Odé an die Kunst
Yumi and the Nightmare PainterVor diesem Buch hatte ich nur zwei andere Sanderson gelesen ("Legion" und "Mistborn"), die mir allerdings ein bisschen zu trocken waren. Trotzdem konnte ich darin sehr viel Potential erkennen und als ich ...
Vor diesem Buch hatte ich nur zwei andere Sanderson gelesen ("Legion" und "Mistborn"), die mir allerdings ein bisschen zu trocken waren. Trotzdem konnte ich darin sehr viel Potential erkennen und als ich dann das erste Mal einen Blick auf das Cover von "Yumi and the Nightmare Painter" warf, war mir klar, dass ich dem Herren wohl nochmal eine Chance geben muss. Danke an NetGalley für diese Gelegenheit!
Und hui, was bin ich froh. "Yumi and the Nightmare Painter" liest sich wie eine Liebeserklärung an Kunst, Geschichten und die Verbindungen, die wir dadurch schaffen. Die Ästhetik ist auf, wie im Buch atemberaubend! Zwei komplett verschiedene Welten (eine spirituell, eine düster-neonfarben) treffen aufeinander und ziehen die Lesenden gleich mit.
Ich mochte besonders, wie es um Kunst als Ausdruck von Menschlichkeit geht – was sie bedeutet, warum wir sie brauchen, und warum KI das eben nicht ersetzen kann. Auch das Magiesystem (Farben! Rituale! Albtraum-Malerei!) ist gewohnt Branderson-kreativ, ohne dabei bis zum Erbrechen erklärt zu werden wie bei "Mistborn", damit wirklich der Letzte es versteht (vermutlich liegt das auch schlichtweg daran, dass hier nur ein Standalone vorliegt und keine 7-bändige Reihe).
Die Romance ist sehr slow burn und eher auf emotionaler Verbundenheit als auf Chemie gebaut.. Kein großes Drama, keine typischen Tropes, sondern zwei einsame Menschen, die lernen, sich selbst und einander zu verstehen.
Insgesamt bisher mein liebster Sanderson!