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Veröffentlicht am 15.05.2025

Geheimnisse verborgen im Wüstensand

Der Sternenstaubdieb
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Chelsea Abdullah hat mich in eine Welt voller Wunder, beeindruckender Djinnmagie, Wüstensand, aber auch voller Gefahren entführt. Der 'Sternenstaubdieb' liest sich wie ein Märchen aus 1001 Nacht, ...

Chelsea Abdullah hat mich in eine Welt voller Wunder, beeindruckender Djinnmagie, Wüstensand, aber auch voller Gefahren entführt. Der 'Sternenstaubdieb' liest sich wie ein Märchen aus 1001 Nacht, spannend und sehr einnehmend, aber auch unerwartet blutig und brutal.

Es geht um Mitternachtshändlerin Loulie al-Nazari, welche gemeinsam mit ihrem Djinn-Gefähren Qadir magische Relikte aufspürt und diese auf dem Nachtmarkt verkauft. Mit ihren speziellen Fähigkeiten zieht Loulie auch die Aufmerksamkeit des Sultans auf sich. Dieser lässt Loulie verhaften, um sie für seine eigenen Zwecke einzusetzen. Loulie soll für ihn eine verschollene Lampe finden. Gemeinsam mit dem Sohn des Sultans, einem Djinnjäger und Anführer der berüchtigten 40 Räuber, und und dessen Bandenmitglied Aisha brechen Loulie und Qadir zu der gefährlichen Mission in die Wüste auf.

Und diese Reise hat es in sich. Nahezu überall lauern tötliche Gefahren und jeder der Reisegesellschaft scheint seine dunklen Geheimnisse zu hüten.

Chelsea Abdullahs Schreibstil hat mich durch die Geschichte getragen, die sich mit ihren vielen eingewobenen Märchen und Erzählungen wie ein Geschichte aus 1001 Nacht liest. Besonders faszinierend fand ich die Djinnmagie und die Relikte, welche den Menschen unglaubliche Fähigkeiten verleihen.

Im Mittelteil hat mich das Buch zwar kurzzeitig etwas verloren, und es ging etwas langsam voran, umso mehr haben mich die Enthüllungen und Wendungen vereinnahmt, durch die ich immer weiter lesen wollte. Und von dem Ende mag ich gar nicht erst reden. Ich brauche unbedingt Band 2!

Fazit:
Eine Geschichte entsprungen aus Sternenstaub und Djinn-Magie, mit einem tollen orientalischen Setting und einer gegensätzlichen Reisegruppe, die man nicht so schnell vergisst. Großartige Fantasy!

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Verbundene Seelen

Our Infinite Fates
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"Our Infinite Fates" hat mich mit seiner Einzigartigkeit und einr außergewöhnlichen Handlung sehr überrascht.

Es geht um Evelyn und Arden auf denen ein grausamer Fluch liegt. Seit Jahrhunderten sind die ...

"Our Infinite Fates" hat mich mit seiner Einzigartigkeit und einr außergewöhnlichen Handlung sehr überrascht.

Es geht um Evelyn und Arden auf denen ein grausamer Fluch liegt. Seit Jahrhunderten sind die beiden dazu verdammt sich zu verlieben und vor ihrem 18. Geburtstag zu töten.

Während der Hauptstrang in der Gegenwart spielt, tauchen wir kapitelweise in die vergangenen Leben von Evelyn und Arden ein. Das Besondere daran ist, dass die Geschlechter der beiden nicht in jedem Leben gleich sind. Mal ist Evelyn ein Junge, Arden eine Frau und in einigen Jahrhunderten haben die beiden auch das gleiche Geschlecht. Nur eines ist in jedem Leben gewiss. Egal wo sie geboren sind und leben. Sie finden immer zueinander und es endet immer mit dem unausweichlichen Tod.

Die Verteilung der Rollen hat mir richtig gut gefallen , ist es der Autorin gelungen zu zeigen, dass man sich in den Menschen verliebt und nicht in das Geschlecht.

Und auch die eigentliche Handlung in der Gegenwart, ist richtig spannend. Man fiebert mit Evelyn mit, hofft , dass Arden sie nicht findet, bevor sie ihre Schwester retten kann. Außerdem hat mich die Frage nach dem Warum, die ganze Zeit begleitet. Was steckt hinter dem Fluch? Warum müssen sie vor ihrem 18. Geburtstag sterben und dann wiedergeboren zu werden? Kann Evelyn den Fluch brechen?
Evelyn hat in der Gegenwart genau das vor. Ihre Schwester ist an Leukämie erkrankt und benötigt dringend eine Knochenmarkspende. Evelyn kommt als einzige Spenderin in Frage, aber das Schicksal ist grausam. Evelyns Schwester kann die Knochenmarktransplantation aufgrund ihres angeschlagenen Immunsystems nicht machen und der Evelyns 18. Geburtstag rückt immer näher. Dabei möchte Evelyn nichts anderes als ihre Schwester, ihre liebgewonnene Familie retten.

