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Veröffentlicht am 04.11.2025

Ein warmherziges Wohlfühlbuch mit Charme, Witz und Alpenkulisse.

Herzklopfen in der Bergpraxis
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Darum geht es:
Die junge Medizinerin Sanna Thaler ist Landärztin mit Leib und Seele. Ihre Patienten, die Naturheilkunde und das Leben in den Bergen bedeuten ihr alles. Als ihr Bruder ausgerechnet Mats ...

Darum geht es:
Die junge Medizinerin Sanna Thaler ist Landärztin mit Leib und Seele. Ihre Patienten, die Naturheilkunde und das Leben in den Bergen bedeuten ihr alles. Als ihr Bruder ausgerechnet Mats Lindberg, Notarzt, Karrieretyp und Gefühlsmuffel, zum Aushilfsarzt in ihre Allgäuer Praxis schickt, ist Ärger vorprogrammiert. Zwischen traditionellen Heilkräuter, sturen Dorfbewohnern und grundverschiedenen Weltansichten prallen zwei Lebensentwürfe aufeinander. Doch während Mats auf seinen Traumjob in Boston wartet, gerät seine klare Linie ins Wanken, denn je mehr er Sanna und das Leben im Dorf kennenlernt, desto mehr wird ihm klar. Vielleicht steckt hinter dem Chaos mehr Wahrheit, Wärme und Liebe, als er je erwartet hatte.

Mein Leseeindruck:
Schon auf den ersten Seiten habe ich mich in die Geschichte fallen lassen können. Der Einstieg gelingt leicht, und die Protagonisten waren mir sofort sympathisch. Besonders Sanna, die mit Herzblut als Landärztin im Allgäu arbeitet, und Mats, der karrierefokussierte Großstadtarzt, der ganz plötzlich in ihre Welt stolpert, haben mein Leserherz im Sturm erobert. Die Schlagabtausche zwischen den beiden? Herrlich! Ich musste so oft schmunzeln, dass mir das Grinsen kaum aus dem Gesicht wich. Was mich absolut begeistert hat: Die Autorin Jana Lukas beschreibt das kleine Dorf und die umgebende Natur so liebevoll und bildlich, dass ich beim Lesen förmlich durch die Alpenlandschaft spaziert bin. Für mich war dieses Buch wie eine kleine, wohltuende Auszeit vom Alltag. Voller Herzenswärme, Humor und ganz viel Gefühl. Ich habe mich beim Lesen und erst recht danach rundum beseelt gefühlt. Ich freue mich riesig auf den zweiten Teil, der schon ganz bald erscheint! (ET 16. Juli 2025 „Traummomente in der Bergpraxis"). Die Bergpraxis hat definitiv einen festen Platz auf meiner Leseliste gefunden.

Fazit:

4/5 ⭐️ Ein warmherziges Wohlfühlbuch mit Charme, Witz und Alpenkulisse.
Perfekt zum Abschalten und Träumen.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Ein Buch wie eine sanfte Umarmung. Ruhig, ehrlich und einfach schön.

Ein Kräutergarten zum Verlieben
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Darum geht es:
Zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, stehen plötzlich vor dem Erbe ihrer Kindheit, einem alten Hof am Rande von Xanten, umgeben von Feldern, Erinnerungen und ungesagten ...

Darum geht es:
Zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, stehen plötzlich vor dem Erbe ihrer Kindheit, einem alten Hof am Rande von Xanten, umgeben von Feldern, Erinnerungen und ungesagten Worten. Was als nüchternes Renovierungsprojekt beginnt, wird zu einer Reise zurück zu ihren Wurzeln. Mit dem wandernden Tischler Jasper zieht nicht nur Hilfe, sondern auch neues Leben in den Hof ein.
Mein Leseeindruck:
Was für ein schönes Buch! Diese Geschichte hat mich wirklich berührt, ganz leise, sehr sanft und unheimlich ehrlich. Liv und Maike sind zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, und gerade das macht ihre Beziehung so spannend. Zwischen Nähe und Distanz, alten Wunden und neuem Vertrauen entfaltet sich eine Geschichte, die ganz ohne großes Drama tief unter die Haut geht. Ich mochte beide Schwestern unheimlich gerne, jede auf ihre Weise. Ihre Gegensätze, ihre Unsicherheiten, aber auch die zarten Momente, in denen sie einander wiederfinden. Das war so feinfühlig geschrieben, dass man beim Lesen fast selbst Teil dieser Familie wird. Besonders schön fand ich, wie viel Atmosphäre in diesem Buch steckt. Die Autorin beschreibt den alten Hof, die Felder, Wiesen und die Natur drumherum mit so viel Liebe, dass man förmlich spürt, wie still und weit dieser Ort ist. Es ist ein Buch, das entschleunigt. Und dann ist da Jasper! Mit ihm zieht ein leiser Wind der Veränderung in die Geschichte. Es ist nichts Aufgesetztes, sondern eine wohltuende Präsenz, die etwas in Bewegung bringt.
Fazit:
4/5 Sterne! Eine berührende, atmosphärische Geschichte über Familie, unausgesprochene Dinge und den Mut zum Neuanfang. Ein Buch wie eine sanfte Umarmung. Ruhig, ehrlich und einfach schön.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Ein intensiver, sorgfältig komponierter Thriller über Verlust, Erinnerung und die Grauzonen menschlicher Wahrnehmung.

