Profilbild von ChristineBusch

ChristineBusch

Lesejury Profi
offline

ChristineBusch ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ChristineBusch über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2025

Ein ganz großer Traum

Ziemlich runde Zeiten
0

Im dritten Teil dreht sich zuerst einmal alles um Zoe. Sie ist Zahnärztin mit einer gutgehenden Praxis und die jüngste der drei Freundinnen. Anna arbeitet schon seit Jahren bei ihr. So nach und nach haben ...

Im dritten Teil dreht sich zuerst einmal alles um Zoe. Sie ist Zahnärztin mit einer gutgehenden Praxis und die jüngste der drei Freundinnen. Anna arbeitet schon seit Jahren bei ihr. So nach und nach haben sie und Ilona sich auch angenähert. Nachdem sie einen Herzinfarkt überlebt hat wird ihr Wunsch, ein Kind zu bekommen immer größer. Zur Zeit ist sie Single und liebt es alleine in ferne Länder zu reisen.

Während Zoe über Silvester auf den Kapverden ist, trifft sie dort auf eine junge Frau mit einer Behinderung und lernt sie und deren Familie kennen. Auf dem Heimweg ins Hotel überlebt Zoe nur mit viel Glück bei einem Autounfall. Nach ihrer Heimkehr setzt sich in der 43 jährigen immer mehr der Wunsch nach einem Kind in ihrem Kopf fest. Heutzutage gibt es ja Mittel und Wege ein Kind zu bekommen, wenn auch kein Mann vorhanden ist.
Unterstützung erhält sie natürlich von ihren beiden Freundinnen.

Nach ihrer Behandlung in einer Klinik fährt Zoe voller Vorfreude und inneren Aufregung auf einen Zahnärztekongress. Dort trifft sie ganz überraschend auf einen ehemaligen Freund. Ihre Trennung liegt schon Jahre zurück und trotzdem haben beide wieder dieses Kribbeln im Bauch. Doch reicht das aus, um wieder eine Beziehung aufzubauen? Mit was für einer Reaktion muss Zoe rechnen, wenn sie ihm erzählt, was sie getan hat, um ein Kind zu bekommen? Wird er ihre Entscheidung akzeptieren und will er überhaupt Kinder?

Fragen über Fragen, die von der Autorin in diesem Buch am angesprochen werden. Ich möchte nicht weiter darauf eingehen, sonst müsste ich spoilern.

Zoe, die etwas sprödere der drei Frauen, hat dieses Mal ihre verletzliche Seite zeigen können. Das hat mir sehr gut gefallen.

Natürlich gab es auch in diesem Band sehr viel zu lachen. Die Verwirrung der Ärztin z.B., bei der Zoe in Behandlung ist. Die drei Freundinnen treten auch diesmal wieder in einige Fettnäpfchen. Doch wie immer, sie stehen zueinander und lassen sich nicht im Stich. Das ist wahre Freundschaft.

Ich hoffe sehr darauf, noch mehr von den drei Frauen, der Familie und Freunden, die sich im Laufe der Geschichten sehr vergrößert hat, zu lesen. Sie sind mir alle sehr ans Herz gewachsen. Darauf einen selbstgemachten Eierlikör, ob mit oder ohne Alkohol. Es muss einfach weitergehen mit den drei Freundinnen vom Chiemsee.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2025

Wo liegt die Lösung begraben?

Wir schweigen bis ins Grab
0

Der erste Fall für Jana Brinkhorst und ihre beiden Kollegen beginnt mit einem Autounfall. Schnell wird klar, daß es kein Unfall war sondern Mord. Es handelt sich um den renommierten Anwalt Julius Wellenbrink. ...

Der erste Fall für Jana Brinkhorst und ihre beiden Kollegen beginnt mit einem Autounfall. Schnell wird klar, daß es kein Unfall war sondern Mord. Es handelt sich um den renommierten Anwalt Julius Wellenbrink. Kurze Zeit später wird der Immobilienmakler Patrick Sanddorn tot aufgefunden. Bei den Recherchen stellt sich heraus, daß die beiden Opfer sich von früher her kannten. Schnell wird den Ermittlern klar, diese beiden Fälle hängen zusammen.
Doch was ist das Motiv? Gibt es etwas in der Vergangenheit der Männer was niemand weiß? Wurden sie deshalb ermordet? Jana und ihr Team arbeiten auf Hochtouren und versuchen die Verbindung zu finden.

