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Veröffentlicht am 27.10.2025

Scents of Feelings

Scents of Feelings
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Worum geht es?: Gabriel Harewood bleiben nur vier Wochen, um eine Frau zu finden, die ihn heiratet, sonst verliert er seine Position als CEO im Parfümimperium seiner Familie. Ausgerechnet jetzt taucht ...

Worum geht es?: Gabriel Harewood bleiben nur vier Wochen, um eine Frau zu finden, die ihn heiratet, sonst verliert er seine Position als CEO im Parfümimperium seiner Familie. Ausgerechnet jetzt taucht Violet Wright in seinem Büro in San Diego auf, um eine Kolumne über ihn und das Unternehmen zu verfassen – niemand Geringeres als die Frau, mit der er eine unvergessliche Nacht verbracht hat. Was Gabriel nicht weiß: Violet Wright wird dafür bezahlt, seine Heiratspläne scheitern zu lassen. Doch je näher sie ihm kommt, desto schwerer fällt es ihr, Job, Wahrheit und Gefühl zu trennen. Und Gabriel erkennt zu spät, dass er seinen größten Feind in sein Bett gelockt hat.

Das Cover: Optisch ist das Buch ein echtes Highlight. Der schwarze Hintergrund in Kombination mit den farbenfrohen Blumenmotiven wirkt edel und auffällig zugleich. Besonders hervorzuheben ist der blumige Farbschnitt, der dem Buch eine zusätzliche ästhetische Note verleiht. Der Purebelle Verlag beweist hier erneut ein gutes Gespür für visuelle Gestaltung.

Der Schreibstil: Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Violet und Gabriel erzählt, was einen direkten Einblick in die Gedankenwelt beider Figuren ermöglicht. Die Kapitel sind angenehm kurz und sorgen für ein zügiges Lesetempo. Der Einstieg ist packend und verspricht eine spannende Handlung – doch leider verliert das Buch im weiteren Verlauf an Klarheit und Fokus.

Genretechnisch wirkt der Roman unausgewogen: Für ein typisches New Adult-Werk sind die erotischen Szenen zu explizit, während es für eine Dark Romance wiederum an Intensität fehlt. Die Handlung rund um Gabriels Suche nach einer Ehefrau gerät zunehmend in den Hintergrund, überlagert von zahlreichen spicy Szenen, die nicht immer zur Charakterentwicklung beitragen. Der finale Plottwist bleibt vorhersehbar und kann die anfängliche Spannung nicht vollständig retten.

Die Hauptfiguren: Violet überzeugt als starke, prinzipientreue Protagonistin. Ihre innere Zerrissenheit zwischen beruflicher Integrität und aufkeimenden Gefühlen ist nachvollziehbar und gut dargestellt. Besonders ihre Fähigkeit, sich gegenüber dominanten Männern zu behaupten, macht sie zu einer sympathischen Figur.

Gabriel hingegen bleibt blass. Trotz wiederholter Hinweise auf eine „dunkle Seite“ wirkt er eher wie ein sanfter Romantiker mit ungewöhnlichen Vorlieben. Die versuchte Charaktertiefe erinnert an bekannte Figuren wie Christian Grey, erreicht jedoch nicht deren Komplexität. Seine Motivation und emotionale Entwicklung bleiben bis zum Schluss schwer greifbar.

Endfazit: Ein vielversprechendes Buch mit einem spannenden Setting und einer starken weiblichen Hauptfigur – doch leider verliert sich die Geschichte zunehmend in erotischen Szenen, die die eigentliche Handlung überlagern. Gabriel als männlicher Protagonist bleibt blass und wenig nachvollziehbar. Wer auf der Suche nach einer klar definierten Genre-Erfahrung ist, könnte hier enttäuscht werden. Für Leserinnen und Leser, die sich auf eine Mischung aus Intrige, Romantik und Erotik einlassen möchten, bietet das Buch dennoch interessante Ansätze.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.07.2025

Variation – Für immer oder nie

Variation – Für immer oder nie
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Worum geht es?: Allie Rousseau, eine Ballerina auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, will sich im Sommerhaus ihrer Familie in Cape Cod in Ruhe von einer Verletzung erholen. Doch eine Begegnung mit ihrem ehemaligen ...

