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Steff05

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2025

Hat bestimmt Potential

Elf ist eine gerade Zahl
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Wunderschön, eigentlich… emotional und mitreißend. Die Handlung trennt sich zu einer fiktiven Geschichte, die Katja ihrer Tochter erzählt und den Ereignissen um Paulas Krebserkrankung. Letztere haben mich ...

Wunderschön, eigentlich… emotional und mitreißend. Die Handlung trennt sich zu einer fiktiven Geschichte, die Katja ihrer Tochter erzählt und den Ereignissen um Paulas Krebserkrankung. Letztere haben mich sehr berührt. Ersteres dagegen gab mir das Gefühl die darin enthaltene Tiefe nicht wirklich greifen zu können. Sie war mir etwas zu wirr und abgehoben und schien mir wenig passend um sie seinem Kind zu erzählen. Und genau dies ist dann auch Grund meiner eher kritischen Bewertung. Diese Erzählung nimmt zu viel Platz ein um sie beiseite schieben zu können und sich rein auf die ‚realen Ereignisse‘ zu konzentrieren. Kurzum, ich hatte etwas anderes erwartet und merkte rasch, dass ich nicht die Richtige für dieses Buch bin, was ich sehr schade fand. Ich glaube nämlich noch immer, dass in ihm mehr steckt, als ich zu spüren und zu analysieren in der Lage war.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Leider sehr distanziert

Lebensbande
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Mechthild Borrmann schrieb ‚Feldpost‘, ein Buch, das mir sehr gefiel. Und nun setzt ‚Lebensbande‘ auf das selbe Prinzip. Der Roman mischt Berichte von Zeitzeugen mit schriftstellerischer Freiheit und holt ...

Mechthild Borrmann schrieb ‚Feldpost‘, ein Buch, das mir sehr gefiel. Und nun setzt ‚Lebensbande‘ auf das selbe Prinzip. Der Roman mischt Berichte von Zeitzeugen mit schriftstellerischer Freiheit und holt damaligen Ereignisse durch die Protagonistin, deren Name zuerst ungenannt blieb, ins Jetzt. Oder besser: in die Zeit um 1991.
Ein Reichsausschusskind und Frauen, die um dessen Wohl kämpfen und alles wagen- das klang mir nach einer hochemotionalen Handlung. Letztendlich war aber der Stil des Buches so distanziert, dass ich mich mehr als stillen Beobachter empfand und mich kaum emotional mit den Charaktere verband. Ich fand das wahnsinnig schade, denn die Handlung selbst hätte durchaus Potential, wäre sie nur emotionaler geschrieben worden. Einzig Leo fand Zugang zu meinem Herzen, Joop mochte ich auch, doch die Frauen blieben mir allesamt in der Darstellung ihren Emotionen zu schwach.

Nach ‚Feldpost‘ hatte ich mir viel von diesem Buch versprochen- vielleicht zu viel.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Nichts für Quereinsteiger

Ivy und die Macht des Poison Garden
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Als ich dieses Buch begann, war mir nicht klar, dass es das finale Band einer Trilogie ist. Und entsprechend hatte ich anfangs mit den Personen und deren Rolle für die Handlung zu kämpfen. Damit hätte ...

Als ich dieses Buch begann, war mir nicht klar, dass es das finale Band einer Trilogie ist. Und entsprechend hatte ich anfangs mit den Personen und deren Rolle für die Handlung zu kämpfen. Damit hätte ich rechnen sollen und möchte ich dem Buch keineswegs ankreiden. Was mir aber trotzdem auffiel war, dass ich nie so recht warm mit der Handlung wurde, mir diese teils etwas oberflächlich erschien und an anderen Stellen dann wiederum eher rätselhaft vorkam. Im Mittelpunkt der Handlung stand in diesem Buch aber die Beziehung Ivys zu ihrem Vater. Sie hadert mit Empfindungen und rationalen Ansichten. Zugleich aber zieht es sie und ihre Freunde in ein waghalsiges Abenteuer, dessen Verlauf ich nicht vorhersehen konnte, deren Ursache ich in Teilen aber bereits früh erahnt habe. Spannend war es (besonders gegen Ende hin) dennoch, doch verloren habe ich mich in der Geschichte, wie gesagt, leider nicht. Als Quereinsteiger fehlt es der Handlung einfach an Tiefe. Die Magie dieser Welt entfaltet sich dadurch einfach nicht recht.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Für Kinder zu ruhig?