Himmelerdenblau
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Darum geht es:

Seit zwanzig Jahren fehlt von Julie Novak jede Spur. Ihr Verschwinden hat die Familie zerstört, doch ihr Vater Theo weigert sich, die Hoffnung aufzugeben. Er ist überzeugt, dass Julie noch ...

Darum geht es:

Seit zwanzig Jahren fehlt von Julie Novak jede Spur. Ihr Verschwinden hat die Familie zerstört, doch ihr Vater Theo weigert sich, die Hoffnung aufzugeben. Er ist überzeugt, dass Julie noch lebt, auch wenn seine fortschreitende Demenz seine Erinnerungen immer stärker auslöscht. Als die junge True-Crime-Podcasterin Liv den alten Fall für eine neue Staffel aufgreifen will, sieht Theo darin seine letzte Chance, die Wahrheit zu finden. Gemeinsam beginnen sie zu recherchieren und stoßen auf Widersprüche, alte Verletzungen und ein Geflecht aus Schweigen und Schuld. Was geschah wirklich im Jahr 2003? Welche Rolle spielt Julies ehemaliger Freund Daniel, der ein Zimmer im Haus seiner Mutter wie ein Heiligtum verschlossen hält? Und was, wenn Julie gar nicht gerettet werden will?

Mein Leseeindruck:

Mit Himmelerdenblau legt Romy Hausmann erneut einen Thriller vor, der beweist, warum sie zu den prägnantesten Stimmen des deutschsprachigen Spannungsgenres gehört. Ihr unverwechselbarer Schreibstil - präzise, atmosphärisch dicht und emotional vielschichtig - hat mich sofort in den Bann gezogen. Schon nach den ersten Seiten war ich völlig in dieser eindringlichen Geschichte gefangen. Der Thriller entfaltet sich ruhig. Romy Hausmann setzt weniger auf rasante Wendungen als auf psychologische Tiefe und die feinen Risse in ihren Figuren. Besonders beeindruckend fand ich die Figur des Vaters Theo, der zwischen klarem Verstand und dem Nebel seiner Demenz schwankt. Nie ist sicher, ob seine Wahrnehmungen der Realität entsprechen oder bereits von seinem schwindenden Gedächtnis verzerrt werden. Ich habe beim Lesen mitgerätselt, gezweifelt und Theorien entwickelt, nur um mich immer wieder in die Irre führen zu lassen. So stark die Geschichte über weite Strecken ist, so sehr hat mich das Ende allerdings etwas enttäuscht. Nach all der psychologischen Intensität hätte ich mir von der Autorin ein kraftvolleres, überraschenderes Finale gewünscht. Mir war es zu unspektakulär.

Fazit:

4/5 Sterne! Trotzdem bleibt Himmelerdenblau für mich ein intensiver, sorgfältig komponierter Thriller über Verlust, Erinnerung und die Grauzonen menschlicher Wahrnehmung.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Ein Roman, der Sommerstimmung und beklemmende Kontrolle eindrucksvoll verbindet.

Ein grenzenloser Sommer
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Darum geht es
Sommer 1988: Auf der MS Arkona, einem Kreuzfahrtschiff der DDR, treffen zwei Welten aufeinander Westdeutsche Urlaubsgäste auf der einen Seite, ostdeutsche Besatzung auf der anderen Seite. ...

