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Veröffentlicht am 29.12.2025

Olivias Wandlung

Stricktraum und Weihnachtszauber. Eine Kreativ-Romance. Mit Multimuster-Tuch-Knit-Along. Adventskalenderbuch
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Olivia flieht aus London vor ihrer gescheiterten Beziehung und ihrem Ex, der noch in ihrer Wohnung sitzt. Als Grinch verirrt sie sich in die verschneiten Cotswolds, ohne zu ahnen, dass sie hier im Weihnachtsparadies ...

Olivia flieht aus London vor ihrer gescheiterten Beziehung und ihrem Ex, der noch in ihrer Wohnung sitzt. Als Grinch verirrt sie sich in die verschneiten Cotswolds, ohne zu ahnen, dass sie hier im Weihnachtsparadies landet. Während sie sich einfach auf ihre Arbeit konzentrieren will, wird sie schon am Bahnhof von einem Typen im Weihnachtspullover abgeholt. Doch gerade dieser Typ namens Jacob, versucht ihr den Zauber der Weihnacht näherzubringen und ihren Fokus zu verschieben.

„Stricktraum und Weihnachtszauber“ von Gabriella Sander und Veronika Hug ist ein Roman-Adventskalender, der gleichzeitig eine Strickanleitung für ein Tuch enthält. Das bedeutet, an Heiligabend schließt man nicht nur eine Story ab, sondern (insofern man strickt oder stricken kann) auch ein Halstuch. 
Schon allein für die Idee, dass diesen Roman-Adventskalender eine Strickanleitung begleitet, hat dieses Buch einen extra Stern verdient. 
Zur Geschichte selber muss ich jedoch sagen, dass sie mich leider nicht richtig mitnehmen konnte. Olivia war mir sehr, sehr lange äußerst unsympathisch und ich konnte nicht mit ihr warm werden. Ihre unnahbare Art, die zum Teil auch sehr herabwürdigend war, machte es mir schwer, eine Beziehung zu ihr aufzubauen.
Jacob und Adele wiederum habe ich sofort ins Herz geschlossen. Auch die anderen Bewohner Greenhills konnte man einfach nur mögen.
Die Kapitellänge fand ich am Anfang absolut ok, nur wurden sie im letzten Drittel immer kürzer und auch Olivias Umbruch ging mir dann doch zu schnell. Auch die Versöhnung um Olivia und ihre Familie war mir dann doch zu schnell zu harmonisch.

Alles in allem eine schöne Geschichte und als Adventskalender gut geeignet. Als normaler Roman hätte es mir vermutlich nicht zugesagt, aber vor dem Hintergrund der Idee vergebe ich 3,5 Sterne. Dennoch kann ich es Weihnachtsfans und Fans von Lovestorys ans Herz legen, sich einmal auf diesen Adventskalender einzulassen und auch Strickfans sollten hier auf ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Frauen als Agentinnen

Wir dachten, das Leben kommt noch
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BBC-Moderatorin Gwen ist auf den Spuren erfolgreicher Frauen der Geschichte. Eines Tages wandelt sie auf den Spuren ihrer eigenen Großmutter und damit auf der Spur der Special Operation Executive. Eine ...

BBC-Moderatorin Gwen ist auf den Spuren erfolgreicher Frauen der Geschichte. Eines Tages wandelt sie auf den Spuren ihrer eigenen Großmutter und damit auf der Spur der Special Operation Executive. Eine aufregende Reise in die Vergangenheit, die nicht nur Gwen aufwirbelt, beginnt.

„Wir dachten, das Leben kommt noch“ von Elisabeth Sandmann ist ein Roman, der auf teils fiktiven, als auch realen Daten basiert. 
Mir ist diese Sparte des britischen Geheimdienstes bis zur Lektüre dieses Buches noch nicht begegnet, weshalb ich die Aufarbeitung wirklich interessant finde.
Gwens Handlungsstrang spielt zu Beginn der 2000er, während ein zweiter Handlungsstrang zur Zeit des 2. Weltkriegs spielt und hauptsächlich durch Pat, auch bekannt als Emma Fleury, geprägt wird.
Gwen ist eine sehr patente Frau, alleinerziehende Mutter, die aber dennoch noch Gefühle für den Vater ihrer Tochter hat und BBC-Moderatorin ist. Einen schmalen roten Faden bei ihrer Geschichte spielt auch die Pianistin Clara Haskill.
Pat wiederum ist eine unnahbare, ältere Frau, die mit ihrem Schicksal hadert und durch Gwen indirekt gezwungen wird, sich nochmals mit ihrem Leben zu beschäftigen, was ihre Sichtweise völlig ändert.
Die Idee des Romans hat mir wirklich gut gefallen, dennoch ist es mir schwer gefallen, das Buch zu lesen. Es ist sehr umfangreich, enthält viele Figuren und wirkt dadurch sehr verwirrend, aber auch unwahrscheinlich trocken. Die Geschichte zieht sich mächtig in die Länge, weshalb ich wirklich lange fürs Lesen gebraucht habe.
Die Auflockerung war für mich immer Gwens Tochter, Ruth. Sie hat eine gewisse Leichtigkeit in den Verlauf des Buchs gebracht.

