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Veröffentlicht am 12.07.2025

Cosy Crime

Was früher blüht, ist länger tot
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„Was früher blüht, ist länger tot“ von Karen Finch ist eine amüsante Cosy Crime, die mitten im Herzen Englands spielt.
Im kleinen Örtchen Humbleham herrscht große Aufregung, denn schließlich haben sich ...

„Was früher blüht, ist länger tot“ von Karen Finch ist eine amüsante Cosy Crime, die mitten im Herzen Englands spielt.
Im kleinen Örtchen Humbleham herrscht große Aufregung, denn schließlich haben sich alle Einwohner große Mühe gegeben, um beim Wettbewerb „Rutland in Bloom“ den ersten Platz als schönstes Dorf zu gewinnen. Die Ankunft der Jury steht kurz bevor, aber dann wird die Ortspolizistin Helen Franklin zu einem mysteriösen Todesfall gerufen. Der Wirt des Pubs wurde offensichtlich mit einem Dartpfeil getötet. Doch noch bevor der Tatort richtig gesichert ist, fällt ein Schuss, der ein prominentes Jurymitglied tödlich trifft. Da es sich um einen Abgeordneten handelt, ist Scotland Yard zuständig. Und der beauftragte Sergeant ist ausgerechnet Ben Baxter, Ex-Partner und Ex-Freund von Helen. Jetzt heißt es professionell bleiben und persönliche Gefühle hintenanstellen, denn der Mörder ist offenbar noch nicht fertig und hat bereist die nächsten Opfer in Visier.

Das Setting ist für eine Cosy Crime perfekt gewählt, denn das beschauliche Humbleham verkörpert mit all seinen schrulligen Bewohnern und Eigenheiten quasi das Abbild eines typisch englischen Krimis. Der Schreibstil von Karen Finch liest sich leicht und locker und die gesamte Handlung wird aus Helens Perspektive erzählt.
Helen hat aus persönlichen Gründen London und ihrer Stelle als Detective bei der MET den Rücken gekehrt, aber in manchen Momenten bereut sie ihre Entscheidung. Bei den anstehenden Mordermittlungen darf sie ihre alten Fähigkeiten zur Hochform auflaufen lassen und zeigen, was noch in ihr steckt. Ehrlicherweise konnte ich ihre Entscheidungen von damals überhaupt nicht nachvollziehen, vor allem, als aufgeklärt wird, warum sie manches getan hat. Das passt einfach nicht zu ihrem cleveren Charakter. Aber auch in der toxischen Dynamik mit ihrer eigenen Mutter habe ich mich oft gefragt, warum sie nicht für sich selbst einsteht.
Die Nebencharaktere decken die Bandbreite von liebenswert skurril bis bösartig manipulativ komplett ab, bleiben aber insgesamt oberflächlich. Der eigentliche Fall ist gekonnt konstruiert, auch wenn Kommissar Zufall hier der Hauptermittler zu sein scheint. Das Buch ist wie ein gemütlicher After Noon Tea und ich könnte mir eine Fortsetzung gut vorstellen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Wer ist es?

My Italian Lovestory
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„My Italian Lovestory“ von Nina Bilinszki ist eine sommerliche Romance, bei der die Leser die Entscheidungen der Protagonistin selbst beeinflussen können.
Seit fünf Jahren war Emilia die meiste Zeit für ...

„My Italian Lovestory“ von Nina Bilinszki ist eine sommerliche Romance, bei der die Leser die Entscheidungen der Protagonistin selbst beeinflussen können.
Seit fünf Jahren war Emilia die meiste Zeit für ihr Studium und ihre Praktika unterwegs, die ihr bei der zukünftigen Übernahme des familieneigenen Weinguts auf Sizilien helfen sollen. Als ihr Vater jedoch dringend Hilfe benötigt, ist Emilia sofort zur Stelle. In den letzten Jahren hat sich aber so einiges verändert und die Reaktionen auf ihr plötzliches Erscheinen sind gemischt. Da ist zum einen ihr Kindheitsfreund Angelo, der sie überglücklich empfängt und der inzwischen eindeutig erwachsen geworden ist. Und da ist Paolo, ihr früherer Rivale und jetziger Vorarbeiter auf dem Weingut ihres Vaters, der sie immer noch in wenigen Sekunden zur Weißglut treiben kann. Beide Männer lassen die Schmetterlinge fliegen, aber für wen wird sich Emilia entscheiden?