Darum geht es
Sommer 1988: Auf der MS Arkona, einem Kreuzfahrtschiff der DDR, treffen zwei Welten aufeinander Westdeutsche Urlaubsgäste auf der einen Seite, ostdeutsche Besatzung auf der anderen Seite. Mitten in diesem Spannungsfeld lernen sich Ronni, ein junger Steward aus Dresden, und Sabine, Jurastudentin aus Frankfurt am Main, kennen Zwischen Schichtdienst und Landgängen, zwischen Bordkino und Wäscherei entsteht eine heimliche Nähe. Ihre Treffen bleiben riskant. Denn auch auf hoher See ist die Staatssicherheit präsent, und Beziehungen zwischen Besatzung und Passagieren sind streng verboten. Als die Verbindung ans Licht kommt, gerät Ronni unter Druck. Für ihn beginnt ein gefährliches Ringen zwischen Pflicht und Sehnsucht, zwischen der Bindung an sein Land und dem Wunsch nach Freiheit und nach der Liebe zu Sabine.

Mein Leseeindruck:
Das ist der erste Roman, den ich von Ralf Günther gelesen habe. Die Geschichte hat mich begeistert. Zwar habe ich anfangs etwas gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden, doch nach kurzer Zeit hat mich die Handlung dann vollkommen gepackt. Der Roman vermittelt eine ganz besondere Atmosphäre. Sommer, Meer, eine Ahnung von Freiheit und gleichzeitig die permanente Unsicherheit, dass die Freiheit jederzeit bedroht ist. Besonders nachdenklich, ja fast schockiert hat mich, wie sehr Ronni im Fokus der Stasi steht, wie jede seiner Handlungen beobachtet und bewertet wird. Das verleiht der Story eine beklemmende Intensität, die einen beim Lesen nicht loslässt. Beeindruckt und gefesselt hat mich, wie geschickt die politischen Hintergründe in die Handlung eingeflochten sind. Sie sind immer präsent, ohne die Liebesgeschichte zu überlagern, und machen deutlich, wie sehr das Private in dieser Zeit vom Politischen bestimmt war. Für mich ist es eine Geschichte, die zeigt, wie nah Freiheit und Einschränkung damals beieinanderlagen.

Fazit:
4/5 ⭐️ Von mir gibt es eine Leseempfehlung! Ein Roman, der Sommerstimmung und beklemmende Kontrolle eindrucksvoll verbindet.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Ein ungewöhnlicher, intensiver und mitreißender Krimi, der mutig Genregrenzen auslotet

Ein kleines Lied über das Sterben
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Darum geht es:
Einst war Tom Mangold ein gefeierter Mordermittler. Heute treibt er, vom Kokain gezeichnet, als Hundefänger in einer Laubenkolonie durchs Leben. Als eine streunende Hündin ihn zu einer Leiche ...

Darum geht es:
Einst war Tom Mangold ein gefeierter Mordermittler. Heute treibt er, vom Kokain gezeichnet, als Hundefänger in einer Laubenkolonie durchs Leben. Als eine streunende Hündin ihn zu einer Leiche führt, gerät er mitten in einen Fall, der alles übertrifft, was er je erlebt hat. Er begegnet einer faszinierenden Frau und einem Geheimnis. So dunkel wie die Nacht. Was als Ermittlungsinstinkt beginnt, endet in einem Strudel aus Gewalt, Obsession und tödlicher Leidenschaft. Tom ahnt zu spät: Manche Abgründe lassen keine Rückkehr zu.

Mein Leseeindruck:
Was für ein Kriminalroman! Timo Blunck schickt seinen Protagonisten Tom Mangold auf eine Abwärtsspirale, die zugleich tragisch, grotesk und faszinierend ist. Einst gefeierter Mordermittler, nun Hundefänger in einer Laubenkolonie und plötzlich mitten in einem Fall, der alles sprengt. Die Geschichte ist irrwitzig, skurril, stellenweise makaber und geradezu abartig. Genau diese Mischung macht sie so fesselnd. Der Kriminalfall selbst ist präzise aufgebaut, logisch durchdacht und hält die Spannung bis zur letzten Seite. Und das Ende?
Absolut befriedigend und stimmig! Tom Mangold ist ein gefallener Held, gezeichnet von Drogen und Schicksalsschlägen, und doch hat er, bei aller Härte, sein Herz am rechten Fleck. Eine Figur, die man nicht so schnell vergisst Und das vielleicht Schönste: Der Autor lässt auch Knef, einen ehemaligen Straßenhund aus Bukarest, zu Wort kommen. Diese Kapitel sind einfach zu goldig. Ein warmherziger Kontrapunkt zur düsteren Handlung.

Fazit:
4/5 ⭐️ Ein ungewöhnlicher, intensiver und mitreißender Krimi, der mutig Genregrenzen auslotet. Vielen lieben Dank, lieber Timo für die Bereitstellung des Exemplars. 🥰

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