Mein Fazit: Ein interessantes Buch, dessen Lektüre aber sehr viel Aufmerksamkeit braucht und dadurch recht zäh zu lesen ist. 
Für alle Geschichtsinteressierten aber auf jeden Fall eine gute Lektüre.
Daher gibts meinerseits 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Das Vermächtnis des Familienoberhaupts

Zeit des Neubeginns
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Nach Georgs Tod müssen sich die Mitglieder der Familie Hansen erst wieder neu finden. Georgs letzter Wille und seine Botschaften an jeden einzelnen schweben über ihnen und die Frage, wie es nun weitergehen ...

Nach Georgs Tod müssen sich die Mitglieder der Familie Hansen erst wieder neu finden. Georgs letzter Wille und seine Botschaften an jeden einzelnen schweben über ihnen und die Frage, wie es nun weitergehen soll und wird - vor allem für das Hansens.

„Zeit des Neubeginns“ ist Band 7 der Reihe „Die Kinder der Hansens“ von Ellin Carsta und der Titel trifft es. Ellin Carsta beschreibt die Sorgen und Nöten einer Familie, deren Familienoberhaupt vor Kurzem verstorben ist und die sich sammeln muss. Es kommt zu kleineren Generationenkonflikten und jeder einzelne sucht seinen neuen Platz. Hier kommt dazu, dass mit Amalas Bruder ein Mitglied der Hansens, das bisher keine große Rolle spielte, integriert wird. Auch hier kommt langsam die sich ändernde politische Gesinnung des deutschen Volkes zum Vorschein und Robert muss gegen Vorurteile gegenüber Farbigen kämpfen.
Ich gebe zu, so richtig konnte mich dieser Teil dieses Mal nicht überzeugen. Ich finde zwar den tagebuchähnlichen Stil von Ellin Carsta sehr angenehm, aber die inneren Konflikte, gerade auf Thereses Seite waren mir etwas zu langatmig.
Die Idee hinter dem Hansens fand ich immer wirklich gut. Doch die Geschäfte, die Eduard auch hier wieder macht, nehmen wieder die gleichen Ausmaße an, wie sie bereits in Berlin hatten. Das bedeutet auch für die Zukunft eine vorhersehbare Entwicklung. Ich hätte mir an dieser Stelle kreativere Entwicklungen gewünscht.
Was mir jedoch gut gefallen hat, ist Marthas Entwicklung. Ich hoffe, es hält auch so an.

Trotz der Anmerkungen ist es immer wieder ein tolles Wiedersehen mit den Hansens, das immer wieder Spaß macht. Ellin Carsta gelingt es den Leser in sämtliche Lebensbereiche der Familie mitzunehmen und ihre Gefühle, Bedenken und Beziehungen nachzuvollziehen.
Wer also die Hansens bisher verfolgt hat, sollte also auch dieses Buch unbedingt lesen. Wer kein Vorwissen hat, sollte jedoch eher die Finger davon lassen.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Die Umsetzung des Schwurs

Der Schmuckpalast – Emma und das Geheimnis des Diamanten
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Die drei Cartier-Brüder gaben sich einst einen Schwur. Immer wieder stoßen sie auf Situationen, in denen sie sich dessen bewusst werden und schließlich gelingt es ihnen, diesen auch umzusetzen - Cartiers ...

Die drei Cartier-Brüder gaben sich einst einen Schwur. Immer wieder stoßen sie auf Situationen, in denen sie sich dessen bewusst werden und schließlich gelingt es ihnen, diesen auch umzusetzen - Cartiers Erfolge werden immer sichtbarer und bedeutender, doch nicht alle meinen es gut mit ihnen und auch privat müssen sie so einiges einstecken.

„Der Schmuckpalast - Emma und das Geheimnis des Diamanten“ ist der Abschlussband der Trilogie über die Familie Cartier von Eva-Maria Bast.
Bei diesem Band fällt es mir erstmals schwer, ihn zu bewerten. Ich schätze und liebe sämtliche Bücher Eva-Maria Basts, die auch unter den Pseudonymen Charlotte Jacobi und gemeinsam mit Jørn Precht auch als Romy Herold schreibt.
Es fällt mir so schwer, es zu bewerten, weil es fast zeitgleich mit dem Abschluss von Sophie Villards Dilogie über die Cartiers erschienen ist. Die ersten beiden Bände dieser Trilogie habe ich genossen und auch ein bisschen als Vorgeschichte zu Band 1 von Villards Büchern gesehen. Doch dieser abschließende Band von Eva-Maria Bast enthält eine ähnliche Zeitschiene wie die Cartier-Reihe von Sophie Villard, worunter meine Lesegenuss etwas gelitten hat.

