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Veröffentlicht am 28.03.2026

Olympia als Fake-Kulisse

One Date to Gold
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Für mich wars das leider nicht. Ich hatte richtig Lust auf eine Eishockeyromance. Die Themen klangen auch wirklich einladend. Olympia, Snowboard, Eishockey, Fake Dating… Alles Aspekte für viel Spannung ...

Für mich wars das leider nicht. Ich hatte richtig Lust auf eine Eishockeyromance. Die Themen klangen auch wirklich einladend. Olympia, Snowboard, Eishockey, Fake Dating… Alles Aspekte für viel Spannung und Gefühl. Ich habe mich wirklich auf das Setting gefreut.

Die Geschichte hat sich für mich unglaublich gezogen. Es wird viel erklärt, viel aufgebaut, aber ohne, dass dabei wirklich etwas entsteht. Ich hatte ständig das Gefühl, dass sich alles im Kreis dreht und einfach nicht vorankommt. Statt neugierig zu machen, hat es mich eher müde gemacht. Ich wurde null in die Geschichte gesogen. Es war alles so oberflächlich.
Auch Amie und Hunter konnten mich nicht wirklich erreichen. Ich habe verstanden, was ihre Probleme sind, was sie geprägt hat, aber es kam einfach nicht bei mir an. Es blieb alles so seltsam distanziert. Als würde man ihnen zusehen, aber nie wirklich bei ihnen sein. Keine Tension. Dabei ist das in so einem Buch ein wichtiger Ankerpunkt.
Gerade bei einer Fake Dating Geschichte erwarte ich dieses langsame Kippen. Dieses Gefühl, dass da plötzlich mehr ist als gespielt. Aber hier wurde mir das eher erzählt als gezeigt.
Am meisten enttäuscht hat mich fast das Setting. Olympia hat so viel Potenzial. Druck, Emotionen, dieser Ausnahmezustand. Olympia nur als Randnotiz. Leider war das Setting aber mehr ein Hintergrundrauschen und nicht eine tragende Säule der Geschichte.

Fazit für mich: Eine Geschichte mit schöner Idee, die mich aber überhaupt nicht berührt hat. Zu langatmig, zu wenig Gefühl, zu wenig von allem, was ich mir erhofft hatte. Leider ziemlich belanglos.

2,5 ⭐️

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2026

Sitzt der Lippenstift noch oder war ein Zombie am Werk?

The Blackgate Invitation
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„Als wir sämtliche Wälzer auf dem Tisch durchgeblättert haben, schweigt Wren eine ganze Weile lang; dabei beißt einer ihrer leuchtend weißen Schneidezähne in die verblassten Reste ihres vormals vollkommenen ...

„Als wir sämtliche Wälzer auf dem Tisch durchgeblättert haben, schweigt Wren eine ganze Weile lang; dabei beißt einer ihrer leuchtend weißen Schneidezähne in die verblassten Reste ihres vormals vollkommenen Lippenstifts.“ (Seite 170)

Optisch ist das Buch ein echter Hingucker, doch inhaltlich ist es eine zähe und teilweise wirre Angelegenheit. Hier spürt man magische Ansätze, welche leider auf der Stelle treten, gepaart mit einem erzwungenen Schreibstil der viel Können zeigen möchte.

Der Job klang eigentlich leicht: Die Schwestern Ruby und Wren sollten für einen Abend die Enkeltöchter der exzentrischen Mrs. Blackgate spielen, ein harmloses Schauspiel während eines Dinners im legendären Hegemony Manor. Doch aus dem prunkvollen Abend wird schnell ein Albtraum. Die Schwestern finden sich in einer klassischen Locked-Room-Situation wieder. Das Herrenhaus ist verschlossen, ein Geist hat einen tödlichen Wettkampf ausgerufen und alle anderen Gäste sind dazu noch mächtige Hexen. Mittendrin Ruby, die versuchen muss, die Rätsel zu lösen, während sie dem undurchsichtigen Elementarmagier Auden besser nicht trauen sollte.
Wie würde man sich als einziger Nichtmagier unter einem Haufen Magier fühlen?
Was wenn man dann noch sein Herz an einen von ihnen verliert?

