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Maria_12

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2025

Starker Anfang, der sich dann leider im Sande verliert

Wie sehr ich dich finde
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Die Romanautorin Lea Söhner, studierte Diakonie und Religionspädagogik, hat ihren Roman „Wiederfinden“ vom August 2023 hier in einer Überarbeitung unter dem Titel „Wie sehr ich dich finde“ neu veröffentlicht.

Inhalt:
Manche ...

Die Romanautorin Lea Söhner, studierte Diakonie und Religionspädagogik, hat ihren Roman „Wiederfinden“ vom August 2023 hier in einer Überarbeitung unter dem Titel „Wie sehr ich dich finde“ neu veröffentlicht.

Inhalt:
Manche Geschichten lassen einen nicht mehr los – Wie sehr ich dich finde ist so eine. Ein eindrucksvoller Familienroman über drei Generationen hinweg, der tief bewegt und gleichzeitig Hoffnung schenkt. Alles beginnt 1942 in Stuttgart: Die kleine Helene wird von ihrem Vater in die Schweiz gebracht, kurz darauf verlieren sich die Spuren ihrer Eltern. Jahrzehnte später ahnt niemand, dass das familiäre Schweigen ein dunkles Geheimnis birgt – bis Helenes Enkelin beginnt, unbequeme Fragen zu stellen. Was folgt, ist eine Reise in die Vergangenheit, die alles verändert. Lea Söhner erzählt mitfühlend, klug und voller Menschlichkeit. Ihre Figuren sind lebendig, ihr Schreibstil klar und berührend. Das Buch zieht in seinen Bann, stellt existentielle Fragen und berührt zutiefst – ohne je kitschig zu werden. Wer Der Trafikant oder Als Hitler das rosa Kaninchen stahl mochte, wird Wie sehr ich dich finde lieben. Ein Roman für alle, die sich für familiäre Verflechtungen, historische Zusammenhänge und emotionale Heilung interessieren – intensiv, spannend und lebensnah. Ideal zum Verschenken, Vorlesen oder einfach zum Eintauchen und Nicht-mehr-Loslassen.

Meine Meinung:
Die Geschichte um die sechsjährige Halbjüdin Helene, beginnt berührend als sie von ihrem Vater nach Basel in die neutrale Schweiz zu Herrn Fuchs und dessen Frau, gebracht wird. Nun kehrt der Vater zurück nach Deutschland um seine jüdische Frau nachzuholen, doch dies scheitert an der Grenze und sie werden zurückgeschickt. Helene ist verzweifelt und hofft, bald ihre Eltern in die Arme schließen zu können. Bei der Familie Fuchs kann sie nicht bleiben und kommt auf einen Bauernhof mit vielen Kindern und erst schien alles in Ordnung zu sein, bis zu dem Tag, als die Bäuerin entdeckt, dass sich Helene selbst Verletzungen zufügt. Herr Fuchs reist an und bringt Helene auf ein Internat für Musik, denn ihr Wunsch zu Singen, ist ungebrochen.

Helene wird eine begnadete Sängerin und macht eine große Karriere, als ihr Paul, wieder begegnet. Sie hat ihn schon als Jugendliche abgelehnt und plötzlich will er sie heiraten! Warum dann der plötzliche Wandel von Helene, dass sie Paul heiratet und mit ihm in ihre Heimatstadt Stuttgard zurückkehrt, bleibt offen. Erst scheint die Ehe zu funktionieren und nach der Geburt ihres Sohnes Wolfgangs, beginnen die Streitigkeiten zwischen Helene und Paul. Warum, eigentlich gab es keinen richtigen Grund!
Ausgerechnet eine bei einem Notar hinterlegte Schachtel für Helene, die sie dann auch alleine abholt, entscheidet über ihr weiteres Leben …

Die Wendungen der folgenden Handlungen, erscheinen aus meiner Sicht nicht mehr wirklich stimmig und nachvollziehbar zu sein, trotz Triggerwarnung.
Schade, denn der Anfang war zwar traurig, aber für mich trotzdem stimmig und auch gut geschrieben. Der Titel hat nichts mit dem Inhalt der Geschichte zu tun!

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Ein Frauenschicksal nach wahren Begebenheiten

Jenseits der Tränen
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Die Autorin Erika Pattis, erzählt in ihrem Debüt „Jenseits der Tränen“ eine Geschichte über ein Frauenschicksal nach wahren Begebenheiten.

