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Veröffentlicht am 03.11.2025

Die Rückkehr der Herrin von Locke

The Second Death of Locke
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Auf 'The Second Death of Locke' habe ich mich schon sehr gefreut. Es war vorallem der Reiz eine Geschichte abseits des Mainstream zu lesen und bei diesem Buch hatte ich das Gefühl, dass meine ...

Auf 'The Second Death of Locke' habe ich mich schon sehr gefreut. Es war vorallem der Reiz eine Geschichte abseits des Mainstream zu lesen und bei diesem Buch hatte ich das Gefühl, dass meine Erwartungen zutreffen könnten. In dieser Hinsicht wurde ich auch nicht enttäuscht. Der Reihenauftakt ist definitiv außergewöhnlich. Ich habe ihn wahnsinnig gerne gelesen, war mit Voranschreiten der Handlung immer mehr gefesselt und kann das Buch definitiv empfehlen.

Es geht um Grey und Kier, die sich schon seit ihrer Kindheit kennen und die ein tiefes Band der Freundschaft verbindet. Das besondere ist, dass Kier ein Magier ist. Er kann seine Magie allerdings nur durch eine Quelle wirken. Und eben so eine trägt Grey in sich. Als Magier und Hand haben die beiden ihr Leben in den Dienst der Krone gestellt. Sie sind Soldaten in einem ewigen Krieg um die Quelle der Magie, die vor 17 Jahren mit der sagenumwobenen Isle of Locke untergegangen ist. Doch es soll einen Erben geben, der die Insel wieder zurück bringen kann. Und diesen vermeintlichen Erben sollen Grey und Flynn zu seinem Zielort eskortieren. Dann passieren allerdings einige unvorhersehbare Dinge und plötzlich werden Flynn und Grey zu den Gejagden.

Es hat etwas gedauert, bis ich in der Geschichte angekommen bin und auch mit V.L. Bovalinos sehr poetischen, intensiven Schreibstil musste ich erst klar kommen.
Das Magiesystem mit Quelle und Magier fand ich wirklich beeindruckend und auch die Tiefe Bindung, welche dadurch zwischen den Protagonisten entsteht. Die Beziehung zwischen Grey und Flynn war wahnsinnig intensiv; selbst kleine Gesten sind mir unter die Haut gegangen. Wir haben hier eine Friends-to-Lovers-Geschichte, die mir Geduld abverlangt hat; die meine Nerven auf die Zerreißprobe gestellt hat. Wie oft wollte ich Grey schütteln und zum Aufwachen bewegen.

Das Buch bzw. das Worldbuildung hatte für mich extreme König Artus bzw. Avalon-Vibes. Die Handlung selbst wird vom Romance-Plot getragen. Diesen habe ich als sehr schwer und intensiv empfunden. Es gibt auch einige Plottwists und Enthüllungen, die Spannung aufbauen. Ich habe bis zum Ende hin mit allem gerechnet und mich nie auf der sicheren Seite gefühlt.

Fazit:

Du solltest das Buch lesen, wenn du
- auf der Suche nach einer besonders intensiven Friends-to-Lovers-Romance bist
- Geschichten mit außergewöhnlichem Worldbuildung, Magiesystem und King Artur-Vibes magst
- Geschichten liebst, die sich intensiv mit den Charakteren, deren Geheimnissen und Entwicklung, befassen
- dich gut auf einen poetischen Schreibstil einlassen kannst

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Die verschwundenen Kinder

Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel
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Skye McKenna ist ein toller und spannender Reihenauftakt gelungen. Ich habe Cassandra Morgan ins Herz geschlossen und ich freue mich schon auf viele weitere Abenteuer mit der Junghexe und ihren ...

Skye McKenna ist ein toller und spannender Reihenauftakt gelungen. Ich habe Cassandra Morgan ins Herz geschlossen und ich freue mich schon auf viele weitere Abenteuer mit der Junghexe und ihren Freundinnen.

Cassandra Morgan - Der goldene Schlüssel ist der Auftakt zu einer magischen Kinderbuchreihe rund um Junghexe Cassandra, kurz Cassie. Cassie, die in einem Internat aufwächst, wo sie täglichen Anfeindungen und schlechtem Essen ausgesetzt ist, erhält eines Tages die Nachricht vom Tod ihrer Mutter. Sie kommt bei ihrer Tante Miranda auf Hartwood Hall unter. Dort erfährt sie nicht nur, dass sie von einer uralten Hexenfamilie abstammt, sondern auch, dass die Geschichten aus ihren Büchern von Fairies, Goblins und Co wahr sind.