Das Cover des Romans schmiegt sich wunderbar in die Reihe ein und lädt wie immer zum Träumen ein. Auch der Schreibstil der Autorin lässt mich immer wieder durch die Seiten fliegen. Doch leider hat mir in diesem Band die Tiefe gefehlt. Es ist schon schwierig, der gesamten Familie Cartier und ihrer Entwicklung in drei Büchern gerecht zu werden, doch gerade dieser Band erklärt, wie es zur Verbreitung der Marke „Cartier“ gekommen ist und dabei sind mir die drei Brüder etwas zu farblos gewesen. Während Louis Cartier ausführlicher beschrieben wird, konnte ich seine Brüder Jacques und Pierre weniger greifen. Hier haben mir mehr Details gefehlt und auch der Bezug zum Untertitel kam für mich etwas zu spät. Auch Emma war mir daher zu oberflächlich beschrieben und Jacques Privatleben ist geradezu untergegangen.
Auch die Rolle der Jeanne Toussaint, die in der Firmengeschichte einen hohen Stellenwert hatte und für das Unternehmen bis heute bedeutend ist, hat mir leider gefehlt.

Fazit: Ein guter Abschluss dieser wunderbaren Trilogie über eine einzigartige Firma, die leider als Familienunternehmen nicht überleben konnte.
Leider fehlt etwas Tiefe und Farbe, sodass ich dem Buch 3,5 Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Strandfunde

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Ein kleiner Strickladen im kleinen norddeutschen Lüttjekoog entwickelt sich zum Lebensmittelpunkt für einen kleinen Kreis strickender Freunde. Mittendrin Strickladenbesitzerin Mette und ihre beste Freundin, ...

Ein kleiner Strickladen im kleinen norddeutschen Lüttjekoog entwickelt sich zum Lebensmittelpunkt für einen kleinen Kreis strickender Freunde. Mittendrin Strickladenbesitzerin Mette und ihre beste Freundin, Pfarrerin und Zweifachmama, Anne. 
Als Anne eines Tages einen Spaziergang macht, macht sie eine Entdeckung, die dazu führt, dass sie später in ihrer Kirche überfallen wird. Als dann auch noch Strickclubmitglied Gustaffsson einen Toten entdeckt, erwachen die Spürnasen der Strickclubler.

„Mörderisch verstrickt - Ein Strickclub ermittelt“ von Susanne Oswald ist dem Cozy-Crime Genre zuzuordnen. Die Autorin ist bereits bekannt durch z.B. die Reihe „Der kleine Strickladen in den Highlands“ oder „Amrum“.
Dieser Roman ist wirklich sehr cozy. Während sich Mette nach abgebrochenem Studium mit dem Strickladen einen Traum erfüllt hat, liebt Pfarrerin Anne ihren Teilzeitjob. Nach einer gescheiterten Ehe kommt sie nach und nach in ihrem neuen Leben an.
Beide Frauen ergänzen sich prima und stehen füreinander ein. Während Anne zwar selbstbewusst ist, hat sie doch eine gewisse zurückhaltende Art. Mette ist da ganz anders. Sie ist manchmal, gerade was die kriminellen Ereignisse in Lüttjekoog betrifft, penetrant neugierig. Sie stellt sozusagen die Miss Marple des Clubs dar, was mir manchmal eine Spur zu viel war.
Die Mitglieder des Strickclubs sind ein bunt gemischter Haufen. Ich finde sie als sehr authentisch dargestellt. Hier hat jeder sein Päckchen zu tragen, aber jeder hilft jedem. Lüttjekoog ist zwar sehr beschaulich, aber seine Bewohner sind Menschen mit Ecken und Kanten, bei denen auch nicht immer alles geradlinig läuft.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt - die des Strickclubs und die von Geschäftsmann Enno. Mit dem Part von Enno hab ich mich sehr schwer getan. Jemand, der so einen Lebensstil hat, müsste bekannt sein, wie ein bunter Hund und auch kann ich mir nicht vorstellen, dass eine solche Lebensweise unbekannt sein soll. Ich musste dabei sogar zeitweise an das Märchen vom Rumpelstilzchen denken.
Überspitzt fand ich auch Annes Vermutung vom Fund. Keiner hat bisher etwas davon gefunden, aber Anne ist sich sicher und sagt, dass ihr Gefühl sie auf keinen Fall trügt. Das war wirklich mehr als unauthentisch.

Insgesamt ein netter Krimi, der mich aber mit Protagonistin Mettes penetranter Art nicht überzeugen konnte. Wer aber gerne einen Ausflug in norddeutsche Gefilde macht, ist hierbei gut aufgehoben. Daher gibt es meinerseits 3,5 Sterne.

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