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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2026

Hauptfigur hui, Männer ausbaufähig

Männer Material
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Graues Mäuschen trifft auf eine komplett gegensätzliche Welt, trotzdem findet sie sich relativ schnell zurecht.

Eine Geschichte, die zuerst eher zurückhaltend beginnt. Jolina ist als Charakter total nahbar, ...

Graues Mäuschen trifft auf eine komplett gegensätzliche Welt, trotzdem findet sie sich relativ schnell zurecht.

Eine Geschichte, die zuerst eher zurückhaltend beginnt. Jolina ist als Charakter total nahbar, sehr sympathisch und auch bodenständig. Ihr Leben ist bisher definitiv nicht einfach und sie musste schon einige Hürden überwinden. Zudem ist auch ihr Selbstwertgefühl angeknackst und ihr Männerproblem zu Beginn verhilft ihr jedoch über Umwege zu einer ganz neuen Einsicht. 

Ich fand es super, über Jolina zu lesen und wie sie mit ihren Problemen umgeht. Schusselig, freundlich und trotzdem bemüht, schlängelt sie sich durch ihr Leben, jedoch will sich keine Zufriedenheit einstellen. An mehreren Bereichen lässt sich definitiv arbeiten und witzigerweise, wählt sie für ihr Liebesproblem die Lösung Callboy. Äußerst amüsant, dass sie den Schritt wagt und ihren Crush eifersüchtig machen will. Jedoch läuft dann alles in eine ganz andere Richtung.

Man ist beim Lesen dann auch irgendwie selbst überrascht, was sich Jolina traut und auf was sie sich nun plötzlich alles einlässt. Ist immer alles nachvollziehbar und passt perfekt zu ihrem Charakter? Nein. Treibt es die Geschichte voran? Ja.
 
Die Männer in der Geschichte bekommen von mir leider weniger Sympathiepunkte. Marc fand ich zum Beispiel super sympathisch und mochte ihn sehr. Seinen Bruder hingegen nicht so.

Alles in allem definitiv unterhaltsam und man kann wunderbar dahinlesen. 

Veröffentlicht am 04.01.2026

Düster, spannend, emotional, roh

Haunted Love
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Im Band 2 geht die Geschichte gleich spannend weiter. Haben Yana und Brian nun ein entspanntes Leben? Jein, denn Yana kann ihre Gewohnheiten nicht so ganz ablegen und kreiert somit immer wieder kleine ...

Im Band 2 geht die Geschichte gleich spannend weiter. Haben Yana und Brian nun ein entspanntes Leben? Jein, denn Yana kann ihre Gewohnheiten nicht so ganz ablegen und kreiert somit immer wieder kleine Problemchen. Trotzdem scheint es der kleinen Familie gut zu gehen. Wäre da nicht ein Zwischenfall im Kindergarten, der bei Yana alle Nackenhaare aufstellt und sie in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Sie wurden gefunden und schon nimmt die Story gewaltig an Fahrt auf.

Die Geschichte baut stark auf den Spannungselementen auf, fokussiert sich enorm auf die starke, weibliche Protagonistin und verliert sie auch als Mutter nicht aus den Augen. Überleben und ganz besonders der Schutz der Familie steht im Vordergrund, was dem "Rohen" von Yana vielleicht ein bisschen die Schärfe nimmt.

Trotzdem muss ich sagen, dass Yana schon arg aggressiv und abgebrüht brutal rüberkommt. Mir persönlich war das ab und an einen Tacken zu viel bzw. übertrieben. Ich verstehe natürlich die Intention dahinter und man darf Yanas "Backround" nicht vergessen, trotzdem wirken einige Handlungen schon arg abgestumpft und roh animalisch. Das kenne ich so bisher nur von männlichen Charakteren in Dark Romance Stories und empfinde sie da schon manchmal als arg inszeniert.Aber es ist nun nicht so, dass es einem die Lesefreude am Buch nimmt, man kann sich vielleicht ab und an ein Hochziehen der Augenbraue nicht verkneifen. 

