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Franziska19

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Für Veränderung ist es nie zu spät

Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pizza und Aperol
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Eva steht vor dem Nichts, so fühlt es sich zumindest an. Ihr Partner hat sie verlassen, mal wieder ist eine Beziehung in die Brüche gegangen und das, obwohl sie eigentlich mitten in der Kinderwunschplanung ...

Eva steht vor dem Nichts, so fühlt es sich zumindest an. Ihr Partner hat sie verlassen, mal wieder ist eine Beziehung in die Brüche gegangen und das, obwohl sie eigentlich mitten in der Kinderwunschplanung waren. Und das ausgerechnet vor ihrem Familienurlaub. Natürlich möchte sie ihre Mutter und ihren Bruder sehen, aber auf die Vorwürfe ihrer Tante, wenn diese mitbekommt, dass Eva wieder alleine ist und nicht den typischen Lebenslauf einer italienischen Frau mit Mann und Kind nachweisen kann, hat sie überhaupt keine Lust. Und eine neue berufliche Orientierung braucht sie auch - da sie wegen einer betriebsbedingten Umstrukturierung gekündigt wurde. Eigentlich müsste sie sich eingestehen, dass es ohnehin nicht ihr Traumjob war, aber die Erfahrung gekündigt worden zu sein, wiegt insgesamt schwer.

Dieses Buch macht Mut sich auf den Weg zu sich selbst zu machen. Es beschönigt nicht, dass es Mut braucht die eigene Angst zu überwinden und das einige Hindernisse auf dem Weg überwunden werden müssen. Es zeigt aber klar, dass aus jeder zunächst auswegslosen erscheinenden Situation etwas Gutes entstehen kann. Voraussetzung dabei ist es mit sich selbst zu beschäftigen und sich seiner eigenen Angst zu stellen. In der Ruhe zu sich zu finden, zu reflektieren und alte Verhaltensmuster und Glaubenssätze zu überwinden, bilden den Weg zu einer neuen, erfüllenderen Wirklichkeit, zu der sich dann auch neue Menschen angezogen fühlen können, die den gleichen inneren Vorstellungen entsprechen. Besonders Frauen kann es sehr zu schaffen machen den gesellschaftlichen Erwartungen nicht zu entsprechen. Das Leben verläuft jedoch meistens nicht linear, sondern in Wellen. Und wer den Mut aufbringt sich den Herausforderungen zu stellen und an ihnen zu wachsen, hat die Chance die eigene Superpower in sich zu entdecken und neue Wege gehen zu können. Die Affirmationen am Ende eines jeden Kapitels laden dazu ein, sich diese als eigene Glaubenssätze zu merken. Dazu kommt eine sehr liebevolle Gestaltung durch die warmen Bilder der einzelnen Kapitel.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Eingemauert

Die ewigen Toten
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Das St. Jude ist ein ehemaliges Krankenhaus, welches eigentlich abgerissen werden soll. Doch dann wird auf dem Dachboden die Leiche einer jungen Frau gefunden. Durch durch bestehenden klimatischen Verhältnisse ...

Das St. Jude ist ein ehemaliges Krankenhaus, welches eigentlich abgerissen werden soll. Doch dann wird auf dem Dachboden die Leiche einer jungen Frau gefunden. Durch durch bestehenden klimatischen Verhältnisse auf dem Dachboden der Klinik ist die Leich mumifiziert und auf den ersten Blick nur schwer identifizierbar. Bei der Bergung bricht ein Rechtsmediziner durch die Decke und landet in einem geheimen Raum, indem noch zwei weitere Tote entdeckt werden, die anscheinend vor ihrem Tod gefoltert wurden. Hängen die Taten zusammen? Sind in der Klinik noch weitere Leichen zu finden? David Hunter beginnt zu ermitteln und überteigt dabei wieder seine professionellen Grenzen, sodass er erneut in Lebensgefahr gerät. Und Grace Strachan scheint auch noch eine alte Rechnung offen zu haben...

