Drama beim Senior Sunrise
The summer we kissedInhalt: Es ist Senior Sunrise: Der gesamte Abschlussjahrgang trifft sich, um einen Tag – und die Nacht – am Strand zu verbringen. Für Natalia und Ethan ist es das erste Mal, dass sie sich wiedersehen. ...
Inhalt: Es ist Senior Sunrise: Der gesamte Abschlussjahrgang trifft sich, um einen Tag – und die Nacht – am Strand zu verbringen. Für Natalia und Ethan ist es das erste Mal, dass sie sich wiedersehen. Denn nach einem leidenschaftlichen Kuss in der Promnacht ist zwischen den beiden eigentlich besten Freunden nichts mehr, wie es war. Den ganzen Sommer über haben sie kein Wort miteinander gesprochen und jetzt – zwischen romantischen Sonnenuntergängen und knisterndem Lagerfeuer – versucht Natalia verzweifelt so zu tun, als wäre Ethan ihr egal, während der wiederum seinen Fehler unbedingt wiedergutmachen will.
Bei der Tradition des Senior Sunrise, Briefe an sich selbst zu verfassen, lassen die beiden ihren Gefühlen endlich freien Lauf. Ganz anonym natürlich. So wie alle anderen in ihrer Klasse. Aber dann weht der Wind einige der Briefe über den gesamten Strand. Plötzlich sind Ethan und Natalia gezwungen zusammenzuarbeiten, um die verlorenen Zettel und damit auch die brisanten Geheimnisse, die diese bereithalten, zu finden, bevor jemand anderes es tut. Schließlich soll niemand von ihren Gefühlen füreinander erfahren ...
"The Summer We Kissed" hat mich vor allem mit seiner fast durchgehend melancholischen Stimmung überrascht. Wer hier eine leichte Sommerromanze voller unbeschwerter Momente erwartet, könnte enttäuscht werden — denn die Geschichte bleibt überwiegend bittersüß und nachdenklich. Mir persönlich haben an einigen Stellen ein paar heitere, leichtere Passagen gefehlt, um die Schwermut der beiden Hauptfiguren Natalia und Ethan etwas aufzulockern.
Die wechselnden Perspektiven zwischen den beiden Protagonisten haben mir dafür sehr gut gefallen. Sie geben einen intensiven Einblick in die Gedankenwelt beider Figuren. Gleichzeitig sorgten sie dafür, dass ich mir oft an den Kopf fassen musste, weil sie sich selbst so sehr im Weg standen und aneinander vorbei redeten, was gefühlt 80 % der Handlung bestimmte. Die restlichen 20% des Romans waren dafür umso niedlicher und sorgten für kleine, wohltuende Momente.
Den Schreibstil empfand ich als angenehm leicht und flüssig zu lesen, sodass ich den Roman schnell ausgelesen hatte. Für die Zielgruppe ist "The Summer We Kissed" definitiv ein schönes Sad-Summer-Buch - Fans von prickelnden, leichten Sommermomenten werden eher enttäuscht.