Inhalt:
Jenseits der Tränen beschreibt die Geschichte einer Frau, ...

Die Autorin Erika Pattis, erzählt in ihrem Debüt „Jenseits der Tränen“ eine Geschichte über ein Frauenschicksal nach wahren Begebenheiten.

Inhalt:
Jenseits der Tränen beschreibt die Geschichte einer Frau, die es verdient, in Worte gefasst zu werden. Anne war kein Wunschkind. Und das gibt ihr ihre Mutter mit verletzenden Kommentaren immer wieder zu verstehen. Später, als Anne selbst Ehefrau und Mutter ist, erfährt sie von ihren Partnern psychische und sexualisierte Gewalt, bis sie sich schließlich nach Jahren der Unterdrückung befreien kann. Erika Pattis erzählt einfühlsam von Annes jahrzehntelangem Kampf gegen Einsamkeit, Traurigkeit und Verzweiflung und wie Anne es geschafft hat, das alles hinter sich zu lassen. Dieses Buch soll Mut schenken und zeigt, dass es möglich ist, einen Ausweg und gleichzeitig inneren Frieden zu finden. Denn jenseits der Tränen sind auch Freude und Glück zuhause.

Meine Meinung:
Das Cover macht neugierig auf die Geschichte, aber durch den einfach gehaltenen Schreibstil, verlieren sich sämtliche Emotionen.

Es gibt leider keine Zeitangaben über den Kapiteln und so lässt sich dieses Frauenschicksal schlecht zuordnen. Wegen dem Verhalten der Mutter, liegt meine Vermutung der Handlung wahrscheinlich beginnend, in den 70iger Jahren. Damals haben die Frauen früh geheiratet um endlich ihr zu Hause verlassen zu können und da gab es meistens nur die Flucht in eine Ehe und mit einer frühen Geburt ihrer Kinder, waren sie schlichtweg überfordert.

Was Annes Mutter in ihrer Kindheit als Mädchen erlebt hat, wollte sie vielleicht einer Tochter ersparen und sehnte sich deshalb nur nach Jungs! Schade, dass über Annes Mutter so wenig aus deren Kindheit, erzählt wurde.

Anne stürzt sich auch jung in die Ehe um ihrem Elternhaus zu entfliehen und erleidet Schiffbruch. Oft habe ich über Annes Geschichte nur den Kopf geschüttelt, denn sie rennt von einer Ehe in die andere ohne sich zwischendurch Pause zu gönnen. Ein naives Denken und Handeln, haben Anne scheinbar die ganzen Jahre über begleitet.

Nachdem Annes Kinder aus dem Haus sind, ist sie endlich frei und auch bereit auf ein neues Leben, vielleicht auch mit einem neuen Partner.

Fazit:
Ein Frauenschicksal, das im wahren Leben sicher ganz andere Auswirkungen hatte, wurde hier nicht richtig in Szene gesetzt. Mich konnte Annes Schicksal nicht berühren.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Mal eine andere Liebesgeschichte

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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Die Drehbuchautorin und Regisseurin Anika Decker, erzählt mit Feuer und Flamme in ihrem neuen Roman „Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“, eine witzige und heitere Liebesgeschichte, ...

Die Drehbuchautorin und Regisseurin Anika Decker, erzählt mit Feuer und Flamme in ihrem neuen Roman „Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“, eine witzige und heitere Liebesgeschichte, ja fast eine Komödie über Nina, die sich neu finden muss und einen Neuanfang wagt.

Inhalt:
Nina: bald 50, geschieden, Mutter von zwei Kindern. Ihren gegenwärtigen Zustand beschreibt sie mit leichten Aggressionen, Unruhe, aufkommendem Zynismus und Brustspannen. Nicht, dass sie ihrem Ex-Mann die Ehe mit der blutjungen Influencerin und »Zwillings-Mama« missgönnen würde, ihr sind lediglich einige Details aufgefallen, die auch jetzt noch in ihrem Kopf herumgeistern, beispielsweise ihre Anderthalb-Zimmer-Wohnung im Vergleich zur repräsentativen Villa ihres angeblich bankrotten Ex-Mannes.
Doch dann geschieht, was Nina einfach nicht glauben möchte: Sie verliebt sich in den zwanzig Jahre jüngeren David und bringt damit ihre fragile Lebenskonstellation ordentlich ins Wanken. Denn jeder hat eine Meinung dazu, inklusive sie selbst

Meine Meinung:
Die Autorin versteht es ausgezeichnet, mit Witz und Charme eine heitere Liebesgeschichte mit einigen unerwarteten Themen, zu erzählen.