Zwischen dem fünften und sechsten Band der David-Hunter-Reihe ist diesmal kaum Zeit vergangen, da die Handlungen nahtlos aneinander anschließend. Es wird zunehmend ein Bogen zu den vergangenen Büchern gezogen, was in einem spannenden Showdown endet. Ein sehr verzwickerter Kriminalfall wird mit der persönlichen Geschichte des Protagonisten verküpft, sodass ein sehr spannender Kriminalroman entsteht. Und endlich scheint es eine Ende der makaberen "Verfolgungsjagd" mit Grace Strachan zu geben. Ich kann nur hoffen, dass es nicht der letzte Fall von David Hunter ist.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Wenn zwei Frauen sich gegenseitig heilen

Alte Sorten
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Sally und Liss sind zwei sehr unterschiedliche Frauen, die sich nicht nur durch ihren deutlichen Altersunterschied voneinander unterscheiden, sondern auch durch ihre Lebensumstände und ihre Biografie. ...

Sally und Liss sind zwei sehr unterschiedliche Frauen, die sich nicht nur durch ihren deutlichen Altersunterschied voneinander unterscheiden, sondern auch durch ihre Lebensumstände und ihre Biografie. Eines jedoch haben die beiden Frauen gemeinsam: sie fühlen sich in Strukturen gefangen, rebellieren, wollen ausbrechen und fallen doch immer wieder zurück. Sie kämpfen ohne Erfolg. Bis sie sich begegnen.
Sally ist siebzehn Jahre alt, magersüchtig und aufgrund ihrer Essstörung schon in diversen Kliniken gewesen. Ihre Eltern versuchen sie zu heilen, doch geben ihr nicht, was sie am dringensten benötigt: Liebe, Verständnis und ein fürsorgliches zu Hause. Deswegen versucht Sally endlich auszubrechen und verschwindet aus einer Klinik für psychischkranke Jugendliche. Sie ist im überlebensmodus, rebellisch und versucht alles und jeden zu beschimpfen, der ihr über den Weg läuft. Und dann trifft sie mitten in einem Weinberg auf Liss. Sie lebt alleine auf dem Hof ihrer Eltern, wollte immer weg und ihren eigenen Weg gehen, geriet dann aber in eine toxische Beziehung, die ihr am Ende alle Hoffnung auf Liebe und einen Neuanfang genommen hat.
Als die beiden Frauen sich sehen, erkennen sie die Narben der jeweils Anderen. Ganz vorsichtig treten sie in Kontakt und lernen sich so auf unkonventionelle Weise kennen und begegnen sich durch ihre bisher als gescheitert wahrgenommenen Biografien sich auf Augenhöhe - es entsteht eine Beziehung, in der sie sich nacheinander öffnen, sich ihren Verletzungen stellen, gemeinsam heilen, sich stärken und in eine freundlicherer Zukunft sehen können.

Das Buch hat mir ganz wunderbar gefallen. Es ist eine kleine, aber so realistische Geschichte von zwei Frauen, die bisher nur Unglück durch Beziehungen erfahren haben, aber durcheinander wieder Vertrauen in sich selbst und das Leben finden. Die beschrieben Szenen sind alltäglich und gehen deswegen sehr unter die Haut. Der Autor zeigt mit der Geschichte auf, dass man trotz sehr verfahrener Situationen und zerschlagenen Träumen mit den richtigen Menschen an der Seite wieder von vorne anfangen kann.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Vom Regen in die Traufe und dann doch ins Glück

Weit weg und ganz nah
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"Weit weg und ganz nah" beschreibt für mich ein Buch über Wendepunkte im Leben. Bücher und Filme über Roadtrips gibt es schon einige, dieses ist trotzdem etwas Besonderes! Die Protagonistin ist für mich ...

"Weit weg und ganz nah" beschreibt für mich ein Buch über Wendepunkte im Leben. Bücher und Filme über Roadtrips gibt es schon einige, dieses ist trotzdem etwas Besonderes! Die Protagonistin ist für mich eine wirkliche Kämpferin, eine Frau, die trotz vieler Hindernisse und langer Jahre der Entbehrung nicht den Glauben an Menschlichkeit, Nähe und Optimismus verliert. Ein wunderschöner Schreibstil, der viel Wärme verströmt und einen selbst und die Charaktere zum Schluss umarmt.