Die Dramatik und Spannung kann ich nur positiv hervorheben. Besonders als Mutter, kann ich die Angst ums eigene Kind auch super nachvollziehen und finde den auf die Familie gelegten Fokus super.

Am Schreibstil gibt es auch nichts zu meckern. Man kommt unheimlich schnell durch die Seiten und wird auch nicht durch unnötige Infos von der Geschichte abgelenkt. Beide Daumen hoch dafür.

Sehr düster, emotional, spannend, intensiv, hart, roh, gewalttätig, mit vielen Furchtelementen.

Veröffentlicht am 28.11.2025

Neue Begegnungen offen meistern

Schwein im All – Roboter im Stall
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Zwei Geschichten mit einem gemeinsamen Ende. Es ist egal, mit welcher Geschichte man anfängt, letztendlich geht es vorrangig um Neugier, die beide Figuren, also Schwein und Roboter, antreibt. Einerseits ...

Zwei Geschichten mit einem gemeinsamen Ende. Es ist egal, mit welcher Geschichte man anfängt, letztendlich geht es vorrangig um Neugier, die beide Figuren, also Schwein und Roboter, antreibt. Einerseits zeigt die Geschichte eine schöne Offenheit und auch einen Wissensdurst, doch gleichzeitig auch Voreingenommenheit und Vorurteile. 

Toll ist hier aber vor allem, dass die Situationen kindgerecht aufgearbeitet sind und sich die Kinder auch mit einfühlen können. Schon die Kleinsten begegnen im Kindergarten so vielen verschiedenen Charakteren und fühlen sich vielleicht auch im neuen Sportkurs oder Hobby irgendwie fremd. Niemandem ist dieses Gefühl unbekannt.  

Anhand der Geschichte können sich unsere Kleinen besser mit Toleranz und auch Offenheit vertraut machen. Erst dann kann auch eine Verbindung zu anderen Personen hergestellt werden, was unser Leben ja letztendlich auch bereichert und so schön macht.

Die Missverständnisse sind lustig gestaltet und die Geschichte an sich mit ihren zwei Welten ist eher absurd, jedoch auf eine sehr humorvolle Art und Weise. Dabei spielen auch die Illustrationen eine große Rolle, denn Franziska Frey spielt super mit Perspektivwechseln, einer tollen Farbigkeit und kindlichen Formen. Das finde ich persönlich besonders schön, da man das Buch schon mit den Allerkleinsten anschauen kann und diese die Bilder lieben.

Auch in Bezug auf den Wortschatz habe ich nichts zu meckern. Die Reimform ist eingängig und es macht Spaß, dem Vorlesenden zuzuhören. Der Text ist jedoch sehr gering gehalten, was super zur empfohlenen Altersklasse passt. 
Auch die Wendefunktion ist ein tolles Extra, das die Kinder animiert zu "lesen" und sich mit dem Buch zu beschäftigen. 

Veröffentlicht am 12.11.2025

Süßes Weihnachtsbuch mit Spannung + tollen Illustrationen

Das Weihnachtstohuwabohu
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Was für ein Schlamassel! Das Christkind ist schlimm erkältet und die Krankheit hat ihr all die wunderbare Magie entzogen. Das wäre nicht ganz so schlimm, wäre es nicht genau einen Tag vor Heiligabend. ...

Was für ein Schlamassel! Das Christkind ist schlimm erkältet und die Krankheit hat ihr all die wunderbare Magie entzogen. Das wäre nicht ganz so schlimm, wäre es nicht genau einen Tag vor Heiligabend. Nichts scheint zu wirken, doch nun wird es höchste Zeit für einen Notfallplan und der lautet: Weihnachtsmann. Doch der steckt genauso in Schwierigkeiten...Wie gemeinsam die Probleme auf schlaue Art und Weise gelöst werden, seht ihr im Buch!

Erst einmal vorneweg: mein Erstklässler hat beim selbständigen Lesen des Titels einen Lachanfall bekommen. Fand er urkomisch und das Wort Tohuwabohu wurde nun in seinen Wortschatz mit aufgenommen.

