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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Drei Wahrheiten, umso mehr Lügen

Manchmal lüge ich
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Amber liegt im Koma. Doch sie kann sich nicht daran erinnern, wie sie dorthin gekommen ist. Während sie immer wieder in die Vergangenheit abdriftet, versucht sie ihr Gedächtnis aus den wenigen Bruchstücken, ...

Amber liegt im Koma. Doch sie kann sich nicht daran erinnern, wie sie dorthin gekommen ist. Während sie immer wieder in die Vergangenheit abdriftet, versucht sie ihr Gedächtnis aus den wenigen Bruchstücken, an die sie sich erinnert, wieder zusammenzusetzen.

Die Geschichte wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt: in der Gegenwart, in der Amber im Koma liegt, durch Tagebucheinträge aus der Kindheit und in den wenigen Tagen vor dem Unfall, der sie ins Krankenhaus gebracht hat. Dabei erfährt der Leser immer mehr aus Ambers Vergangenheit, wobei nicht all ihre Erinnerungen wahr scheinen. Die Geschichte hält ein paar spannende und überraschende Wendungen bereit, die ich so nicht habe kommen sehen. Mit Amber selbst und auch mit den anderen Protagonisten der Geschichte konnte ich jedoch nicht allzu viel anfangen, da mir absolut niemand von ihnen sympathisch war. Jeder von ihnen hat seine eigenen Geheimnisse, was natürlich die Spannung der Geschichte auch ausmacht. Das Thema psychischer Erkrankungen hätte etwas besser aufgearbeitet werden können, da man sich hier vieler Klischees bedient (auch wenn mir bewusst ist, dass es nicht die Aufgabe eines Psychothrillers ist über psychische Erkrankungen aufzuklären).

Insgesamt konnte mich die Story unterhalten und bietet einige unerwartete Wendungen. Triggerwarnungen sollten jedoch in jedem Fall beachtet werden.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Spannendes Finale

Wie die Nacht entrinnt
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Nachdem die Ley-Linie erloschen ist, sind alle Träume, die nicht in der Nähe eines Süßmetalls Schutz suchen können, in tiefen Schlaf gefallen. Während Declan versucht seinen Bruder Matthew wach zu halten, ...

Nachdem die Ley-Linie erloschen ist, sind alle Träume, die nicht in der Nähe eines Süßmetalls Schutz suchen können, in tiefen Schlaf gefallen. Während Declan versucht seinen Bruder Matthew wach zu halten, scheint nichts stark genug zu sein, um Ronan aus seinem tiefen Schlaf zu wecken. Doch obwohl sie alles getan haben, um die Vision einer zerstörten Welt zu verhindern, gibt es weiterhin Jemanden der nach ihrer Vernichtung strebt. Können die Lynch-Brüder die Welt wirklich vor dem Untergang bewahren?

„Wie die Nacht entrinnt“ ist der finale Band der Träumertrilogie. Nachdem mich der letzte Band der Reihe tatsächlich etwas gelangweilt hat, war ich dennoch gespannt, wie sich die Geschichte nach dem Auslöschen der Ley-Linie entwickeln wird. Und glücklicherweise konnte der finale Band mit deutlich mehr Spannung aufwarten. Wie auch schon in den vorherigen Bänden wechselt die Perspektive der Erzählung zwischen den verschiedenen Protagonisten. Insbesondere Carmen, Declan, Ronan und Hennessys Perspektive der Ereignisse stehen im Fokus. Besonders gefallen hat mir die Charakterentwicklung der Protagonisten, die in diesem Teil der Reihe viel Raum einnimmt. Die Handlungsstränge aller drei Bände werden zu einem spannenden Finale verknüpft, welches mich sehr gut unterhalten hat. Ein würdiger Abschluss für diese Reihe, die mich zwar nicht immer mitreißen konnte, jedoch vor allem durch Originalität und ihre realistischen Charaktere punkten kann.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Rue und Eli

Not in Love – Die trügerische Abwesenheit von Liebe
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Rue Siebert arbeitet als Biotech Ingenieurin bei Kline, der Firma ihrer Freundin Florence, an ihrem Patent zur Verlängerung der Haltbarkeit von Lebensmitteln. Ihre Welt besteht aus nur wenigen sozialen ...

Rue Siebert arbeitet als Biotech Ingenieurin bei Kline, der Firma ihrer Freundin Florence, an ihrem Patent zur Verlängerung der Haltbarkeit von Lebensmitteln. Ihre Welt besteht aus nur wenigen sozialen Kontakten und ist geprägt durch Stabilität. Als jedoch eine Investmentfirma Rues Arbeitsplatz aufkaufen will, gerät ihre stabile Welt gehörig ins Wanken. Eli Killgore und seine Geschäftspartner setzen alles daran hinter Klines Geschäftsgeheimnisse zu kommen. Doch obwohl sie Eli für sein Vorhaben verabscheuen sollte, kann sie die körperliche Anziehung zwischen ihnen nicht leugnen, die bei jedem Treffen stärker wird. Doch wie soll Rue ihre Loyalität zu Florence aufrechterhalten, wenn sie sich das erste Mal in ihrem Leben nach Jemand anderem verzehrt.