Der Autor hat hier einen spannenden Krimi geschrieben. Man ist direkt im Geschehen und fiebert mit. Von Anfang an wird man in die Ermittlungsarbeiten mit einbezogen. Da war als Leserin viel Platz für eigene Überlegungen.

Der flüssige Schreibstil und die richtige Länge der Kapitel bereitete mir spannende Lesestunden. Die Zusammenarbeit der drei Ermittler war gut dargestellt. Sie sind in ihrer Art sehr verschieden. Das macht sie sehr sympathisch und authentisch.

Der Autor hat es auf jeden Fall geschafft, mich mehr als einmal auf die falsche Spur zu locken. Das macht für mich einen guten Krimi aus. Ich hatte öfter mal eine Vermutung, doch bis zum Ende hin blieb es verzwickt. Die Lösung war für mich sehr überraschend, aber schlüssig und logisch.

Es ist ein lesenswerter Krimi und ich ergebe dafür wohlverdiente fünf Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2025

Wird die Mauer des Schweigens durchbrochen?

Marterlmord - Ein Geheimnis. Eine Mordserie. Ein schweigendes Dorf.
0

Die Autorin war mir schon ein Begriff durch ihre Krimireihe "Lorenz Lovis". Doch dieser Krimi ist anders. Sehr düster und geheimnisvoll.
Das Cover und der Klappentext sprachen mich sofort an. Ein Dorf ...

Die Autorin war mir schon ein Begriff durch ihre Krimireihe "Lorenz Lovis". Doch dieser Krimi ist anders. Sehr düster und geheimnisvoll.
Das Cover und der Klappentext sprachen mich sofort an. Ein Dorf in einem abgelegenen Tal und dorthin wird der junge Ermittler Carminati versetzt. Für diesen ist es am Ende der Welt. Der Kollege, den er in dieser Einöde ablöst, ist nur noch ein paar Tage da.
Die Dorfbewohner sind sehr eigenbrötlerisch und misstrauisch Fremden gegenüber. An seinem ersten Tag finden sie einen Toten. Der Dorfsäufer liegt in einem Bach und das wird als Unfall deklariert. Doch kurz darauf gibt es einen weiteren Toten und das war eindeutig kein Unfall. Das war Mord. Die Familie des Opfers schweigt und Carminati, den zur Zeit auch private Probleme plagen, steht ganz alleine da. Im Pfarrer findet er einen Verbündeten, doch dieser hält sich auch sehr bedeckt. Dann geschieht ein weiterer Mord. Um weitere zu verhindern, muss Carminati versuchen diese Mauern des Schweigens zu durchbrechen.

Die Autorin hat hier einen sehr spannenden Krimi geschrieben. Ich hatte dieses Dorf direkt vor Augen, da sie es sehr bildhaft beschreibt. Diese Düsternis, die es umgibt. Die schweigsamen Bewohner. Was ist das große Geheimnis, welches man nicht preisgeben will? Warum legt man dem Ermittler so viele Steine in den Weg? Wohin ist der plötzliche Tatverdächtige verschwunden?
Der junge Ermittler hat hier einiges zu tun um das Geheimnis der grausamen Morde zu lüften.

Dieser Regionalkrimi ist sehr mysteriös gewesen .
Die Autorin hat sich hier ein packendes und dramatisches Ende ausgedacht. Das war für mich so nicht vorhersehbar.

Weiterhin hoffe ich, daß Heidi Troi demnächst wieder solch einen düsteren und geheimnisumwobenen Krimi aus dem Hut zaubert. Ich war begeistert und vergebe gerne fünf Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2025

Berührend und emotional

Vilma zählt die Liebe rückwärts
0

Vilma, eine 35jährige Musiklehrerin hat ihr Leben voll im Griff. Glaubt sie. Immer vom schlimmsten ausgehend gönnt sie sich nicht die kleinste Freude. Doch eines Tages wird ihr Leben komplett auf den Kopf ...