Ich finde die Idee, dass man beim Lesen die Handlung selbst beeinflussen kann, absolut großartig. Es ist nicht nach jedem einzelnen Kapitel eine Entscheidung zu treffen, aber doch schon ziemlich häufig. Dabei geht es nicht nur um die Frage, Paolo oder Angelo, sondern auch um andere Dinge, durch die sich der Weg von Emilia meist sehr verändert.
Der Schreibstil von Nina Bilinszki liest sich leicht und flüssig und trotz der originellen Idee ist die Handlung an sich ein wenig seicht. Man muss sich zwischen einer Enemies-to-Lovers und einer Friends-to-Lovers entscheiden und nebenbei gibt es einige Dramen und Rätsel um das sizilianische Weingut. Insgesamt ist das Buch für den Urlaub und zum Entspannen aber absolut geeignet.
Ich hatte die Ebook-Version und ich würde auf jeden Fall das Print empfehlen. In der elektronischen Variante funktioniert das Springen zu den richtigen Stellen nicht immer reibungslos. Das stört leider das Gesamtkonzept.
Ein besonderes Highlight sind die versteckten Rezepte oder die Erläuterungen der lokalen Besonderheiten, die das Italien-Feeling noch verstärken.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Neuer Versuch

Und plötzlich ist es wunderbar
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„Und plötzlich ist es wunderbar“ von Mhairi McFarlane ist die Fortsetzung von „Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“ und erzählt die eigentlich beendete Lovestory von Edie und Elliot weiter. ...

„Und plötzlich ist es wunderbar“ von Mhairi McFarlane ist die Fortsetzung von „Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt“ und erzählt die eigentlich beendete Lovestory von Edie und Elliot weiter.
Wegen ihrer so gegensätzlichen Lebensumstände hatte Werbetexterin Edie eigentlich mit dem Hollywoodschauspieler Elliot Schluss gemacht. Doch dann steht er Monate später an Weihnachten vor ihrer Tür und macht ihr eine Liebeserklärung, bei der Edie dahinschmilzt und einen neuen Versuch wagt. Schließlich lieben sich beide und das ist doch das Wichtigste. Leider bekommt die zweite Chance von Edie und Elliot aber recht schnell einen knallharten Realitätscheck, denn die Aasgeier von der Presse lauern nur auf neue Schlagzeilen, mit denen die unerfahrene Edie nur schwer umgehen kann. Die Dreharbeiten in den USA und Edies fester Job in Nottingham zwingen sie zu einer Fernbeziehung, die alles nicht einfacher macht. Und dann ist da noch Edies charmanter neuer Kollege Declan, mit dem die Chemie von Anfang an passt.

Das Ende des Vorgängerbuches war wirklich absolut unbefriedigend, vor allem wenn man ein Fan von Happy Ends ist. Zum Glück lässt Mhairi McFarlane die Geschichte von Edie und Elliot an dieser Stelle noch nicht enden und gibt ihnen eine zweite Chance, die aber gemeinerweise ebenfalls tausende Möglichkeiten bietet, das Ganze in den Sand zu setzen.
Ich mag den lockeren und humorvollen Schreibstil der Autorin, deren Lovestorys oft ungewöhnliche Wege nehmen. So ist es auch mit Edie und Elliot, die mich im Laufe der Handlung echt in den Wahnsinn getrieben haben.
Ich mag Edie und es ist wirklich grauenhaft, wie sie immer noch unter dem Mobbing ihrer Ex-Kollegen zu leiden hat. Aber ihre permanente Schwarzmalerei ging mir ziemlich auf die Nerven. Edie hat einen starken Hang zur Selbstsabotage und zu abgrundtiefem Pessimismus, zumindest wenn es ihre Beziehung betrifft. Dadurch drehte sich vieles ständig im Kreis und Elliots unendliche Geduld ist absolut gefordert.
Der gemeinsame Humor verbindet beide und er traf auch definitiv meinen Geschmack. Trotzdem habe ich mich oft gefragt, warum sie überhaupt zusammen sind, denn der eigentliche Funke wollte größtenteils nicht ernsthaft überspringen. Alles fühlte sich oft eher gequält an und so sollte es auch nach dem eigentlichen Happy End nicht sein.
Die sympathischen Nebencharaktere mochte ich fast schon mehr als die eigentlichen Hauptfiguren. Ob es Edie und Elliot diesmal schaffen oder ob wir uns auf einen dritten Band gefasst machen müssen, sollte aber jeder selbst im Buch herausfinden.

Mein Fazit:
Trotz kleiner Kritikpunkte eine unterhaltsame Story. Ich gebe vier gute Sterne!

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Alles auf Anfang

Love On Repeat
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„Love On Repeat“ von Angela Kirchner ist eine humorvolle Time-Loop-Romance, in der unsere Heldin vom Schicksal immer wieder auf Anfang geschickt wird.
Überfliegerin Lara gönnt sich nach ihrem anstrengenden ...

„Love On Repeat“ von Angela Kirchner ist eine humorvolle Time-Loop-Romance, in der unsere Heldin vom Schicksal immer wieder auf Anfang geschickt wird.
Überfliegerin Lara gönnt sich nach ihrem anstrengenden Bionik-Studium ein Sabbatical, in dem sie endlich ihren eigenen Thriller fertig schreiben möchte. Doch nachdem ihre Auszeit fast beendet ist, stagniert ihr Plot und Lara benötigt dringend ein Forensikbuch aus der Uni-Bibliothek, um ihrer Handlung ausreichend Spannung zu verleihen. Leider kommt sie zu spät und ein heißer Typ schnappt ihr das wichtige Buch vor der Nase weg. Lara ist außer sich und auch die folgende Woche ist nur mäßig erfolgreich. Als Lara am darauffolgenden Montag erneut in die Bib eilt, muss sie feststellen, dass der Typ schon wieder da ist und auf ihr Buch zusteuert. Beim anschließenden lautstarken Streit kommt jedoch heraus, dass er sie noch nie gesehen hat, denn es ist wieder Montag vor einer Woche und Lara befindet sich offensichtlich in einer Zeitschleife.

