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Veröffentlicht am 15.08.2025

Turbulenter und launiger Kriminalroman aus dem hohen Norden

Napoli am Ostseestrand
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Mit diesem Buch legt der Autor Leo Hansen einen launigen, aber dennoch spannenden Kriminalroman vor, der an der Ostseeküste angesiedelt ist und seine Protagonisten auf einen turbulenten Road Trip schickt.

Die ...

Mit diesem Buch legt der Autor Leo Hansen einen launigen, aber dennoch spannenden Kriminalroman vor, der an der Ostseeküste angesiedelt ist und seine Protagonisten auf einen turbulenten Road Trip schickt.

Die Musikerin Jessie, die über ein äußerst feines Gehör verfügt, und der Koch Diego, dessen Geruchssinn sehr stark ausgeprägt ist, kehren zeitgleich und unabhängig voneinander dem Großstadtleben in Hamburg den Rücken und suchen einen Ort, an dem sie mit ihren Überempfindlichkeiten zur Ruhe kommen können. Als sie sich auf einem Campingplatz an der Ostsee zufällig über den Weg laufen, beschließen sie, diese Suche gemeinsam fortzusetzen. Sie ahnen allerdings nicht, dass Jessies Stiefvater den Campingbus, den er ihr scheinbar großzügig zur Verfügung gestellt hat, als Versteck für Diamanten aus einem Raub nutzt. Und die Jagd auf diese Diamanten ist längst eröffnet.

Mit einem packenden Schreibstil und viel Lokalkolorit aus dem hohen Norden treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und schickt seine beiden Protagonisten dabei in zahlreiche skurrile Situationen und Begegnungen, aus denen sie sich mit Glück und Geschick wieder hinauswinden müssen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Am Ende präsentiert der Autor einen klassischen Showdown mit einigen Überraschungen und einer überzeugenden Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Ein mehr als unterhaltsamer Krimi, dem man auch die eine oder andere Länge, die es zwischendurch durchaus gibt, am Ende mit einem Lächeln im Gesicht verzeiht.

Wer auf launige Kriminalromane mit Humor und skurrilen Momenten steht, wird hier gut bedient und spannend unterhalten.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Verschachtelter Wirtschaftskrimi rund um eine Anwaltskanzlei in München

Aus Angst
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Mit diesem Buch legt der Autor Jörg Kirchner einen ziemlich komplexen Kriminalroman vor, der im Umfeld einer Münchener Wirtschaftskanzlei angesiedelt ist.

Die angesehene internationale Wirtschaftskanzlei ...

Mit diesem Buch legt der Autor Jörg Kirchner einen ziemlich komplexen Kriminalroman vor, der im Umfeld einer Münchener Wirtschaftskanzlei angesiedelt ist.

Die angesehene internationale Wirtschaftskanzlei Hammersmith wird von einer Gruppe Umweltaktivisten erpresst. Die Erpresser werfen dem Münchener Ableger der Kanzlei vor, dem Energieriesen German Petroleum AG, geholfen zu haben, einen Umweltskandal zu vertuschen, und fordern eine Million Euro Schweigegeld. Da die Konzernzentrale in London auf einer internen Untersuchung besteht, bevor darüber entschieden werden kann, ob man der Erpressung nachgibt, bringt der Starpartner Henry Klein seinen Bruder George ins Spiel, einen ehemaligen Top-Anwalt für Compliance-Recht. George sieht in dem Auftrag die Chance, zurück ins Rampenlicht zu kommen und stürzt sich mit Feuereifer in die Nachforschungen. Doch schnell wird ihm klar, dass er hier in ein Wespennest voller Intrigen und gegenseitiger Abhängigkeiten stößt.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran. Dabei gelingt es ihm, die komplizierten wirtschaftlichen Zusammenhänge anschaulich zu beschreiben, so dass man sie auch ohne BWL-oder Jura-Studium nachvollziehen kann. Dass er selbst jahrelang in internationalen Wirtschaftskanzleien tätig war und somit weiß, worüber er hier schreibt, merkt man dem Buch jederzeit an. Angesichts des doch recht hohen Personenaufgebotes und der verschachtelten Zusammenhänge muss man hier aber dennoch sehr aufmerksam lesen, damit einem kein wichtiges Detail entgeht. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Echte Sympathieträger sucht man hier allerdings lange Zeit vergebens, auch wenn es George im Laufe der Geschichte durchaus gelungen ist, in dieser Hinsicht bei mir zu punkten. Ein echter Lichtblick ist zudem seine Nachbarin, mit der ihn die Liebe zur Musik verbindet. Am Ende sind dann die unterschiedlichen Fäden entwirrt und wir bekommen eine überzeugende Auflösung präsentiert, die absolut schlüssig daherkommt und keine wesentlichen Fragen offenlässt.

