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Veröffentlicht am 14.07.2025

Jungunternehmer trifft auf linke Aktivistin

Wir werden wachsen
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Dass sich der Jungunternehmer Jasper bei einem politisch motivierten Anschlag auf seine Mutter in die Aktivistin Maja verliebt, hätte er sich vermutlich nie vorstellen können.

In diesem Buch treffen ...

Dass sich der Jungunternehmer Jasper bei einem politisch motivierten Anschlag auf seine Mutter in die Aktivistin Maja verliebt, hätte er sich vermutlich nie vorstellen können.

In diesem Buch treffen zwei vollkommen verschiedene Welten aufeinander, die sich an der ein oder anderen Stelle doch manchmal ähnlicher sind, als auf den ersten Blick gedacht. Aus diesem Grund sind Probleme natürlich vorprogrammiert. Inhaltlich und thematisch hat mir das Buch sehr gut gefallen, es wurden spannende und hochaktuelle Themen, wie Aktivismus aus der linken Szene, Produktion für die Rüstungsindustrie und Forschungen für eine nachhaltigere Zukunft, adressiert. Allerdings wurden mir im Laufe des Buches zu viele Themen zu kurz angesprochen. Ich hätte mir stattdessen einen Deep Dive einzelner ausgewählter Thematiken gewünscht - da ich das Gefühl hatte nicht ausreichend über die einzelnen Themen Bescheid zu wissen. Möglicherweise wären auch einleitende und einordnende Worte oder eine Art FAQ am Ende hilfreich gewesen - oder einfach 100 Seiten mehr.

Die Tiefe hat mir leider auch bei den Charakteren gefällt - ich habe nicht wirklich das Gefühl sie richtig kennen gelernt zu haben. Das mag auch daran liegen, dass die Handlung etwas mehr als ein Jahr umfasst und somit einzelne Zeitabschnitte nur kurz besprochen wurden oder es große Zeitsprünge gab. Daher haben die Personen es leider nicht geschafft mich in den Bann zu reißen. Sehr gut gefallen hat mir jedoch, dass die Ich-Perspektive im Laufe der Handlung immer mal gewechselt hat und wir somit aus drei Perspektiven auf die Geschichte schauen konnte: aus Majas Perspektive, aus Jaspers Perspektive und aus der Perspektive seiner Mutter. Gerade bei den unterschiedlichen Sichtweisen und Einstellungen ist das eine sehr sinnvolle und wichtige Erzählweise, die viel zur Geschichte beigetragen hat.

Veröffentlicht am 14.07.2025

Ein Thriller über Jugendliche und für Jugendliche (oder Personen, die Thriller mit Spannung aber eben nicht zu viel Spannung lieben)

Disappeared
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"Disappeared" von Kathy Tailor hat mich tatsächlich überrascht. Die Inhaltsangabe und auch die erste Hälfte hat mich nicht so richtig überzeugt: Die Inhaltsangabe hat mir schon viel zu viel verraten (dafür ...

"Disappeared" von Kathy Tailor hat mich tatsächlich überrascht. Die Inhaltsangabe und auch die erste Hälfte hat mich nicht so richtig überzeugt: Die Inhaltsangabe hat mir schon viel zu viel verraten (dafür ist das Buch einfach nicht lang genug) und die Tiefe der Charaktere und der Handlungen hat mir gefehlt, zudem plätscherte die Handlung nur so vor sich hin. Die zweite Hälfte habe ich jedoch verschlungen - es gab Wendungen und Überraschungen und der Handlungsverlauf war nicht sonderlich vorhersehbar, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Zwar fehlte es mir weiterhin an Tiefe der Charaktere, aber das wurde gelungen mit der Handlung überdeckt.

Mir hat der Wechsel der Erzähl-Perspektive (zwischen der Ich-Perspektive und einer Perspektive, die Freya begleitet) gefallen, dieser hat für Tiefe und Spannung gesorgt. Allerdings war es dadurch schwer die Nebenfiguren zu greifen.

Insgesamt habe ich das Buch mit einem guten Gefühl beendet und kann es auf jeden Fall für eine schnelle Lektüre zwischendurch für Jugendliche und Personen, die gerne spannende Thriller lesen, aber eigentlich eher wenig Spannung bevorzugen, empfehlen.

Veröffentlicht am 14.07.2025

Poetischer Schreibstil und nicht nachvollziehbare Charakterentwicklungen

Das Wohlbefinden
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Es geht in diesem Roman um drei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Johanna Schellmann ist Anfang des 20sten-Jahrhunderts Schriftstellerin und lernt das Medium Anna in den Beelitzer Heilstätten ...

Es geht in diesem Roman um drei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Johanna Schellmann ist Anfang des 20sten-Jahrhunderts Schriftstellerin und lernt das Medium Anna in den Beelitzer Heilstätten kennen. Ihre Urenkelin Vanessa lebt in Corona-Zeiten in Berlin und hat mit scheinbar ganz anderes Sorgen zu kämpfen.

