Feyre ist eine junge Frau, die ihre Familie als Jägerin über Wasser hält. Als sie jedoch eines Tages einen Wolf erschießt, erscheint ein Fae und fordert Rache. Als Strafe verschleppt dieser Fae mit dem ...
Feyre ist eine junge Frau, die ihre Familie als Jägerin über Wasser hält. Als sie jedoch eines Tages einen Wolf erschießt, erscheint ein Fae und fordert Rache. Als Strafe verschleppt dieser Fae mit dem Namen Tamlin Feyre ins Reich der Fae. Dort wird sie in die politischen Machtspiele verstrickt.
Am Anfang hat mich der Schreibstil wenig überzeugt. Viele Stellen der Geschichte ziehen sich enorm und einige Szenen haben mich sehr stark an andere Bücher und Filme erinnert.
Ab der Hälfte fand ich Feyres Geschichte aber deutlich besser. Die Erzählung wird origineller und spannender. Auch das Tempo der Geschehnisse zieht an. Darüber hinaus tauchen weitere interessante Figuren auf.
Insgesamt ist „Dornen und Rosen“ eine solide Fantasy-Geschichte. Als überragend würde ich sie aber nicht bezeichnen. Ich werde wahrscheinlich auch weitere Bände der Reihe lesen.
Emery hat eine seltene Erkrankung, die dazu führt, dass ihr Herz durch einen Schock stehen bleiben kann. Jedes Mal tritt sie den ersten Schritt ins Jenseits an und trifft Nick, der vielen Seelen in dieser ...
Emery hat eine seltene Erkrankung, die dazu führt, dass ihr Herz durch einen Schock stehen bleiben kann. Jedes Mal tritt sie den ersten Schritt ins Jenseits an und trifft Nick, der vielen Seelen in dieser Phase hilft, bevor sie weiter gehen. Weil sie sich immer wieder treffen, entsteht eine Verbindung zwischen den beiden, die Emery dazu bringt, ihre Anfälle schon fast herbeizusehnen. Aber da sind auch noch die wichtigen Menschen in ihrem realen Leben, unter anderem Colin, der Bruder ihrer besten Freundin.
Die Idee dieser Zwischenwelt im Übergang vom Leben in den Tod hat mich sehr fasziniert. Und die Grundlagen finde ich auch sehr gut beschrieben im Buch. Die Beziehung zwischen Emery und Nick scheint dagegen etwas überhastet zu sein. Ich fand es ok, aber richtig mitfühlen konnte ich nicht. Nicks Hintergrundgeschichte ist dagegen spannend und hätte gerne mehr Raum einnehmen können. Dann wäre vielleicht eine Art Thriller oder Krimi aus der Geschichte geworden.
Leider wird auch die reale Welt nicht gut ausgeführt. Das Buch springt meist sehr schnell von einem von Emerys Anfällen zum nächsten. Es fehlt die Auseinandersetzung mit den Gefühlen aller Beteiligten nach den Episoden. Was bedeutet dieser ständig drohende Tod für alle anderen Menschen? Wie fühlt sich Emery? Hat sie Schuldgefühle? Wie nimmt sie die Reaktionen von anderen Menschen wahr?
Diese Probleme führen dazu, dass die anderen Figuren leider nur oberflächlich im Buch erscheinen. Gerade die Beziehung zwischen Collin und Emery erscheint seltsam. Er wird als ihr bester Freund beschrieben, aber wir erleben nur wenige Situationen zwischen diesen beiden. Vor allem die Szenen ohne weitere Personen werden kaum angesprochen. Dadurch tritt Collin gar nicht als so wichtiger Mensch für Emery auf. Die Erwähnung des Dilemmas auf dem Klappentext suggeriert. Dass Collin einen großen Raum in der Geschichte einnimmt. Das ist aber nicht der Fall. Und das große Dilemma erscheint nur in den letzten Kapiteln. Damit kann die Geschichte die geweckte Erwartung nicht erfüllen.