Worum geht es?: Allie Rousseau, eine Ballerina auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, will sich im Sommerhaus ihrer Familie in Cape Cod in Ruhe von einer Verletzung erholen. Doch eine Begegnung mit ihrem ehemaligen besten Freund weckt schmerzhafte Erinnerungen. Hudson Ellis, jetzt ein Eliterettungsschwimmer, hat sie als Jugendliche vor dem Ertrinken gerettet. Aber er hat sie auch nach dem Tod ihrer Schwester im Stich gelassen, als sie ihn am meisten brauchte. Als Hudsons Nichte sie um Hilfe bei der Suche nach ihrer leiblichen Mutter bittet, gerät Allie in eine unmögliche Situation. Während sie versucht, dem Mädchen zu helfen, spürt Allie eine vertraute Anziehung zu Hudson. Doch warum ist er all die Jahre zuvor gegangen? Und sind sie mutig genug, es noch einmal zu versuchen?

Das Cover: Ich mag das Buchcover sehr. Der Kontrast zwischen dem dunklen Hintergrund und den blassrosa Blumen sieht wirklich toll aus. Mir persönlich sagt die Schriftart allerdings nicht zu – sie ist einfach viel zu groß und klobig.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Erzählerperspektive erzählt. Den Start fand ich wirklich toll – man ist schnell im Geschehen drin. Es bedarf wenig Erklärung, und der Schreibstil ist locker und leicht. Je weiter ich allerdings mit der Geschichte gekommen bin, desto zäher wurde es. Die Geschichte kam einfach nicht aus dem Quark. Die Kapitel sind länger, als sie es sein müssten, und es wird versucht, Spannung aufzubauen, wo keine ist. Einige Wendungen waren auch mehr als vorhersehbar. Ich habe mich durch dieses Buch durchgequält.

Die Hauptfiguren: Allie ist eine Balletttänzerin, die schon von Kindheit an auf Perfektion trainiert wurde. Sie und ihre Schwestern sind mit einer strengen Mutter großgeworden, die ihre Kinder als Primaballerinas ausbilden wollte. Allie hat es nun geschafft und ein Solo in der Company bekommen. Doch leider machen sich die vielen Ballettstunden bemerkbar, und ihre Füße bereiten ihr Schmerzen. Allie beißt jedoch die Zähne zusammen – und es kommt, wie es kommen musste: Sie verletzt sich schwer. Nachdem sie viele OPs und anschließend die Reha hinter sich gebracht hat, ist sie gerade dabei, wieder laufen und tanzen zu lernen. Alles ist sehr mühsam, aber Allie möchte unbedingt zurück auf die Bühne. Plötzlich meldet sich ein Mädchen und behauptet, ihre Tochter zu sein. Anfangs will Allie Juniper noch loswerden, doch sie stellt Nachforschungen an und findet heraus, dass Juniper ihre Nichte ist. Dadurch kommt die gesamte Vergangenheit wieder hoch, und der Unfalltod ihrer Schwester wird erneut aufgerollt. Allie stellt Nachforschungen an, um Juniper zu helfen, mehr über ihre Vergangenheit und die Umstände der Adoption zu erfahren. Dabei werden einige Familiengeheimnisse aufgedeckt.

