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Veröffentlicht am 08.08.2025

Extrem cozy, kaum Crime

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Pfarrerin Anne hat im Watt etwas gefunden, das sie für einen kleinen Schatz hält. Um genaueres darüber zu erfahren, meldet sie sich bei ihrem alten Studienfreund. Die Mitglieder des Strickclubs in Mettes ...

Pfarrerin Anne hat im Watt etwas gefunden, das sie für einen kleinen Schatz hält. Um genaueres darüber zu erfahren, meldet sie sich bei ihrem alten Studienfreund. Die Mitglieder des Strickclubs in Mettes Strickladen vermuten hinter dem Archäologen einen potenziellen neuen Partner für Anne. Doch dann wird Anne überfallen, der vermeintliche Schatz geraubt und kurz darauf geschieht ein Mord. Die Strick-Crew beschließt, den Fall zu lösen.

Anja Taborsky hat eine sehr angenehme Stimme, liest das Hörbuch für meinen Geschmack aber mit einem zu fröhlichen, heiteren, dauergrinsenden Ton ein. Das wirkt auf mich leider ein wenig nach Märchentante. Da die Story reichlich Zeit bleibt, um aus dem ländlichen Wohlfühlmodus in Fahrt zu kommen, wirkt das ein klein wenig einschläfernd. Die Kombi ist nicht so ganz ideal. So hatte ich auch immer wieder etwas Schwierigkeiten, Anne und Mette auseinanderzuhalten.

Die Beschreibungen der Figuren inklusive Hund Ginger und deren privatem Umfeld sind so cozy, dass man komplett abschaltet und wegdriftet. Alltagsprobleme von Müttern, Seelenschmerz von Trauernden, Freude am eigenen Tun, die Leidenschaft für das Stricken und vieles mehr sind über weite Strecken Inhalt und Thema. Bis der Kriminalfall beginnt, vergeht gefühlt die Hälfte der Zeit. Dann gerät er fast schon wieder in Vergessenheit, weil wieder ausgeholt wird, wie besessen gestrickt wird und neue Figuren ins Spiel kommen. Da ist mit cozy dann nicht mehr ganz so viel, weil schon wieder stressig.

Vielleicht muss das so. Aber es ist für mich einfach nicht optimal. Auch finde ich die Erwähnung von Marken rund ums Stricken etwas gewöhnungsbedürftig und fast schon aufdringliche Trampel-Werbung, man verzeihe mir das Wortspiel. Nachträglich erinnere ich mich an Tratsch und Klatsch und Stricktreffen, aber an ganz wenig Krimi, der sich dann auch noch mit super vielen Zufällen aufklärt. Schade. Ist so nicht meins. Gerade noch so eben für drei Sterne okay. Vielleicht werden die Folgebände ja etwas interessanter!

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Schwedisch aufgetischt

Die besten Rezepte Schwedens
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Dieses Schweden-Kochbuch ist liebevoll gestaltet und zusammengestellt. Man merkt Ingrid Hofstra an, wie sehr sie Land, Leute und Speisen liebt. Ganz großartig finde ich, dass es zwar einen gut strukturierten ...

Dieses Schweden-Kochbuch ist liebevoll gestaltet und zusammengestellt. Man merkt Ingrid Hofstra an, wie sehr sie Land, Leute und Speisen liebt. Ganz großartig finde ich, dass es zwar einen gut strukturierten Theorie-Teil gibt, aber keine Selbstdarstellung. So hat man an den Rezepten gleich noch mal soviel Freude!

Die Kapitel sind Smörgasbord, Buffet mit Menüfolge; Fika, Die Kunst des Innehaltens; Husmanskost, Gerichte für den Altag; Festessen, Von Faschingsdienstag bis Mittsommer und Weihnachten; Grundrezepte, Klassische schwedische Rezepte von Knäckebrot über Schnaps bis hin zu eingelegtem Gemüse. Schon beim groben Durchblättern findet man da jede Menge Rezepte, die man ausprobieren möchte! Und wenn man dann in Ruhe noch mal alles durchgeht, fragt man sich doch eher, was man so gar nicht kochen möchte, so viel spricht direkt an!

Die Fotos sind wunderschön! Ob Landschaftsaufnahmen, die die Kapitel auflockern, oder die der fertigen Speisen, sie sind traumhaft gelungen. Man kann so das Auge mitessen lassen und weiß schon gleich, ob es nach dem eigenen Gusto ist. Nach dem schwedischen Namen des Gerichts folgt der deutsche.

