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Veröffentlicht am 13.07.2025

Gothicvibes hinter buntem Cover

Play of Hearts
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Play of Hearts hätte ich um ein Haar nicht gelesen, bzw gehört. Der Grund? Das Cover. So leid es mir tut, aber es ist mir einfach zu bunt, zu verspielt, zu viel los. Während ich beim Hören immer tiefer ...

Play of Hearts hätte ich um ein Haar nicht gelesen, bzw gehört. Der Grund? Das Cover. So leid es mir tut, aber es ist mir einfach zu bunt, zu verspielt, zu viel los. Während ich beim Hören immer tiefer in die düstere Atmosphäre der Geschichte eintauchte, dachte ich mehrfach darüber nach, wie ich ein alternatives Design gestalten würde; definitiv mit mehr dunklen Gothic-Elementen, die auch deutlich besser zur Story passen würden.

Denn die hat es absolut in sich! Ich liebe die düstere Ästhetik, die sich durch die Magie und den Beruf der Protagonistin zieht: Eine 18-jährige Bestatterin mit magischen Fähigkeiten? Yes please! Das ist mal was anderes und hat mich richtig abgeholt. Klar, die Prota ist jung und wirkt stellenweise etwas naiv, aber das passt zu ihrem Alter und macht sie auf ihre Weise authentisch.

Das Hörbuch selbst hat mir auch sehr gut gefallen. Marie Pfetzing als Sprecherin macht einen großartigen Job: Ihre Stimme passt wunderbar zur Jugend der Protagonistin und sie bringt Emotionen und Gefühlsregungen überzeugend rüber. Auch die Aussprache ist klar und angenehm.

Unterm Strich bin ich froh, dass ich mich trotz aller Coverzweifel an Play of Hearts herangewagt habe. Wer Lust auf eine Geschichte mit frischem Magiekonzept, düsterer Atmosphäre und einer ungewöhnlichen Heldin hat, sollte definitiv mal reinhören. (Und am besten warten, bis der zweite Band erschienen ist ;))

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Who even is the ship?

A Dance of Lies
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Der Einstieg in dieses Buch war für mich ehrlich gesagt etwas holprig – vieles ging sehr schnell und wirkte ein wenig gehetzt, fast so, als wollte die Geschichte unbedingt zum eigentlichen Schauplatz springen, ...

Der Einstieg in dieses Buch war für mich ehrlich gesagt etwas holprig – vieles ging sehr schnell und wirkte ein wenig gehetzt, fast so, als wollte die Geschichte unbedingt zum eigentlichen Schauplatz springen, ohne sich lange mit dem Weg dorthin aufzuhalten. Dadurch hat sie mich anfangs leider nicht komplett gepackt.

Aber: Die zweite Hälfte hat das Ganze ziemlich gut rausgerissen! Plot und Figuren wurden spürbar lebendiger und detaillierter, Intrigen und Machtspielchen traten in den Vordergrund. Eine facettenreiche Welt entstand, die ich gerne weiter erkunden möchte. Zu dem Zeitpunkt war ich davon überzeugt, dass es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt – umso mehr überrascht war ich, als ich erfuhr, dass es nur eine Dilogie ist. Ein bisschen schade, weil man merkt, dass in der Welt noch SEHR viel Potenzial steckt.

Ein riesiges Plus gibt’s für die Hauptfigur: Eine Protagonistin mit einer Behinderung, die nicht magisch „geheilt“ wird oder plötzlich Superkräfte bekommt, sondern einfach sie selbst ist – stark, klug und realistisch. Das sieht man immer noch viel zu selten in Fantasybüchern.

Zum Thema Romance: Während des Marketings hieß es mal „Who even is the ship?“, und ja – das trifft es ziemlich gut. Obwohl man den ersten Mann ziemlich schnell als potentiellen Loveinterest ausschließen kann, bleibt die Frage doch noch eine ganze Weile bestehen. Trotz dass Liebe und Besessenheit Hauptmotivatoren der Handelnden ausmachen, bleibt es dabei aber in einem Rahmen, den man einfach genießen kann, ohne sich über zu viel Turtelei oder ähnliches ärgern zu müssen. Selbst JETZT bin ich mir noch nicht sicher, ob (und) wer am Ende an Vaselies Seite stehen wird.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Pinke Verwirrung

Barbie - In Real Life
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Not gonna lie: Ich bin immer noch irritiert von diesem Buch.
Am ehesten lässt es sich wohl als Coffeetablebook bezeichnen. Wir haben hier einige Bilder von einem Instagram-Account, der verschiedene Barbies ...

Not gonna lie: Ich bin immer noch irritiert von diesem Buch.
Am ehesten lässt es sich wohl als Coffeetablebook bezeichnen. Wir haben hier einige Bilder von einem Instagram-Account, der verschiedene Barbies in verschiedenen Posen zeigt. Dazu dann immer irgendeinen Satz, den wohl jeder so oder so schon ähnlich mal von sich gegeben hat.
Soll das Feminismus sein? Oder was möchte dieses Buch ausdrücken?
Ich kann nicht sagen, dass ich es schlecht fand - aber halt auch nicht gut. Schwierig, es zu bewerten, wenn man die ganze Zeit nur den Sinn dahinter sucht... ^^"

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Ein Hoch auf den Stream of Consciousness!