Hudson ist der Onkel von Juniper. Seine Schwester hat Juniper als Baby adoptiert. Juniper erzählt ihrem Onkel, dass sie ihre leiblichen Eltern kennenlernen möchte. Dies ist allerdings erst ab 18 Jahren möglich. Hudson möchte seine Nichte von diesem Vorhaben abbringen, aber sie hat ihren eigenen Kopf. Dabei begegnet er Allie wieder, die er früher bei einem Bootsunfall gerettet hat. Dieses Mal möchte er um sie kämpfen und endlich eine Beziehung mit ihr eingehen – wo er sie doch hat fallenlassen, als sie ihn am meisten gebraucht hat. Ich muss sagen, dass Hudson mir von allen Charakteren am sympathischsten ist. Er ist ein Kämpfer und lässt sich so oft von Allie zurückweisen, aber er bleibt dran. Und dann ist da noch Juniper. Meine Güte, wo soll ich da anfangen? Sie loggt sich in Social-Media-Accounts ein und gibt sich als Erwachsene aus. Sie bestellt DNA-Tests, ohne ihre Eltern einzuweihen. Sie verstößt gegen so viele Regeln – und dann wird immer nur gesagt, sie hätte einen so großen Dickkopf wie einst ihre leibliche Mutter. Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass da endlich mal jemand ein Machtwort spricht, aber das passierte nicht.

Endfazit: „Alles, was ich geben kann – The Last Letter“ habe ich geliebt, und so war klar, dass ich auch weitere Bücher der Autorin lesen muss. Leider muss ich gestehen, dass mich dieses Buch enttäuscht hat. Der Schreibstil ist sehr zäh, und es passiert zu wenig, als dass die 576 Seiten gerechtfertigt wären. Einzig Hudson als Protagonist konnte mich begeistern – ich habe mich immer gefreut, wenn man etwas mehr von ihm lesen konnte. Allie war mir in manchen Punkten einfach zu kompliziert und zu verkopft. Und von Juniper will ich gar nicht erst anfangen. Ich verstehe einfach nicht, warum man ihr so viel hat durchgehen lassen. Die Thematik Ballett wurde super ausgearbeitet und mir als Laie einfach und verständlich nähergebracht. Die Grundidee war wirklich gut, aber ich muss gestehen, dass mir die Ausarbeitung der Geschichte nicht zugesagt hat. Man hätte das Buch deutlich kürzen können.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar über vorablesen zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2025

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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Worum geht es?: Lola freut sich sehr, als sich ihre Mitbewohnerin Vivian in den charismatischen Pascal verliebt, denn Vivian galt immer als Außenseiterin. Nach ein paar Wochen mit Pascal ist Vivian jedoch ...

Worum geht es?: Lola freut sich sehr, als sich ihre Mitbewohnerin Vivian in den charismatischen Pascal verliebt, denn Vivian galt immer als Außenseiterin. Nach ein paar Wochen mit Pascal ist Vivian jedoch nicht wiederzuerkennen: Sie wird unzuverlässig und verstrickt sich in Lügen. Die Lage spitzt sich zu, als Vivian nach einem Streit mit Lola wie vom Erdboden verschwindet. Für Lola ist klar: Hier stimmt etwas nicht! Das fürchtet auch Elias, Vivians Halbbruder. Weil die Polizei nichts unternehmen kann, beschließen Lola und Elias, Vivian auf eigene Faust zu helfen. Während sich die beiden bei ihrer Suche immer näherkommen, ahnen sie nicht, welche Grenzen Vivian für die vermeintliche Liebe längst überschritten hat…

Das Cover: Das Buchcover gefällt mir sehr gut, auch wenn man auf den ersten Blick meinen könnte, dass es sich um eine Dark Romance handelt. Es ist ein Eyecatcher, und das Blau und Pink im Hintergrund kommen toll zur Geltung. Ich persönlich mag den Buchschnitt aber überhaupt nicht. Der Schriftzug „Niemand liebt dich so wie ich“ sieht einfach nicht schön aus – da hätte man etwas Ansprechenderes gestalten können.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive abwechselnd aus der Sicht von Vivi, Lola und Elias erzählt. Dabei werden die Kapitel manchmal aus der Gegenwart und manchmal aus der Vergangenheit vor Vivis Verschwinden erzählt. Ab und zu sind auch Tagebucheinträge von Vivi zu lesen. Die Kapitel sind zwischen 10 und 20 Seiten lang und hatten für mich die perfekte Länge für einen Thriller.

