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Veröffentlicht am 29.06.2025

Schön designter Dark Romance Roman ohne Tiefe - Band 2

Beloved Villain – You can't stay away from me
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Band 2 und damit der Abschlussband der Dilogie erzählt Nurias und Demons Geschichte weiter und beendet sie. Vorsicht - der Klappentext passt nur bedingt!
Band 1 endete mit Nurias Flucht, die in einer ...

Band 2 und damit der Abschlussband der Dilogie erzählt Nurias und Demons Geschichte weiter und beendet sie. Vorsicht - der Klappentext passt nur bedingt!
Band 1 endete mit Nurias Flucht, die in einer Entführung mündete. Nuria kommt wieder zu sich und ist in Gefangenschaft des brutalen Gavriil geraten - erneut, wie wir erfahren. Bereits vor Jahren hatte er sie gekauft und misshandelt, weswegen sie geflohen ist und eine Amnesie hatte. Nun ja. Nach und nach kommen weitere Bruchstücke aus ihrer Vergangenheit wieder hervor - aber sie verliebt sich niemals in Gavriil, wie es sich im Klappentext anhört. Stattdessen hofft sie nun auf Rettung durch ihren ehemaligen Stalker Demon/Wylder, der ebenso wie Gavriil der Boss einer kriminellen Mafiavereinigung ist, unfassbar reich und - klar - auch brutal, aber eben nicht ganz so brutal wie Gavriil, denn seine Vereinigung handelt immerhin nicht mit Menschen und ist strikt gegen Pädophilie, was bei Gavriils Truppe ganz anders ist. Zu Band 1 gibt es viele Verbindungen, so dass es vermutlich sinnvoll ist, beide Bücher zu lesen - aber nur, wenn man die Geschichte wirklich interessant findet, was bei mir nicht zutraf. Weder hat sie Tiefgang, noch ist sie spannend oder überraschend. Im Grunde liest sich das ganze Buch wieder wie ein Porno gespickt mit gewollt brutalen Szenen, es wird geschossen, ermordet und weiterhin peinlich geflucht und "verarscht", die Männer sind klare Bad Boys, was man nicht zuletzt an ihren vielen harten Tätowierungen erkennen kann.
Nuria, die weiterhin blass und langweilig bleibt, nervt noch schlimmer, wann immer sie vorkommt - aber aus einem völlig unerfindlichen Grund (sind es die "prallen Brüste", der "knackige Arsch", die "vollen Lippen" oder das "seidige Haar"???) wollen beide Oberbosse sie nicht nur "besitzen", sondern unbedingt heiraten und dann noch mehr besitzen, weil Heiraten ja bedeutet, dass man einer Person gehört - hä?! Und weil Nuria das ganz toll findet bei Demon, aber ganz schlimm bei Gavriil, kämpft man sich also durch mehrere Hochzeitsszenen durch, bis man endlich, endlich das erwartete Happy End lesen darf - und das ist im Grunde wie ein Kindermärchen, Liebe/Hochzeit/Baby - nur eben in schwarz und tätowiert... Also man hört es mir vielleicht an, die Reihe hat mich nicht vom Hocker gerissen und ich gebe wie Band 1 auch hier 3 Sterne für das immerhin echt schön gestaltete Exemplar mit Farbschnitt, Charakterkarte und Lesezeichen und empfehle das Buch eingeschränkt weiter.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Schön designter Dark Romance Roman ohne Tiefe

Beloved Villain – You can't run from me
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Beloved Villain ist eine Dark Romance Dilogie von D.C. Odesza, die erstmalig vom everlove Verlag herausgegeben wurde und nicht mehr von ihrem eigenen (??) Verlag D.C. Odesza . Ìch hatte bisher die Dark ...

