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Veröffentlicht am 25.09.2025

Das Vermächtnis des Familienoberhaupts

Zeit des Neubeginns
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Nach Georgs Tod müssen sich die Mitglieder der Familie Hansen erst wieder neu finden. Georgs letzter Wille und seine Botschaften an jeden einzelnen schweben über ihnen und die Frage, wie es nun weitergehen ...

Nach Georgs Tod müssen sich die Mitglieder der Familie Hansen erst wieder neu finden. Georgs letzter Wille und seine Botschaften an jeden einzelnen schweben über ihnen und die Frage, wie es nun weitergehen soll und wird - vor allem für das Hansens.

„Zeit des Neubeginns“ ist Band 7 der Reihe „Die Kinder der Hansens“ von Ellin Carsta und der Titel trifft es. Ellin Carsta beschreibt die Sorgen und Nöten einer Familie, deren Familienoberhaupt vor Kurzem verstorben ist und die sich sammeln muss. Es kommt zu kleineren Generationenkonflikten und jeder einzelne sucht seinen neuen Platz. Hier kommt dazu, dass mit Amalas Bruder ein Mitglied der Hansens, das bisher keine große Rolle spielte, integriert wird. Auch hier kommt langsam die sich ändernde politische Gesinnung des deutschen Volkes zum Vorschein und Robert muss gegen Vorurteile gegenüber Farbigen kämpfen.
Ich gebe zu, so richtig konnte mich dieser Teil dieses Mal nicht überzeugen. Ich finde zwar den tagebuchähnlichen Stil von Ellin Carsta sehr angenehm, aber die inneren Konflikte, gerade auf Thereses Seite waren mir etwas zu langatmig.
Die Idee hinter dem Hansens fand ich immer wirklich gut. Doch die Geschäfte, die Eduard auch hier wieder macht, nehmen wieder die gleichen Ausmaße an, wie sie bereits in Berlin hatten. Das bedeutet auch für die Zukunft eine vorhersehbare Entwicklung. Ich hätte mir an dieser Stelle kreativere Entwicklungen gewünscht.
Was mir jedoch gut gefallen hat, ist Marthas Entwicklung. Ich hoffe, es hält auch so an.

Trotz der Anmerkungen ist es immer wieder ein tolles Wiedersehen mit den Hansens, das immer wieder Spaß macht. Ellin Carsta gelingt es den Leser in sämtliche Lebensbereiche der Familie mitzunehmen und ihre Gefühle, Bedenken und Beziehungen nachzuvollziehen.
Wer also die Hansens bisher verfolgt hat, sollte also auch dieses Buch unbedingt lesen. Wer kein Vorwissen hat, sollte jedoch eher die Finger davon lassen.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Die Umsetzung des Schwurs

Der Schmuckpalast – Emma und das Geheimnis des Diamanten
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Die drei Cartier-Brüder gaben sich einst einen Schwur. Immer wieder stoßen sie auf Situationen, in denen sie sich dessen bewusst werden und schließlich gelingt es ihnen, diesen auch umzusetzen - Cartiers ...

Die drei Cartier-Brüder gaben sich einst einen Schwur. Immer wieder stoßen sie auf Situationen, in denen sie sich dessen bewusst werden und schließlich gelingt es ihnen, diesen auch umzusetzen - Cartiers Erfolge werden immer sichtbarer und bedeutender, doch nicht alle meinen es gut mit ihnen und auch privat müssen sie so einiges einstecken.

„Der Schmuckpalast - Emma und das Geheimnis des Diamanten“ ist der Abschlussband der Trilogie über die Familie Cartier von Eva-Maria Bast.
Bei diesem Band fällt es mir erstmals schwer, ihn zu bewerten. Ich schätze und liebe sämtliche Bücher Eva-Maria Basts, die auch unter den Pseudonymen Charlotte Jacobi und gemeinsam mit Jørn Precht auch als Romy Herold schreibt.
Es fällt mir so schwer, es zu bewerten, weil es fast zeitgleich mit dem Abschluss von Sophie Villards Dilogie über die Cartiers erschienen ist. Die ersten beiden Bände dieser Trilogie habe ich genossen und auch ein bisschen als Vorgeschichte zu Band 1 von Villards Büchern gesehen. Doch dieser abschließende Band von Eva-Maria Bast enthält eine ähnliche Zeitschiene wie die Cartier-Reihe von Sophie Villard, worunter meine Lesegenuss etwas gelitten hat.