Ich fand die Geschichte größtenteils richtig fesselnd; der Schreibstil der Autorin ist unkompliziert und einfach.

Allerdings hat sich die Handlung auch etwas in die Länge gezogen; insbesondere durch die zahlreichen Zeitsprünge in die vergangenen Leben . Und auch die Auflösung fand ich dann ein bisschen flach. Die ganze Geschichte hat eine gewisse Poesie und ich finde einfach, dass die Enthüllungen am Ende genau diese Poesie irgendwie zerstört haben.

Nichtsdestotrotz ist 'Our Infinite Fates' ein tolles Buch. Außergewöhnlich und einzigartig, mit starken Protagonisten und einem spannenden Plot. Definitiv lesenswert!

Fazit
Für Fans von außergewöhnlichen Geschichten über verbundene Seelen, die sich über Jahrtausende hinweg immer wieder finden, über Liebende, die das Schicksal verbunden und mit einem grausamen Fluch belegt hat. Große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Ein spannender Abschluss für Merle und Matteo in der Lagunenstadt Venedig

Dark Venice. Silent Haze (Dark Venice 2)
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Nachdem mich Band 1 überzeugt und gefesselt hat, war klar, dass ich auch Band 2 schnellstmöglich lesen muss. Und ich wollte natürlich wissen wie sich die dramatischen Ereignisse weiterentwickeln.

Zum ...

Nachdem mich Band 1 überzeugt und gefesselt hat, war klar, dass ich auch Band 2 schnellstmöglich lesen muss. Und ich wollte natürlich wissen wie sich die dramatischen Ereignisse weiterentwickeln.

Zum Inhalt selbst kann ich nicht viel schreiben. Antonia Wesseling erzählt in ,Silent Haze‘ Merle und Matteos Geschichte nahtlos weiter. In ,In Dark Waters‘ haben sich die Geschehnisse gegen Ende dramatisch zugespitzt. Merle und Matteo müssen jetzt mehr denn je kämpfen – vor dem Gesetz und ihre Liebe.

Ich finde, dass Antonia Wesseling wieder viel Spannung aufgebaut hat und auch wenn ich schon eine Vermutung hätte, die sich dann auch zum Teil bewahrheitet hat, war ich sehr gefesselt und konnte mit Merle und Matteo mitfiebern.

Etwas missfallen hat mir die Kommunikation zwischen Merle und Matteo. Diese ist nämlich sehr lange auf der Strecke geblieben. Hätten die beiden früher offene Worte gefunden, wäre auch die Liebesgeschichte intensiver gewesen.

Leider rückt der Handlungsstrang rund um Merles verstorben Großvater und den geheimnisvollen Liebesbriefen auch etwas in den Hintergrund. Aber immerhin bekommen wir – durchaus überraschende – Antworten.

Alles in allem hat mir die Dilogie richtig gut gefallen und ich kann sie auf jedem Fall empfehlen.

Fazit
Ein spannender Abschluss für Merle und Matteo in der Lagunenstadt Venedig. Absolut Lesenswert.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

lesenswerter Dilogie-Auftakt, der nach Venedig entführt,

Dark Venice. Deep Water (Dark Venice 1)
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Du kannst vielleicht deine Gedanken von dir wegdenken, aber Gefühle … Gefühle lassen sich nicht einfach so aussperren.

Zitat aus ‚Dark Venice – Deep Water‘, E-Book S. 36

Meine Meinung

Von Antonia Wesseling ...

Du kannst vielleicht deine Gedanken von dir wegdenken, aber Gefühle … Gefühle lassen sich nicht einfach so aussperren.

Zitat aus ‚Dark Venice – Deep Water‘, E-Book S. 36

Meine Meinung

Von Antonia Wesseling lese ich mittlerweile alles und auf Dark Venice habe ich mich besonders gefreut. Vorallem weil es mit Dark Academia mit etwas Suspence beworben wurde.