Beloved Villain ist eine Dark Romance Dilogie von D.C. Odesza, die erstmalig vom everlove Verlag herausgegeben wurde und nicht mehr von ihrem eigenen (??) Verlag D.C. Odesza . Ìch hatte bisher die Dark Castle Reihe von ihr begonnen (und abgebrochen).
Auf die Beloved Villain Serie habe ich mich gefreut, da ich hoffte, die Schwäche der Dark Castle Reihe hier nicht vorzufinden, nämlich das Auswälzen einer dünnen Geschichte auf mehr als 10 Bände (ich glaube, bei Band 12 hat sie endlich aufgehört).
Nun also zu Nuria und "Demon" aus der Stalker Reihe. Nuria ist eine 22jährige Spanierin, die seit etwa einem halben Jahr einen Stalker hat. Um diesem zu entgehen, nimmt sie ein Angebot an, als Au-Pair-Mädchen in Australien zu arbeiten. Der Plan geht nicht auf, ihr Stalker folgt ihr, sitzt sogar im selben Flugzeug wie sie und besucht sie weiterhin zu allen möglichen Tages- und Nachtzeiten. Zwischen den beiden kribbelt es sehr und bald verfällt Nuria ihrem Stalker, der sie zudem beschützt vor Gefahren, die sie nicht vermutet hat. Die Perspektiven wechseln ab und an und langsam erfahren wir mehr über "Demon", sogar seinen richtigen Vornamen und was und mit wem er arbeitet. Allerdings haben beide dunkle Geheimnisse in ihrer Vergangenheit, die wohl erst in Band 2 aufgeklärt werden.
Der Plot ist nicht wirklich der Rede wert (mit einer Ausnahme, dem Plot Twist, auf den ich noch eingehe) und die Auflösung auch nicht weiter wichtig, da nur ein Teil abgeschlossen wird (der in Australien) und wir dann ein relativ offenes Ende haben, das in Band 2 weiter geführt wird.
Ich fand nichts an dem Buch besonders spannend und auch die spicy Szenen sind ehrlich gesagt eher abgedroschen und nichts wirklich Neues, wenn man bereits andere Bücher der Autorin kennt. Leider macht sie sogar mehrfach den unfreiwillig komischen Fehler, das beste Stück Demons - seine "Männlichkeit" - so extrem groß zu beschreiben, dass ich laut auflachen musste (nein, es ist anatomisch nicht möglich, sooo groß zu sein, dass die Hände einer erwachsene Frau, egal, wie zierlich sie ist, "ihn" kaum umfassen können - dazu gibt es sehr viele, sehr lustige Videos, die ich der Autorin mal empfehle, anzuschauen). Zudem ist der Schreibstil leider echt schlecht, sehr viele Wiederholungen von Satzanfängen oder Phrasen wie "verarschte er sie", die zudem nicht zum eigentlich gewollt düsteren Ton passen. Wie soll man einen gruseligen Stalker ernst nehmen, der sein Stalking Opfer "verarscht"?! Die Figuren sind natürlich total eindimensional beschrieben und vor allem Nuria unfassbar nervig und nicht "temperamentvoll", sondern kindisch, aber das kam mir extrem bekannt vor aus der Dark Castle Reihe, in der mich die Protagonistin auch von Buch zu Buch mehr genervt hat.
Ein weiteres Beispiel für den sehr schlechten Schreibstil, geschuldet vielleicht auch der Geschwindigkeit, in der die Autorin ein Buch nach dem anderen zu schreiben scheint, ist die Namensgebung der Zwillinge, die Nuria babysittet - Hailey und Maily (Schreibweise bin ich mir gerade nicht sicher, aber auf jeden Fall reimen sich die Namen, aaah!).
Der "Plot-Twist" am Schluss war dann für meine Verhältnisse krass unpassend, weil hier wirklich schreckliche Dinge sehr kurz beschrieben werden, die aber im Verhältnis zum Rest des Buches fast untergehen und viel zu abartig sind, um hier genannt zu werden.
Alles in allem gebe ich 3 Sterne und empfehle das Buch eingeschränkt weiter an Menschen, die gerne Dark Romance und Spice lesen und vielleicht noch nicht so viele Bücher der Autorin kennen, denn NEU ist hier eigentlich nichts wirklich, es handelt sich leider eher um einen Aufguss der immer gleichen Geschichte(n), die die Autorin hier schreibt.... Pluspunkt für die schöne Covergestaltung und in meiner Ausgabe Charakterkarte, Overlay und Lesezeichen passend zum Buch.