Jess ist damit bemüht für sich und ihre Kindern den Alltag zu meistern. Sie hat mehrere Jobs, um die Familie finanziell über die Runden zu bekommen, da ihr Expartner keinen Unterhalt zahlt. Sie ist entweder Arbeiten, kümmert sich um ihre Kinder oder den Haushalt. Für Freizeit, Freunde oder Hobbies bleibt da keine Zeit. Sie kümmert sich um ihre Tochter Tanzie, die eine außergewöhnliches Mädchen mit einem unglaublichen Interesse für Mathe ist und dann noch um den Teenager Nicky, der nicht ihr leiblicher Sohn ist und durch Erfahrungen mit seiner drogenabhängigen Mutter und seinem sich nicht kümmernden Vater, Jess Expartner, wohl eine posttraumatische Belastungsstörung hat. Er sucht sich durch Musik und Schminke und wird durch sein auffälliges Erscheinungsbild von den Mitschülern in seiner Klasse und Nachbarschaft drangsaliert.

Doch der Alltag ändert sich rapide, als Tanzie für ein Mathestipendium an einer Eliteschule vorgeschlagen wird. Trotz des Stipendiums erscheint es für Jess nicht möglich die restlichen Kosten des Schulgeldes zu finanzieren, da wird ein Mathewettbewerb ausgerufen, dessen Preisgeld Tanzie alle Türen öffnen würde. Doch der Wettbewerb ist in Schottland und so steht Jess vor der Herausforderung ihre Familie nach Schottland zu bringen. Dabei geschehen alle möglichen Unfälle und Hindernisse und immer wenn man denkt, dass es nicht noch schlimmer kommen kann, passiert das nächste Unglück - bis sich zum Schluss doch noch das Blatt wendet.


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Veröffentlicht am 21.04.2025

Jule ist zurück!

Wehe, du irrst dich
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Jule Wedekin teilt sich dieses Mal mit ihrem Mann Fernando die Elternzeit und wechselt deswegen als Vertretung für ihn zurück in das hannoveranische Mordkomissariat von Bodo Völxen. Und gleich an ihrem ...

Jule Wedekin teilt sich dieses Mal mit ihrem Mann Fernando die Elternzeit und wechselt deswegen als Vertretung für ihn zurück in das hannoveranische Mordkomissariat von Bodo Völxen. Und gleich an ihrem ersten Arbeitstag geschieht ein Mordfall - der beliebte Barbier Moussa wurde mit einem gezielten Schnitt am Hals ermordet. Jule stürzt sich gemeinsam mit dem Team von Völxen in die Ermittlungen. Dieses Mal scheint jeder der Ermittler einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung des Mordfalls beizutragen: Rifkin, Tadden und Raukel verlassen sich auf ihre Instinkte, sodass schon nach kurzer Zeit unterschiedliche Motive aufgedeckt werden. Dabei geraten die Ermittler aber selbst in Schwierigkeiten. Das Team lernt daraus, dass sie einander brauchen, um erfolgreich zu sein, gerade weil sie so verschieden sind. Und selbst der lasterbehaftete Raukel hat es nicht verdient durch eine Messerstecherei im Krankenhaus zu landen. Jule muss nebenbei auch erkennen, dass Fernando als Vollzeitvater nicht vollkommen überlastet ist, sondern eher im Gegenteil seine Aufgabe mit Leichtigkeit zu meistern scheint. Obwohl er natürlich viel Unterstüzung von seiner Mutter Pedra bekommt.

Zu Beginn des Buches hatte ich ein wenig Sorge, dass die Autorin sich zunehmend nur noch auf "Klaumauk" konzentriert und sowohl die Charaktere als auch die Handlung durch überspitzte Darstellungen gekennzeichnet sind. Dies hat sich jedoch mit Beginn der Mordermittlungen verflüchtigt, sodass das Buch wieder ein gelungener Hannoverkrimi mit viel Regionsbezug und einer spannenden Ermittlung geworden ist. Das Privatleben der Ermittler kommt nicht zu kurz, tritt aber im weiteren Verlauf der Ermittlungen eher in den Hintergrund. Auch im Nachhinein ist mir der Titel des Buches nicht so ganz klar. Ich vermute, dass es ein Hinweis darauf sein soll, dass er Mord aufgrund falscher Annahmen und Deutungen geschehen ist und Moussa vielleicht gar nicht hätte sterben müssen, würden Menschen offen und herzlich miteinander umgehen und nicht aus egoistischen Motiven handeln.

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