Jakob und Jelena
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Ich, ich als Mama fand dieses Buch toll. Mein Kind konnte aber weniger mit dieser Geschichte anfangen. ‚Weil da ja gar nichts passiert‘ und ja, ich weiß was damit gemeint ist. Die Handlung ist recht ernst ...

Ich, ich als Mama fand dieses Buch toll. Mein Kind konnte aber weniger mit dieser Geschichte anfangen. ‚Weil da ja gar nichts passiert‘ und ja, ich weiß was damit gemeint ist. Die Handlung ist recht ernst und gleichzeitig ruhig. Sie zeigt das Alltagsleben zweier, nein eigentlich dreier Kinder. Die Sätze sind oft kurz, nachdenklich und wollen langsam und bedächtig gelesen werden. Das war für meinen Wirbelwind schwer. Aber genau das schafft eben auch eine Tiefe, die mir sehr gut gefiel. Trotzdem fehlte mir durch das doch sehr offene Ende etwas. Ich verstehe zwar, was dieses aussagen möchte, doch vom Vortrag hätte trotzdem gern erfahren. So aber wirkt die Handlung etwas unfertig.

Die Kinder und ihre Charaktere sind toll beschrieben und werden recht individuell dargestellt. Lotte tat mir richtiggehend leid, Jelena und Jakob haben es da trotz wenig Geld besser, haben aber auch so ihre Baustellen.

Ob dieses Buch aber wirklich gut für Kinder geeignet ist, weiß ich nicht. Wie erwähnt sprach es meines nicht an. Heutzutage sind Geschichte für diese Altersgruppe oft quirlig und bunt und laut und irgendwie scheint das zwischenzeitlich auch von einem Buch erwartet zu werden.
Schade eigentlich, denn die Töne, die dieses hier anschlägt sind wirklich schön.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Zum Staunen, Schmunzeln und Nachdenken

Immerland – Die Stadt der Ewigkeit
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Als der fast 13jährige Mika seine Sommerferien bei seiner Oma verbringen soll, ahnt er nicht welches Abenteuer dort auf ihn wartet. Zu Anfang wirkt die Geschichte noch recht normal, nur leicht rätselhaft, ...

Als der fast 13jährige Mika seine Sommerferien bei seiner Oma verbringen soll, ahnt er nicht welches Abenteuer dort auf ihn wartet. Zu Anfang wirkt die Geschichte noch recht normal, nur leicht rätselhaft, doch das ändert sich als Mika seine Oma auf dem Boden liegend auffindet, er verzweifelt versucht sie mit dem Auto zum nächsten Arzt zu bringen und dabei von der Fahrbahn abkommt.
Immerland ist ganz und gar einzigartig und ja, zu Anfang war es für mich auch etwas gewöhnungsbedürftig. Man lernt die Welt gemeinsam mit Mika kennen und erschließt sich Informationen durch seine Erlebnisse. Doch wird auch bald schon klar, dass in dieser Geschichte etwas Großes verborgen ist. Etwas, das mich richtiggehend ergriff, nachdenklich stimmte und gefangen nahm. Und das in einem Ausmaß, wie ich es von einem Jugendbuch nicht erwartet hatte.
Empfohlen wird dieses Buch ab 12 Jahren. Ob aber in diesem Alter die Tiefe der Message bereits vollständig verstanden wird, wage ich zu bezweifeln. Mein Kind kam noch nicht damit klar und brach das Buch leider ab. Ich selbst fand es aber wirklich großartig und hoffe in 1-2 Jahren mein Kind doch noch von dieser Geschichte überzeugen zu können. Denn lernen kann man viel aus ihr.

Was mir stattdessen weniger gut gefiel, waren die kindlich wirkenden Abbildungen im Buch, die irgendwie nicht mit der Tiefe der Geschichte zu harmonieren schienen. Dazu muss ich aber anmerken, dass ich keinen der Comics von Flix kenne und dadurch vielleicht die Bedeutung der Illustrationen im Buch nicht ausreichend erkannt habe.

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