Dies ist mein erstes Buch von Angela Kirchner und ich mochte ihren humorvollen Schreibstil und ihre leicht chaotische Heldin Lara auf Anhieb. In diesem Buch grüßt das Murmeltier nicht täglich, sondern wöchentlich und Lara bekommt gleich mehrere Tage die Chance, ihre gewohnten Abläufe und Entscheidungen zu ändern.
Von dieser Tatsache ist sie zunächst aber alles andere als begeistert, denn von Hirntumor bis Stress-Halluzinationen gibt es jede Menge Befürchtungen ihrerseits. Laras Leben ist bis ins kleinste Detail durchgeplant, selbst in ihrem Sabbatical. Trotzdem bleibt noch Raum für Chaos und der seltsame Time-Loop verstärkt dieses noch. Warum sie aber ausgerechnet permanent auf Leo trifft, der sie nervt, anzieht und verrückt macht zugleich, ist die große Frage.
Die unterhaltsame Story hat lustige und berührende Momente und wird nie langweilig. Mein Highlight sind die großartigen Nebenfiguren, die mehr als nur witzige Sidekicks sind. Die Grundidee gefällt mir und sie wurde im Buch auch gut umgesetzt.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Rollentausch

This stupid Thing called Love
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„This Stupid Thing Called Love“ von J. Gerhardt ist der erste Band ihrer Cambridge Dreams Dilogie, in der ein Rollentausch zu Gefühlswirrwarr führt.
Clara studiert in Köln und hat seit dem Tod ihrer Großmutter ...

„This Stupid Thing Called Love“ von J. Gerhardt ist der erste Band ihrer Cambridge Dreams Dilogie, in der ein Rollentausch zu Gefühlswirrwarr führt.
Clara studiert in Köln und hat seit dem Tod ihrer Großmutter vor einem Jahr überhaupt keine Familie mehr. Als sie jetzt auch noch das Zimmer bei ihrer besten Freundin zu verlieren droht, sind ihre finanziellen Mittel mehr als erschöpft. Bei ihrem neuen Job als Hundesitterin lernt sie jedoch die wohlhabende Stella kennen, die Clara eine ungewöhnliche Möglichkeit bietet, aus ihrer Schuldenfalle zu entkommen. Clara soll sich im nächsten Semester in Cambridge als Stella ausgeben, da sich beide unglaublich ähnlich sehen. Im Gegenzug begleicht Stella Claras Schulden und zahlt ihr ein hohes Taschengeld. Leider lebt auch Stellas Verlobter in Cambridge, denn die Heirat mit Alexander ist bereits seit ihrer Kindheit arrangiert. Und obwohl Clara unbedingt Abstand halten sollte, schlägt ihr Herz immer stärker für ihn.

Die Grundidee klingt unterhaltsam und so war ich sehr neugierig auf diesen ungewöhnlichen Rollentausch. Ich habe schon ein paar Bücher von J. Gerhardt gelesen und mag ihren leichten und lockeren Schreibstil. So ganz hat mich ihre Story aber diesmal nicht überzeugen können, denn es gibt einfach zu viele Lücken, die ich nicht nachvollziehen konnte.
Clara hat seit dem Tod ihrer Großmutter ihre Probleme komplett ausgeblendet, was sich nun rächt. Das konnte ich zum Großteil nachvollziehen. Ihr spontaner Rollentausch mit Stella wirkt ziemlich unvorbereitet, auch wenn Stella seit fünf Jahren nicht in Cambridge war. Das wäre auch alles noch in Ordnung, aber ihre Beziehung, die sie zu Alexander aufbaut, konnte mich so überhaupt nicht catchen. In mir sperrt sich einfach alles, wenn sie ernsthaft in Stellas Leben schlüpft, obwohl dies total gelogen und unrealistisch ist. Alex dann noch Lügen vorzuwerfen, ist dann einfach absurd. Ich fand es fast schon ein wenig gruselig, wie überzeugt Clara in die Identität von Stella schlüpft, so als würde sie wirklich glauben, es ginge um sie.
Der Cliffhanger dreht die Handlung aber dann, so dass vielleicht doch noch alles einen Sinn macht. Ich würde die Fortsetzung auf jeden Fall lesen, da ich gern wissen will, wie es weitergeht. Es bleiben einige spannende Fragen offen und hoffentlich gibt es auch mal die Perspektive von Alex, die mich wirklich interessieren würde.

Mein Fazit:
Ich gebe trotz meiner Kritikpunkte im Hinblick auf eine Fortsetzung vier Sterne!

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