Insgesamt habe ich die Geschichte ganz gerne gelesen. Der Schreibstil ist flüssig und einfach und die Handlung grundsätzlich interessant. Leider machen die genannten Schwächen das Buch aber nicht zu einer sehr guten oder gar überragenden Geschichte. Da die Themen Tod und Krankheit ein zentrales Thema sind, sollte man sich gut überlegen, ob man in diesen Bereichen Schwierigkeiten hat. Wenn diese Themen aber kein Problem darstellen, kann „Bis mein Herz wieder schlägt“ eine nette Unterhaltung sein.
Im Prolog starten wir kurz vor den Wahlen des Präsidenten der Solaren Union. Es wird gleich klar, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Obwohl die Menschheit inzwischen verschiedene Planeten unseres Sonnensystems ...
Im Prolog starten wir kurz vor den Wahlen des Präsidenten der Solaren Union. Es wird gleich klar, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Obwohl die Menschheit inzwischen verschiedene Planeten unseres Sonnensystems besiedelt hat, schlagen sie sich immer noch mit den immer gleichen Problemen unserer Zeit herum. Minderheiten werden gehasst und für Schwierigkeiten und Katastrophen verantwortlich gemacht.
In dieser aufgeheizten Stimmung verfolgen wir die politische Elite der Solaren Union. Schon kurz nach den Wahlen müssen sich der Präsident Julius Marek und die Vizepräsidentin Selena Veyra mit den eskalierenden Problemen der Solaren Union herumschlagen. Dabei scheint jeder seine ganz eigenen Ziele zu verfolgen.
Ich hatte das Glück, an einer Leserunde teilnehmen zu dürfen, an der sich auch der Autor selbst beteiligt hat. Er will mit seinem Buch zum Nachdenken anregen und hat auch die Leserunde dementsprechend gestaltet. Die Diskussionen dort haben mir sehr viel Spaß gemacht.
Allerdings wäre das Buch für mich ohne diese Leserunde vielleicht ein völliger Flop geworden. Ich hätte es wahrscheinlich sogar abgebrochen. Und das liegt nicht daran, dass die Welt nicht durchdacht oder der Schreibstil grundsätzlich schlecht wäre. Das größte Problem für mich war die Distanz, die der gewählte neutrale Erzähler zwischen mir und den Figuren erzeugte. Wir erhalten keinerlei direkten Einblick in die Gedanken oder Emotionen. Darüber hinaus fehlen Rückblenden, die uns Charaktereigenschaften näherbringen könnten. Für mich blieben die Figuren damit bloße Projektionsflächen und manche Handlungen schienen nicht zu der bisherigen Darstellung zu passen. Leider blieben mir die Charaktere am Ende auch völlig egal.
Darüber hinaus haben mich die ausschweifenden Beschreibungen von Räumen und vor allem der Kleidung der Charaktere aus dem Lesefluss gebracht. Die vielen Details waren für mich oft zu viel und sie waren auch in der weiteren Geschichte oft völlig belanglos. Oft hatte ich das Gefühl, dass ich eine verborgene Botschaft erkennen müsste, die aber nie geliefert wurde.
Leider fühlte ich mich von den verschiedenen Wendungen im Buch auch nicht wirklich überrascht. Alle Charaktere lassen schon relativ am Anfang durchscheinen, dass sie einige Opfer für ihre Ziele bringen würden.
Insgesamt bin ich nicht überzeugt von den „Schatten der Solaren Union“. Es gibt aber sehr unterschiedliche Meinungen über die Geschichte und ich denke, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob dieser Erzählstil dem eigenen Geschmack entspricht. Es kann auch sein, dass sich noch einiges im zweiten Teil der Dilogie aufklärt, ich bin aber momentan nicht sicher, ob ich noch weiterlesen werde.
Um die Hochzeit ihres Schwarms mit ihrer Stiefschwester zu verhindern, geht Evangeline Fox einen Deal mit einer Schicksalsmacht in Gestalt von Jacks ein. Doch dieser Deal hat auch Nachteile für Evangeline ...
Um die Hochzeit ihres Schwarms mit ihrer Stiefschwester zu verhindern, geht Evangeline Fox einen Deal mit einer Schicksalsmacht in Gestalt von Jacks ein. Doch dieser Deal hat auch Nachteile für Evangeline und sie muss ihre Schuld an Jacks zurückzahlen.