So interessant die unterschiedlichen Charaktere auf den ersten Blick doch scheinen, so fehlt es ihnen beim zweiten Blick an Tiefe und es fällt den Leser*innen schwer, die Personen und deren Entwicklungen zu greifen und nachzuvollziehen. Das Buch ist recht kurz für die Geschichte, die aus so vielen Perspektiven und zu so vielen Zeiten erzählt werden will - daher bleibt im Laufe der Geschichte so einiges liegen und es bleiben viele Fragen offen, denn es fehlt oft an Tiefe. Meine Sympathie für die verschiedenen Charaktere schwangt sehr stark im Laufe der Erzählung, dies kann sehr gut daran liegen, dass aufgrund der langen Geschichte und der kurzen Zeit, nicht immer alle Entwicklungen nachvollziehbar sind und daher manchmal das Verhalten inkonsequent wirkt.

Ein sehr präsentes Thema ist der Okkultismus, der meiner Meinung nach nicht von allen Seiten und somit scheinbar unkritisch betrachtet wird. Das mag daran liegen, dass einige der Personen dieses Thema ebenfalls recht unkritisch betrachten und es dazu passt, doch hätte ich mir noch eine Einordnung oder stärkere Argumente von Gegenseite gewünscht.

Der Schreibstil gefällt mir allerdings sehr gut, er ist sehr flüssig und fast schon poetisch. Die Beschreibungen von den Beelitzer Heilstätten sind ebenfalls sehr gut gelungen und ich konnte mir die Heilstätten damals sowie heute sehr gut vorstellen - sowohl den Ort als auch die dort vorherrschende Einstellung zum Wohlbefinden. Ich war fast schon traurig, dass nur so ein kleiner Teil der Handlung in Beelitz spielte.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Schöner queerer Jugendroman, aber mangelnde Tiefe

The Lesbiana's Guide to Catholic School
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"The Lesbiana´s Guide to catholic School" - der Titel beschreibt das Buch tatsächlich richtig gut. Es geht um die 16-jährigen Yamilet, die gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder auf eine neue Schule wechselt ...

"The Lesbiana´s Guide to catholic School" - der Titel beschreibt das Buch tatsächlich richtig gut. Es geht um die 16-jährigen Yamilet, die gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder auf eine neue Schule wechselt - als eines der einzigen mexikanischen Kinder an einer weißen, sehr reichen katholischen Schule. Dass sie queer ist möchte Yami daher noch etwas für sich behalten...


Das übergeordnete Thema hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die gewählte Perspektive. Das Buch behandelt Themen, wie Rassismus, Depression, Homophobie, Sich-Ausgegrenzt-Fühlen und Zu-Sich-Selbst-Finden. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass mir die dargestellten Auseinandersetzung mit den Themen nicht tief genug gehen, sondern lediglich an der Oberfläche kratzen. Ja, es handelt sich hierbei um ein Jugendbuch. Aber statt diese wichtigen Themen eher oberflächlich zu behandeln, hätte ich mir gewünscht, dass diese stattdessen sehr gut aufbereitet rübergebracht werden.


Der Rest der Geschichte, die Handlung und die Schreibweise haben mir aber trotzdem sehr gut gefallen. Ich habe das Buch gerne gelesen und war stets gespannt zu erfahren, wie es weitergeht.


Daher kann ich das Buch grundsätzlich empfehlen, aber nicht für Leute, die sich eine starke Auseinandersetzung mit den angekündigten Themen wünschen.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Ein gutes Buch für ein verregnetes Wochenende auf der Couch zum Träumen und in andere Welten abtauchen. Aber mehr auch nicht...

Summer in the City
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Ein gutes Buch für ein verregnetes Wochenende auf der Couch zum Träumen und in andere Welten abtauchen. Aber mehr auch nicht... Das Buch erzählt eine klassische Fake-Dating-Geschichte. Sie ist eine anonyme ...

Ein gutes Buch für ein verregnetes Wochenende auf der Couch zum Träumen und in andere Welten abtauchen. Aber mehr auch nicht... Das Buch erzählt eine klassische Fake-Dating-Geschichte. Sie ist eine anonyme und erfolgreiche Drehbuchautorin und seine Muse, ihr Nachbar, der reiche Tech-Milliardär und... ihr Fake-Freund. Sie beide verbindet eine flüchtige Begegnung vor ein paar Jahren und nun ein gemeinsamer Sommer in New York - aber reicht es für mehr?

Das Buch hat einige schöne und lustige Stellen, die Geschichte ist im großen und ganzen und ganz schön, aber die Ausmaße an einigen Stellen, insbesondere in Bezug auf Geld doch einfach viel zu viel... Das hat mir leider die ein oder andere Stelle kaputt gemacht. Trotzdem habe ich das Buch an einem Wochenende verschlungen, denn genau dafür ist es perfekt - für eine kleine Auszeit zwischendurch. Highlight für mich war nicht unbedingt die (Fake-)Beziehung der Protagonistin, sondern ihre Freundschaften und die kleinen Einblicke in das Leben einer Drehbuchautorin... Ich werde das Buch aber weder noch mal lesen noch groß weiterempfehlen, dafür gibt es einfach zu viele ähnliche Bücher, die dieses Buch um einiges übertreffen...

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