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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2025

Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen

Potsdamer Intrigen
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"Potsdamer Intrigen" ist ein sehr spannender Kriminalroman von Carla Maria Heinze, der die beiden Lilienthals, Mutter und Sohn, bei ihrem neusten Fall begleitet. Dabei ist es aber überhaupt nicht notwendig, ...

"Potsdamer Intrigen" ist ein sehr spannender Kriminalroman von Carla Maria Heinze, der die beiden Lilienthals, Mutter und Sohn, bei ihrem neusten Fall begleitet. Dabei ist es aber überhaupt nicht notwendig, die anderen Bücher dieser Reihe gelesen zu haben, dies ist auch mein erstes Buch - aber definitiv nicht mein letztes.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir dabei sehr gut, er ist sehr detailreich (ohne dabei zu überladen zu sein) und schafft es immer und immer mehr Spannung aufzubauen - mit vielen neuen Twist und angeteaserten Entwicklungen, die jedoch erst später uns Lesern mitgeteilt werden können. Das hat auf jeden Fall dazu geführt, dass ich das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen konnte, ich wollte zu jedem Zeitpunkt unbedingt wissen, wie es weitergeht. Am liebsten würde ich das Buch - mit dem Wissen, was ich jetzt habe - noch einmal lesen, um all die kleinen gestreuten Informationen entdecken zu können.

Die Erzählung beschränkt sich dabei nicht nur auf die Fallentwicklung, sondern lädt uns auch in die privaten Räume der Figuren ein, sodass wir diese besser kennen lernen können. Es gibt sehr viele einzelne Handlungsstränge, die im Laufe der Zeit zueinander finden und am Ende alle Sinn ergeben. Das führt jedoch auch dazu, dass wir sehr schnell sehr viele Personen in unterschiedlichen Situationen kennen lernen, mal mit Nachnamen und mal mit Vornamen, sodass es teilweise schwer ist, sie den richtigen Ereignissen zuzuordnen - aus dem Kontext lässt sich dies früher oder später jedoch immer erkennen.

Der Krimi spielt in Potsdam - Ich finde es toll, wie immer wieder auf verschiedene Orte in Potsdam hingewiesen wird - ich habe auf jeden Fall das Gefühl, dass der Krimi wirklich in Potsdam spielt und nicht nur der Name dafür hinhalten musste.

Alles in allem ein sehr spannender Krimi, den ich in zwei Tagen verschlungen habe.

Veröffentlicht am 14.07.2025

Tiefgründige Themen in einem wunderbar poetischen Schreibstil verpackt

Und zwischen uns ein Ozean aus Schweigen
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„Und zwischen uns ein Ozean aus Schweigen“ von Joanna Ho ist eine große Empfehlung für alle! Es geht darum, wie die Kraft vieler einzelner Geschichten den Ozean des Schweigens durchbrechen kann.


Die ...

„Und zwischen uns ein Ozean aus Schweigen“ von Joanna Ho ist eine große Empfehlung für alle! Es geht darum, wie die Kraft vieler einzelner Geschichten den Ozean des Schweigens durchbrechen kann.


Die Protagonistin May, ein amerikanischer Teenager mit chinesisch-taiwanesischen Wurzeln, kämpft mit dem Selbstmord ihres großen Bruders und der Schwierigkeit, langsam wieder in den Alltag zurückzukehren. Doch als ob das noch nicht genug wäre, muss sie sich nun auch noch mit rassistischen Anfeindungen auseinandersetzen. Es geht um mentale Gesundheit; darum, eigentlich viel zu wenig über die eigene Herkunft zu wissen; darüber Stellung zu beziehen und das Narrativ zurückzuerobern. Gemeinsam mit ihren BIPoC-Freundinnen und der Hilfe ihrer Schreibkünste setzt sich May intensiv mit Rassismus auseinander. Joanna Ho gelingt es sehr gut, dieses schwere und intensive Thema zu vermitteln. Wir treffen auf verschiedene Perspektiven: zum Beispiel die ihrer besten Freundin Tiya Marie, die haitianische Wurzeln hat, und auf verschiedene Ansätze: zum Beispiel Gedichte aus Mays Perspektive oder ein Unterrichtsgespräch über die eigene Herkunft.


