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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2025

zarte Geschichte

Was du siehst
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Das Buch hat mich zufällig gefunden. Cover und Titel haben mich neugierig gemacht. Am Ende habe ich es geschenkt bekommen und jetzt bin ich froh, dass ich es lesen durfte.

Es geht um eine Liebesgeschichte ...

Das Buch hat mich zufällig gefunden. Cover und Titel haben mich neugierig gemacht. Am Ende habe ich es geschenkt bekommen und jetzt bin ich froh, dass ich es lesen durfte.

Es geht um eine Liebesgeschichte über viele Jahre. Schon als Kleinkinder sind Jule und Andi unzertrennlich. Daraus wird eine Jugendfreundschaft. Aber als junge Frau entschließt sich Jule, ihre Heimat zu verlassen, nach ihren Wurzeln zu suchen. Und Andi bleibt zurück und wartet und hofft.

Der zarte Erzählstil und auch das ruhige Tempo haben gut zusammen gepasst. Die Darsteller wachsen einen schnell ans Herz und man hofft, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen auch wenn sie manchmal scheinbar nicht zueinanderpassen.

Ich möchte nicht verraten, wie die Geschichte ausgeht. Ich fühlte mich sehr wohl mit dem Plot und auch wenn manches etwas zu positiv schien, war es doch kein süßlicher Roman. Dazu sind die Personen einfach zu realistisch.

Veröffentlicht am 29.06.2025

drei Hummerfrauen

Die Hummerfrauen
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Das Buch hat mir meine Mutter in die Hand gedrückt und das Cover und der Titel "Die Hummerfrauen" hat mich sehr angesprochen.

Im Mittelpunkt stehen drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. ...

Das Buch hat mir meine Mutter in die Hand gedrückt und das Cover und der Titel "Die Hummerfrauen" hat mich sehr angesprochen.

Im Mittelpunkt stehen drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die 72jährige Ann, die 50jährige Julie und MIna in den 30gern. Ihre Lebenswege führen sie in Maine zueinander. Dort, wo das Hummerfischen immer noch praktiziert wird und zum Lebensunterhalt vieler Männer gehört. Und einiger Frauen, wie sich herausstellt.

Es war mein erstes Buch von Beatrix Gerstberger. Ich mochte sehr, wie die Autorin ihre Heldinnen in Szene setzt. Sie sind ganz normale Frauen aber haben auch ganz wunderbare Eigenheiten. Und weder die Beziehungen zueinander noch zu den jeweiligen Liebsten sind einfach. Es menschelt ziemlich in diesem Buch. Man kann nicht abschätzen, wie die Geschichte ausgeht und genauso wie das wirkliche Leben läuft nicht alles so, wie man es sich denkt.

Veröffentlicht am 29.06.2025

Unendlichkeit

Das Gefühl von Unendlichkeit
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Zoe, Jack und die Chemie. So könnte man beschreiben, worum es geht in diesem Buch. Also um Zoe und Jack. die sich bei einer Vorlesung in Harvard kennen lernen. Und die Chemie stimmt zwischen ihnen. Wobei ...

Zoe, Jack und die Chemie. So könnte man beschreiben, worum es geht in diesem Buch. Also um Zoe und Jack. die sich bei einer Vorlesung in Harvard kennen lernen. Und die Chemie stimmt zwischen ihnen. Wobei es anfangs eher die der wissenschaftlichen Leistungen ist. Bei sind klug und ehrgeizig und hellwach auf ihrem Gebiet. Das da auch die Bio-Chemie zwischen beiden irgendwann stimmt, ist absehbar. Beide beginnen schließlich an einer These zu arbeiten die nichts geringeres als das Ewige Leben zum Ziel hat.

Das Buch ist auf eine kluge und gut lesbare Weise geschrieben. An einigen Stellen fand ich die Alltäglichkeiten zu ausführlich beschrieben aber ab der Mitte ungefähr wird es immer spannender.

Es ist kein seichter Liebesroman und auch nicht so was wie eine MINT-Romance. So profan ist es gar nicht. Ich habe es gern gelesen. Und das Ende überrascht. Das Cover ist wirklich gelungen.

Veröffentlicht am 01.06.2025

gute SF

Lyneham
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"Lyneham" ist mein zweites Buch von Nils Westerboer. Auch in diesem Roman beweist er, dass er anspruchsvolle und überraschende Science Fiction schreibt.

Im Mittelpunkt steht der zwölfjährige Henry Meadows ...

"Lyneham" ist mein zweites Buch von Nils Westerboer. Auch in diesem Roman beweist er, dass er anspruchsvolle und überraschende Science Fiction schreibt.

Im Mittelpunkt steht der zwölfjährige Henry Meadows der mit seinem Vater und den Geschwistern von der Erde flieht, weil sie stirbt. Die Reise nach Perm ist seit langem geplant. Die Mutter ist schon lange vorher dorthin gereist, eigentlich mit der Idee, dass sie den neuen Planeten vorbereitet und dann durch eine beschleunigte Reise, der Rest der Familie sozusagen mit einem Zeitsprung nachkommt.

Aber als die Familie auf Perm landet wird schnell klar, dass wohl für die Mutter nicht alles so lief wie geplant.

Auf zwei Zeitebenen wird also erzählt. Das ist ebenso trickreich wie interessant und hat mir wirklich gut gefallen. Am Ende ist es an zwei, drei Stellen etwas langatmig und hätte mehr Spannung vertragen können. Dennoch lesenswert und bei diesem Autor bleibe ich am Ball.

Veröffentlicht am 13.05.2025

schöne Lektüre

Der Junge aus dem Meer
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Ähnlich Moses aus dem Alten Testament landet ein kleines Kind in einem halben Fass an der irischen Küste und wird dort von dem Fischer Ambrose Bonnar gerettet. Der Fischer und seine Frau adoptieren das ...

Ähnlich Moses aus dem Alten Testament landet ein kleines Kind in einem halben Fass an der irischen Küste und wird dort von dem Fischer Ambrose Bonnar gerettet. Der Fischer und seine Frau adoptieren das Kind erhält den Namen Brendan und wächst mit seinem Stiefbruder auf.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht zu allererst mal die Familiengeschichte und die ländliche Gemeinde, die hauptsächlich vom Fischfang ihre Einnahmen erlangt. Das Leben ist dörflich und so, wie man es sich an einer irischen Küste vorstellt. Rau, klar und ohne große Ablenkungen. Die Familie kämpft mit den ganz normalen Streitereien und Alltäglichkeiten, die jugendlichen Stiefbrüder reiben sich aneinander, aber nicht mehr, als es vielleicht auch leibliche Brüder getan hätten.

Der Erzählstil ist etwas ungewöhnlich und darauf musste ich mich einlassen. Dem Plot mangelte es manchmal etwas am nötigen Tempo und Drive. Dennoch war es ein sehr angenehmes und schönes Leseerlebnis.