleich vorweg, dieser Krimi hat mir nicht gefallen. Das beginnt schon beim Titel, der nur für Kenner des schwäbischen Dialekts so richtig verständlich ist. Dass es sich mit „Hanoi“ nicht um die Hauptstadt Vietnams handelt, kommt erst bei der Übersetzung der Dialektpassagen heraus. Eigentlich mag ich Wortspielereien.

Obwohl ich auch gerne Krimis lese, die eher gemächlich daherkommen und keine Nerven aufreibende Spannung aufweisen, ist mir die Handlung hier zu lau und die der Protagonistin Nikola erscheinen mir ziemlich unüberlegt.

Am letzten Arbeitstag entdeckt sie in der Asservatenkammer des Polizeipostens einen Käfig mit zwei Hasen und nimmt die beiden Fellknäuel aus Mitleid kurzerhand mit. Das wird nicht die einzige etwas unbedachte Handlung sein. Nik irrlichtert durch den Krimi, verdächtigt alle Mitbewohnerinnen und Mitbewohner sowie die Heimleiterin.

Nik wirkt auf mich wie eine Pubertierende, dabei ist sie schon 45, hat eine erwachsene Tochter und gescheiterte Ehe hinter sich.

Der Klappentext verspricht einen humorvollen Krimi. Wenn der daraus besteht, dass eine Möchtegern-Ermittlerin mit zwei Hasen, die sie Ha Ja und Ha Noi, nennt (womit der Bogen zum Titel geschlagen wird) durch die Geschichte stolpert, ist diese Art von Humor leider nichts für mich. Schade!

Das orangefarbene Cover sticht aus den vielen dunklen Cover, die aktuell Krimis zieren, heraus.

Ich kannte den Namen Lili Lemberg, hinter dem sich die Autorin Linda Graze verbirgt, bislang nicht und bin nicht sicher, ob ich einen weiteren Krimi von Lemberg/Graze lese werde.

Fazit:

Leider hat mir der Krimi gar nicht gefallen, daher gibt es diesmal nur 2 Sterne.

Veröffentlicht am 01.11.2024

Leider der schwächste Teil der Reihe

Elsässer Bescherung
0

Gleich vorweg, dieser 8. Fall für Jules Gabin, den Major bei der Gendarmerie im weihnachtlich geschmückten Colmar, ist der schwächste dieser Reihe. Stellenweise habe ich das Gefühl, dass noch schnell ein ...

Gleich vorweg, dieser 8. Fall für Jules Gabin, den Major bei der Gendarmerie im weihnachtlich geschmückten Colmar, ist der schwächste dieser Reihe. Stellenweise habe ich das Gefühl, dass noch schnell ein Weihnachtskrimi auf den Markt geworfen werden sollte.

Worum geht’s?

Jedes Jahr treffen sich die ehemaligen Schulkolleginnen und Kollegen aus Gabins Klasse über das 4. Adventwochenende. Nach Städten wie Paris oder Nizza, findet das gesellige Beisammen diesmal in Clotildes Auberge de la Cigogne statt. In der winstub tischt Clotilde auf, was die Elsässer Küche so an Spezialitäten bietet, darunter auch das beliebte Elsässer Früchtebrot sowie des Pain d’espice (Lebkuchen). Wenig später bricht Gabriel, der mäßig erfolgreiche Romanautor, beim Verzehren eines Lebkuchens tot zusammen.

Recht bald ist klar, dass Gabriel mit Blausäure vergiftet worden ist und er wird nicht der einzige Tote bleiben ..

Meine Meinung:

Bei diesem Krimi handelt es sich um eine klassische „locked room Situation“. Jeder ist verdächtig, niemand verlässt den Raum, niemand kommt hinzu. An sich ein beliebtes Szenario, das gerne bei britischen Krimis verwendet wird. Der mit den Ermittlungen betraute Kriminalist, vernimmt die Personen einzeln, hört sich die Aussagen an, schießt kurz einmal ins Blaue, skizziert dann in der großen Runde seine Erkenntnisse und, schwupps, verrät sich der Täter meist selbst.

Dass Gabins Ehefrau die Untersuchungen leitet und er selbst als Protokollant bei allen Vernehmungen dabei ist, obwohl er befangen ist, weil er alle Tatverdächtigen sehr gut kennt, erscheint ziemlich unglaubwürdig.

Nun ja, der Schachzug mit dem Bluff gelingt, et voilà, der Täter ist überführt.

Allerdings ist beim Klappentext der Name des Toten mit Clement angegeben, dabei ist Gabriel ermordet worden.

Jedenfalls völlig deplatziert und unnötig ist der Appendix „Gruß aus der Vergangenheit“, in dem Jules Drohbriefe von einem zunächst Unbekannten erhält. Es scheint, als hätte der Briefschreiber Gabins Ex-Freundin entführt. Die Maschinerie der Polizei läuft an, die Situation wird bedrohlicher und endet mit einem Knalleffekt. Der inzwischen identifizierten Verfasser der Drohbriefe kann entwischen.

Wenn das ein Cliffhanger für einen nächsten Krimi sein soll, wird die Fortsetzung ohne mich stattfinden.