Es geht um Merle, die sich für ein Auslandssemester an der Universität von Venedig bewirbt. Doch es nicht das Studium, warum es Merle eigentlich in die Lagunenstadt zieht. Sie möchte herausfinden, was es mit den Liebesbriefen ihres geliebten verstorbenen Opas auf sich hat. Mit wem hatte ihr Großvater so engen und intimen Kontakt? Merle möchte es herausfinden. In Venedig angekommen, folgt jedoch eine Katastrophe auf die nächste. Gestrandet in einer dunklen Gasse, weil ihr die gebuchte Unterkunft kurzfristig eine Absage erteilt hat, trifft Merle auf Giulia, welche ihr kurzerhand einen Schlafplatz in der Casa Nera anbietet. Dies jedoch nur unter einer Bedingung: Merles Aufenthalt in der Casa Nera muss unbemerkt bleiben. Doch Merle verschläft den nächsten Tag und läuft prompt in die Arme des Besitzers der Unterkunft, welcher keine schönen Worte für die junge Frau übrig hat. Und sie lernt Matteo kennen, welcher ebenfalls ein Zimmer in der Casa Nera bezogen hat. Schnell ist klar, dass in der Casa Nera Geheimnisse verborgen sind, die unter keinen Umständen ans Licht

Das Buch ist abwechselnd aus Sicht von Merle und Matteo geschrieben, wodurch wir beide recht gut kennen lernen. Ich mochte die Vibes zwischen den beiden tatsächlich sehr gerne. Was ich allerdings nicht ganz nachvollziehen konnte, war die Geheimniskrämerei von Merle. Warum sie aus ihren Recherchen so ein großes Geheimnis macht; als ob was Schlimmes dahinter stecken würde. Und auch Matteo fand ich in dieser Hinsicht etwas unbeholfen. Warum verhalte ich mich derart verdächtig, wenn ich etwas zu verbergen habe. Abgesehen davon mochte ich Merle und Matteo als Person aber wie gesagt sehr gerne Und auch das es eine Slow Burn Romance ist, hat mir sehr gefallen – genauso wie die charmanten Nebencharaktere, wie Matteos kleine Schwester.

Das Setting Venedig ist sowieso grandios. Es wird zwar nicht ins Detail beschrieben, ich hatte aber beim Lesen dennoch das Gefühl eine Reise zu unternehmen und neue Ecken und Winkel Venedigs kennen zu lernen und die dunklen Geheimnisse der Stadt zu enthüllen. Venedig mit seinen engen Kanälen und verwinkelten Gassen hat einfach perfekt zu der Art Geschichte gepasst.

Hervorzuheben ist auch Antonia Wesselings Schreibstil. Dieser ist einfach wahnsinnig atmosphärisch und weiß zu fesseln, ist dabei aber so einfach gehalten, dass man nur so durch die Seiten fliegt.

Etwas mehr Suspense hätte es sein können. Die Geschichte ist schon spannend und hat einige Wendungen, die ich absolut nicht habe kommen sehen. Richtig gefährlich und wird es aber erst im letzten Drittel. Und das Ende hat mich einfach nur sprachlos zurück gelassen und ich war froh, dass ich schnell weiter lesen konnte.

Fazit

Ein lesenswerter Dilogie-Auftakt, der nach Venedig entführt, mit italienischen Vibes, geheimnissvoller Atmosphäre und einer Romance mit kleinen Suspence Anteilen besticht.

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Veröffentlicht am 05.01.2025

O'hana und andere wertvolle Botschaften

Lilo & Stitch: O'hana heißt Familie
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Als riesengroßer "Lilo und Stitch-Fan" konnte ich mir diese im Carlsen-Verlag neu erschienene Graphic-Novel nicht entgehen lassen. Ich war Feuer und Flamme auf neue Geschichten von Lilo und ihrem ...

Als riesengroßer "Lilo und Stitch-Fan" konnte ich mir diese im Carlsen-Verlag neu erschienene Graphic-Novel nicht entgehen lassen. Ich war Feuer und Flamme auf neue Geschichten von Lilo und ihrem außerirdischen Begleiter. Gemeinsam mit meinen Kindern habe ich mich auf die kleinen Abenteuer eingelassen, musste jedoch leider schnell feststellen, dass die Geschichten wirklich sehr, sehr kurz sind. Im Grunde sind diese nur kurze Dialoge, welche zwar allesamt wertvolle Botschaften enthalten, mir aber einfach zu wenig waren. Im Gegensatz zu den Geschichten, werden die vermittelten Werte sehr ausführlich am Ende eines jeden Comics erklärt. Das Verhältnis war für mich nicht stimmig. Der Zauber von "Lilo & Stitch" wollte nicht zu mir durchdringen.

Begeistert hat mich dafür die graphische Gestaltung. Die Zeichnungen sind unglaublich süß und liebevoll gestaltet. Der Aquarelstill strahlt eine Ruhe aus, sodass die Botschaften noch besser wirken.

Fazit:
Eine Graphic-Novel inspiriert von Lilo und Stitch, die in kurzen Geschichten wundervolle Botschaften von Familie und Freundschaft vermittelt.

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