Mir hat das Debüt der Autorin richtig gut gefallen. Cassie ist eine toughe Protagonistin, die unbedingt herausfinden will, was mit ihrer Mutter passiert ist. Auf der Suche stolpert Cassie von einem Abenteuer und nächste. Und manche davon sind ziemlich gefährlich.
Neben tollen neuen Freundschaften, wird Cassie auch ein Animal Companion in Form eines sprechenden Katers an die Seite gestellt. Muss ich mehr sagen? Ich bin eindeutig Team Montague.
Richtig spannend wird es zwischendurch auch. Kinder verschwinden spurlos. Cassandras Tante Miranda, die Haghexe, welche für die Sicherheit der Menschen sorgt, scheint mir ihrem Latein am Ende.

Nicht so gut gefallen hat mir, dass manche Charaktere - vorallem die Bösewichte - zu eindimensional waren. Die Kinder im Internat und die Lehrkräfte waren einfach nur schlecht und aus Prinzip gegen Cassie. Das hätte meines Erachtens nicht so extrem dargestellt werden müssen.

Aber, der einfache und unkomplizierte Schreibstil der Autorin und die Geschichte selbst haben einfach Spaß gemacht und mich gut unterhalten.

Fazit:

Du solltest das Buch lesen wenn
- du Bücher wie 'Keeper of the Lost Cities' oder 'Die Duftapotheke' magst
- du ein Buch über Freundschaft suchst
- du tierische Begleiter liebst
- gerne Hexengeschichten liest
- und du ein magisches Abenteuer mit Faires, Goblins, Irrlichtern und anderen Wesen, die es sonst nur in Märchenbüchern gibt, suchst.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Eine schnelle spicy Romance für Fans von Halloween

Spookily Yours
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Es braucht nicht immer Tiefsinn, komplexe Welten und vielschichtige Charaktere. Manchmal darf es auch eine schnelle Geschichte zum wegsnacken sein. Genau das habe ich gesucht und bekommen.

Ich ...

Es braucht nicht immer Tiefsinn, komplexe Welten und vielschichtige Charaktere. Manchmal darf es auch eine schnelle Geschichte zum wegsnacken sein. Genau das habe ich gesucht und bekommen.

Ich habe „Spookily Yours" an einem Nachmittag weggesuchtet und wurde
richtig gut unterhalten. Die Zutaten für eine „Pumkin Love Story"hat
Jennifer Chipman geliefert: Eine Halloween und Kürbisse liebende, etwas verpeilte Hexe, einen tierischen Begleiter, der sich als Dämon erweist, einen Fluch, den es zu brechen gilt und ziemlich viel Spice. Genau genommen umfassen die spicy Szenen einen Großteil des Buches. Das ist eben Geschmacksache. Mich hat es nicht gestört.

Obwohl die Protagonisten recht oberflächlich bleiben und auch nicht alles bis ins Detail erklärt und beschrieben wird, habe ich die Geschichte richtig genossen.

Fazit:
Eine schnelle, spicy Geschichte für Fans von Halloween.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Jagd nach Mr. X

Die Bibliothek meines Großvaters
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Inspiriert von seinen eigenen Erfahrungen mit seinem demenzkanken Vater, ist dem japanischen Autor Masateru Konishi ein sehr einfühlsamer, zugleich spannender, teilweise aber auch humorvoller und skurril ...

Inspiriert von seinen eigenen Erfahrungen mit seinem demenzkanken Vater, ist dem japanischen Autor Masateru Konishi ein sehr einfühlsamer, zugleich spannender, teilweise aber auch humorvoller und skurril wirkender Roman über eine wundervolle Beziehung zwischen Großvater und Enkeltochter gelungen. Ich habe das Buch unglaublich gerne gelesen und war wirklich überrascht, welche Wendungen die Handlung im Verlauf der Geschichte nimmt.

Das Buch wird aus Sicht von Kaede erzählt. Die Grundschullehrerin kümmert sich in ihrer Freizeit liebevoll um ihren an Demenz erkrankten Großvater. Die Liebe zum Geschichten erzählen und zur Literatur verbindet die beiden Generationen. Insbesondere das Lösen von Kriminalfällen, das Entlarven des Täters durch logische Schlussfolgerungen, ist eine große Leidenschaft von Kaedes Opa. Sein Scharfsinn und seine Brillianz sind trotz der schweren Krankheit immer noch ausgeprägt.