Machen wir es kurz und schmerzlos: Ich habe den Schreibstil überhaupt nicht gemocht. Diese ständigen Perspektivwechsel haben mich nur verwirrt und ehrlich gesagt auch angestrengt. Einmal habe ich mitten im Kapitel eine Pause eingelegt und kam überhaupt nicht wieder hinein. Ich musste erst zum Anfang des Kapitels zurückblättern und schauen, wer nun der Erzähler ist und ob wir in der Gegenwart oder Vergangenheit sind.

Das Ende konnte mich dagegen begeistern! Hier hat die Autorin eine Wendung eingebaut, die ich überhaupt nicht habe kommen sehen.

Die Hauptfiguren: Lola ist die beste Freundin und Mitbewohnerin von Vivi. Auf einer Party begegnet sie Pascal, der daraufhin eine Beziehung mit Vivi eingeht. Lola fand Pascal schon von Anfang an merkwürdig – zum einen will er nie auf Fotos zu sehen sein, dann versteckt er Kleidung in Lolas Wäsche. Es wird einfach immer skurriler. Lola möchte Vivi vor ihm warnen, aber Vivi ist hoffnungslos verliebt.

Eines Tages verschwindet Vivi, und Lola macht sich große Vorwürfe. Hätte sie sich nur nicht mit Vivi gestritten! Sie will Vivi unbedingt finden und ist sich sicher, dass Pascal hinter allem steckt. Die Polizei kann leider keine Vermisstenanzeige aufnehmen, sodass Lola in Eigenregie ermittelt. Ich habe sie als sehr fürsorgliche, warmherzige Freundin wahrgenommen – selbst als Vivi Geldprobleme hatte, gab sie ihr ohne zu zögern welches.

Elias ist Vivis älterer Halbbruder. Anfangs nimmt er Lolas Sorgen nicht ernst, aber schlussendlich schließt er sich ihrer Suche an. Elias hatte zwar nie die beste Beziehung zu seiner Schwester, doch auch er ist sich sicher, dass Pascal dahinter steckt. Mit der Zeit nähert er sich Lola an, aber seine Vergangenheit steht ihm im Weg. Elias ist ein kleiner Softie im Wolfspelz: Nach außen gibt er sich cool und unnahbar, doch innerlich ist er verletzlich und möchte endlich sein Leben ordnen.

Endfazit: Von Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich habe ich so viel Gutes gehört, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Leider konnte es mich nicht überzeugen.

Der Schreibstil war mir zu anstrengend mit den ständigen Perspektivwechseln. Lola und Elias haben mich zwar überzeugt, aber die Autorin hat eine zusätzliche Geschichte rund um ein Mädchen namens Penelope eingebaut, sodass immer mehr Charaktere hinzukamen. Irgendwann war ich einfach nur noch überfordert. Mir hätte das Buch besser gefallen, wenn sich die Handlung ausschließlich um die Suche nach Vivi gedreht hätte. Das Ende war großartig und spannend – ich war schockiert! Abschließend kann ich sagen, dass das Buch eine wichtige Thematik anspricht, von der ich vorher noch nie gehört hatte. Die Grundidee ist toll, aber die Umsetzung war nicht meins.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar über vorablesen zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2025

Say Yes to Mister Right

Say Yes to Mister Right
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Worum geht es?: Das ist Willows Leitspruch, seit sie von ihrem Ex nicht nur ausgenutzt, sondern obendrein betrogen wurde. Nur, weil sie in einer Wedding-Agentur arbeiten, muss das ja nicht bedeuten, an ...

