Leserunde zu "Blindspiel" von Max Seeck

Auftakt der neuen Thrillerserie von Max Seeck
Cover-Bild Blindspiel
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Max Seeck (Autor)

Blindspiel

Die neue Reihe von Finnlands erfolgreichstem Thrillerautor

Gabriele Schrey-Vasara (Übersetzer)

Band 1 der neuen Thriller-Reihe vom finnischen Bestsellerautor

»Der Finne Max Seeck gehört aktuell sicherlich zu den besten europäischen Thrillerautoren.« KRIMI-COUCH

Ein junger Mann stiehlt eine Aktentasche aus einem SUV. Wie sich herausstellt, gehört sie einem Serienmörder, und kurze Zeit später ist der Dieb tot. Schnell gibt es ein weiteres Mordopfer: eine Frau, die komplett mit weißer Farbe bedeckt ist. Warum diese mysteriöse Inszenierung der Toten?

Die Kripo Helsinki bittet den Profiler Milo daraufhin um Hilfe. Als ihn eine anonyme Nachricht in Schachnotation erreicht, ahnt er, dass er sich mitten in einem tödlichen Spiel befindet. So sehr es ihm widerstrebt, kontaktiert er den Ex-Partner seiner Mutter, einen versierten Schachspieler und jemand, dem er eigentlich nie mehr begegnen wollte ....

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 21.04.2025 - 11.05.2025
  2. Lesen 09.06.2025 - 29.06.2025
  3. Rezensieren 30.06.2025 - 13.07.2025

Bereits beendet

Schlagworte

Finnland-Thriller Helsinki Nordic Noir Nordischer Krimipreis Glasnyckel Glass Key New-York-Times-Bestsellerautor Schach Mordserie Midlife-Krise Hexenjäger Feindesopfer Skandinavische Spannung

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 13.07.2025

Leise Spannung, starke Figuren - ein Thriller, wie eine gut durchdachte Partie Schach

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Das Buch Blind Spiel hat mich auf eine ganz eigene Art gepackt. Nicht nur durch Tempo oder Action, sondern auch durch diese kühle, nachdenkliche Spannung, die sich langsam aufbaut, wie bei einer Schachpartie, ...

Das Buch Blind Spiel hat mich auf eine ganz eigene Art gepackt. Nicht nur durch Tempo oder Action, sondern auch durch diese kühle, nachdenkliche Spannung, die sich langsam aufbaut, wie bei einer Schachpartie, bei der man nicht weiß, wer gerade führt. Dies zieht sich wie ein unsichtbarer Faden durch das ganze Buch - das Gefühl, dass jemand vorausdenkt und im Verborgenen spielt.

Im Mittelpunkt steht Milo, ein privater Ermittler und Profiler, der sich eher im Hintergrund aufhält, dabei aber genau beobachtet. Ich mochte seine ruhige, verletzliche Art und das ständige Nachdenken, was ihn immer wieder belastete.
Besonders fand ich die Verbindung zu seinem Stiefvater, denn diese Beziehung ist vielschichtig. Er hat ihn geprägt, gefordert und auch bedrückt. Sie erklärt, warum Milo so denkt, wie er denkt und warum er sich in der Welt manchmal fremd fühlt.

Max Seeck gelingt es, diese emotionale Tiefe mit einem klugen Kriminalfall zu verbinden. Hier geht es nicht nur um Schuld oder Unschuld, sondern auch um verschiedene Motive, Macht und Kontrolle. Den Titel des Buches finde ich sehr passend, den alle Figuren sind hier auf gewisse Weise blind, teils für sich selbst, aber auch für andere.

Der Schreibstil ist, wie ich ihn bei nordischen Krimis am liebsten mag - klar, zurückhaltend und sehr wirkungsvoll. Keine überladenen Beschreibungen, sondern Sätze, die sitzen und zum Nachdenken anregen. Auch das Tempo ist ruhig, nie zäh und die Spannung wird die ganze Zeit gut aufgebaut und bis zum Ende gehalten.

Alles in allem ein stiller, psychologisch starker Reihenauftakt und Thriller mit einem besonderen Ton.
Milo ist eine Figur, die im Kopf bleibt und das Spiel zwischen seiner Vergangenheit und der Gegenwart ist tiefgründig und klug erzählt. Hier taucht man Zug um Zug immer tiefer ein und ich freue mich schon auf die folgenden Bände.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Das (tödliche) Spiel der Könige

1

Ein Thriller aus dem Norden – hier speziell vom finnischen Autor Max Seeck – das kann doch nur spannend und ungewöhnlich werden.

Eine Aktentasche wird aus einem Auto gestohlen und der Dieb ermordet. ...

Ein Thriller aus dem Norden – hier speziell vom finnischen Autor Max Seeck – das kann doch nur spannend und ungewöhnlich werden.