„Not in Love“ unterscheidet sich schon stark von den sonstigen RomComs der Autorin, was sie selbst auch in ein paar einleitenden Worten des Buches zugibt. Rue ist ein zurückhaltender fast schon schüchterner Charakter, die ihre soziale Unsicherheit durch abweisendes Verhalten zum Ausdruck bringt und nur sehr schwer mit Emotionen umzugehen weiß. Eli hingegen ist ein sehr offener und kontaktfreudiger Mensch. Grundsätzlich mochte ich es wie behutsam und geduldig Eli mit Rue umgeht und ihre Grenzen respektiert. Jedoch zeigen seine inneren Monologe einen Grad an Besessenheit, den ich als übertrieben empfunden habe, auch wenn er sie nie zu etwas gedrängt hat. Rues fehlende Möglichkeiten mit Emotionen umzugehen, führen dazu, dass ein Großteil ihrer „Kommunikation“ auf körperlicher Ebene stattfindet. Die intimen Szenen, die daraus resultieren waren mir persönlich zu präsent in der Geschichte. Auch wenn mich diese Geschichte von Ali Hazelwood gut unterhalten hat, kommt sie für mich nicht an ihre anderen Bücher heran.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Seltsame Bilder

HEN NA E - Seltsame Bilder
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Ein bewegender Blogeintrag, eine Kinderzeichnung und die Skizzen eines verstorbenen Zeichenlehrers. Auf den ersten Blick hat all dies nicht viel miteinander zu tun, doch der erste Blick kann täuschen. ...

Ein bewegender Blogeintrag, eine Kinderzeichnung und die Skizzen eines verstorbenen Zeichenlehrers. Auf den ersten Blick hat all dies nicht viel miteinander zu tun, doch der erste Blick kann täuschen. Denn zwischen den Bildern gibt es eine Verbindung, die das Leben Vieler im Laufe der Zeit beeinflusst hat. Tatsächlich habe ich noch nie einen Krimi/Thriller gelesen, der so aufgebaut wurde wie dieser. Die Geschichte ist in einzelne Abschnitte unterteilt, bei dem ein oder mehrere Bilder im Fokus stehen, welche ein Rätsel verkörpern und die auch im Buch abgedruckt wurden. Die Geschichten werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man anfangs keinen Zusammenhang vermutet, doch dieser Eindruck täuscht. Auch der psychologische Aspekt der Erzählung hat mir gut gefallen. Ich habe das Buch aufgrund der sehr spannenden Elemente und dem rätselhaften Charakter sehr schnell verschlungen. Ein wirklich interessantes Erzählkonzept von dem ich gern mehr lesen würde.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Auftakt der Dilogie

Chosen – Träume aus Gold
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Um ihre Familie zu beschützen, nimmt Iris anstelle ihrer Schwester an den Royal Games teil, bei dem jede adlige Familie eine ihrer Töchter ins Rennen schickt, um die Gunst des Prinzen zu gewinnen, der ...

Um ihre Familie zu beschützen, nimmt Iris anstelle ihrer Schwester an den Royal Games teil, bei dem jede adlige Familie eine ihrer Töchter ins Rennen schickt, um die Gunst des Prinzen zu gewinnen, der seine zukünftige Königin sucht. Doch die Spiele sind alles andere als ungefährlich, besonders da Iris kein bisschen Magie beherrscht. Am Königshof angekommen muss Iris sich nicht nur gegen ihre Konkurrentinnen behaupten, sondern bangt außerdem um ihr Überleben in den tödlichen Spielen. Nur ihr Mentor Cylus steht ihr unterstützend zur Seite und trainiert sie. Doch während dieses Trainings kommen sich die Beiden langsam näher und Iris zweifelt immer mehr daran, ob die Gunst des Prinzen zu erringen, wirklich das ist was sie will.

„Chosen“ ist der Auftakt einer Dilogie um Iris, die aus adligem Haus stammt, deren Familie aber kaum noch Geld besitzt. Nachdem sich ihre Schwester verletzt hat, fühlt sich Iris nun in der Pflicht ihren Platz bei den Spielen einzunehmen, obwohl sie weiß, wie tödlich diese für sie enden könnten. Iris ist mehr oder weniger das schwarze Schaf der Familie und wird von ihrer Mutter abgelehnt, sodass es einige Familienkonflikte in der Handlung gibt. Warum ihre Mutter so eine schlechte Meinung von Iris hat, ist mir jedoch nicht klar geworden. Dies klärt sich vielleicht noch im finalen Band der Dilogie. Iris ist ein starker Charakter, auch wenn sie lieber mit einem Buch auf der Couch liegt, scheut sie dennoch keine Konflikte und davon gibt es zwischen den Bewerberinnen um den Prinzen einige. Tatsächlich konnte mich Cylus noch nicht von sich überzeugen, besonders was das Ende betrifft. Die Geschichte erinnerte mich an eine Mischung aus dem Bachelor und Tribute von Panem und hat damit einige spannende Szenen zu bieten. Auch wenn ich das Ende der Geschichte sehr offensichtlich fand, konnte mich die Story jedoch von Anfang bis Ende gut unterhalten. Ich bin sehr gespannt, wie es im zweiten Buch weitergehen wird und freue mich, dass wir als Leser nicht mehr so lange darauf warten müssen.

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