Vilma, eine 35jährige Musiklehrerin hat ihr Leben voll im Griff. Glaubt sie. Immer vom schlimmsten ausgehend gönnt sie sich nicht die kleinste Freude. Doch eines Tages wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Zwei fremde Männer, ein Pfarrer und ein Pathologe klingeln an ihrer Tür. Sie sind Überbringer einer Nachricht, daß ihr Vater verstorben sei. Dann bekommt sie noch einen Stapel Briefe überreicht.
Vilma ist geschockt. Ist dieser unbekannte Tote wirklich ihr Vater? Erlaubt man sich einen Scherz mit ihr? Doch diese Briefe sind an sie adressiert und darin ist vermerkt, daß sie immer nur einen am Tag lesen soll. Da es kurz vor Weihnachten ist, nimmt Vilma sich vor, die Briefe als eine Art Adventskalender zu nutzen.

Mir fiel als erstes dieses wunderschöne Cover ins Auge. Den Klappentext fand ich sehr interessant und was soll ich sagen: dieses Buch hat mich total geflasht und emotional sehr berührt.
Die Autorin hat hier einen wunderbaren Roman geschrieben.

Anfangs hatte ich einige Probleme mit Vilma. Sie erschien mir so negativ. Doch nachdem sie begann, sich mit den Briefen zu befassen, sprang der Funke über. In den Briefen erzählt der Vater seine Geschichte und die Liebe zu Vilmas Mutter. Je mehr diese sich damit auseinandersetzt umso mehr hinterfragt sie auf einmal ihr bisheriges Leben. Wäre es anders verlaufen, wenn sie einen Vater gehabt hätte? Gäbe es mehr soziale Kontakte und würde auch die Liebe nicht zu kurz kommen? Ohne es zu wollen, verändern diese Briefe ihre Einstellung zum jetzigen Ich. Besonderen Anteil nehmen daran auch ein kleiner Junge und der Pathologe, der unter dem Tourette Syndrom leidet. Den Pfarrer natürlich nicht zu vergessen.
Ich konnte bei diesem Buch viel lachen und ab und an hatte ich Tränen in den Augen, da der Roman sehr emotional auf mich wirkte.

Ein Hoch auf das Leben und die Liebe.
Es ist ein lesenswertes Buch mit viel Wortwitz und ganz viel Wärme.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2025

Makaber, facettenreich und weihnachtlich

Das Mädchen, das den Weihnachtsmann umbrachte
0

Ein Kurzgeschichtenband, der es wahrlich in sich hat. Hier gibt es zwölf ganz verschiedene Storys, die sich um Weihnachten, Dramen, Liebe und vor allem um Mord handeln. Der Mord steht eigentlich immer ...

Ein Kurzgeschichtenband, der es wahrlich in sich hat. Hier gibt es zwölf ganz verschiedene Storys, die sich um Weihnachten, Dramen, Liebe und vor allem um Mord handeln. Der Mord steht eigentlich immer im Vordergrund.
Geschickt versteht es die Autorin auch in diesen Geschichten die Spannung und den Nervenkitzel bis zur letzten Seite zu hochzuhalten. Alle Taten werden hier natürlich aufgeklärt.
Wie und warum es zu den Taten kam, erzählt die Autorin gekonnt in ihrem typisch flüssigen Schreibstil. Jede einzelne Geschichte ist einzigartig. Mir gefiel besonders "Ghostwriter". Auch die titelgebende Geschichte des Buches aus der Sicht des kleinen Mädchens fand ich sehr schön.
Mal kann man sich gut in den Täter hineinversetzen, mal nimmt man mehr Anteil an der Ermittlungsarbeit. Diese Storys sind sehr bildhaft beschrieben.
Mir war das Glück hold und ich bekam auch das dazugehörige Hörbuch. Die Stimme des Sprechers Wolfgang Berger hat die Spannung gut rübergebracht.
Die Bücher der Autorin sind sowieso alle immer packend und spannend. Dieser Kurzgeschichtenband ist es auf jeden Fall auch. Ich kann ihn nur empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere