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Veröffentlicht am 08.07.2025

Die Welt der Chemie

Das Gefühl von Unendlichkeit
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Die Autorin Austin Taylor, geboren 1999 in Maine, USA, hat Chemie und Englisch an der Harvard University studiert. Ihr Debütroman „Das Gefühl von Unendlichkeit“ erzählt die Geschichte von Zoe und Jack ...

Die Autorin Austin Taylor, geboren 1999 in Maine, USA, hat Chemie und Englisch an der Harvard University studiert. Ihr Debütroman „Das Gefühl von Unendlichkeit“ erzählt die Geschichte von Zoe und Jack – zwei außergewöhnlich begabte junge Menschen, deren Begegnung an der Harvard-Universität einem Urknall gleicht.

Zoe kommt aus einem gutbürgerlichen Haushalt, in dem die Physik eine zentrale Rolle spielt und sie sich gerne an wissenschaftlichen Diskussionen beteiligt hat, während Jack sich allein hochgearbeitet hat. Zoe und Jack führen tagsüber einen spielerischen Wettkampf um die Anerkennung ihrer Professoren, aber nachts diskutieren sie in tiefgehenden Gesprächen über ihre Ideen und Träume. Schnell entwickeln sie Gefühle füreinander.
Als sie eine Entdeckung machen, die nicht nur die Welt der Chemie, sondern auch das ganze Land in Aufruhr versetzt und sie erste Erfolge erzielen, gründen sie ein Startup, damit eventuelle Patente nicht an die Uni übergehen. Sie suchen sich immer wieder neue Investoren und Zoe wird die Geschäftsführerin, das Gesicht der Firma und Jack der wissenschaftliche Leiter des Labors. An dem Tag, an dem sie eigentlich das College abgeschlossen hätten, haben sie bereits eigene Mitarbeiter, entwickeln ein Medikament gegen die Alterung des Menschen und jonglieren mit Millionen. Doch dann werden erste Gerüchte laut, dass Jacks Testreihen nicht stimmen. Zoe kann und will das nicht glauben, denn sie vertraut ihm, obwohl sie schon lange nicht mehr in die Forschung involviert ist.
Der steigende Druck stellt jedoch ihre Liebe auf eine harte Probe.

Die Autorin bringt ihre Fachkenntnisse in Chemie hier stark zum Ausdruck und mit ihren wissenschaftlichen Fachdialogen und Laborszenen, kostet es schon einige Mühe, durchzuhalten. Das Thema des Buches ist recht interessant, wäre die Handlung, stellenweise nicht so in die Länge gezogen worden. Erst die überraschende Wendung im letzten Drittel der Geschichte, konnte mich mit diesem Debüt, versöhnen.

Fazit: „Das Gefühl von Unendlichkeit“ hat ein interessantes Thema, aber ein Vorteil wäre es schon, mehr Kenntnisse in Chemie, zu haben. Auch die detaillierten Einblicke, auf den unterschiedlichen Zeitebenen, empfand ich streckenweise viel zu umfangreich und eher verwirrend. Die Tragik der Geschichte ist emotional bei mir leider nicht rübergekommen und konnte mich nicht ganz überzeugen.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Eine tragikomische Familiengeschichte

Frau im Mond
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Der Autor Pierre Jarawan erzählt in seinem Roman „Frau im Mond“ eine fiktive tragikomische Familiengeschichte zwischen Kanada und dem Nahen Osten, die in historische Ereignisse eingebettet ist.

Inhalt:
»Es ...

Der Autor Pierre Jarawan erzählt in seinem Roman „Frau im Mond“ eine fiktive tragikomische Familiengeschichte zwischen Kanada und dem Nahen Osten, die in historische Ereignisse eingebettet ist.

Inhalt:
»Es gibt für den menschlichen Geist kein Niemals.«
Am 4. August 1966 zündet eine Gruppe Studenten – die Lebanese Rocket Society – eine Weltraumrakete, um den Libanon in eine blühende Zukunft zu führen. Auf den Tag genau 54 Jahre später kommt es im Beiruter Hafen zu einer Explosion, die das ganze Land erschüttert. Meisterhaft verknüpft Pierre Jarawan diese beiden historischen Ereignisse zu einer Kontinente verbindenden Familiengeschichte weit über das Schicksal des Nahen Ostens hinaus. Denn im kanadischen Montréal stoßen die Zwillingsschwestern Lilit und Lina auf Spuren ihrer armenischen Großmutter Anoush ...