Zunächst möchte ich die Optik loben. Das Cover und der Farbschnitt sind ein absoluter Hingucker und passen hervorragend zur magischen Thematik. Den Schreibstil empfand ich als anstrengend und aufgesetzt. Es sind schöne Sätze keine Frage, viele Verschachtelungen und Beschreibungen. Die Autorin verliert sich teilweise dabei in unwichtigen Details. Meiner Meinung nach liegt dabei auch oft dabei der Fokus darauf wie perfekt oder nicht mehr perfekt der Lippenstift sitzt. Außerdem wurde unglaublich viel über Magie gesprochen, aber gefühlt kaum echte Magie gewirkt, es war mehr ein „Erzählen“ als ein wirkliches „Erleben“.
Die Charaktere hatten zwar Potenzial, blieben für mich aber wenig greifbar. Besonders die Liebesgeschichte wirkte auf mich nicht authentisch, das nötige Knistern wollte einfach nicht überspringen. Zudem machte es die hohe Anzahl an Figuren und Namen schwer, den Überblick zu behalten, wer zu welcher magischen Linie gehört. Mir ist keiner nennenswert in Erinnerung geblieben, ihre Motive waren nicht immer klar und es wirkte nicht ganz rund dadurch.

Weshalb nur 2,5 Sterne?
Obwohl das Setting eines uralten Herrenhauses perfekt für eine spannende Familiensaga oder einen Krimi wäre, fühlte sich hier alles sehr eingeengt an. Die Handlung trat streckenweise auf der Stelle und verlor sich in ellenlangen Dialogen. Ein absoluter Stilbruch und wild waren für mich die Zombies, die plötzlich auftauchten. Sie passten für mich einfach nicht ins restliche Worldbuilding und wirkten deplatziert. Man kann zwar eigene Theorien entwickeln, doch die Geschichte liefert oft zu wenig Klarheit, was das Miträtseln eher frustrierend macht. Ich hatte ehrlichweise auch gar keine Lust mit zu rätseln, weil alles so in die Länge gezogen wurde. Jedes Gespräch wurde nahezu zelebriert und verlor sich in Belanglosigkeiten. Dadurch verging mir schnell die Lust an der Geschichte und ihrer Auflösung.

Fazit: Ein interessanter Mix aus Magie und Rätseln mit einem unerwarteten Twist am Ende, der leider durch eine zähe Erzählweise und eine unübersichtliche Handlung ausgebremst wird. Wer eine dichte Atmosphäre und greifbare Magie sucht, wird hier leider enttäuscht. Ich möchte das Buch an dieser Stelle nicht weiterempfehlen, aber wer mag, liest auf eigene Gefahr selbst…

2,5⭐️

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Ein sensibles und wichtiges Thema - Leider fehlte das Besondere

Lonely Hearts Club (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt)
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„Nachts auf dem Rücken, mit dem Blick zum Himmel, den man bestaunen, aber nie besitzen kann.“ (S.84)

Ein leises und sanftes Buch mit einem unaufdringlichen Schreibstil.

Wir lernen Clara kennen, eine ...

„Nachts auf dem Rücken, mit dem Blick zum Himmel, den man bestaunen, aber nie besitzen kann.“ (S.84)

Ein leises und sanftes Buch mit einem unaufdringlichen Schreibstil.

Wir lernen Clara kennen, eine talentierte Musikstudentin. Wir werfen einen Blick in ihre zerbrechliche Seele, voller feiner Risse. Sie fühlt sich leer, einsam und ausgebrannt. Fast so als würde sie nie ankommen.
In einer psychiatrischen Klinik begegnet sie dem „Lonely Hearts Club“, einer kleinen, schrägen Gemeinschaft verlorener Seelen. Und dann trifft sie auf Milly, ihrem neuen Gastbruder aus Deutschland. Er scheint für sie so etwas wie ein Rettungsanker zu sein.

