Ein schwacher Mittelteil, der meine Neugier erlöschen ließ
CurseboundDer erste Teil der Reihe, „Faebound“, war für mich ein sehr durchwachsenes Erlebnis und ich konnte dem Hörbuch nur 3 Sterne geben. Dennoch wollte ich wissen, wie die Geschichte rund um Lettle und Yeeran ...
Der erste Teil der Reihe, „Faebound“, war für mich ein sehr durchwachsenes Erlebnis und ich konnte dem Hörbuch nur 3 Sterne geben. Dennoch wollte ich wissen, wie die Geschichte rund um Lettle und Yeeran weitergeht. Leider muss ich jetzt sagen, dass ich kein Interesse mehr daran habe, den dritten Teil zu lesen/hören.
Ich glaube, dass ich noch nie so lange für ein Hörbuch gebraucht habe wie für dieses Buch. Die Geschichte ist langatmig und stellenweise passiert gefühlt überhaupt nichts. Plötzlich überschlagen sich dann aber wieder die Ereignisse und ich habe teilweise ein wenig den Faden verloren. Dadurch habe ich immer wieder das Interesse an dem Buch verloren und mich anderen Werken zugewandt.
Wie bereits im ersten Teil zeigt die Autorin Saara El-Arifi bei gewissen Dingen eine unglaubliche Detailverliebtheit. Diese ausufernden Beschreibungen haben nicht unbedingt zu einem raschen Fortschreiten der Geschichte beigetragen und haben sich in vielen Fällen, meiner Meinung nach, auf Nebensächlichkeiten beschränkt. Noch immer habe ich das Gefühl, dass die Autorin wichtige Dinge, die die Welt betreffen zu ungenau erklärt hat.
Gesprochen wird das Hörbuch von Mona Fischer. Ihr möchte ich meinen Respekt zollen, denn sie macht hierbei wirklich einen hervorragenden Job. Das Sprechertempo war für meinen Geschmack zwar wieder etwas zu niedrig, dies lässt sich aber glücklicherweise korrigieren. Sie legt viel Gefühl in das Lesen des Buches und versucht auch eher langatmige und langweilige Passagen aufregend zu gestalten.
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass bei Trilogien meistens der zweite Band der schwächste ist. Dies trifft wahrscheinlich auch in diesem Fall wieder zu. Während dem Lesen habe ich mir öfters die Frage gestellt, ob dieser Band wirklich notwendig war oder ob man nicht aus drei Büchern zwei hätte machen können. Dadurch wäre die Handlung deutlich straffer und möglicherweise auch interessanter gewesen.
Die Liebesszenen waren in diesem Buch auch wieder teilweise sehr explizit, was generell nicht meinem Geschmack entspricht. Dazu kam für mich aber noch, dass sie nicht wirklich notwendig waren und das Buch auch ohne diese Szenen gut leben hätte können. Der romantische Anteil des Buches hat nicht wirklich eine Rolle gespielt und die Handlung des Buches nicht weitergebracht oder auch nur interessanter erscheinen lassen.
Der Schreibstil der Autorin sagt mir prinzipiell zu, daher werde ich auch in Zukunft um ihre Bücher erstinstanzlich keinen Bogen machen. Mit dieser Trilogie konnte sie mich aber nicht begeistern, wobei ich mir vorstellen kann, dass es viele Leser:innen gibt, die das Buch lieben werden.