Trotz ihrer gescheiterten Ehe und dem Betrug ihres Exmannes, akzeptiert Nina die neue Patchwork-Familie und trifft auf dem Geburtstag der dreijährigen Zwillinge, den fast dreißigjährigen David. Schon alleine sein Anblick bereitet ihr Herzklopfen und bringt ihr Leben ins Wanken.

Zwischen Nina und David entwickelt sich eine Liebesbeziehung, die von ihrer konservativen Schwester Lena und ihren erwachsenen Kindern, strikt abgelehnt wird. Auch gibt es noch das ungeklärte schwierige Mutter-Töchter-Verhältnis aus Ninas und Lenas Kindheit sowie die plötzlich kränkelnde Mutter, die Nina Sorgen bereitet. In ihrer Firma spitzen sich die Sorgen nicht nur für Nina sondern aller Mitarbeiter wegen einem Me-Too Skandal zu, der ihre Arbeitsplätze gefärden könnte.

Nina ist total überfordert und macht sich Luft vor ihrer Familie, denn endlich erkennt sie, was sie wirklich will und startet einen Neuanfang mit David ob mit Familie oder ohne ...

Fazit:
Der Autorin ist es gelungen, eine leichte und heitere Geschichte über fast alltägliche Themen einer Familie, zu erzählen. Die Charaktereigenschaften und Entwicklung der Protagonisten, sind witzig und humorvoll, ausgearbeitet. Der flüssige Schreibstil und die humorvollen Dialoge unterstreichen die unterhaltsame Geschichte. Ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir schon gewünscht.
Von mir 3 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Ein Debüt über Vergangenheit und Gegenwart

Im Warten sind wir wundervoll
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Die Autorin Charlotte Inden, erzählt in ihrem Debütroman für Erwachsene „Im warten sind wir wundervoll“ eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Die Geschichte handelt von den War Brides, ...

Die Autorin Charlotte Inden, erzählt in ihrem Debütroman für Erwachsene „Im warten sind wir wundervoll“ eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Die Geschichte handelt von den War Brides, jenen Frauen, die nach dem Krieg das Wagnis eingingen ihren US-Soldaten über den Atlantik als Angetraute oder Verlobte, zu folgen.

Inhalt:
Eine junge Deutsche, die 1948 am New Yorker Flughafen strandet und als sitzen gelassene War Bride zum Star der Presse wird.

Ein US-Soldat, der ein Versprechen gegeben hat und es nicht einhalten kann.

Und eine Frau, die sieben Jahrzehnte später hofft, dass sich der Weg zum Glück wiederholen lässt.

Dies ist die Geschichte eines Endes, zweier Anfänge und der vielleicht größten Liebe aller Zeiten.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen und mit zwei Liebesgeschichten aus der Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Luise und Elfie, sind Großmutter und Enkeltochter, getrennt durch Jahrzehnte und doch sollen sie ihr Glück in New York finden.

Luise Adler die junge Deutsche, lernt 1945 den amerikanischen Soldaten Joseph Hunter und dessen Freund Wilson, kennen.
Eine Verbindung zwischen einem Amerikaner und einer Deutschen ist jedoch von Seiten der amerikanischen Regierung gänzlich verboten und wird auch von den Deutschen misstrauisch beäugt. Aber Luise und Jo Hunter sind unsterblich ineinander verliebt. Als er zurück in die USA muss, scheint ihre Liebe aussichtslos, denn Luise ist die Einreise strikt verboten. Als der War Bride Act für eine kurze Zeitspanne eine Möglichkeit zur Einreise eröffnet, macht sich Luise auf den Weg nach New York, doch am Flughafen ist von Jo Hunter nichts zu sehen.
Erst mit Hilfe von Ernest, einem ehemaligen Journalisten und einem Presseaufruf versucht halb New York, Luises Aufenthalt in den Vereinigten Staaten zu sichern. Denn irgendwo muss Hunter doch stecken. Wird Luise ihre große Liebe und ihr Glück finden …