Worum geht es?: Das ist Willows Leitspruch, seit sie von ihrem Ex nicht nur ausgenutzt, sondern obendrein betrogen wurde. Nur, weil sie in einer Wedding-Agentur arbeiten, muss das ja nicht bedeuten, an die große Liebe zu glauben. Als ihr der attraktive Seth begegnet, lässt sie sich auf eine stürmische Affäre mit ihm ein, doch eines weiß sie ganz sicher: Sie wird sich nie wieder verlieben. Denn Seth ist genau der Typ Mann, den es nur in Märchen gibt. Ehrlich, treu und dabei noch höllisch heiß. Und er will Willow entweder ganz … oder gar nicht. Was Seth nicht ahnt: Willow verbirgt ein Geheimnis, das am Ende nicht nur sie alles kosten könnte.

Das Cover: Das Buch sieht mal wieder wunderschön aus. Ich bin immer wieder begeistert, welche großartigen Bücher der Verlag veröffentlicht – das Cover und dann dieser wundervolle Buchschnitt, einfach toll!

Der Schreibstil: Das Buch wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Willow und Seth erzählt. Ich mag den Schreibstil von Daniela Hartig sehr gern – er ist spritzig und leicht und vor allem immer mit einer Prise Humor versehen. In diesem Buch hatte ich jedoch manchmal meine Probleme. Besonders durch die ständigen Streitereien zwischen Willow und Seth wurde mir schnell langweilig. Ich habe nach dem gewissen Etwas gesucht, das ich aus den anderen Büchern kannte, doch leider habe ich es nicht gefunden. Insbesondere Willow als Protagonistin hat es mir wirklich schwer gemacht, dieses Buch zu beenden – aber zu ihr komme ich später noch. Man hätte hier so viel mehr herausholen können. Vor allem beim großen Konflikt zwischen Willow und ihrem Ex hatte ich mir eine tiefere und vielleicht auch überraschendere Wendung gewünscht. Das Ende war sehr vorhersehbar und konnte mich leider nicht überzeugen.

Die Hauptfiguren: Willow ist Fotografin in der Hochzeitsagentur. Seit sie von ihrem Ex ausgenutzt und betrogen wurde, glaubt sie nicht mehr an die wahre Liebe. Sie bevorzugt One-Night-Stands und will sich auf niemanden einlassen. Seit Kurzem hat sie eine Affäre mit Seth, den sie noch aus ihrer Schulzeit kennt. Für Willow ist es allerdings nicht leicht, denn Seth wünscht sich mehr als eine lockere Affäre – er möchte eine feste Beziehung. Willow stößt ihn immer wieder von sich weg und verstrickt sich in Lügen, nur um ihn loszuwerden. Denn da ist immer noch die Vergangenheit mit ihrem Ex, die sie verfolgt. Es tut mir wahnsinnig leid, aber ich konnte Willow einfach nicht leiden. Sie ist total unreif. Sie zickt lieber herum, anstatt ein vernünftiges Gespräch zu führen. Sie tischt ihren Freunden und auch Seth lieber eine Reihe von Lügen auf, anstatt endlich mit der Wahrheit herauszurücken. Ich habe wirklich nicht verstanden, warum Seth von Anfang an Gefühle für sie hatte, wo sie doch so unausstehlich ist. Ja, zum Ende hin hat Willow einige ihrer Fehler wiedergutgemacht, aber dadurch war sie mir nicht sympathischer. Es gibt einige Logikfehler: Warum hat sie nach der Trennung nicht erneut den Kontakt zu ihrer Mutter gesucht (und wenn nicht sofort, dann wenigstens nach ein paar Jahren)? Wieso hat sie sich so lange erpressen lassen, anstatt sich Hilfe zu suchen? Ich hatte beim Lesen einfach so viele Fragezeichen.