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Veröffentlicht am 07.05.2025

Solider Cosy Crime

Die Tochter des Serienkillers
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Ich habe die ganze Serienkiller Reihe jetzt gelesen - erst Ban1 1, dann Band 3 und am Schluss Band 2. Die Bücher sind nur ähnlich gestaltet, sind aber jeweils abgeschlossene Geschichten, die nicht miteinander ...

Ich habe die ganze Serienkiller Reihe jetzt gelesen - erst Ban1 1, dann Band 3 und am Schluss Band 2. Die Bücher sind nur ähnlich gestaltet, sind aber jeweils abgeschlossene Geschichten, die nicht miteinander verbunden sind.
Nun also zu Jane/Jenny. Ihr Vater war ein Serienkiller und ist als solcher verurteilt worden und sitzt schon seit Jahrzehnten im Gefängnis. Sobald Jane erwachsen war, hat sie ihre manipulative Mutter verlassen, ihren Namen geändert und lebt nun verheiratet und 2fache Mutter in einem kleinen Dorf. Sie leidet unter Schlafproblemen und schlafwandelt, wenn sie unter Stress ist. Als die Geschichte beginnt, hat sie eine solche Nacht hinter sich und wacht mit dreckigem Schlafanzug, ohne Ehering am Finder und mit Dreck unter den Nägeln auf - und sie erinnert sich nicht, was sie in der Nacht getan hat. Als sie erfährt, dass die ehemalige Geliebte ihres Mannes verschwunden ist, macht sie sich Sorgen, sie könne damit etwas zu tun haben.
Mir hat das Buch gut gefallen, aber es war nicht das Highlight der Reihe. Jenny/Jane hat ein Kommunikationsproblem - wobei ich nachvollziehen kann, dass man nicht unbedingt damit hausieren gehen möchte, dass der eigene Vater ein verurteilter Serienmörder ist. Aber - dem Ehemann seine Vergangenheit verschweigen?! Nun ja. Wie in den anderen Büchern der Reihe ist die Ehe definitiv nicht "gut", was durchaus daran liegt, dass die Paare nicht ehrlich miteinander sind.
Die Stärken des Buches sind, dass die Handlung spannend ist, der Stil gut lesbar (allerdings leider mit ein paar Flüchtigkeitsfehlern, so wie, dass Jennys Tochter Ella heißt und einmal von einer Emma die Rede ist...) und das Buch schnell gelesen ist.
Die Schwächen sind für mich die Figuren. Sie bleiben teilweise blass und ihre Handlungen nicht richtig nachvollziehbar. Die Autorin hat die Geschichte so konstruiert, dass der Lesende in viele Richtungen denken und rätseln kann, aber dafür blieben bei mir die Nebenfiguren konturenlos, so dass ich tatsächlich manchmal nicht mehr genau wusste, von wem die Rede ist und wie sie in Verbindung zu Jenny steht. Über Jennys Kindheit hätte ich gern mehr gelesen und auch die Eltern blieben leider hinter den Erwartungen zurück und die Auflösung war nicht sooo krass, wie es Titel und Aufmachung des Buches versprechen. Richtig heftig wird es jedenfalls nie und daher ist Cosy Crime definitiv passend. Eingeschränkte Leseempfehlung für ein mäßig spannendes Buch - aber die 3 Bücher mit dem tollen Farbschnitt sind auf jeden Fall echte Eyecatcher im Bücherregal!!!

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Leider etwas zähe Lektüre

Nowhere Heart Land
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Nowhere Heart Land hat mich sehr gereizt, aber leider etwas enttäuscht zurück gelassen. Aus Sicht von Rosa werden die Tage vor ihrem 30. Geburtstag beschrieben. Rosa ist nach ihrem Abitur nach London gezogen ...