Dabei schafft es die Autorin mit wunderbar bildhaften Vergleichen und ihrem fast schon poetischem Schreibstil, dass man als Leser
in wirklich tief eintaucht in die Geschichte und ganz nah mit dabei ist. Dadurch weckt das Buch auch sehr viele starke Gefühle, ich habe Bauchschmerzen vor Trauer und Ungerechtigkeit gehabt, aber auch Schmetterlinge im Bauch vor Freude und Empowerment.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Große Empfehlung für eigentlich jeden

Unvernünftige Gastfreundschaft
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Ich wusste vorher nicht ganz was mich erwartet - und das hätte ich auch nicht wissen oder erraten können. "Unvernünftige Gastwirtschaft" ist eine Mischung aus einer Biografie von und über Will Guidara, ...

Ich wusste vorher nicht ganz was mich erwartet - und das hätte ich auch nicht wissen oder erraten können. "Unvernünftige Gastwirtschaft" ist eine Mischung aus einer Biografie von und über Will Guidara, ein Buch über die Welt der Restaurants, Lebensweisheiten und einem Sachbuch für Unternehmensführung in einem - und das ist absolut nichts schlechtes! Ich habe unglaublich viele Einblicke bekommen und viel neues gelernt, ohne mich belehrt zu fühlen, insbesondere darüber was die Gastwirtschaft von bloßem Service unterscheidet und warum sie so wichtig ist.

In dem Buch geht es vorrangig um Will Guidaras Zeit in der Gastronomie, über seine verschiedenen Jobs und Erfahrungen und darum, wie er die unvernünftige Gastfreundschaft in die Restaurant-Welt integrieren möchte. Aufgelockert werden diese Erzählungen von viele spannenden und lustigen Anekdoten. Das Buch ist sehr schön und angenehm geschrieben und wirkt wie eine flüssige und in sich stimmige Erzählung, ich hatte zwischendurch immer eine Erzählstimme im Kopf.

Ganz offensichtlich ist diese Buch für alle interessant, die sich dafür interessieren, wie Service, Gastfreundschaft und Gastronomie funktionieren und was sich hinter der Fassade eines Restaurants verbirgt. Dieses Buch ist darüber hinaus aber auch für all jene interessant, die sich in Führungspositionen befinden, da Will Guidara sehr spannende Anregungen dazu liefert. Auf mich trifft beides nicht zu und ich habe dieses Buch trotzdem sehr, sehr gerne gelesen - eigentlich ist dieses Buch für alle interessant und jeder kann spannende Erkenntnisse daraus mitnehmen. Ohne dass ich wirklich wusste, was das Ziel des gesamten Buches sei oder wohin es führt, wollte ich trotzdem immer weiterlesen und war gespannt zu wissen, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Echte Charaktere und wundertoller Schreibstil

Two Wrongs make a Right
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Als Jamie und Bea das erste Mal aufeinander treffen, können sich die beiden überhaupt nicht leiden. Das ist auch kein Wunder, denn die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Bea ist chaotisch und ...

Als Jamie und Bea das erste Mal aufeinander treffen, können sich die beiden überhaupt nicht leiden. Das ist auch kein Wunder, denn die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Bea ist chaotisch und Jamie strukturiert. Doch obwohl sie auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, sind sie sich dann doch ähnlicher als sie dachten. Ihre Freunde scheinen die Ähnlichkeiten sofort erkannt zu haben, denn sie schicken die beiden trotz schlechtem ersten Eindruck auf ein Blind Date. Jamie und Bea wollen sich rächen und beschließen eine Beziehung vorzutäuschen. Doch irgendwann fällt das vortäuschen immer leichter...

Da die Kapitel mal aus Beas und mal aus Jamies Perspektive geschrieben sind, können wir als Leserinnen beide Protagonisten sehr gut kennen lernen, insbesondere, da sie sich beide nach außen ganz anders gegeben, als ihre Gedanken sind. Diese Erzählweise ermöglicht es uns, ihre unterschiedlichen Sichtweisen kennen zu lernen und sie besser zu verstehen.