Die kurzen Reime vervollständigen letztendlich die sehr detailreichen Illustrationen. Man kann sich schon mit den Kleinsten super einige Zeit nur alleine mit den wunderbaren Bildern beschäftigen. Hierbei wurden viele lustige und interessante Details eingestreut, was auch meinem Sechsjährigen sehr gut gefällt. Die Teetasse des Christkindes zeigt ein trauriges Sternengesicht...verständlich. Das ängstliche Rentier futtert Schokolade...nachvollziehbar...und auch die fiese Schnupfennase vom Christkind ist nicht nach einem Tag schon wieder vorbei. 

Ein Buch voller Weihnachtschaos, was uns Erwachsenen/Eltern wohl nur allzu vertraut ist, jedoch schafft man es dann zusammen doch noch ein wunderbares Fest auf die Beine zu stellen. So lernen auch bereits die Kleinsten, dass es wichtig und auch richtig ist zusammen zu helfen und dadurch vieles möglich zu machen, auch, wenn es viele Hürden gibt.

Der eher reduzierte Text ist durch seine Reimform vielleicht nicht immer für alle Kinder einwandfrei zu verstehen, jedoch fangen die aufwendigen Illustrationen das wieder auf.

Mein Sohn ist nun jedoch irritiert, zu wem denn nun das Christkind kommt und zu wem der Weihnachtsmann. Wer genau beschließt diese Unterteilung und kann man da auch mal wechseln? Fragen über Fragen. 

Ein süßes Weihnachtsbuch mit kindgerechter Spannung und ganz wunderbaren Illustrationen!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Phantasievoll / relativ einfach umzusetzen / tolle Anregungen

Fantastische Pappwelten
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Bei diesem Buch hier muss man vorneweg definitiv wissen, was man zu erwarten hat, sonst kann es in einer großen Enttäuschung enden. Was man hier bekommt, sind Anregungen, wie man mit seinem Kind kleine ...

Bei diesem Buch hier muss man vorneweg definitiv wissen, was man zu erwarten hat, sonst kann es in einer großen Enttäuschung enden. Was man hier bekommt, sind Anregungen, wie man mit seinem Kind kleine Phantasiereisen mit aufgehübschten Pappkartons unternehmen kann.

Die Grundlage bildet immer ein großer Karton - im besten Fall wohl ein Umzugskarton. Auf jeder Doppelseite findet man dann ein schönes Szenario mit kleiner Bastelanleitung dazu. Wie wird aus dem langweiligen Karton eine Zeitmaschine? ...ein Raumschiff? ...ein U-Boot?Die Bastelanleitungen sind wirklich möglichst kurz gehalten und auch gut verständlich. Hätten wir alles zu Hause? Nein, dabei muss ich hinzufügen, dass mein Sohn auch nicht super gerne bastelt und sich dementsprechend unsere Vorräte im Zaum halten. Pappteller, Tonpapier und Helium lassen sich aber relativ schnell und leicht auftreiben. Das dürfte kein Hexenwerk sein.

Die Anregungen werden auch durch kleine Anmerkungen zu einem möglichen Szenario erweitert, was den nicht so phantasievollen Eltern bzw. Erwachsenen definitiv die Umsetzung erleichtern könnte. 

Die Illustrationen sind richtig hübsch und können den Kids schon den "richtigen" Weg aufzeigen, so dass sie selbst auf tolle Ideen kommen können. Phantasie braucht ja oftmals einen kleinen Schubs und der wird hier ganz klar gegeben.

Das einzige Problem, das ich mit dem Buch habe, ist der Preis. Wie oft habe ich so einen großen Karton zu Hause, dass ich ein Szenario umsetzen kann? Nicht ganz so oft, dann muss ich jedoch auch noch daran denken, dass ich dieses Buch zu Hause habe und mich inspirieren lassen könnte. Mir ist definitiv bewusst, dass alleine schon der Preis durch die ganzseitigen Illustrationen, das große Format und das Hardcover zustande kommen, trotzdem ist das Thema "Pappkarton" auch irgendwie von sich aus etwas limitierend.