Danach findet man die Angaben zu Portionsanzahl und Zubereitungszeit. Auf Nährwertangaben wurde verzichtet. Auch ist nicht vermerkt, ob etwas vegetarisch, vegan oder sonstiges ist. Mir gefällt das, andere könnte es stören. Dafür gibt es zu jedem Gericht noch ein paar Zeilen zur Erklärung oder auch Geschichte.

Die Zutaten sind gut gruppiert in Listen aufgeführt. Die Zutaten sind im Handel gut zu bekommen. Vieles davon hat man sowieso zumeist im Vorrat. Die Zubereitungsschritte sind ausführlich und gut verständlich erklärt. Der Arbeitsaufwand hält sich meist im Rahmen, aber natürlich gibt es auch das eine oder andere etwas aufwändigere Rezept. Meiner Meinung nach lohnt sich der Aufwand jedoch immer.

Es finden sich bekannte Klassiker, aber auch Gerichte und Speisen, die zumindest ich noch nicht kannte. Zudem wurden ein paar Rezepte eingefügt, die nicht original schwedisch sind, aber zum Rest super passen.

Am Ende des Buches findet sich ein Register, das die Rezepte nach Zutaten und auch nach dem Titel sortiert. Das ist ein klein wenig irritierend und für mich nicht immer sehr übersichtlich, aber kein echter Kritikpunkt. Mir gefallen die Rezepte ausgesprochen gut. Sie sind ohne große Schwierigkeiten nachmachbar und fast alle auch alltagstauglich. So muss ein Kochbuch für mich sein. Fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Soulfood vegetarisch

Lieblingsrezepte aus deinem Airfryer – vegetarisch
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Dass Tanja Dusy im Einführungsteil davon spricht, dass Airfryer neu seien, verblüfft mich jetzt wirklich. Ich selbst nutze diese Geräte seit mehr als 15 Jahren. Das nenne ich dann nicht wirklich neu. Dafür ...

Dass Tanja Dusy im Einführungsteil davon spricht, dass Airfryer neu seien, verblüfft mich jetzt wirklich. Ich selbst nutze diese Geräte seit mehr als 15 Jahren. Das nenne ich dann nicht wirklich neu. Dafür feiere ich sie dafür, dass sie sagt, auch für zwei Personen ist ein XXL-Gerät erforderlich, wenn man eine ganze Mahlzeit damit kochen möchte, nicht nur Beilagen. Ich liebe meinen extragroßen Airfryer, frage mich aber wirklich, wie andere damit eine ganze Familie satt bekommen. Die Informationen rund um Zubehör und Gartabellen sind sehr hilfreich, besonders für alle, die noch nicht viel Erfahrung mit ihrem kleinen Heißluftwunder haben.

Die Kapitel lauten Kleinigkeiten & Snacks; Veggie-Fastfood deluxe; Hauptsache Gemüse; Was Süßes – bitte!. Mir gefällt der kleine zusätzliche Gag, dass alle Kapitel ein Unterkapitel haben, das ein Produkt oder Rezept auf vier verschiedene Weisen verarbeitet, also variiert. Der Rezeptaufbau ist klassisch, Titel, kleiner Untertitel, Personenanzahl, Zubereitungszeiten, Kalorien, Zutatenliste, Arbeitsschritte, gelegentlich noch ein Tipp. Die Zutaten sind nicht übermäßig exotisch und in guten Supermärkten leicht zu beziehen.

Die Rezepte sind bunt und vielfältig, auch international gemischt. Hier sollte tatsächlich jeder etwas für sich finden. Wenn man es nicht extra erwähnt, dass die Gerichte vegetarisch sind, vermisst hier keiner die Fleischbeilage. So lecker ist alles! Klassiker wie neue Interpretationen und Ideen sind gleichermaßen vertreten und obwohl ich ein mäkeliger Esser bin, finde ich hier ganz viele Anregungen und neue Lieblingsrezepte. Da die Anweisungen sehr verständlich und klar gehalten sind, möchte ich fast schon von einer Gelinggarantie sprechen. Und die vier Tassenkuchen-Rezepte machen mich besonders happy, da meinen Mann und mich gern mal der süße Zahn erwischt und ich Tassenkuchen aus dem Mikrowellenherd einfach nur eklig finde, die aus dem Airfryer aber schlicht köstlich sind.