Auf der einen Seite gibt es die fiktiven Zwillingsschwestern Lilit und Lina el Shami, die Nachfahren libanesischer Auswanderer sind und im kanadischen Montreal aufwachsen. Als sie eines Tages eine alte Postkarte ihrer Großmutter Anoush, die sie nie kennengelernt haben in den Händen halten, macht sich Lilit die Dokumentarfilmerin ist, auf den Weg in den Libanon. Sie möchte die Wurzeln der Familie finden und taucht tief in die Vergangenheit ihrer Großeltern ein. Bei ihrer Suche erfährt sie auch mehr über das Raketenprojekt ihres Großvaters Maroun, der im hohen Alter noch begeistert von der Weltraumforschung ist.

Auf der anderen Seite sind es historische Ereignisse: Am 4. August 1966 zündet eine Gruppe Studenten – die Lebanese Rocket Society – eine Weltraumrakete, um den Libanon in eine blühende Zukunft zu führen. Auf den Tag genau 54 Jahre später kommt es im Beiruter Hafen zu einer Explosion, die das ganze Land erschüttert.

Es sind viele Geschichten und Schicksale unterschiedlicher Figuren, die der Autor während einer großen Zeitspanne konstruiert und dabei ein stimmiges Bild entstehen lässt, indem sich letztendlich alle Fäden miteinander verknüpfen lassen und sich am Ende der Kreis schließt.

Fazit:
Die Handlung springt wechselhaft von der Gegegenwart in die Vergangenheit und umgekehrt, selbst die Erzählperspektive ändert sich dabei und lässt nicht alle Verbindungen auf den ersten Blick eindeutig erkennen. Der Schreibstil des Autors schildert sehr detailliert und in allen Einzelheiten diese fiktive Familiengeschichte, die mich wegen dem Umfangs, nicht ganz so packen konnte.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Starker Anfang, der sich dann leider im Sande verliert

Wie sehr ich dich finde
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Die Romanautorin Lea Söhner, studierte Diakonie und Religionspädagogik, hat ihren Roman „Wiederfinden“ vom August 2023 hier in einer Überarbeitung unter dem Titel „Wie sehr ich dich finde“ neu veröffentlicht.

Inhalt:
Manche ...

Die Romanautorin Lea Söhner, studierte Diakonie und Religionspädagogik, hat ihren Roman „Wiederfinden“ vom August 2023 hier in einer Überarbeitung unter dem Titel „Wie sehr ich dich finde“ neu veröffentlicht.

Inhalt:
Manche Geschichten lassen einen nicht mehr los – Wie sehr ich dich finde ist so eine. Ein eindrucksvoller Familienroman über drei Generationen hinweg, der tief bewegt und gleichzeitig Hoffnung schenkt. Alles beginnt 1942 in Stuttgart: Die kleine Helene wird von ihrem Vater in die Schweiz gebracht, kurz darauf verlieren sich die Spuren ihrer Eltern. Jahrzehnte später ahnt niemand, dass das familiäre Schweigen ein dunkles Geheimnis birgt – bis Helenes Enkelin beginnt, unbequeme Fragen zu stellen. Was folgt, ist eine Reise in die Vergangenheit, die alles verändert. Lea Söhner erzählt mitfühlend, klug und voller Menschlichkeit. Ihre Figuren sind lebendig, ihr Schreibstil klar und berührend. Das Buch zieht in seinen Bann, stellt existentielle Fragen und berührt zutiefst – ohne je kitschig zu werden. Wer Der Trafikant oder Als Hitler das rosa Kaninchen stahl mochte, wird Wie sehr ich dich finde lieben. Ein Roman für alle, die sich für familiäre Verflechtungen, historische Zusammenhänge und emotionale Heilung interessieren – intensiv, spannend und lebensnah. Ideal zum Verschenken, Vorlesen oder einfach zum Eintauchen und Nicht-mehr-Loslassen.