Das Cover des Romans schmiegt sich wunderbar in die Reihe ein und lädt wie immer zum Träumen ein. Auch der Schreibstil der Autorin lässt mich immer wieder durch die Seiten fliegen. Doch leider hat mir in diesem Band die Tiefe gefehlt. Es ist schon schwierig, der gesamten Familie Cartier und ihrer Entwicklung in drei Büchern gerecht zu werden, doch gerade dieser Band erklärt, wie es zur Verbreitung der Marke „Cartier“ gekommen ist und dabei sind mir die drei Brüder etwas zu farblos gewesen. Während Louis Cartier ausführlicher beschrieben wird, konnte ich seine Brüder Jacques und Pierre weniger greifen. Hier haben mir mehr Details gefehlt und auch der Bezug zum Untertitel kam für mich etwas zu spät. Auch Emma war mir daher zu oberflächlich beschrieben und Jacques Privatleben ist geradezu untergegangen.
Auch die Rolle der Jeanne Toussaint, die in der Firmengeschichte einen hohen Stellenwert hatte und für das Unternehmen bis heute bedeutend ist, hat mir leider gefehlt.

Fazit: Ein guter Abschluss dieser wunderbaren Trilogie über eine einzigartige Firma, die leider als Familienunternehmen nicht überleben konnte.
Leider fehlt etwas Tiefe und Farbe, sodass ich dem Buch 3,5 Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Strandfunde

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Ein kleiner Strickladen im kleinen norddeutschen Lüttjekoog entwickelt sich zum Lebensmittelpunkt für einen kleinen Kreis strickender Freunde. Mittendrin Strickladenbesitzerin Mette und ihre beste Freundin, ...

Ein kleiner Strickladen im kleinen norddeutschen Lüttjekoog entwickelt sich zum Lebensmittelpunkt für einen kleinen Kreis strickender Freunde. Mittendrin Strickladenbesitzerin Mette und ihre beste Freundin, Pfarrerin und Zweifachmama, Anne. 
Als Anne eines Tages einen Spaziergang macht, macht sie eine Entdeckung, die dazu führt, dass sie später in ihrer Kirche überfallen wird. Als dann auch noch Strickclubmitglied Gustaffsson einen Toten entdeckt, erwachen die Spürnasen der Strickclubler.

„Mörderisch verstrickt - Ein Strickclub ermittelt“ von Susanne Oswald ist dem Cozy-Crime Genre zuzuordnen. Die Autorin ist bereits bekannt durch z.B. die Reihe „Der kleine Strickladen in den Highlands“ oder „Amrum“.
Dieser Roman ist wirklich sehr cozy. Während sich Mette nach abgebrochenem Studium mit dem Strickladen einen Traum erfüllt hat, liebt Pfarrerin Anne ihren Teilzeitjob. Nach einer gescheiterten Ehe kommt sie nach und nach in ihrem neuen Leben an.
Beide Frauen ergänzen sich prima und stehen füreinander ein. Während Anne zwar selbstbewusst ist, hat sie doch eine gewisse zurückhaltende Art. Mette ist da ganz anders. Sie ist manchmal, gerade was die kriminellen Ereignisse in Lüttjekoog betrifft, penetrant neugierig. Sie stellt sozusagen die Miss Marple des Clubs dar, was mir manchmal eine Spur zu viel war.
Die Mitglieder des Strickclubs sind ein bunt gemischter Haufen. Ich finde sie als sehr authentisch dargestellt. Hier hat jeder sein Päckchen zu tragen, aber jeder hilft jedem. Lüttjekoog ist zwar sehr beschaulich, aber seine Bewohner sind Menschen mit Ecken und Kanten, bei denen auch nicht immer alles geradlinig läuft.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt - die des Strickclubs und die von Geschäftsmann Enno. Mit dem Part von Enno hab ich mich sehr schwer getan. Jemand, der so einen Lebensstil hat, müsste bekannt sein, wie ein bunter Hund und auch kann ich mir nicht vorstellen, dass eine solche Lebensweise unbekannt sein soll. Ich musste dabei sogar zeitweise an das Märchen vom Rumpelstilzchen denken.
Überspitzt fand ich auch Annes Vermutung vom Fund. Keiner hat bisher etwas davon gefunden, aber Anne ist sich sicher und sagt, dass ihr Gefühl sie auf keinen Fall trügt. Das war wirklich mehr als unauthentisch.

