Magisch, spannend und emotional – der gelungene Auftakt der Shadowflame-Dilogie von Liz Skadi
Als Ava an der renommierten Shadowflame-Akademie aufgenommen wird, geht für sie ein lang ersehnter Traum in Erfüllung. Endlich darf sie ihre Schattenmagie offen nutzen und ihr Land mit ihrer Magie verteidigen. ...
Als Ava an der renommierten Shadowflame-Akademie aufgenommen wird, geht für sie ein lang ersehnter Traum in Erfüllung. Endlich darf sie ihre Schattenmagie offen nutzen und ihr Land mit ihrer Magie verteidigen. Doch hinter ihrer Entscheidung steckt noch mehr: Ihr Vater ist schwer krank, und Ava hofft, als Mitglied der Shadowflame – den magischen Kriegern des Königreichs – genug Geld für seine Medikamente verdienen zu können.
Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung ist es, eine magische Bindung mit einem Lichtmagier einzugehen, um gemeinsam die volle Kraft der Licht- und Schattenmagie entfalten zu können. Ausgerechnet Zion, verschlossen, arrogant und ziemlich gutaussehend wird ihr zugeteilt. Während Ava sich durch das anspruchsvolle Training kämpft, stößt sie auf ein Geheimnis, das ihre Sicht auf das gesamte Königreich erschüttert. Auch Zion scheint mehr zu verbergen, als er vorgibt – und plötzlich geht es für Ava nicht mehr nur um ihren Abschluss, sondern um die Freiheit eines ganzen Volkes.
Liz Skadi gelingt mit Shadowflame ein fesselnder Auftakt voller Intrigen, Magie und überraschender Wendungen. Ihr Schreibstil ist angenehm, flüssig und lädt dazu ein, einfach abzutauchen – perfekt, um nach einem langen Tag noch ein paar Seiten zu verschlingen. Was zunächst wie eine klassische Akademie-Geschichte wirkt, entwickelt sich schnell zu einer vielschichtigen Handlung mit Tiefe und Emotion.
Besonders beeindruckend fand ich, wie gut die Autorin Stimmungen und Charakterdynamiken transportiert. Schon nach wenigen Seiten spürt man, ob eine Szene auf etwas Positives oder Bedrohliches hinausläuft, wem man vertrauen kann – und wem besser nicht.
Ava mochte ich auf Anhieb. Sie ist klug, mutig, schlagfertig – und zieht Ärger fast magisch an. Trotzdem verliert sie nie ihr Ziel aus den Augen. Zion bleibt zunächst undurchsichtig, doch im Lauf der Geschichte zeigt sich, dass hinter seiner harten Schale sehr wohl ein weicher Kern steckt. Die langsame Annäherung zwischen den beiden, das wachsende Vertrauen und die sich entwickelnde Partnerschaft haben mir besonders gut gefallen.
Auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen – allen voran Shae und Bo, die mit Ava durch dick und dünn gehen. Sie bringen nicht nur Humor in die Geschichte, sondern zeigen, dass echte Freundschaft selbst im Konkurrenzkampf bestehen kann.
Das Setting der Shadowflame-Akademie hat ebenfalls Eindruck hinterlassen. Düster, fast wie ein Gefängnis wirkend, spiegelt es gut die Situation der Magier wider – gefürchtet von der Bevölkerung und dennoch vom Königreich ausgebeutet.
Insgesamt ist Shadowflame eine gut geschriebene, spannende Geschichte mit viel Herz, Magie und einigen unerwarteten Twists. Der fiese Cliffhanger am Ende hat mich mit vielen Fragen zurückgelassen – umso gespannter bin ich auf den zweiten Teil!