Nowhere Heart Land hat mich sehr gereizt, aber leider etwas enttäuscht zurück gelassen. Aus Sicht von Rosa werden die Tage vor ihrem 30. Geburtstag beschrieben. Rosa ist nach ihrem Abitur nach London gezogen und kommt kurz vor ihrem Geburtstag in die nicht benannte kleine Stadt in Deutschland zurück, wo der klägliche Rest ihrer winzigen Familie lebt - ihre demente Großmutter. Ihre Mutter ist gestorben, bevor sie 30 wurde, ihr Großvater ist ebenfalls seit Jahren tot und nur noch Rosa und ihre Oma sind übrig. Da die Kosten des Heims, in dem diese lebt, so hoch sind, wird Rosa das Großelternhaus verkaufen müssen, zudem hat sie in ihrem Job Probleme und entflieht diesen mit dem spontanen Trip "nach Hause", also in den Ort, in dem sie aufgewachsen ist. Wie ihre Mutter hat auch Rosa das katholische Internat des Ortes besucht, das allerdings geschlossen wurde, bevor Rosa Abitur machen konnte. Zurück in ihrem alten Zuhause wird Rosa von Erinnerungen befallen und verhält sich mehr als seltsam.
Positiv an dem Roman waren: das Cover (wirklich wunderschön!), die Sprache und der Schreibstil. Nicht so gut gefallen hat mir leider die Umsetzung des Themas. Bis etwa zur Mitte des Buches habe ich eine Art Auflösung erwartet, eine Begründung für das wirklich seltsame Verhalten Rosas und ihrer ehemaligen Schulfreundin, die Rosas Kontaktaufnahmeversuche sehr deutlich abblockt. Dann wurde mir klar, dass es eher eine Art Roman im Stil von Faserland u.ä. Romanen ist - also die Sinnsuche der Protagonistin zwar im Mittelpunkt steht, nicht aber wirklich befriedigend geklärt wird. Und na gut, wer kann schon überzeugt von sich selbst sagen, den Sinn des Lebens gefunden zu haben? Dennoch, das viele sich-betrinken, Menschen brüskieren und stalken und auch teilweise wirklich eklige Verhalten Rosas hat mich irgendwann ziemlich genervt - es gibt einfach Dinge, die ich ungern lese, wie z.B. eine Szene, in der sie zu lethargisch ist, sich etwas gegen ihre einsetzende Menstruation zu besorgen und dann die Matratze vollblutet - denn das Haus wird ja eh verkauft und die Dinge kommen auf den Müll. Auch das ständige Betrunken-sein hat mich irgendwann nur noch gelangweilt und wie Rosa sich mit den Menschen unterhält - sie hört nie zu, beleidigt oder ignoriert ihre Gesprächspartner und ist einfach nur nervig. Auch der Schluss konnte mich nicht zufrieden stellen und so wird es eine eingeschränkte Leseempfehlung für einen Roman, der zumindest für mich mehr versprochen als gehalten hat.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Etwas anstrengende Lektüre

The Woman in Me
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Ich war sehr gespannt auf The Woman in me, da ich natürlich viel mitbekommen habe von Britney Spears´ Aufs und Abs und ihren Abstürzen. Trotzdem habe ich mit dem Lesen gezögert, da ich mir nicht sicher ...