Wer auf spannende Wirtschaftskrimis steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Tiefgründiger und facettenreicher Roman, der reichlich Stoff zum Nachdenken bietet

Die Erbin der Wut
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In diesem Roman verknüpft die Autorin Heidi Metzmeier gesellschaftspolitische Thema aus Gegenwart und Vergangenheit und transportiert das Ganze über eine facettenreiche und spannende Geschichte.

Die Studentin ...

In diesem Roman verknüpft die Autorin Heidi Metzmeier gesellschaftspolitische Thema aus Gegenwart und Vergangenheit und transportiert das Ganze über eine facettenreiche und spannende Geschichte.

Die Studentin und engagierte Klimaaktivistin Hanna wohnt in einer Dreier-WG mit ihrer Mutter Yvonne, die leicht esoterisch angehaucht ist, und Monika, die zwar nicht Yvonnes Mutter ist, sie aber großgezogen hat, seit diese im Alter von 2 Jahren ihre leibliche Mutter verloren hat. Bislang glaubte Yvonne, dass ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, doch dies ist eine Lüge, die Monika seit Jahren mit sich herumschleppt, bis ein verhängnisvoller Anruf ihrer alten Freundin Angela die Schatten der Vergangenheit wieder zum Leben erweckt. Im gemeinsamen Urlaub auf Kreta müssen sich alle vier Frauen mit der Wahrheit und ihrer Auswirkung auf ihr zukünftiges Leben auseinandersetzten.

Mit einem packenden Schreibstil treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und führt uns Leser dabei immer tiefer in den Konflikt zwischen den unterschiedlichen Generationen, der aus den überraschenden Enthüllungen entsteht und in dem politische Ideale eine wichtige Rolle spielen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Insel Kreta nimmt hier die Rolle einer durchaus tragenden Nebenfigur ein, die viel zur gelungenen Atmosphäre des Buches beiträgt, die eigentliche Haupthandlung dabei aber nicht überlagert. Hier stehen die vier starken Frauenfiguren im Mittelpunkt, die es mir nicht immer leicht gemacht haben, ihre Handlungsweisen und Ansichten nachzuvollziehen, letztendlich ergeben sich die Gründe und Ursachen hierfür aber aus dem Verlauf der Geschichte, so dass am Ende ein schlüssiges und absolut stimmiges Gesamtbild entstehet, bei dem keine wesentlichen Fragen offenbleiben.

Ein bewegender und tiefgründiger Roman, der nicht nur gute und spannende Unterhaltung bietet, sondern zudem auch noch lange über sein Ende hinaus nachhallt und dabei reichlich Stoff zum Nachdenken bietet.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Packender Science-Fiction-Roman und Auftakt einer Trilogie, der Lust auf mehr macht

Don't
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Mit diesem Buch, zugleich seinem Debüt im Romanbereich, legt der Autor Lothar Mischke gleich einen packenden Science-Fiction-Roman vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Zugleich ...

Mit diesem Buch, zugleich seinem Debüt im Romanbereich, legt der Autor Lothar Mischke gleich einen packenden Science-Fiction-Roman vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Zugleich ist das Buch der Start einer Trilogie, für die er die Messlatte direkt mächtig hoch hängt.