Insgesamt ein netter Krimi, der mich aber mit Protagonistin Mettes penetranter Art nicht überzeugen konnte. Wer aber gerne einen Ausflug in norddeutsche Gefilde macht, ist hierbei gut aufgehoben. Daher gibt es meinerseits 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Wer bin ich und was will ich?

Wedding People (deutsche Ausgabe)
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Lila träumt von einer Traumhochzeit in einem Traumhotel. Sie hat die Feierlichkeiten dazu bis ins kleinste Detail durchgeplant, immerhin gehen sie eine knappe Woche. Logisch, dass da keiner dazwischenfunken ...

Lila träumt von einer Traumhochzeit in einem Traumhotel. Sie hat die Feierlichkeiten dazu bis ins kleinste Detail durchgeplant, immerhin gehen sie eine knappe Woche. Logisch, dass da keiner dazwischenfunken darf. Doch dann kommt Phoebe ihr mit ihrem Vorhaben in die Quere.

„Wedding People“ von Alison Epach ist ein Gegenwartsroman, bei dem ich wirklich Schwierigkeiten habe, zu sagen, was ich davon halte.
Liest man die Kritiken, mit denen dieser Roman beworben wird, steht dort „Absurd komisch und tief berührend“. Nach der Leseprobe hätte ich dem absurd komischen durchaus zugestimmt. Mit Witz, Ironie und vielleicht auch ein bisschen Sarkasmus begeisterte mich der Einstieg in die Geschichte. Eine gebildete Frau beschreibt die, ihr unbekannte, Hochzeitsgesellschaft beim Einchecken in einem Edelhotel und dies in einer Form, dass man die Szenen in Farbe vor Augen hat. Doch dann wurde es für mich schwierig. Hatte ich doch eine Geschichte erwartet, die zwar ernst ist, aber doch hin und wieder von Witz und Charme getoppt wird, entwickelte sich die Handlung für mich zu einer Art „Psychoroman“, extrem gesagt, zu einer kleinen Gesellschaftstudie. Die Handlung biegt ab zum Sinnieren über das Leben, „Wer bin ich eigentlich?“, „Was will ich?! und „Welche Menschen brauche ich, aus welchen Gründen, in meinem Leben?“. Es sind die Schilderungen einer oberflächlichen Hochzeitsgesellschaft, die eigentlich den inneren Kern der Familie und des Freundeskreises des Brautpaars bilden, die hier zum Nachdenken anregen und es sind so einige Äußerungen, die mich kopfschüttelnd zurückließen.

Es werden aber auch Themen behandelt, die in unserer Gesellschaft auch heute noch selten offen angesprochen werden, weil die Scham zu groß ist. So sind dies solch ernste Themen wie künstliche Befruchtung oder der Verlust der Ehefrau und der eigenen Mutter, aber auch die Erkrankungen einer nahestehenden Person. Das fand ich gut, weil es wirklich wichtig ist, einen offenen Umgang damit zu pflegen.

Ich habe mich aber auch schwer mit den beiden Protagonistinnen Phoebe und Lila getan. Phoebe ist ein außergewöhnlicher Mensch, der Zeit seines Lebens nur unter dem Einfluss der ihr nahestehenden Männer gelitten hat, obwohl sie ein besonders empathischer Mensch ist.
Lila wiederum wirkt wie das verwöhnte, reiche Kind, dem immer alle Wünsche von den Augen abgelesen wurden und die immer die Macht über die Entwicklungen in ihrem Leben haben muss, weil sie sonst den Halt verliert.
Ich gebe zu, ich habe mich mit beiden schwergetan, zumal gerade bei Phoebe Corona eine riesige Rolle spielte.