Fast mit Leichtigkeit gelingt es der Autorin, tiefgründige und wichtige Themen anzusprechen und auf natürliche Weise zu vermitteln, die mich sehr berührt haben. Es geht um Einsamkeit, se
uelle Orientierung, Autismus, Angststörung und viele weitere Aspekte. Der Schreibstil enthält viele Formulierungen, die Platz zum Interpretieren lassen. Bea hat sich vor einer Party in Schale geworfen und ihre Maske aufgesetzt - hat sie damit ihre Krebsmaske für die Kostümparty gemeint oder die unsichtbare Maske, die sie in Gesellschaft aufsetzt, weil sie sich in sozialen Situationen verstellt und maskieren muss?

Mir gefallen die herrlich normalen Charaktere mir Ecken und Kanten, Macken und ihren alltäglichen Problemen. Sie wirken dadurch nahbar und echt und ich kann mich gut mit ihnen identifizieren. Mir gefällt auch sehr, dass Bea nicht einfach nur eine Person mit Autismus ist, deren gesamte Charakterbeschreibung sich nur darum dreht. Stattdessen hat sie einen vielschichtigen Charakter. Und ihre Eigenschaften und Probleme, die mit Autismus in Verbindung stehen (könnten), werden einfach ganz nebenbei integriert - es geht dabei vorrangig um sie als Person und nicht darum, dass sie eine Person mit Autismus ist.

Ich habe im Laufe des Buches wirklich überdurchschnittlich viele Lieblingsszenen entdeckt. Es gibt so viele Momente, die so unglaublich schön und natürlich sind: es gibt spicy Momente; Momente, in denen Personen auf ganz besondere Art und Weise ihre Zuneigung zeigen und so viele Momente, die mich mit Wärme und Freude erfüllen, sich richtig anfühlen und mich zum lächeln bringen.

"Two Wrongs make a Right" von Chloe Liese ist eine absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Ich habe mich in einigen Gedankenmustern wiederfinden können und gerade deswegen hat mir die Geschichte auch sehr die Augen geöffnet

Love, unconventionally
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Das Buch handelt von Claire, die eines Tages merkt, dass sie doch gar nicht so offen und tolerant ist, wie sie eigentlich immer dachte. Es handelt von ihren Problemen im Umgang mit Menschen, die sich von ...

Das Buch handelt von Claire, die eines Tages merkt, dass sie doch gar nicht so offen und tolerant ist, wie sie eigentlich immer dachte. Es handelt von ihren Problemen im Umgang mit Menschen, die sich von der Gesellschaft nichts einreden lassen und ihrem Streben nach dieser besonderen Art von Freiheit.

Ich hab das Buch sehr genossen und in zwei Tagen verschlungen und möchte es gerne zeitnah noch einmal lesen. Es sind wirklich tolle und spannende Personen dabei, die ich mit Spannung bei ihren Entscheidungen begleitet habe. Ich hab aber nicht nur über die Charaktere nachgedacht, sondern auch deren Probleme und Ängste in Bezug auf meine Einstellungen reflektiert. Das hat dieses Buch wirklich wundertoll hinbekommen und so viele Themen gut verarbeitet angesprochen. Ich habe mich in einigen Gedankenmustern wiederfinden können und gerade deswegen hat mir die Geschichte auch sehr die Augen geöffnet und ich hoffe, dass sich da auch bei mir etwas ändert und mir die Gedanken anderer herzlich egal(er) werden.

Genauso wie das Buch vermittelt, dass wir niemanden einfach in eine Schublade stecken sollten, so lässt sich auch dieses Buch definitiv in keine Schublade einsortieren - handelt es sich um eine RomCom oder ein Kochbuch oder einen Ratgeber? Das lässt sich nicht so genau sagen. Zum Glück, wohlgemerkt! Es braucht auch Bücher (und nicht nur Bücher...), die nicht eins zu eins in vorgefertigte Schubladen passen und sich von den zwanghaft aufgedrückten Labeln loslösen.

Große Empfehlung für alle, die leben (wollen), wie sie wollen!