Was mir gefiel, war der Umgang mit Claras psychischem Zustand. Ihre Rückschritte, ihre Ängste, die leisen Fortschritte, all das wurde authentisch, einfühlsam und fachlich fundiert erzählt, ohne je ins Dramatische zu kippen. Diese gewährten Einblicke berührten mich, aber trotzdem fehlte mir etwas.
Denn die Liebe zwischen Clara und Milly kam bei mir nicht wirklich an. Kein Knistern, kein Ziehen, keine Tension zwischen den beiden. Kein Herzklopfen, sondern eher ein höfliches Nebeneinander. Und obwohl das Buch zeitweilig in Paris spielt, fehlte mir das Flair, das Prickeln, das Besondere.
Die Figuren blieben blass und die Geschichte plätscherte vor sich hin. Selbst Milly, der so viel hätte sein können, Freund, Stütze, Geliebter… wirkte auf mich eher seltsam distanziert. Das Thema psychische Gesundheit trägt das Buch. Aber die Handlung selbst verläuft vorhersehbar, fast geradlinig, zu gewollt. Es gab schöne Sätze, schöne Momente, aber wenig, das sich eingebrannt hat. Die Geschichte verblasst.
Was mich auch störte war, dass der Lonley Hearts Club der Titel gebend für das Buch steht, nicht wirklich wichtig für die Geschichte ist. Auch da habe ich mir mehr gewünscht. Mehr Einblicke, mehr Gespräche, mehr Tiefe, mehr Fokus. Er war letztlich dann doch ziemlich belanglos und nichtssagend.
Und vielleicht ist das auch das Problem, welches ich mit dem Buch hatte: Dieses Buch will Hoffnung schenken. Es will zeigen, dass man weitergehen kann. Es schreit nicht. Es flüstert. Aber manchmal, nur manchmal, hätte ich mir gewünscht, es würde schreien. Wehtun. Bewegen. Irgendwie mehr Emotionen auslösen.

Fazit: Ein durchaus sensibles und wichtiges Buch, mit feinem Ton und großer Sorgfalt geschrieben. Aber emotional hat es mich nicht abgeholt. Ich wollte mit Clara fühlen, mich verlieren, mitzittern - doch es blieb eine Beobachtung, keine Erfahrung.

2,5⭐️

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Veröffentlicht am 06.07.2025

„Ist es so unvorstellbar, dass jemand irgendwo, irgendwann dieses Monster geliebt hat?“

Dark Labyrinth – Gefährliches Verlangen
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„Selbst wenn du dein gebrochenes Herz beklagst, spürst du die Erleichterung, nicht wahr? Jetzt mit seinem Hass fühlst du dich sicherer als zuvor mit seiner Liebe?“ (Seite 353)

Ein Buch, das seine Dunkelheit ...

„Selbst wenn du dein gebrochenes Herz beklagst, spürst du die Erleichterung, nicht wahr? Jetzt mit seinem Hass fühlst du dich sicherer als zuvor mit seiner Liebe?“ (Seite 353)

Ein Buch, das seine Dunkelheit nicht nutzt – und seine Figuren in der Tiefe verliert.

Die Idee des Buches hatte mich sofort gekriegt. Sie versprach ein Labyrinth, die Legende vom Minotaurus, göttliche Prüfungen, Hexen, Monster, Amnesie und eine dunkle Anziehung. Die Erwartungen waren also dementsprechend hoch - von düster, gefährlich bis hin zu geheimnisvoll, aber bekommen habe ich leider was vollkommen anderes. Was so vielversprechend klang, verlor sich schnell in einer zähen und kaum vorwärtskommenden Handlung.

Was zunächst auffällt, der Roman ist ausgesprochen dialoglastig. Dadurch tritt die Handlung in den Hintergrund. Statt tiefer Einblicke in die Figuren erhalten wir nur endlose Gespräche, welche kaum zum Geschehen beitragen. Zudem bleiben die Charaktere sehr blass, eindimensional und machen kaum nennenswerte Entwicklungen durch, dadurch wirken sie seltsam fern. Insgesamt wirkt das Ganze sehr konstruiert auf mich und nicht wirklich lebendig, irgendwie befremdlich steif und träge.