Der große Pluspunkt von „Once upon a broken heart“ liegt in der interessanten Welt. Die Autorin beschreibt sie sehr lebendig und sie wirkt sehr groß und vielfältig. In dieser Welt könnten noch einige interessante Geschichten auf Leser warten.
Die Charaktere konnten mich dagegen nicht überzeugen. Vor allem Evangeline ist eine sehr eindimensionale Figur. Sie möchte ein Happy End. Mit welchem Mann scheint ihr aber relativ egal. Darüber hinaus lernen wir aber keine ihrer Interessen kennen. Sie liebt das Antiquariat ihres Vaters. Allerdings zeigt sie kein wirkliches Interesse an alten Dingen, sondern sie liebt nur die Erinnerung an ein Zuhause. Die Stiefschwester Marisol scheint dagegen einfach nur Beachtung zu wünschen. Hier finden wir aber wenigstens heraus, dass sie sich für Magie interessiert.
Darüber hinaus fand ich auch den Verlauf der Handlung nicht immer gut. Viele Stellen plätschern nur seltsam vor sich hin. An anderen Stellen gibt es ziemlich starke Logiklöcher.
Insgesamt kann ich das Buch nicht wirklich empfehlen. Wer Wert auf interessante Welten legt, kann aber eine leichte Lektüre für zwischendurch finden.
In Zeitbrand: Genesis entwirft Eryx Vail eine Welt, die tief gespalten ist. Die mittelalterlichen Reiche Thalmark und Korlandia stehen sich unvereinbar gegenüber. Die Korlandier wertschätzen die Gleichheit ...
In Zeitbrand: Genesis entwirft Eryx Vail eine Welt, die tief gespalten ist. Die mittelalterlichen Reiche Thalmark und Korlandia stehen sich unvereinbar gegenüber. Die Korlandier wertschätzen die Gleichheit und Gemeinschaft, die Thalmarkier dagegen den Markt und die Leistung. Damit stellen sie einen kommunistischen und einen kapitalistischen Staat dar. Dieses Setting und die Ausgestaltung fand ich auch durchaus interessant.
Allerdings habe ich mich sehr an der Ausarbeitung der Figuren gestört. Ich hatte immer das Gefühl einem Haufen Stereotypen zuzuschauen und keinen echten Charakteren mit Ecken und Kanten und einer Hintergrundgeschichte, die die aktuelle Lage und die Einstellung jedes Einzelnen wirklich erklären würde.
Rhea zum Beispiel fand ich als Hauptfigur erst sehr interessant. Sie wird als Charakter eingeführt, der seinen Stand gegen patriarchale Strukturen verteidigen muss. Letztendlich sieht man diese Strukturen aber gar nicht. Stattdessen bekommt man einen Charakter präsentiert, der sich an Macht berauscht und dabei über Leichen geht. Zwischenzeitlich habe ich mir echt gewünscht, dass ihr Drache sie einfach frisst. Erst in den letzten 50 Seiten bekommen wir ein wenig ihrer Hintergrundgeschichte präsentiert, die durchaus interessant sein könnte. Aber immer noch fehlt die wirkliche Darstellung ihrer sozialen Situation und wie andere Menschen mit ihr umgehen.
Ähnliches gilt für alle anderen Figuren. Einige scheinen nur dafür vorzukommen, um die Grausamkeit beider Systeme aufzuzeigen. Allerdings scheint sich keine Person wirklich mit den Fehlern der jeweiligen Gesellschaft auseinander zu setzen. Thalmarker schimpfen auf Korlandier, und umgekehrt. Da hört die Auseinandersetzung aber auch schon auf. Erst in den letzten 50 Seiten kommen ein paar Charaktere darauf, diese strikte Trennung in Frage zu kommen.
Abschließend kann ich sagen, dass die Grundzüge der Welt und der Charaktere interessant ausgearbeitet sind. Allerdings bleibt der Roman auf dem Level von Stereotypen und konnte mich daher überhaupt nicht begeistern.