Ich war sehr gespannt auf The Woman in me, da ich natürlich viel mitbekommen habe von Britney Spears´ Aufs und Abs und ihren Abstürzen. Trotzdem habe ich mit dem Lesen gezögert, da ich mir nicht sicher war, ob es mich wirklich packen würde und ich generell nicht sooo gerne Sachbücher lese.
Als ich mich jetzt dran getraut habe, war ich zunächst positiv überrascht. Der Schreibstil liest sich zu Beginn flüssig und fast wie ein Roman. Britney Spears skizziert ihr Elternhaus bis zur Großelterngeneration und wir erkennen bereits hier Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen, die sich bis heute leider in der Familie durchziehen. Alkoholabhängigkeit, Frauen, die in Nervenheilanstalten geschickt werden, um sie "ruhig zu stellen", ein Selbstmord, zerrüttete Ehen, Menschen, die sehr oft heiraten und immer wieder scheitern. Mittendrin die junge, talentierte Britney, die sich selbst sehr positiv zeichnet. Inmitten der wechselnden Vermögensverhältnisse ihrer Eltern, die mal wohlhabend sind, dann wieder durch die Trunksucht des Vaters alles verlieren, vermutlich Drogen nehmen und sehr häufig und sehr laut streiten wächst Britney auf mit einer starken Geltungssucht und dem Drang, im Mittelpunkt zu stehen durch ihre Tanz- und Gesangskünste. Sie bewirbt sich mithilfe ihrer Mutter bei Talentshows und wird schließlich Teil der Disney Gruppe zusammen mit Christina Aguilera, Justin TImberlake und Ryan Reynolds, wie man weiß.
Mit Justin kommt sie zusammen und er ist ihre erste große Liebe.
Die Geschichte, die Britney in ihrem Buch The Woman in Me erzählt, ist im Grunde ihr Leben von Geburt bis kurz nach Zurückerlangung der Eigenständigkeit, indem sie die Vormundschaft ihres Vaters endlich beenden lassen darf. Viele der Szenen hatte ich direkt vor Augen stehen - der kahl rasierte Kopf, ihre schnell aufeinander folgenden Schwangerschaften, die Blitz-Ehe mit ihrem Jugendfreund usw.
Was mich an der Lektüre vor allem gestört hat, ist wie wenig reflektiv Britney Spears schreibt. Sie ist ausschließlich das arme, süße Opfer und trägt im Grunde keine Verantwortung. Sie diagnostiziert sich selbst eine postnatale Depression - die von den Ärzten nicht gesehen worden sein soll. Ihre Kinder hat sie im Jahr 2005 und 2006 bekommen, ich meine in den Jahren 2004, 2007 und 2011 - und doch, da war die Medizin durchaus in der Lage, Anzeichen einer postnatalen Depression zu erkennen! Britney ist ja nicht in den 1950er Jahren Mutter geworden!
Ich habe gelesen, dass es sein kann, dass sie unter einer bipolaren Störung leidet und das würde für mich einiges an dem Text erklären. Ihr ist es unfassbar wichtig, sich selbst als süßes, unschuldiges Mädchen darzustellen und dafür kann es durchaus sein, dass sie einiges verdreht oder bewusst anders darstellt, als es eigentlich war. Dies zeigt sich vor allem in dem Text, indem sie immer wieder ihr armes, kleines Herz erwähnt und sich selbst so darstellt, als würde sie immer nur von allen gemocht werden wollen. Wenn sie darüber schreibt, wie sie Handwerker angeschrien hat und sich dafür sogar entschuldigt, so ein Monster gewesen zu sein, begründet und entschuldigt sie das mit dem Druck, unter dem sie stand. Das ist für mich absolut unreif!
Und auch sonst wirkt der Text nicht so, als habe ihn eine Frau in meinem Alter, also in ihren 40ern geschrieben, sondern eher wie ein unreifer Teenager, der noch immer nur von allen geliebt werden will.
Alles in allem keine Lektüre, die mir die Person Britney Spears näher gebracht hat, auch wenn ich nicht umhin kann, doch auch Mitleid mit diesem armen reichen Mädchen zu haben - allerdings nicht wirklich viel, immerhin jammert sie echt auf sehr hohem Niveau. Auch ihre ständigen Entzüge machen nicht wirklich Sinn, wenn es stimmt, dass sie nur ein bisschen getrunken haben will. Und wenn andere Menschen sehr schlimme Phasen ihres Lebens durchmachen müssen, dann können diese nicht zur Erholung nach Hawaii fliegen und im Meer schwimmen - und darüber jammern, dass sie das erst nach dem Ende einer Tour oder eines Engagements machen können.
Nein, schade, so richtig empfehlen kann ich das Buch eindeutig nicht.

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