Im 22. Jahrhundert hat sich die Menschheit zu den Sternen aufgemacht, während auf der Erde ein ziemlich brüchiger Frieden zwischen den letzten beiden Supermächten herrscht. Nur auf außerirdische Lebensformen ist die Menschheit bei ihren Ausflügen ins All noch nicht gestoßen. Doch dies könnte sich ändern, als in einem weit entfernten Sternensystem ein mysteriöses technisches Artefakt entdeckt wird, dass eindeutig nicht menschlichen Ursprungs ist. So wird Joan Landor, eine Offizierin der Sternenflotte mit der Leitung einer Mission betraut, die an Bord des Raumschiffes Dawnrazor das Rätsel um das Artefakt lösen soll. Dabei wird ihr die Wissenschaftlerin Dr. Lana Hayward an die Seite gestellt, die allerdings nicht wirklich freiwillig an der Mission teilnimmt. Die so unterschiedlichen Frauen müssen ihre gegenseitigen Animositäten schnell zu den Akten legen und als Team funktionieren, denn die Gegner ihrer Mission lauern nicht nur außerhalb der Dawnrazor.

Mit einem packenden Schreibstil, einigen überraschenden Wendungen und bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino beim Lesen auf Hochtouren laufen lassen, treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dabei stehen die beiden Hauptfiguren im Mittelpunkt des Geschehens und der Autor erzählt seine Geschichte aus den immer wieder wechselnden Perspektiven der beiden Frauen. Doch auch die übrigen Mitglieder der Mission bekommen durchaus Raum zur Entfaltung, den sie auch überzeugend nutzen können. Der übliche Spagat eines Auftaktbandes, zum einen eine interessante Geschichte zu erzählen, die Lust auf weitere Bände macht, und zum anderen das Setting und die Protagonisten, die diese Geschichten tragen sollen, sorgfältig einzuführen, gelingt ganz hervorragend und macht durchaus Lust auf mehr.

Wer auf spannende und actionreiche Science-Fiction-Romane steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Packender Thriller mit einem beängstigenden Szenario, dass erschreckend realitätsnah rüberkommt

Die Jakarta-Pandemie
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Mit diesem Buch legt der Autor Steven Konkoly einen packenden Thriller vor, der ein beängstigendes Szenario entwickelt, dass aber doch erschreckend realitätsnah rüberkommt. Zugleich ist es der Auftakt ...

Mit diesem Buch legt der Autor Steven Konkoly einen packenden Thriller vor, der ein beängstigendes Szenario entwickelt, dass aber doch erschreckend realitätsnah rüberkommt. Zugleich ist es der Auftakt einer Reihe um den Irakkrieg-Veteranen Alex Fletcher, in der in den USA bislang 5 Bände erschienen sind.

Der Pharmavertreter und ehemalige Soldat Alex Fletcher bereitet sich seit Jahren auf eine große Katastrophe vor, obwohl er von seinen Freunden, Nachbarn und sogar seinem Bruder dafür eher belächelt wird. Nur seine Frau Kate teilt die Befürchtungen und interstützt ihn tatkräftig. Als der H16N1-Virus, der zuerst in Asien ausgebrochen ist und sich rasch verbreitet hat, auch im südlichen Maine ankommt und für Chaos und apokalyptische Zustände sorgt, ändern sich die Vorzeichen. Doch die beste Vorbereitung allein reicht nicht aus, wenn man sie anschließend gegen aggressive Nachbarn, verzweifelte Freunde, Flüchtlinge und Plünderer verteidigen muss.

Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und entwickelt dabei ein bedrohliches Szenario, dass jederzeit komplett eskalieren kann. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dabei konzentriert sich der Autor im Wesentlichen auf Alex und seine Familie, die weltweiten Auswirkungen der Pandemie werden nur am Rande erwähnt und dienen somit eher dem Spannungsaufbau. Und immer wieder stellt man sich beim Lesen die Frage, wie weit man selbst gehen würde, um in einer vergleichbaren Situation seine Familie und sich selbst zu beschützen.

Obwohl die Grundidee des Buches in einigen Details doch ziemlich stark an den Corona-Virus erinnert, stand dieser hier nicht Pate. Denn im Original ist dieses Buch bereits 2013 erschienen und 2015 auch schon einmal vom Verlag Amazon Crossing in Deutschland veröffentlicht worden.

Wer auf atmosphärisch dichte Thriller mit einem Schuss Endzeitstimmung steht, wird hier sehr gut bedient und spannend unterhalten.



Diese Rezension bezieht sich auf die Neuausgabe des Buches, die voraussichtlich im September 2025 im Verlag Fiends Publishing erscheinen wird.

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