Besonders gut hat mir die Beziehung zwischen Enkelin und Großvater gefallen. Diese gründet auf Liebe und Respekt. Kaedes Großvater, welcher selbst einmal Rektor einer Schule war, genießt immer noch hohes Ansehen in seinem Umfeld. Genauso sollte es auch sein und nicht anders.

Überrascht hat mich, wie spannend die Handlung war. Kaede, die klassische Kriminalliteratur liebt, wird selbst in einem Kriminalfall verwickelt und als Leser möchte man natürlich unbedingt das Rätsel lösen.

Masateru Konishi hat die Genre gesprengt. ‚Die Bibliothek meines Großvaters‘ ist nicht nur ein Buch über die Liebe zur Literatur, sondern auch eine Familiengeschichte und zugleich ein Kriminalroman. Mir haben die Mischung, sowie auch der typisch japanische, eher nüchterne Schreibstil unglaublich gut gefallen.

Was mir weniger zugesagt hat, waren die Anspielungen an ‚Harry Potter‘, die es nicht gebraucht hätte und die auch irgendwie deplatziert wirkten. Genauso hätte es meines Erachtens keine Liebesgeschichte gebraucht, wobei ich dazu sagen muss, dass es sich dabei nur um kleine Andeutungen einer sich eventuell anbahnenden Beziehung handelt.

Abgesehen davon hat mich das Buch total begeistert und gefesselt und ich kann es Fans japanischer Literatur sehr empfehlen.

Fazit
Ein herzerwärmender Roman über eine wundervolle Beziehung zwischen Großvater und Enkeltochter mit vielen Bezügen zur klassischen Literatur und Krimielementen. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Ein Buch mit vielen Überraschungen

Faebound
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Mein erstes Buch von Sara El-Arifi hat mich hat mich direkt abgeholt und mit einer Geschichte über Elfen, Fae, Geheimnisse und Lügen, Geschichten über Götter und Schwesternschaft begeistert. ...

Mein erstes Buch von Sara El-Arifi hat mich hat mich direkt abgeholt und mit einer Geschichte über Elfen, Fae, Geheimnisse und Lügen, Geschichten über Götter und Schwesternschaft begeistert.
Das Buch ist abwechselnd aus Sicht von Yeeran und Lettle geschrieben. Zwei Schwestern aus dem Volk der Elfen, das als einziges den großen Krieg zwischen Menschen, Fae und Elfen überdauert hat. Das ist zumindest die Geschwindigkeit wie Yeeran und Lettle sie kennen. Als Yeeran zur Colonel der Elfenarmee ernannt wird, unterläuft ihr gleich bei ihrem ersten Einsatz ein Fehler mir weitreichenden Konsequenzen. Ins Exil verbannt, kämpft Yeeran ums Überleben. An ihrer Seite ihre Schwester Lettle und Kommandant Rayan, welche Yeeran ins Exil gefolt sind. Was die drei Elfen in der Wildnis erwartet, stellt ihr komplettes Weltbild auf den Kopf. Das Volk der Fae, welches als ausgestorben gilt, nimmt Yeeran und ihre Weggefährten gefangen. Den Grund muss jeder selbst herausfinden. Mich hat er jedenfalls total überrascht.
Saara El-Arifi hat mich mit ihrem wunderbaren Schreibstil direkt eingenommen. Dieser ist sehr bildhaft und atmosphärisch; ich konnte aber auch eine Prise Humor entdecken und musste üher so manchen Dialog schmunzeln. Dazu kommt eine Handlung, welche mich mit ihren unerwarteten Enthüllungen, Geheimnissen und Legenden, einer queeren Liebesgeschichte und zahlreichen Wendungen überrascht und gefesselt hat. Hervorzuheben ist auch das Magiesystem mit Trommeln und die tierischen Gefährten. Vorallem Letztere haben mich richtig begeistert.

Mit Yeeran und Leetle hat die Autorin zwei starke, weibliche Protagonistinnen erschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine Kämpferin in der Armee, die andere Wahrsagerin. Durch die wechselnden Perspektiven lernen wir beide Frauen sehr gut kennen. Im Übrigen habe ich Faebound als sehr charakterstarkes Buch wahrgenommen.
Während ich sie Beziehung der beiden Schwestern untereinander sehr tiefgehend empfunden habe, sind die Emotionen in Bezug auf die Liebesgeschichte etwas auf der Strecke geblieben. Diese habe ich nicht ganz so gefühlt. Und auch das Worldbuildung hätte etwas mehr Details und Tiefe vertragen können.

Nichtsdestotrotz habe ich den Auftaktband richtig gerne gelesen und kann ihn definitiv weiter empfehlen.

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