Meine Meinung:
Die Geschichte um die sechsjährige Halbjüdin Helene, beginnt berührend als sie von ihrem Vater nach Basel in die neutrale Schweiz zu Herrn Fuchs und dessen Frau, gebracht wird. Nun kehrt der Vater zurück nach Deutschland um seine jüdische Frau nachzuholen, doch dies scheitert an der Grenze und sie werden zurückgeschickt. Helene ist verzweifelt und hofft, bald ihre Eltern in die Arme schließen zu können. Bei der Familie Fuchs kann sie nicht bleiben und kommt auf einen Bauernhof mit vielen Kindern und erst schien alles in Ordnung zu sein, bis zu dem Tag, als die Bäuerin entdeckt, dass sich Helene selbst Verletzungen zufügt. Herr Fuchs reist an und bringt Helene auf ein Internat für Musik, denn ihr Wunsch zu Singen, ist ungebrochen.

Helene wird eine begnadete Sängerin und macht eine große Karriere, als ihr Paul, wieder begegnet. Sie hat ihn schon als Jugendliche abgelehnt und plötzlich will er sie heiraten! Warum dann der plötzliche Wandel von Helene, dass sie Paul heiratet und mit ihm in ihre Heimatstadt Stuttgard zurückkehrt, bleibt offen. Erst scheint die Ehe zu funktionieren und nach der Geburt ihres Sohnes Wolfgangs, beginnen die Streitigkeiten zwischen Helene und Paul. Warum, eigentlich gab es keinen richtigen Grund!
Ausgerechnet eine bei einem Notar hinterlegte Schachtel für Helene, die sie dann auch alleine abholt, entscheidet über ihr weiteres Leben …

Die Wendungen der folgenden Handlungen, erscheinen aus meiner Sicht nicht mehr wirklich stimmig und nachvollziehbar zu sein, trotz Triggerwarnung.
Schade, denn der Anfang war zwar traurig, aber für mich trotzdem stimmig und auch gut geschrieben. Der Titel hat nichts mit dem Inhalt der Geschichte zu tun!

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Ein Frauenschicksal nach wahren Begebenheiten

Jenseits der Tränen
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Die Autorin Erika Pattis, erzählt in ihrem Debüt „Jenseits der Tränen“ eine Geschichte über ein Frauenschicksal nach wahren Begebenheiten.

Inhalt:
Jenseits der Tränen beschreibt die Geschichte einer Frau, ...

Die Autorin Erika Pattis, erzählt in ihrem Debüt „Jenseits der Tränen“ eine Geschichte über ein Frauenschicksal nach wahren Begebenheiten.

Inhalt:
Jenseits der Tränen beschreibt die Geschichte einer Frau, die es verdient, in Worte gefasst zu werden. Anne war kein Wunschkind. Und das gibt ihr ihre Mutter mit verletzenden Kommentaren immer wieder zu verstehen. Später, als Anne selbst Ehefrau und Mutter ist, erfährt sie von ihren Partnern psychische und sexualisierte Gewalt, bis sie sich schließlich nach Jahren der Unterdrückung befreien kann. Erika Pattis erzählt einfühlsam von Annes jahrzehntelangem Kampf gegen Einsamkeit, Traurigkeit und Verzweiflung und wie Anne es geschafft hat, das alles hinter sich zu lassen. Dieses Buch soll Mut schenken und zeigt, dass es möglich ist, einen Ausweg und gleichzeitig inneren Frieden zu finden. Denn jenseits der Tränen sind auch Freude und Glück zuhause.

Meine Meinung:
Das Cover macht neugierig auf die Geschichte, aber durch den einfach gehaltenen Schreibstil, verlieren sich sämtliche Emotionen.

Es gibt leider keine Zeitangaben über den Kapiteln und so lässt sich dieses Frauenschicksal schlecht zuordnen. Wegen dem Verhalten der Mutter, liegt meine Vermutung der Handlung wahrscheinlich beginnend, in den 70iger Jahren. Damals haben die Frauen früh geheiratet um endlich ihr zu Hause verlassen zu können und da gab es meistens nur die Flucht in eine Ehe und mit einer frühen Geburt ihrer Kinder, waren sie schlichtweg überfordert.