Seth ist ein junger Mann, der schon seit seiner Schulzeit in Willow verliebt ist. Diese hat ihm jedoch nie Beachtung geschenkt. Jetzt führt er eine Affäre mit ihr, ist aber schon seit einiger Zeit nicht mehr glücklich damit. Doch jedes Mal, wenn er einen kleinen Schritt auf sie zugeht, zum Beispiel indem er sie küsst, blockt sie sofort ab. Seth gibt ihr immer und immer wieder eine Chance, bis er mehr über ihre Vergangenheit erfährt und sich schließlich von ihr distanziert. Seth war mir um einiges sympathischer als Willow, auch wenn mich seine naive Art manchmal genervt hat. Man möchte ihm am liebsten den Rat geben, sich von Willow zu distanzieren und sein Glück woanders zu suchen – verdient hätte er es allemal. Bleibt nur noch die Frage: Kann Seth Willows harten Kern knacken und finden beide doch noch zueinander? Das müsst ihr schon selbst lesen!

Endfazit: Ich fand die ersten beiden Bücher toll, und deshalb war es für mich klar, dass ich auch dieses lesen musste. Leider konnte es mich nicht überzeugen. Das Buch ist geprägt von ständigen Streitereien und Lügen – irgendwann war ich es leid. Es hat sich immer wiederholt und es gab keine Abwechslung oder überraschende Wendung. Willow als Protagonistin konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Ich habe mich sowieso gewundert, warum Seth und auch ihre Freundinnen ihr nach allem, was sie sich geleistet hat, noch beigestanden und ihr verziehen haben. Über Seth dagegen habe ich mich gefreut – ich mochte es, mehr über ihn zu erfahren. Er ist ein herzensguter Mensch, und man wünscht ihm nur das Beste. Mich konnte dieses Buch leider nicht begeistern, aber ich bin mir sicher, dass der letzte Band alles rausreißen wird. Das Ende dieses Buchs hat mich jedenfalls neugierig gemacht.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

How To End A Love Story

How To End A Love Story
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Worum geht es?: Dreizehn Jahre, nachdem ein tragisches Ereignis in der Highschool ihre Leben für immer veränderte, begegnen sich Helen Zhang und Grant Shepard zum ersten Mal wieder. Helen ist Bestsellerautorin ...

Worum geht es?: Dreizehn Jahre, nachdem ein tragisches Ereignis in der Highschool ihre Leben für immer veränderte, begegnen sich Helen Zhang und Grant Shepard zum ersten Mal wieder. Helen ist Bestsellerautorin und Grant Teil des Writers‘ Room, der an der TV-Adaption ihrer Jugendromane arbeitet. Während Helen - brillant, schön und verschlossen - gegen ihr Impostorsyndrom und ihre Schreibblockaden kämpft, ringt der nach außen charmante und witzige Grant mit seiner Vergangenheit und wiederkehrenden Panikattacken. Ihre Zusammenarbeit ist kompliziert und elektrisierend. Und obwohl Helen Grant niemals verziehen hat, könnten sie füreinander der Schlüssel sein, um Frieden mit ihrer Vergangenheit zu schließen.

Das Cover: Das Buch gefällt mir wirklich sehr gut. Die Farben sind schön knallig, und auch der Buchschnitt sieht einfach toll aus. Auch wenn ich es persönlich schöner finde, wenn das Cover und der Buchschnitt ineinander übergehen – aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Der Schreibstil: Der Schreibstil ist recht speziell. Das Buch wird aus der Erzählerperspektive erzählt, und ab und zu gibt es Zeitsprünge oder sogar Perspektivwechsel. Zum größten Teil wird Helens Sicht gezeigt. Nun, wo soll ich anfangen? Der Einstieg ins Buch ist der Autorin wirklich gut gelungen. Direkt im ersten Kapitel ist man schon bei der Beerdigung von Helens Schwester. Es war sehr emotional, und ich war direkt in die Geschichte vertieft. Mit der Zeit nahm meine Begeisterung allerdings ab, und das lag an dem komplizierten Schreibstil. Ich mag es, wenn ich einfach locker ein Buch lesen kann; es soll mich entspannen, und das hat dieses Buch leider gar nicht getan. Ganz im Gegenteil: Ich musste mich sogar richtig anstrengen und Sätze erneut lesen. Die Autorin hat einfach einen sehr komplizierten Schreibstil gewählt, und leider konnte ich dadurch keine Verbindung zu Helen und Grant aufbauen. Irgendwann war es mir dann sogar egal, ob beide ein Liebespaar werden. Ich musste mich selbst motivieren, weiter am Ball zu bleiben. Schlussendlich habe ich das Buch dann doch beendet. Abschließend kann ich sagen, dass das Ende echt süß ist, aber die ganze Geschichte sich sehr gezogen hat. Teilweise hat sich in wenigen Seiten so viel geändert, und in anderen Kapiteln ist gefühlt auf über 30 Seiten nichts passiert.