Eine Aktentasche wird aus einem Auto gestohlen und der Dieb ermordet. Eine junge Frau wird ermordet aufgefunden, markant weiß bemalt mit einer Schachfigur im Rachen. Mit Nichten gewöhnlicher Alltag auch für die Polizei, die Profiler Milo rasch mit ins Boot holt.
Im ersten ca. Drittel des Buches stellt der Autor sein neues Ermittlerteam vor und wir tauchen vor allem auch in deren Privatleben ein. Natürlich ein notwendiger Schritt, jedoch nimmt die eigentliche Ermittlung damit eher spät Fahrt auf.
Cliffhänger und unerwartete Wendungen sorgen jedoch dann für einen hohen Spannungsbogen. Unterstützt wird das durch kurz gehaltene Kapitel. Die Wahl von Schach als leitendes Thema fand ich sehr interessant und für mich als Schachneuling durchwegs auch lehrreich.
Besonders der Charakter Milo ist sehr kontrovers gestaltet, mit all seinen durchwegs traumatischen Erfahrungen in der Vergangenheit und seiner eher gewöhnungsbedürftigen, wenn nicht sogar etwas toxischen Beziehungen zu seiner Partnerin Ronja. Ein bisschen ein Antiheld.

Für mich ein durchwegs gelungener Auftakt einer neuen Serie.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Ein Meister des Schach

1

Sascha, ein Junkie, braucht Geld, da er Schulden hat. Da kommt ihm der geklaute Apple Computer ganz recht. Doch als es plötzlich klingelt, ahnt er schon Böses. Sein Gefühl rügt ihn nicht, der Fremde erschießt ...

Sascha, ein Junkie, braucht Geld, da er Schulden hat. Da kommt ihm der geklaute Apple Computer ganz recht. Doch als es plötzlich klingelt, ahnt er schon Böses. Sein Gefühl rügt ihn nicht, der Fremde erschießt ihn. Die Kripo beschäftigt aber erst einmal ein weiterer Mord. Den an einer Frau, die ganz in weiße Farbe getaucht ist und eine schwarze Schachfigur im Hals stecken hat. Der Chef der Kripo bezieht Milo, einen Profiler, mit in die Ermittlungen ein, da es sich wohl um einen Serientäter handelt. Das ist allerdings für die anderen Mitglieder der Kripo so nicht klar und es sind auch nicht alle mit Milo einverstanden. Doch Milo hat auch im privaten Bereich Probleme, da er und seine Frau wegen eines Kinderwunsches zu sehr extravaganten Lösungen greifen. Doch für Milo geht es mit dem Morden weiter und die Theorie des Serientäters nimmt Fahrt auf.
Der Thriller „Blindspiel“ von Max Seeck ist ein Roman, der in Finnland spielt und ein sehr interessantes Thema behandelt, Schach mit Menschen. Das Cover finde ich ein bisschen düster, von der Vorstellung passt es genau zu Finnland im Winter oder Spätherbst, ein See eine Hütte und Dunkelheit. Die Morde in ein Schachspiel zu integrieren und tote Menschen als Figuren zu benutzen, finde ich krass Der Profiler Milo ist Spezialist bei Serienmorden und wird zu Hilfe gerufen. Doch Milo kämpft mit seinen eigenen, privaten Problemen, die aber auch auf seine Arbeit sich niederschlagen. Denn eines bezieht sich auf seine Mutter Liisa, die allerdings Rechtsmedizinerin ist und er mit ihr bei diesem Fall in ständigem Kontakt steht. In diesem Zusammenhang damit steht auch sein Stiefvater Stanislaw, ein ukrainischer Geheimdienstler, der allerdings auch seine Rolle bekommt. Ansonsten ist die Kripo noch wichtig, denn Minka, Robbe, Markus Saaloma und Kalle Avist die den Täter jagen, mit ihren Mitteln. Der Gegenspieler ist hochintelligent und wird nur Bobby genannt, nach dem amerikanischen Großmeister im Schach Bobby Fischer. Es ist wie ein Katz und Maus Spiel, das die Kripo und Milo veranstalten und sie irgendwie keine konkreten Hinweise haben, was sich natürlich im Lauf des Buches ändert. Aber es ist schon spannend zu sehen, wie der Profiler immer wieder von seiner Vergangenheit und seinen Problemen eingeholt wird. Dem Autor gelingt es ganz geschickt die Spannung immer wieder anzukurbeln und bis zum Ende zu steigern, denn er hat immer wieder Twitches eingebaut.
Ich finde den vorliegenden Thriller sehr lesenswert, da er die Spannung kontinuierlich aufbaut und es gelingt den Leser an dem Blindspiel zu beteiligen. Ich finde es ist ein typischer finnischer Thriller, der auch zeigt, was die Hauptfiguren außerhalb ihres Berufes umtreibt.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Den Täter mit anderen Augen sehen

2

Eine Leiche wird gefunden, die eine Schachfigur in die Speiseröhre gesteckt bekommen hat. Für den Kommissar Avist sofort ein Grund Milo einzuschalten, der ein ehemaliger Ermittler ist und sich auf Serienmörder ...