Stars
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Ich muss gestehen, dass ich immer wieder fasziniert bin, wenn ein so kurzes Buch (knapp 250 Seiten) es schafft, Längen zu haben. Tja, "Stars" von Katja Kullmann gehörte leider zu genau dieser Kategorie.
Die ...

Ich muss gestehen, dass ich immer wieder fasziniert bin, wenn ein so kurzes Buch (knapp 250 Seiten) es schafft, Längen zu haben. Tja, "Stars" von Katja Kullmann gehörte leider zu genau dieser Kategorie.
Die ersten hundert Seiten (und damit Zweifünftel des Buches) ziehen sich sehr stark. Zwar ist die Protagonistin so real und nachvollziehbar wie sonst kaum eine Figur jemals, aber eben diese Realitätsnähe macht es zu Beginn sehr anstrengend zu lesen. Zwar steigt das Buch direkt damit ein, dass ein Stein ihre Fensterscheibe zerschmettert und sie anschließend zehntausend Dollar findet, aber aufgrund von Entscheidungsproblemen begleiten die Lesenden sie trotzdem zunächst durch ihren schnöden Büroalltag, den wir wohl alle zu genüge kennen.
Sobald sie jedoch eine Entscheidung trifft, was sie mit diesem Geld anfängt und die Handlung somit vom Alltäglichen divergiert, kommt auch die Lesensfreude. Das mag natürlich ein gewollter Handgriff sein, da es so eben auch mitgibt, dass man sich von seinem bequemen Jetzt lösen soll und es einem besser gehen könnte, wenn man sich den Träumereien hingibt, aber wie gesagt, es macht es schlichtweg anstrengend zu lesen.
Der Schreibstil hingegen dürfte stark polarisieren. Er ist sehr im Stream of Consciousness geschriebene, wodurch lange und verschachtelte Sätze entstehen. Ich LIEBE diese Art von Erzählung, kann mir aber vorstellen, dass auch das anstrengend für jemanden sein könnte, der nach klassischen Satzmustern sucht. Mein Highlight bleibt es allemal.
Insgesamt bleibe ich sehr zwiegespalten zurück. Wenn ich eine realistische Charakterentwicklung lesen möchte, ist der Roman ideal. Wenn ich allerdings einen interessanten Plot lesen möchte, sollte ich lieber nach etwas Anderem Ausschau halten.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Zeitlose Liebe

Our Infinite Fates
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First things first: Das UK-Cover? Ein absoluter Traum. Das US- und deutsche Cover dagegen... eher so meh. Zum Glück gab’s die Special Edition von Owlcrate – danke an die Covergötter, dass mein Bücherregal ...

First things first: Das UK-Cover? Ein absoluter Traum. Das US- und deutsche Cover dagegen... eher so meh. Zum Glück gab’s die Special Edition von Owlcrate – danke an die Covergötter, dass mein Bücherregal jetzt glänzen darf.

Ich bin schon öfter über Laura Steven gestolpert (ihr sapphisches Dorian Gray-Retelling steht z. B. auch schon auf meiner Liste), habe aber bisher nie ein Buch von ihr gelesen. Mit Our Infinite Fates hat sich das endlich geändert – und ich bereue nichts.

Was mich anfangs etwas nervös gemacht hat, war die Sorge, dass das Buch queerbaitig sein könnte. Immerhin können die beiden Hauptcharaktere theoretisch jedes Geschlecht annehmen, befinden sich aber in der Hauptzeitlinie in einer klassisch männlich-weiblichen Konstellation. Aber: Völlig unbegründete Sorge! Die Rückblicke in vergangene Leben zeigen beide in verschiedensten Geschlechtern, wobei ihr Gender nie im Mittelpunkt steht – und es gibt sogar eine richtig schöne, ehrliche Unterhaltung genau darüber. Wirklich gelungene Repräsentation!

Die beiden Protagonist*innen selbst... na ja. Etwas eindimensional für Hauptfiguren – als Nebenfiguren wären sie absolut on point gewesen. Es bleibt ein bisschen die Frage im Raum: Wie schafft man es, in tausend Jahren so wenig Characterdevelopment hinzulegen? Aber hey, sie waren sympathisch genug, dass man gerne an ihrer Seite bleibt.

Was mich besonders überzeugt hat, war das Ende – nicht das, was ich erwartet habe, aber ein gelungener Bruch mit der bisherigen Erzählung. Und überhaupt: Dieses Buch ist eine regelrechte Liebeserklärung an die Liebe – manchmal fast zu kitschig, aber nie so sehr, dass es kippt.

Und der Schreibstil? Chef’s Kiss. Zumindest in der englischen Version ein Genuss: bildreich, klug, mit einem Vokabular, das mich begeistert hat. Zwar wird dessen Vorkommen durch den Plot erklärt – trotzdem hoffe ich sehr, dass dieser Stil typisch für Steven ist, damit ich ihn in weiteren Werken wiederfinden kann.

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