Merkt man es? Ja, ich bin begeistert! Tanja Dusy hat mich mit ihren Rezepten komplett begeistert. Manches muss in die traditionelle Fett-Fritteuse, aber ganz vieles schmeckt eben auch aus dem Airfryer, mit wenig Fett, aber großem Genuss. Ganz klare fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Kinderkrimi-Serienauftakt

Mika Mysteries 1: Der Ruf des Nachtraben
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Mika lebt im Waisenhaus und arbeitet in der Kapelle, einem Wirtshaus. Sie kämpft um ihr eigenes Überleben und das der anderen Kinder. Es ist ein besonders harter Winter und 1880 hat niemand Mitleid mit ...

Mika lebt im Waisenhaus und arbeitet in der Kapelle, einem Wirtshaus. Sie kämpft um ihr eigenes Überleben und das der anderen Kinder. Es ist ein besonders harter Winter und 1880 hat niemand Mitleid mit den Waisen. Eines Nachts wird ein Baby abgegeben und kurz darauf geschieht ein Mord. Mika und der ermittelnde Kommissar Valdemar Hoff ahnen, dass es einen Zusammenhang geben muss und alles deutet darauf hin, dass es das Werk des Nachtraben war. Doch der ist doch hingerichtet worden! Oder etwa doch nicht? Mikas besondere Beobachtungsgabe ist für Hoff sehr wichtig und hilfreich und so suchen sie gemeinsam nach der Wahrheit.

Dieses Kinderbuch ist fast schon eine Art Kinderthriller. Die eine oder andere Szene ist doch etwas gruselig, fast schon brutal. Da muss man als Elternteil schon genau wissen, was man seinem Kind zumuten kann und mag, zumal das Buch ab 10 Jahre empfohlen ist. Ich persönlich finde die Story super spannend. Zudem zeigt sie den Kids von heute, wie schwer es die Kinder Ende des 19. Jahrhunderts hatten, besonders dann, wenn sie Waisen waren. Die Atmosphäre wurde gelungen eingefangen. Julia Nachtmann liest das Hörbuch wie immer gekonnt und passend zu Figuren und Situationen.

Mir gefallen die Ermittlungen des ungleichen Teams und die Entwicklungen sehr gut. Vorhersehbar ist hier wenig bis gar nichts. Das Ende hat es hübsch in sich, es gibt kleine Cliffhanger und sehr gelungene Anschlüsse für weitere Bände dieses Auftakts der Kinderkrimi-Serie. Das finde ich sehr schön gemacht und bestens gelungen, zumal die Figuren, ob nun nett oder garstig, herrlich gelungen sind und Raum für weitere Geschichten lassen. Besonders Mika selbst wuchs mir ans Herz und ich bin mir sicher, sie hat das Zeug dazu, die neue Heldin der Kids zu werden. Wichtig finde ich dennoch, dass die Eltern mit den Kindern über das Gelesene sprechen können. Alles in allem für mich eine runde Sache, die fünf Sterne verdient!

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Jeder ist besonders!

Ein Einhorn namens Oktober
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Das kleine Einhorn Oktober hat bald seinen ersten Geburtstag. Und um diesen Tag herum bekommen die Einhörner ihre magische Kraft! Oktober kann es kaum erwarten und als der Tag kommt und vorüber geht, geschieht ...

Das kleine Einhorn Oktober hat bald seinen ersten Geburtstag. Und um diesen Tag herum bekommen die Einhörner ihre magische Kraft! Oktober kann es kaum erwarten und als der Tag kommt und vorüber geht, geschieht nichts! Sein bester Freund, das Einhörnchen, geht mit Oktober auf die Suche nach der magischen Kraft, denn vielleicht muss er sie ja selbst finden!

Diese Geschichte ist so liebevoll und zauberhaft und zeigt schon den ganz kleinen Kindern, wie besonders jeder einzelne ist. Die Zeichnungen von Juliana Kralik sind kindgerecht und verspielt, aber dennoch enorm aussagekräftig, sodass die Kids der vorgelesenen Geschichte mit den Bildern perfekt folgen können.

Die Message ist wunderbar und mutmachend und zeigt, dass Magie nicht zwingend etwas Großes sein muss, sondern gerade in den kleinen Dingen die größte Kraft entwickelt. Der Glaube an sich selbst und anderen zu helfen wird mit diesem Buch sehr schön vermittelt. Große Klasse, fünf Sterne!

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