Der Schreibstil ist auch irgendwie eher distanziert und nicht wirklich beschreibend. Die Geschichte konnte mich dadurch nicht mitreißen. Auch die Perspektive aus Sadares Sicht ist eher distanziert als nahbar. Als Leser lernt man sie mehr oberflächlich kennen, aber fühlt sie nicht. Auch Daesra war mir zu unerreichbar und unsympathisch. Seine Hassliebe wirkte für mich zu aufgesetzt, seine Reaktionen muteten zudem seltsam an. Mal rettet er sie und dann stößt er sie wieder von sich. „Mixed Signals sein Vater^^.“
Aber diese Dynamik wiederholt sich irgendwann nur noch und wird dadurch vorhersehbar. Die Handlung dreht sich im Kreis.

Auch im weiteren Verlauf der Geschichte bekommen wir nur vage Andeutungen und kleine Bruchstücke, welche uns wie die Prota im Dunklen tappen lassen. So richtig weiß man nicht wo die Geschichte hinführen soll. Es kommt nur wenig Spannung auf und auch inhaltlich bleibt vieles oberflächlich und wenig nuanciert.

Am meisten könnte man wohl den Stillstand bemängeln. Es passiert viel aber irgendwie auch nichts. Die Geschichte ist nicht ganz rund, sondern eher zäh und ermüdend. Erst gegen Ende des Buches kommt ein bisschen Bewegung in die Handlung. Für mich hat es das Finale nochmal rausgerissen, der Twist war überraschend und clever inszeniert. Dennoch bleibt der Eindruck, dass hier weitaus mehr möglich gewesen wäre. Das Labyrinth barg ein spannendes Setting mit mythologischen Anklängen, aber das Potenzial wurde leider verschenkt.

Gut gefallen hat mir die neuartige Idee mit Schmerz als Energiequelle für Macht, dass düstere und stimmige Setting, sowie die Prüfung der Götter, was der Geschichte einen mythologischen Hauch gab und das Aufeinandertreffen der beiden Hauptprotagonisten.

Jedoch überwiegen die negativen Aspekte. Der Schreibstil ist emotional distanziert und zu dialoglastig, die Figuren blass und unnahbar, die Beziehung ist eher toxic-to-lovers und die Handlung dreht sich im Kreis.

Hier passt der Satz gut: „Eine Geschichte steht und fällt mit dem Autor.“
Die Idee war gut, aber die Umsetzung nicht wirklich gelungen, weshalb ich letztlich nur 2,5 Sterne gebe.

Mein abschließendes Fazit: Dark Labyrinth bietet ein stimmungsvolles Setting mit reizvollen mythologischen Fragmenten, aber verliert den Leser durch eine schleppende Erzählweise und flache Figuren. Wer sich eine spannungsgeladene und mitreißende Geschichte erhofft wird wohl enttäuscht werden. Das Buch macht nur wenig Lust auf Teil 2.


Randnotiz: Pocli war schon ein Süßi.

2.5⭐️

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Irgendwie zu viel von allem...

Freiheit und Versuchung: Black Heart Chroniken 1
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Ich finde die Reihe an sich nicht schlecht, weil das Konzept und die Idee dazu echt ganz gut sind. Manchmal nervt bisschen die viele Harry Potter Anspielung, weil sie ohnehin sehr offensichtlich ist. Aber ...

Ich finde die Reihe an sich nicht schlecht, weil das Konzept und die Idee dazu echt ganz gut sind. Manchmal nervt bisschen die viele Harry Potter Anspielung, weil sie ohnehin sehr offensichtlich ist. Aber es ist iwie zuviel von allem.
Zu viele Charaktere, zu viele Szenen. Beim Hören verliert man durch die zig Perspektiven leicht den Überblick. Es werden massig neue Charaktere eingeführt und wir kriegen jede Perspektive.
Ein bisschen weniger Fokus auf jede Figur würde der Handlung besser tun. Wir folgen einfach zu vielen Personen, die zwar alle miteinander verknüpft sind, aber auch soviele Orte und Zeiten.
Ich kann keine Beziehung zu den Charakteren aufbauen und ihr Schicksal berührt mich dadurch nicht so sehr, weil ich zwischendurch gar nicht mehr genau weiß wer das nochmal war.
Auch verlieben sich alle so wahnsinnig schnell und jeder sieht natürlich extrem gut aus.
Ich vermisse einen roten Faden und eine feste Charakterentwicklung.

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