Alles in allem muss ich sagen, dass ich mehr von diesem hochumworbenen Buch erwartet hatte. Unter einer anderen Beschreibung, in der nicht Witz, Charme und Grandiosität erwähnt werden, wäre ich vermutlich anders an das Buch herangegangen und hätte eher Gefallen daran gefunden. So hat es leider meine Erwartungen nicht erfüllt. Wer sich jedoch gerne mit der Psychologie des Menschen beschäftigt, ist hier genau richtig. 
Von mir gibt es daher 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Neuanfang in Hamburg

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli
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Louise bewegt sich in der höheren Gesellschaftsschicht und genießt das rastlose Leben mit ihrem Ehemann Viktor. Als dieser eines Tages für tot erklärt wird, muss Louise ihr Leben umkrempeln und entdeckt ...

Louise bewegt sich in der höheren Gesellschaftsschicht und genießt das rastlose Leben mit ihrem Ehemann Viktor. Als dieser eines Tages für tot erklärt wird, muss Louise ihr Leben umkrempeln und entdeckt dabei, mit wem sie eigentlich verheiratet war. An ihrer Seite ist dabei Ella, eine ehemalige Prostituierte, auf die sie durch Zufall trifft.
Außerdem trifft Louise auf Paul, einen ehemaligen Polizisten, mit dem sie gezwungenermaßen ein Geheimnis teilt. Aber auch Ella und Paul haben Berührungspunkte.

„Elbleuchten. Die Lichter über St. Pauli“ ist Band 1 der Reihe „Elbnächte“ von Henrike Engel.
Ist es nun ein historischer Roman oder eher ein historischer Krimi? Diese Frage habe ich mir während des Lesens des Öfteren gestellt. Ich würde eher sagen, ein Krimi.
Ich habe mich gerade zu Anfang richtig schwer mit diesem Buch gemacht. Alle drei Protagonisten, Louise, Ella und Paul werden vorgestellt, indem ihnen eigene Kapitel gewidmet sind, um die vorzustellen und das Buch einzuleiten. Ich habe jedoch sehr lange gebraucht, um die Verbindungen festzustellen und den roten Faden im Buch zu finden.
Vielleicht lag es aber auch am Design des ebooks, das doch recht unübersichtlich gestaltet war, indem ein Kapitel direkt in der nächsten Zeile nach dem vorherigen begann und es somit sehr unübersichtlich wirkte.
Auch hab ich mich mit Louise schwer getan, die die selbstbewusste Frau spielt, aber rundherum auf mich sehr naiv und weltfremd wirkte. Ella wiederum war da komplett anders und vor allem so lebenslustig, dass man es zwischen jeder Zeile gespürt hat. Auch wirkte sie viel einfühlsamer als die verwöhnte Louise.
Paul wiederum ist ein sehr stolzer Mann, was mir wirklich gefallen hat. Er ist zäh und hat Biss und sich nach seinen Niederschlägen immer wieder aufgerappelt. Vor allem seine Loyalität finde ich gut.
Es gibt hier mehrere kleinere Handlungsstränge, so sind dies Ellas Entscheidung und ihre Flucht, Louises Leben nach Viktors Ableben, die Entwicklungen nach dem Mord am Juwelier und die damit verbundene Entdeckung, die Entwicklungen um Mortimore Stackleton etc. Es sind also viele kleine Handlungsstränge, die sich entwickeln und zum Teil auch noch offen bleiben. Das wiederum finde ich nicht ganz so schlimm, da es noch einen weiteren Band geben wird. Dennoch sind es viele „Baustellen“, die hier entwickelt werden.

Fazit: Ein historischer Krimi, aus dem sich ein funktionierendes Trio entwickelt, welches vermutlich noch weitere Abenteuer vor sich hat. Viele kleine Ereignisse setzen hier eine Geschichte zusammen, um drei Personen mit absolut unterschiedlichen Hintergründen, die damit für Abwechslung stehen. Viele Entwicklungen, viele Personen und ein wenig fehlende Stringenz und damit für mich 3,5 Sterne.

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