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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

Eine schnelle spicy Romance für Fans von Halloween

Spookily Yours
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Es braucht nicht immer Tiefsinn, komplexe Welten und vielschichtige Charaktere. Manchmal darf es auch eine schnelle Geschichte zum wegsnacken sein. Genau das habe ich gesucht und bekommen.

Ich ...

Es braucht nicht immer Tiefsinn, komplexe Welten und vielschichtige Charaktere. Manchmal darf es auch eine schnelle Geschichte zum wegsnacken sein. Genau das habe ich gesucht und bekommen.

Ich habe „Spookily Yours" an einem Nachmittag weggesuchtet und wurde
richtig gut unterhalten. Die Zutaten für eine „Pumkin Love Story"hat
Jennifer Chipman geliefert: Eine Halloween und Kürbisse liebende, etwas verpeilte Hexe, einen tierischen Begleiter, der sich als Dämon erweist, einen Fluch, den es zu brechen gilt und ziemlich viel Spice. Genau genommen umfassen die spicy Szenen einen Großteil des Buches. Das ist eben Geschmacksache. Mich hat es nicht gestört.

Obwohl die Protagonisten recht oberflächlich bleiben und auch nicht alles bis ins Detail erklärt und beschrieben wird, habe ich die Geschichte richtig genossen.

Fazit:
Eine schnelle, spicy Geschichte für Fans von Halloween.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Jagd nach Mr. X

Die Bibliothek meines Großvaters
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Inspiriert von seinen eigenen Erfahrungen mit seinem demenzkanken Vater, ist dem japanischen Autor Masateru Konishi ein sehr einfühlsamer, zugleich spannender, teilweise aber auch humorvoller und skurril ...

Inspiriert von seinen eigenen Erfahrungen mit seinem demenzkanken Vater, ist dem japanischen Autor Masateru Konishi ein sehr einfühlsamer, zugleich spannender, teilweise aber auch humorvoller und skurril wirkender Roman über eine wundervolle Beziehung zwischen Großvater und Enkeltochter gelungen. Ich habe das Buch unglaublich gerne gelesen und war wirklich überrascht, welche Wendungen die Handlung im Verlauf der Geschichte nimmt.

Das Buch wird aus Sicht von Kaede erzählt. Die Grundschullehrerin kümmert sich in ihrer Freizeit liebevoll um ihren an Demenz erkrankten Großvater. Die Liebe zum Geschichten erzählen und zur Literatur verbindet die beiden Generationen. Insbesondere das Lösen von Kriminalfällen, das Entlarven des Täters durch logische Schlussfolgerungen, ist eine große Leidenschaft von Kaedes Opa. Sein Scharfsinn und seine Brillianz sind trotz der schweren Krankheit immer noch ausgeprägt.

Besonders gut hat mir die Beziehung zwischen Enkelin und Großvater gefallen. Diese gründet auf Liebe und Respekt. Kaedes Großvater, welcher selbst einmal Rektor einer Schule war, genießt immer noch hohes Ansehen in seinem Umfeld. Genauso sollte es auch sein und nicht anders.

Überrascht hat mich, wie spannend die Handlung war. Kaede, die klassische Kriminalliteratur liebt, wird selbst in einem Kriminalfall verwickelt und als Leser möchte man natürlich unbedingt das Rätsel lösen.

Masateru Konishi hat die Genre gesprengt. ‚Die Bibliothek meines Großvaters‘ ist nicht nur ein Buch über die Liebe zur Literatur, sondern auch eine Familiengeschichte und zugleich ein Kriminalroman. Mir haben die Mischung, sowie auch der typisch japanische, eher nüchterne Schreibstil unglaublich gut gefallen.

Was mir weniger zugesagt hat, waren die Anspielungen an ‚Harry Potter‘, die es nicht gebraucht hätte und die auch irgendwie deplatziert wirkten. Genauso hätte es meines Erachtens keine Liebesgeschichte gebraucht, wobei ich dazu sagen muss, dass es sich dabei nur um kleine Andeutungen einer sich eventuell anbahnenden Beziehung handelt.

Abgesehen davon hat mich das Buch total begeistert und gefesselt und ich kann es Fans japanischer Literatur sehr empfehlen.

