Simon Elson’s Geschichte: »Ich hatte vor meinem eigenen Schatten Angst«
Geschichte der UnordnungDieser sehr persönliche Roman erzählt von der Kindheit des Autors, dem zu frühen Tod des Vaters, von seiner Jugendliebe und seinem rauschhaften Leben in Berlin. Bis zu seinem 42-sten Lebensjahr lebt der ...
Dieser sehr persönliche Roman erzählt von der Kindheit des Autors, dem zu frühen Tod des Vaters, von seiner Jugendliebe und seinem rauschhaften Leben in Berlin. Bis zu seinem 42-sten Lebensjahr lebt der Autor begleitet von Angst und versteckter Trauer eigentlich um beide Elternteile in Scham und kämpft mit Panikattacken. Diese verborgenen Emotionen verarbeitet er nach Erstellung von fünf Sachbüchern in diesem ersten Roman in einfühlsamem, zartem Schreibstil. Sein Spannungszustand und seine Zerrissenheit der Gefühle und Bestrebungen kommen in klaren Bildern zu Tage. Sein extrem negatives Selbst- und Weltbild und die Scham, seine Minderwertigkeitsgefühle und sein Leben auf der Grenze zur Unordnung prägen seinen Berliner Alltag. Und diese Geschichte der Unordnung als Schutz-Strategie beginnt mit dem ständig unterdrückten Trauergefühl um den viel zu früh tödlich verunglückten Vater. Dass diese Geschichte trotz des Unglücks auch ganz anders hätte verlaufen können, wird nicht weiter reflektiert. Aber hätte man diese Unterdrückung der Gefühle von Trauer und Angst als starke Familie gemeinsam geschafft, wäre eine solche emotionale Katastrophe des Autors vielleicht ausgeblieben in seinem bisherigen ungeordneten Leben.
Eine berührende Geschichte des Aufwachsens mit Angst.