Was Annes Mutter in ihrer Kindheit als Mädchen erlebt hat, wollte sie vielleicht einer Tochter ersparen und sehnte sich deshalb nur nach Jungs! Schade, dass über Annes Mutter so wenig aus deren Kindheit, erzählt wurde.

Anne stürzt sich auch jung in die Ehe um ihrem Elternhaus zu entfliehen und erleidet Schiffbruch. Oft habe ich über Annes Geschichte nur den Kopf geschüttelt, denn sie rennt von einer Ehe in die andere ohne sich zwischendurch Pause zu gönnen. Ein naives Denken und Handeln, haben Anne scheinbar die ganzen Jahre über begleitet.

Nachdem Annes Kinder aus dem Haus sind, ist sie endlich frei und auch bereit auf ein neues Leben, vielleicht auch mit einem neuen Partner.

Fazit:
Ein Frauenschicksal, das im wahren Leben sicher ganz andere Auswirkungen hatte, wurde hier nicht richtig in Szene gesetzt. Mich konnte Annes Schicksal nicht berühren.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Mal eine andere Liebesgeschichte

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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Die Drehbuchautorin und Regisseurin Anika Decker, erzählt mit Feuer und Flamme in ihrem neuen Roman „Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“, eine witzige und heitere Liebesgeschichte, ...

Die Drehbuchautorin und Regisseurin Anika Decker, erzählt mit Feuer und Flamme in ihrem neuen Roman „Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“, eine witzige und heitere Liebesgeschichte, ja fast eine Komödie über Nina, die sich neu finden muss und einen Neuanfang wagt.

Inhalt:
Nina: bald 50, geschieden, Mutter von zwei Kindern. Ihren gegenwärtigen Zustand beschreibt sie mit leichten Aggressionen, Unruhe, aufkommendem Zynismus und Brustspannen. Nicht, dass sie ihrem Ex-Mann die Ehe mit der blutjungen Influencerin und »Zwillings-Mama« missgönnen würde, ihr sind lediglich einige Details aufgefallen, die auch jetzt noch in ihrem Kopf herumgeistern, beispielsweise ihre Anderthalb-Zimmer-Wohnung im Vergleich zur repräsentativen Villa ihres angeblich bankrotten Ex-Mannes.
Doch dann geschieht, was Nina einfach nicht glauben möchte: Sie verliebt sich in den zwanzig Jahre jüngeren David und bringt damit ihre fragile Lebenskonstellation ordentlich ins Wanken. Denn jeder hat eine Meinung dazu, inklusive sie selbst

Meine Meinung:
Die Autorin versteht es ausgezeichnet, mit Witz und Charme eine heitere Liebesgeschichte mit einigen unerwarteten Themen, zu erzählen.

Trotz ihrer gescheiterten Ehe und dem Betrug ihres Exmannes, akzeptiert Nina die neue Patchwork-Familie und trifft auf dem Geburtstag der dreijährigen Zwillinge, den fast dreißigjährigen David. Schon alleine sein Anblick bereitet ihr Herzklopfen und bringt ihr Leben ins Wanken.

Zwischen Nina und David entwickelt sich eine Liebesbeziehung, die von ihrer konservativen Schwester Lena und ihren erwachsenen Kindern, strikt abgelehnt wird. Auch gibt es noch das ungeklärte schwierige Mutter-Töchter-Verhältnis aus Ninas und Lenas Kindheit sowie die plötzlich kränkelnde Mutter, die Nina Sorgen bereitet. In ihrer Firma spitzen sich die Sorgen nicht nur für Nina sondern aller Mitarbeiter wegen einem Me-Too Skandal zu, der ihre Arbeitsplätze gefärden könnte.

Nina ist total überfordert und macht sich Luft vor ihrer Familie, denn endlich erkennt sie, was sie wirklich will und startet einen Neuanfang mit David ob mit Familie oder ohne ...

Fazit:
Der Autorin ist es gelungen, eine leichte und heitere Geschichte über fast alltägliche Themen einer Familie, zu erzählen. Die Charaktereigenschaften und Entwicklung der Protagonisten, sind witzig und humorvoll, ausgearbeitet. Der flüssige Schreibstil und die humorvollen Dialoge unterstreichen die unterhaltsame Geschichte. Ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir schon gewünscht.
Von mir 3 von 5 Sternen!

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