Fazit
Ein herzerwärmender Roman über eine wundervolle Beziehung zwischen Großvater und Enkeltochter mit vielen Bezügen zur klassischen Literatur und Krimielementen. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Ein Buch mit vielen Überraschungen

Faebound
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Mein erstes Buch von Sara El-Arifi hat mich hat mich direkt abgeholt und mit einer Geschichte über Elfen, Fae, Geheimnisse und Lügen, Geschichten über Götter und Schwesternschaft begeistert. ...

Mein erstes Buch von Sara El-Arifi hat mich hat mich direkt abgeholt und mit einer Geschichte über Elfen, Fae, Geheimnisse und Lügen, Geschichten über Götter und Schwesternschaft begeistert.
Das Buch ist abwechselnd aus Sicht von Yeeran und Lettle geschrieben. Zwei Schwestern aus dem Volk der Elfen, das als einziges den großen Krieg zwischen Menschen, Fae und Elfen überdauert hat. Das ist zumindest die Geschwindigkeit wie Yeeran und Lettle sie kennen. Als Yeeran zur Colonel der Elfenarmee ernannt wird, unterläuft ihr gleich bei ihrem ersten Einsatz ein Fehler mir weitreichenden Konsequenzen. Ins Exil verbannt, kämpft Yeeran ums Überleben. An ihrer Seite ihre Schwester Lettle und Kommandant Rayan, welche Yeeran ins Exil gefolt sind. Was die drei Elfen in der Wildnis erwartet, stellt ihr komplettes Weltbild auf den Kopf. Das Volk der Fae, welches als ausgestorben gilt, nimmt Yeeran und ihre Weggefährten gefangen. Den Grund muss jeder selbst herausfinden. Mich hat er jedenfalls total überrascht.
Saara El-Arifi hat mich mit ihrem wunderbaren Schreibstil direkt eingenommen. Dieser ist sehr bildhaft und atmosphärisch; ich konnte aber auch eine Prise Humor entdecken und musste üher so manchen Dialog schmunzeln. Dazu kommt eine Handlung, welche mich mit ihren unerwarteten Enthüllungen, Geheimnissen und Legenden, einer queeren Liebesgeschichte und zahlreichen Wendungen überrascht und gefesselt hat. Hervorzuheben ist auch das Magiesystem mit Trommeln und die tierischen Gefährten. Vorallem Letztere haben mich richtig begeistert.

Mit Yeeran und Leetle hat die Autorin zwei starke, weibliche Protagonistinnen erschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine Kämpferin in der Armee, die andere Wahrsagerin. Durch die wechselnden Perspektiven lernen wir beide Frauen sehr gut kennen. Im Übrigen habe ich Faebound als sehr charakterstarkes Buch wahrgenommen.
Während ich sie Beziehung der beiden Schwestern untereinander sehr tiefgehend empfunden habe, sind die Emotionen in Bezug auf die Liebesgeschichte etwas auf der Strecke geblieben. Diese habe ich nicht ganz so gefühlt. Und auch das Worldbuildung hätte etwas mehr Details und Tiefe vertragen können.

Nichtsdestotrotz habe ich den Auftaktband richtig gerne gelesen und kann ihn definitiv weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Geheimnisse verborgen im Wüstensand

Der Sternenstaubdieb
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Chelsea Abdullah hat mich in eine Welt voller Wunder, beeindruckender Djinnmagie, Wüstensand, aber auch voller Gefahren entführt. Der 'Sternenstaubdieb' liest sich wie ein Märchen aus 1001 Nacht, ...

Chelsea Abdullah hat mich in eine Welt voller Wunder, beeindruckender Djinnmagie, Wüstensand, aber auch voller Gefahren entführt. Der 'Sternenstaubdieb' liest sich wie ein Märchen aus 1001 Nacht, spannend und sehr einnehmend, aber auch unerwartet blutig und brutal.

Es geht um Mitternachtshändlerin Loulie al-Nazari, welche gemeinsam mit ihrem Djinn-Gefähren Qadir magische Relikte aufspürt und diese auf dem Nachtmarkt verkauft. Mit ihren speziellen Fähigkeiten zieht Loulie auch die Aufmerksamkeit des Sultans auf sich. Dieser lässt Loulie verhaften, um sie für seine eigenen Zwecke einzusetzen. Loulie soll für ihn eine verschollene Lampe finden. Gemeinsam mit dem Sohn des Sultans, einem Djinnjäger und Anführer der berüchtigten 40 Räuber, und und dessen Bandenmitglied Aisha brechen Loulie und Qadir zu der gefährlichen Mission in die Wüste auf.