Eine Leiche wird gefunden, die eine Schachfigur in die Speiseröhre gesteckt bekommen hat. Für den Kommissar Avist sofort ein Grund Milo einzuschalten, der ein ehemaliger Ermittler ist und sich auf Serienmörder und ihre Psyche spezialisiert hat. Doch ist hier tatsächlich ein Serienmörder im Spiel?
Bei der Ermittlungsarbeit werden viele private Dinge von den Ermittlern erzählt, die für das Buch sehr wichtig sind. Und während der eine um seine Familie bangt, der zweite versucht seine Ehe zu retten und der dritte über seinen Ruhestand nachdenkt, versuchen sie trotzdem einen Täter zu finden. Doch der Täter scheint ein perfekter Schachspieler zu sein - zumindest kennt er sich gut aus mit dem Spiel und macht kein Geheimnis daraus.
Bei weiteren Untersuchungen wird ein junger Mann ermordet in seiner Wohnung entdeckt und kurz darauf wird eine weitere Leiche mit einer Schachfigur gefunden. Das Leben des Kommissars Avist gerät immer weiter aus den Fugen und er muss um seine Familie bangen. Auch Milos Frau verschwindet spurlos und seine Arbeit wird infrage gestellt.
Wird das Ermittlerteam den Täter finden oder sind es vllt. mehrere? Was ist mit Milos Frau und wie steckt Avist mit drin? Was hat das alles mit Schach zu tun und warum muss ein Polizist sterben?
Alles spannende Fragen, die im Laufe des Buches beantwortet werden.
Wer Psychothriller mag, gerne mehr als nur die oberflächlichen Beziehungen der Ermittler erfahren möchte und nicht so schnell aufgibt, dem empfehle ich dieses Buch.

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Mord in Schwarz-Weiß

2

Gelegenheit macht Diebe. Allerdings war dem jungen Mann sicher nicht klar, dass es sich bei der, aus dem fremden Auto erbeuteten, Aktentasche, um das Eigentum eines Serienkillers handelt. Das er definitiv ...

Gelegenheit macht Diebe. Allerdings war dem jungen Mann sicher nicht klar, dass es sich bei der, aus dem fremden Auto erbeuteten, Aktentasche, um das Eigentum eines Serienkillers handelt. Das er definitiv zur falschen Zeit am falschen Ort war und dies sein letzter Diebstahl sein wird. Kurz darauf schlägt der Killer ein weiteres Mal zu, eröffnet mit einem weiteren Mord eine bislang ungeahnt tödliche Partie. Auf anscheinend unbegründeten Verdacht hin, wird der eigensinnige Serienkiller-Experte und Profiler „Milo“ von der Kripo Helsinki zu Rate gezogen, nichts ahnend, auf welch grausiges Spielfeld er sich begibt und welchen Dämonen seiner Vergangenheit er sich stellen muss, um mit dem Killer Schritt zu halten.

„Blindspiel“ ist mein erstes Buch des finnischen Autors Max Seeck und… ich bin begeistert! Obwohl ich zunächst leichte Probleme mit dem extravaganten Schreibstil des Autors hatte und auch an die Story, mit den vielen unaussprechlichen Straßennahmen, skeptisch herangegangen bin, so hat sie mich schließlich von Seite zu Seite mehr und mehr in ihren Bann gezogen. Schlussendlich konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn nach und nach, hat sich ganz langsam immer mehr Spannung aufgebaut. So gab es die ein oder andere Wendung und auch Enthüllung, die mich richtiggehend gefesselt und in diesen „ach, ein Kapitel geht noch“ Sog gezogen hat.

Die Ermittlungsgruppe der Kripo Helsinki ist wahnsinnig vielschichtig und mit ganz unterschiedlichen Charakteren, hervorragend dargestellt. Sympathisch und doch hat jeder, wie im wahren Leben, so seine Macken, müssen trotzdem mit den Anderen im Team zusammenarbeiten und als Leser weiß man zunächst einmal nicht so recht, was man denn nun eigentlich von ihnen halten soll. Ganz besonders von Milo, dem externen Berater und Profiler, der auf seine Art schon ganz besonders „speziell“ ist. Wobei ich persönlich es ja liebe, wenn Thriller nicht nur eindimensional sind, sondern auch der Lebensgeschichte des Ermittlers einen eigenen Handlungsstrang zugestehen. Milo ist so ein Außenseiter-Typ, hat Ecken, Kanten und Macken, ist absolut sonderbar - doch gerade das mag ich so an ihm! Ebenso mag ich es, wenn man während des Buches langsam erfährt, warum er denn nun eigentlich so ist, wie er ist, was ihnen seinem Leben geprägt und wovon er seine Traumata davongetragen hat.

Fazit: Ich fand das Buch an keiner Stelle langatmig oder uninteressant. Immer wieder wurde ich gedanklich in eine andere Richtung gelenkt, so dass auch das Ende für mich nicht voraussehbar und definitiv mal etwas ganz Anderes war. Ich bin vom Auftakt dieser neuen Thrillerreihe jedenfalls absolut begeistert, werde definitiv an Milo dran bleiben und hoffe auf noch viele Fortsetzungen mit ihm!

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