Die Hauptfiguren: Helen ist eine junge Autorin, die gerade eine Schreibblockade hat. Ihre zuletzt veröffentlichte Buchreihe wurde kürzlich veröffentlicht, und so steht sie vor einer Schaffenskrise. Sie hat das Gefühl, einfach nichts mehr berichten zu können. Wenn sie an Drama denkt, gehen ihre Gedanken immer zu dem Selbstmord ihrer Schwester. Sie versucht, sich nun auf ihren Film zu konzentrieren, und plötzlich sieht sie unter den Drehbuchautoren Grant – ausgerechnet Grant, welcher ihre Schwester angefahren hat und für ihren Tod verantwortlich ist. Tief im Inneren weiß sie, dass es Selbstmord war, aber sie kann ihm bis heute nicht verzeihen. Am liebsten möchte sie Grant so schnell wie möglich loswerden, aber er lässt nicht locker und kündigt nicht. Mit der Zeit werden aus Feinden Freunde, und schließlich sprühen Funken. Helen geht eine lockere Affäre mit ihm ein, aber sie muss sich eingestehen, dass sie mehr will. Wird sie irgendwann die Vergangenheit hinter sich lassen? Und was sagen ihre Eltern zu der aufkeimenden Romanze zwischen Helen und Grant? All das müsst ihr selber herausfinden. Leider muss ich gestehen, dass ich keine Verbindung zu Helen aufbauen konnte. Ich fand sie teilweise sogar richtig anstrengend. Sie zeigt sich immer als liebevolle Schwester, und hinter den Kulissen lief es ganz anders ab. Und dann ist da noch der Fakt, dass sie Grant so häufig abweist. Der Ärmste tat mir richtig leid.

Grant ist Drehbuchautor, braucht aber dringend wieder einen Auftrag. Er nimmt den nächsten Auftrag an, auch wenn er weiß, dass er dadurch Helen Zhang wieder begegnen wird. Seit dem Tag, als er Michelle überfahren hat, konnte er noch nie so richtig damit abschließen. Er hat häufig Panikattacken und gibt sich selbst die Schuld an der Tat. Als er schließlich eine Affäre mit Helen beginnt, ist für ihn schnell klar, dass er mehr möchte. Helen blockt ihn aber immer wieder ab. Ich habe Grant nicht verstanden. Warum tut er sich das immer wieder an? Meiner Meinung nach hat er jemand viel Besseren als Helen verdient.

Endfazit: Ach, wo soll ich anfangen? Der Klappentext klang super, und auch die ersten 50 Seiten waren super. Leider ist der Schreibstil jedoch für mich zu speziell. Ich musste mich beim Lesen konzentrieren und zuletzt auch motivieren, am Ball zu bleiben. Vielleicht hätte ich mit einem anderen Schreibstil ja eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen können. Grundlegend kann ich sagen, dass ich die Idee toll fand, aber die Geschichte konnte mich leider nicht begeistern.

Das Buch erhält von mir enttäuschte 2 von 5 Sterne.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar im Rahmen einer Leserunde bei LovelyBooks zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

An dieser Stelle möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen: Es werden unter anderem komplizierte Trauerbewältigung, Selbstmord und der Tod eines Geschwisterteils angesprochen.

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