70 Jahre später reist Elfie nach New York um ihren studierenden Verlobten zu sehen und zu überraschen doch schon während ihres Fluges lernt sie einen Mann kennen, der ihr Herz höher schlagen lässt und sogar ihre Beziehung in Frage stellt. Eine moderne Liebesgeschichte folgt dieser Begegnung und hält so manche Überraschung bereit …

Fazit:
Der Autorin ist es gelungen, Vergangenheit und Gegenwart gut miteinander in Einklang zu bringen. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich daher leicht lesen. Die handelnden Personen, allen voran die Hauptprotagonisten sowie die Handlungsorte konnte ich mir gut vorstellen und hatte beim Lesen ein klares Bild vor Augen. Die Längen der Kapitel fand ich passend, hätte mir aber Überschriften mit genauen Orts- und Datumsangaben, gewünscht.
Von mir 3 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Finale der Himmelsstürmerinnen-Saga

Himmelsstürmerinnen - Wir leben unsere Träume
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Mit ihrem zweiten Band „Himmelsstürmerinnen - Wir leben unsere Träume“ beendet die Autorin Sarah Lark, die Dilogie ihrer neuen fiktiven Familiensaga vor einem historischen Hintergrund über vier starke ...

Mit ihrem zweiten Band „Himmelsstürmerinnen - Wir leben unsere Träume“ beendet die Autorin Sarah Lark, die Dilogie ihrer neuen fiktiven Familiensaga vor einem historischen Hintergrund über vier starke und mutige Frauen, am Ende des 19. Jahrhunderts.

Meine Meinung:
Mit dem Einstieg in den 2. Band hatte ich nicht mit Mary Anns Geschichte gerechnet und wie sie sich mit Hilfe von Hoss, ihre Freiheit erkämpft. Schnell wird klar, dass Mary Ann die Tochter der verstorbenen Haily Hard ist und plötzlich rangeln sich die Großmutter, Ailis und Donella um sie. Ein bisschen schade, denn bei Mary Anns Geburt, wollte keine sich um sie kümmern geschweige denn, sie aufnehmen.

Mary-Ann lebt letztendlich bei ihrer Großmutter Lady Mairead und dann kommt der Tag, wo sie ihr wohlbehütetes zu Hause verlässt um ihre eigenen Träume zu verwirklichen. Hier fehlten mir schon ein paar klärende Worte zwischen Mary-Ann und ihrer Großmutter.
Das Leben hält Mary Ann ganz schön in Atem und so manche Herausforderung muss sie meistern. Erst zum Ende der Geschichte findet sie endlich ihr Glück.

Ailis geht mit ihrer Freundin Molly nach Südafrika um in einer Sternwarte zu arbeiten und beide freuen sich auf ihr neues Umfeld in Johannesburg, doch schnell stellen sie fest, dass der Zweite Burenkrieg tiefe Spuren hinterlassen hat, die unüberbrückbar scheinen. Als in Brickfields die Beulenpest ausbricht, steht Ailis plötzlich vor einer schwierigen Entscheidung, die ihr Leben verändern wird.

Donella geht als Mechanikerin und Flugausbilderin für die amerikanische Einheit Lafayette Escadrille nach Frankreich um in die Nähe ihres Mannes, der schon einige Zeit dort als Berater stationiert ist, zu gelangen. Erstaunt war ich jedoch, dass plötzlich so viele Familienmitglieder an der Front in Frankreich anzutreffen waren. Irgendwie schien mir das unwirklich!

Die Autorin lässt zwar geschickt passende Themen wie: Kriegsneurosen, Rassendiskriminierung und Prohibition die auf andere illegale Geschäfte wie Prostitution und Menschenhandel übertragen wurden, perfekt zum Zeitgeschehen in die Handlung mit einfliessen aber handelt diese in einem rasanten Tempo ohne Tiefgang und einer wirklichen Verknüpfung, ab.

Fazit:
Die einzelnen Geschichten und Ereignisse der Protagonisten werden zwar nebeneinanderher erzählt aber trotzdem fehlt es jedem Charakter an Tiefe. Die vielen Themen, die nicht unbedingt in die Handlung gemusst hätten, haben die Atmosphäre und den Lesefluss der Geschichte, erheblich gestört.
Mit ihren fesselnden Neuseeland- und Karibikromanen, konnte mich die Autorin bisher immer hell begeistern, während mich die Himmelsstürmerinnen-Saga, nicht unbedingt überzeugen konnte.
Von mir 3 von 5 Sternen!

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