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Steff05

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.08.2025

Für Kinder zu ruhig?

Jakob und Jelena
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Ich, ich als Mama fand dieses Buch toll. Mein Kind konnte aber weniger mit dieser Geschichte anfangen. ‚Weil da ja gar nichts passiert‘ und ja, ich weiß was damit gemeint ist. Die Handlung ist recht ernst ...

Ich, ich als Mama fand dieses Buch toll. Mein Kind konnte aber weniger mit dieser Geschichte anfangen. ‚Weil da ja gar nichts passiert‘ und ja, ich weiß was damit gemeint ist. Die Handlung ist recht ernst und gleichzeitig ruhig. Sie zeigt das Alltagsleben zweier, nein eigentlich dreier Kinder. Die Sätze sind oft kurz, nachdenklich und wollen langsam und bedächtig gelesen werden. Das war für meinen Wirbelwind schwer. Aber genau das schafft eben auch eine Tiefe, die mir sehr gut gefiel. Trotzdem fehlte mir durch das doch sehr offene Ende etwas. Ich verstehe zwar, was dieses aussagen möchte, doch vom Vortrag hätte trotzdem gern erfahren. So aber wirkt die Handlung etwas unfertig.

Die Kinder und ihre Charaktere sind toll beschrieben und werden recht individuell dargestellt. Lotte tat mir richtiggehend leid, Jelena und Jakob haben es da trotz wenig Geld besser, haben aber auch so ihre Baustellen.

Ob dieses Buch aber wirklich gut für Kinder geeignet ist, weiß ich nicht. Wie erwähnt sprach es meines nicht an. Heutzutage sind Geschichte für diese Altersgruppe oft quirlig und bunt und laut und irgendwie scheint das zwischenzeitlich auch von einem Buch erwartet zu werden.
Schade eigentlich, denn die Töne, die dieses hier anschlägt sind wirklich schön.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Zum Staunen, Schmunzeln und Nachdenken

Immerland – Die Stadt der Ewigkeit
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Als der fast 13jährige Mika seine Sommerferien bei seiner Oma verbringen soll, ahnt er nicht welches Abenteuer dort auf ihn wartet. Zu Anfang wirkt die Geschichte noch recht normal, nur leicht rätselhaft, ...

Als der fast 13jährige Mika seine Sommerferien bei seiner Oma verbringen soll, ahnt er nicht welches Abenteuer dort auf ihn wartet. Zu Anfang wirkt die Geschichte noch recht normal, nur leicht rätselhaft, doch das ändert sich als Mika seine Oma auf dem Boden liegend auffindet, er verzweifelt versucht sie mit dem Auto zum nächsten Arzt zu bringen und dabei von der Fahrbahn abkommt.
Immerland ist ganz und gar einzigartig und ja, zu Anfang war es für mich auch etwas gewöhnungsbedürftig. Man lernt die Welt gemeinsam mit Mika kennen und erschließt sich Informationen durch seine Erlebnisse. Doch wird auch bald schon klar, dass in dieser Geschichte etwas Großes verborgen ist. Etwas, das mich richtiggehend ergriff, nachdenklich stimmte und gefangen nahm. Und das in einem Ausmaß, wie ich es von einem Jugendbuch nicht erwartet hatte.
Empfohlen wird dieses Buch ab 12 Jahren. Ob aber in diesem Alter die Tiefe der Message bereits vollständig verstanden wird, wage ich zu bezweifeln. Mein Kind kam noch nicht damit klar und brach das Buch leider ab. Ich selbst fand es aber wirklich großartig und hoffe in 1-2 Jahren mein Kind doch noch von dieser Geschichte überzeugen zu können. Denn lernen kann man viel aus ihr.

Was mir stattdessen weniger gut gefiel, waren die kindlich wirkenden Abbildungen im Buch, die irgendwie nicht mit der Tiefe der Geschichte zu harmonieren schienen. Dazu muss ich aber anmerken, dass ich keinen der Comics von Flix kenne und dadurch vielleicht die Bedeutung der Illustrationen im Buch nicht ausreichend erkannt habe.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Dieses Mal: Dana

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Ich habe alle bisher erschienenen Bände gehört und schwankte bei jedem einzelnen zwischen Euphorie und dem Empfinden, dass es eine Spur too much war, es ins unglaubwürdige abzudriften drohte.
Dieses Mal ...