Nebenbei bemerkt ist dem Autor die Timeline durcheinandergeraten. Das Klassentreffen findet am 4. Adventwochende statt. Der erste der dubiosen Briefe trifft zwei Tage nach der Auflösung des Falles ein und hier kann man folgendes lesen:

„Zwei Tage sind seit den tragischen Ereignissen in Coltildes Auberge vergangen. Fünf Tage blieben noch bis zum Vierten Advent, und das Weihnachtsfest stand vor der Tür.“

Fazit:

Leider der schwächste Krimi dieser Reihe, dem ich nur 2 Sterne geben kann.

Veröffentlicht am 21.09.2024

Hat mich leider enttäuscht

La Louisiane
0

Ach, wie hätte dieses Buch ein großartiger historischer Roman über starke Frauen, denen das bisherige Leben übel mitgespielt hat, sein können! Doch leider ist es nicht nur anders als ich erwartet habe, ...

Ach, wie hätte dieses Buch ein großartiger historischer Roman über starke Frauen, denen das bisherige Leben übel mitgespielt hat, sein können! Doch leider ist es nicht nur anders als ich erwartet habe, sondern auch noch ziemlich zäh. Es gibt kaum kaum Höhepunkte, der Alltag plätschert sowohl im Paris des Jahres 1720 als auch dann während der Überfahrt nach La Louisiane und dem späteren Leben dort.

Doch von Beginn an:

In der bekannten Irrenanstalt Salpêtrière leben Hunderte, aus verschiedensten Gründen untergebrachte Frauen. Da sind zum Beispiel die freche Waise Charlotte, die verarmte adelige Pétronille, die auf Grund eines entstellenden Muttermals auf dem Heiratsmarkt als unvermittelbar gilt und die Engelmacherin Geneviève, die nur Frauen liebt.

Dann wird beschlossen neunzig dieser Frauen in die französische Kolonie La Louisiane zu verbringen, einerseits, um die Anstalt zu entlasten und andererseits, den durchwegs männlichen Siedlern Ehefrauen zu bescheren, um die Siedlung zu vergrößern. An die ausgewählten Frauen denkt niemand. Die sind in Paris nur lästig.

In der einen oder anderen keimt Hoffnung auf ein besseres Leben auf, die sich - wie man lesen wird - nicht erfüllt. Harte Arbeitsbedingungen, unzureichende Ernährung sowie Krankheiten und Schwangerschaften raffen die Frauen dahin.

Meine Meinung:

Leider wird dieses höchst interessante Thema für meine Empfindung ziemlich spannungslos erzählt. Die Handlung plätschert einfach so dahin. Eigentlich müssten die Frauen bei ihrer Abreise aus Paris und bei ihren Hochzeiten aufgeregt sein. Doch sie wirken abgestumpft und retardiert. Selbst der Piratenüberfall ist nur eine emotionslose Episode. Manches wird auch nur angedeutet. Die eine oder andere ferne Erinnerung wie an blühende Lavendelfelder der Provence episch ausgewälzt.

Die Beschreibung der sehr unterschiedlichen Charaktere kratzt lediglich an der Oberfläche. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Mich hätte noch interessiert nach welchen Kriterien die Ehemänner für die Frauen ausgewählt worden sind. Insgesamt bleibt hier einiges im Verborgenen.

Schade, dass dieses so interessante Thema nicht lebendiger umgesetzt worden ist. Ich hätte mir hier eine fesselnde Siedlergeschichte aus Sicht von Frauen gewünscht.

Fazit:

Der Klappentext verspricht hier mehr, als das Buch dann hält, daher erhält es nur 2 Sterne.

Veröffentlicht am 07.07.2024

Leider nichts für mich

Totholz
0

Nach der Lektüre dieses 11. Fall für das Ermittler-Duo Wallner & Kreuthner weiß ich wieder, warum die fünf anderen Krimis im Keller verstauben.

Da ist zunächst einmal der wenig glaubhafte Plot, dass ...

Nach der Lektüre dieses 11. Fall für das Ermittler-Duo Wallner & Kreuthner weiß ich wieder, warum die fünf anderen Krimis im Keller verstauben.

Da ist zunächst einmal der wenig glaubhafte Plot, dass ein Polizist mit einer Kanone des 18. Jahrhunderts seine ebenfalls (schwarz) Schnaps brennende Konkurrenz ausschalten will und dabei beträchtlichen Sachschaden anrichtet, die Geschädigte aber keine Anzeige erstattet, aber einen Deal mit der Polizei eingehen will, der eine unbekannte Leiche zu Tage fördert.

Des weiteren komme ich mit den Charakteren ebenso wenig zurecht, wie mit dem (angeblich) bayrischen Humor. Der Schreibstil gleitet manchmal in slapstick-artige Szenen ab, die auf mich leider sehr konstruiert und bemüht wirken. Es tut sich sehr viel, ja, eigentlich zu viel. Fast jeder hat etwas zu verbergen.

Nein, das ist leider keine Reihe für mich. Ich denke, ich werde die Krimis in die nächsten Bücherzelle bringen. Vielleicht finden die Krimis ein neues Zuhause.

Fazit:

Leider kann ich diesem Krimi nicht viel abgewinnen, daher nur 2 Sterne.