Und diese Reise hat es in sich. Nahezu überall lauern tötliche Gefahren und jeder der Reisegesellschaft scheint seine dunklen Geheimnisse zu hüten.

Chelsea Abdullahs Schreibstil hat mich durch die Geschichte getragen, die sich mit ihren vielen eingewobenen Märchen und Erzählungen wie ein Geschichte aus 1001 Nacht liest. Besonders faszinierend fand ich die Djinnmagie und die Relikte, welche den Menschen unglaubliche Fähigkeiten verleihen.

Im Mittelteil hat mich das Buch zwar kurzzeitig etwas verloren, und es ging etwas langsam voran, umso mehr haben mich die Enthüllungen und Wendungen vereinnahmt, durch die ich immer weiter lesen wollte. Und von dem Ende mag ich gar nicht erst reden. Ich brauche unbedingt Band 2!

Fazit:
Eine Geschichte entsprungen aus Sternenstaub und Djinn-Magie, mit einem tollen orientalischen Setting und einer gegensätzlichen Reisegruppe, die man nicht so schnell vergisst. Großartige Fantasy!

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Verbundene Seelen

Our Infinite Fates
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"Our Infinite Fates" hat mich mit seiner Einzigartigkeit und einr außergewöhnlichen Handlung sehr überrascht.

Es geht um Evelyn und Arden auf denen ein grausamer Fluch liegt. Seit Jahrhunderten sind die ...

"Our Infinite Fates" hat mich mit seiner Einzigartigkeit und einr außergewöhnlichen Handlung sehr überrascht.

Es geht um Evelyn und Arden auf denen ein grausamer Fluch liegt. Seit Jahrhunderten sind die beiden dazu verdammt sich zu verlieben und vor ihrem 18. Geburtstag zu töten.

Während der Hauptstrang in der Gegenwart spielt, tauchen wir kapitelweise in die vergangenen Leben von Evelyn und Arden ein. Das Besondere daran ist, dass die Geschlechter der beiden nicht in jedem Leben gleich sind. Mal ist Evelyn ein Junge, Arden eine Frau und in einigen Jahrhunderten haben die beiden auch das gleiche Geschlecht. Nur eines ist in jedem Leben gewiss. Egal wo sie geboren sind und leben. Sie finden immer zueinander und es endet immer mit dem unausweichlichen Tod.

Die Verteilung der Rollen hat mir richtig gut gefallen , ist es der Autorin gelungen zu zeigen, dass man sich in den Menschen verliebt und nicht in das Geschlecht.

Und auch die eigentliche Handlung in der Gegenwart, ist richtig spannend. Man fiebert mit Evelyn mit, hofft , dass Arden sie nicht findet, bevor sie ihre Schwester retten kann. Außerdem hat mich die Frage nach dem Warum, die ganze Zeit begleitet. Was steckt hinter dem Fluch? Warum müssen sie vor ihrem 18. Geburtstag sterben und dann wiedergeboren zu werden? Kann Evelyn den Fluch brechen?
Evelyn hat in der Gegenwart genau das vor. Ihre Schwester ist an Leukämie erkrankt und benötigt dringend eine Knochenmarkspende. Evelyn kommt als einzige Spenderin in Frage, aber das Schicksal ist grausam. Evelyns Schwester kann die Knochenmarktransplantation aufgrund ihres angeschlagenen Immunsystems nicht machen und der Evelyns 18. Geburtstag rückt immer näher. Dabei möchte Evelyn nichts anderes als ihre Schwester, ihre liebgewonnene Familie retten.

Ich fand die Geschichte größtenteils richtig fesselnd; der Schreibstil der Autorin ist unkompliziert und einfach.

Allerdings hat sich die Handlung auch etwas in die Länge gezogen; insbesondere durch die zahlreichen Zeitsprünge in die vergangenen Leben . Und auch die Auflösung fand ich dann ein bisschen flach. Die ganze Geschichte hat eine gewisse Poesie und ich finde einfach, dass die Enthüllungen am Ende genau diese Poesie irgendwie zerstört haben.

Nichtsdestotrotz ist 'Our Infinite Fates' ein tolles Buch. Außergewöhnlich und einzigartig, mit starken Protagonisten und einem spannenden Plot. Definitiv lesenswert!

Fazit
Für Fans von außergewöhnlichen Geschichten über verbundene Seelen, die sich über Jahrtausende hinweg immer wieder finden, über Liebende, die das Schicksal verbunden und mit einem grausamen Fluch belegt hat. Große Empfehlung!

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