Ich habe alle bisher erschienenen Bände gehört und schwankte bei jedem einzelnen zwischen Euphorie und dem Empfinden, dass es eine Spur too much war, es ins unglaubwürdige abzudriften drohte.
Dieses Mal freute ich mich darauf, dass Arts Verbindungen „nach oben“ nimmer ganz so extrem thematisiert wurden und der Strang sich stattdessen auf Danas verschwinden konzentrierte. Und trotzdem blieb etwas, was mich nicht überzeugen konnte. Raabes Täterprofil wirkte weit hergeholt und wurde mir in letzter Zeit in Krimis einfach schon zu oft für Erklärungen herangezogen, was letztendlich diesem Band einiges an Spannung nahm und zugleich dieser Personengruppe ein Image generiert, dass diese bei Leibe nicht verdient haben. Irgendwann ist auch mal genug. Mit diesem Band werde ich wohl, auch wenn ich mich größtenteils gut unterhalten fühlte, wohl Abstand von dieser Reihe nehmen.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Recht anspruchsvoll

Hidden Creatures (Band 1) - Das Einhorn vom Anbeginn der Zeit
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Ein Abenteuer ist dieses Buch alle Mal! Gemeinsam mit der 15jährigen Marjan erkundet man eine Welt, in der Mythengestalten existieren und zum Teil geschützt von einflussreichen Familien vor der Außenwelt ...

Ein Abenteuer ist dieses Buch alle Mal! Gemeinsam mit der 15jährigen Marjan erkundet man eine Welt, in der Mythengestalten existieren und zum Teil geschützt von einflussreichen Familien vor der Außenwelt verborgen werden. Einst half Marjans Vater bei der medizinischen Versorgung dieser Tiere. Nun nach seinem Tod soll sie in seine Fusstapfen treten- ohne aber je wirklich in die Geheimnisse dieser Welt und ihren Fähigkeiten eingeweiht worden zu sein. Doch dem nicht genug. Auch das Rätsel um den Tod des Vaters beschäftigt das Mädchen sehr. Und bald steht die Vermutung im Raum, dass all dies wohl miteinander zu tun haben muss.

Ich mag mystische Bücher genauso sehr wie mein Sohn es tut. Doch obwohl er schon etwas älter als die angegebene Empfehlung ist, hatte er merklich Probleme mit diesem Buch. Sein Stil ist komplex und das Geschehen oft rätselhaft und diffus und dadurch nur schwer zu greifen. Auch mir war die Menge an Rätseln teilweise zuviel. Man hängt in der Luft und begreift die Zusammenhänge sehr lange nicht. So etwas muss man wirklich mögen und uns lag es leider nicht.
Dennoch war die Handlung logisch aufgebaut, in sich schlüssig und das Ende kaum vorhersehbar. Die ins Geschehen verwobenen Sagen, stellten die vorkommenden Wesen vor und machten den Leser mit ihnen vertraut. Sie erzeugten aber auch eine tolle märchenhaft entrückte Stimmung, die sich auch über die eigentliche Handlung stülpt. Mir aber war diese (wie schon erwähnt) in ihren Zusammenhängen einfach zu wenig greifbar, manchen Personen hätte ich mehr Präsenz gewünscht und auch wenn das Ende noch einige Fragen beantworten konnte, blieb ich letztendlich etwas unbefriedigt zurück. Und das obwohl ich auf so viele interessante Wesen stieß. Manche waren wir bereits vertraut, von anderen las ich zum ersten Mal.

Eine Leseempfehlung kann ich jedoch leider nur bedingt aussprechen. Mit 12 wird es definitiv zu schwierig sein. Ab 14 aufwärts könnte es aber durchaus interessant sein- vorausgesetzt man kommt mit schwer greifbaren Zusammenhängen klar.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Hatte etwas andere Erwartungen an einen Thriller

Villa Obscura
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Villa Obscura wird als Jugendthriller vermarktet. Zwar sind die Protagonisten größtenteils schon dem Teenageralter entwachsen, doch wirkt dieses Buch dennoch eher wie eine Light-Version eines echten Thrillers.

Geschrieben ...

Villa Obscura wird als Jugendthriller vermarktet. Zwar sind die Protagonisten größtenteils schon dem Teenageralter entwachsen, doch wirkt dieses Buch dennoch eher wie eine Light-Version eines echten Thrillers.

Geschrieben wurde die Handlung in Kapiteln, welche im Wechsel jeweils eine der Figuren näher beleuchtet. Der Leser nimmt hierbei dennoch eine beobachtende Rolle ein, erhält dadurch jedoch auch einen guten Überblick über die Lage und lernt die einzelnen Personen und deren Geheimnisse nach und nach besser kennen.
Doch lange dreht sich die Handlung um die, im Zimmer eingesperrten Geiseln, wie sie Pläne schmieden zu entkommen und/oder die Lage zu verstehen. Immer wieder holen die Geiselnehmer auch eine, der gefangengehaltenen Personen, doch bleibt erst ungewiss, was sie mit ihrem Vorhaben bezwecken.
Diese Phase der Handlung war zwar durchaus interessant, doch hielt sie mir persönlich zu lange an, was sich letztendlich dann auch auf meine Leselust auswirkte. Es wurde zwar auch wieder spannender, doch hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt leider schon von der Handlung emotional distanziert.

Geschrieben ist dieses Buch aber dennoch irgendwie gut. Nur hatte es eben nicht das, von mir erwartete Gänsehautfeeling ausgelösten können. Ehrlicherweise aber, muss man hier wohl auch Zugeständnisse machen- schließlich wurde die Zielgruppe entsprechend jünger gewählt.

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