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Veröffentlicht am 06.09.2025

Weniger schaurig als gedacht, aber dennoch ein spannender Roman über Schuld und Gewissen, Selbstjustiz und Rache und die Frage, wie gut wir unsere Freunde und Nachbarn wirklich kennen.

Halloweenkind
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An Halloween verschwindet in Neuss der elfjährige Joshua, der als Geist verkleidet Süßigkeiten sammelt, spurlos. Zurück bleibt lediglich sein blutbeflecktes Kostüm.
Bereits vor zwei Jahren verschwand aus ...

An Halloween verschwindet in Neuss der elfjährige Joshua, der als Geist verkleidet Süßigkeiten sammelt, spurlos. Zurück bleibt lediglich sein blutbeflecktes Kostüm.
Bereits vor zwei Jahren verschwand aus der Freundesgruppe von vier Familien der damals zehnjährige Vincent, der ebenfalls als Gespenst verkleidet war.
Lea, Freundin der Mutter von Joshua und ehrenamtliche Opferschutzbeauftragte, kann nicht an einen Zufall glauben. Während ihr Mann Oliver als Kriminalkommissar in die Ermittlungen involviert ist, versucht Lea selbst mögliche Verbindungen zwischen den beiden Fällen aufzudecken und lüftet dabei so manches dunkle Geheimnis ihrer engsten Freunde.

Der Roman handelt in der Gegenwart an wenigen Tagen nach Halloween und wird dabei überwiegend aus der Perspektive von Lea geschildert, die zur Hobbydetektivin mutiert. Daneben gibt es einzelne Rückblenden in das Frühjahr und den Herbst zwei Jahre zuvor.

Trotz des Bezugs zur schaurigsten Nacht des Jahres, wenn die Toten sich unter die Lebenden mischen, und der Erwähnung zahlreicher bekannter Horrorfilme und Thriller möchte nicht wirklich eine gruselige Stimmung aufkommen. "Halloweenkind" ist vielmehr ein Regionalkrimi, dem tragische Familiengeheimnisse zugrunde liegen.

Der Plot ist spannend aufgebaut, da es zahlreiche Rätsel und Ungereimtheiten zu entschlüsseln gilt. Jedoch verpufft die Spannung wiederholt, da Lea, bei der bestens vernetzt alle Fäden zusammenlaufen, schnell die richtigen Schlüsse zieht und durch geschickte Fragen herausfindet, was es mit dem Verschwinden der beiden Jungen auf sich hat.

Der Roman handelt von Schuld und Gewissen, von Selbstjustiz und Rache und verunsichert mit der Frage, wie gut wir unsere Freunde und Nachbarn wirklich kennen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2025

Mischung aus Familientragödie und Thriller über Eifersucht und Manipulation mit beklemmender Atmosphäre

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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Vor mehr als zwanzig Jahren verschwand Sveas beste Freundin Julia nach einem Sommerfest spurlos. Nun kehrt Svea zurück in ihre Heimat bei Schleswig, wo sie das Haus ihres Onkels Sören geerbt hat, der nach ...

Vor mehr als zwanzig Jahren verschwand Sveas beste Freundin Julia nach einem Sommerfest spurlos. Nun kehrt Svea zurück in ihre Heimat bei Schleswig, wo sie das Haus ihres Onkels Sören geerbt hat, der nach dem Fund sterblicher Überreste von Julia Selbstmord begangen hatte.
Für die Polizei gilt der Suizid als Schuldeingeständnis, insbesondere da in seinem Haus auch eine Kette Julias sowie kompromittierende Fotos gefunden worden waren.
Svea verdächtigt jedoch nach wie vor Julias Exfreund Erik, der inzwischen mit Sveas jüngerer Schwester Fenja verheiratet ist. Sie möchte Fenja und ihre beiden Kinder vor Erik schützen, doch das Verhältnis der beiden Schwestern ist zerrüttet. Und Svea selbst hat keine Erinnerungen an die letzte Nacht mit Julia, weshalb sie bei ihre Rückkehr wieder mit dem Argwohn der Bewohner der Umgebung an der Schlei konfrontiert wird.

Der Roman wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei Svea als Julias beste Freundin und Torge, Sveas 13-jähriger Neffe im Vordergrund stehen. Daneben gibt es einzelne Einsichten in Julias Familie aus Sicht der trauernden Mutter Gemma.

Der Fokus der Handlung liegt deshalb auf den gegenwärtigen Ereignissen, denn Svea leidet unter Erinnerungslücken in Bezug auf das Verschwinden ihrer besten Freundin und Torge weiß nur, dass in dem Wald seines Großonkels Knochen gefunden wurden.

Beide Familien - sowohl die von Svea als auch die von Julia - sind dysfunktional. Jeder Protagonist des Romans wirkt auf seine Weise kaputt. Erik ist ein Prepper, der seine Familie drangsaliert, wogegen Fenja allmählich aufbegehrt. Torge hat einerseits Angst vor seinem Vater, auf der anderen Seite ist er ehrfürchtig und von der Art seiner Lebensweise fasziniert.
Gemma hat den Verlust ihrer Tochter Julia nie verwunden und ein schwieriges Verhältnis zu ihrer "Ersatztochter", die erst danach zur Welt kam.
Svea richtet sich in dem Haus ihres Onkels ein und sorgt sich um ihre Schwester und deren Kinder. Darüber hinaus wird ihr bewusst, wie wenig sie über die Nacht weiß, in der Julia verschwand und beginnt eine Schuld ihrerseits nicht auszuschließen.

Nach einer langen Einführung in die schwierigen Verhältnisse der Familien kommt erst ab der zweiten Hälfte Spannung auf, als Svea bedroht wird, sich selbst nicht mehr traut und beginnt, Fragen zu stellen. Darüber hinaus droht in Torges Familie die Situation zu eskalieren.

Das Buch zieht vor allem durch die ungewöhnlichen und unglücklichen Lebenssituationen in den Bann. Das abgeschiedene Leben in den Wäldern an der Schlei ist atmosphärisch düster geschildert. Die Charaktere sind vielschichtig und unberechenbar und machen eine drohende Gefahr spürbar. Trotz des Funds der sterblichen Überreste Julias gibt es kaum Einblicke in polizeiliche Ermittlungen.

Als eine Mischung aus Familientragödie und Thriller über Eifersucht und Manipulation setzt die Spannung wider Erwarten erst spät ein. Die Geschichte besticht jedoch von Anbeginn durch die beklemmende Atmosphäre und das Gefühl, dass in der Gegenwart zunehmend Ereignisse in Gang gesetzt werden, die eine Gefahr bergen, aber am Ende dazu beitragen werden, die Geheimnisse einzelner Figuren zu lüften und Julias Verschwinden nach so langer Zeit aufzuklären.
Tatsächlich bleiben am Ende keine Fragen offen, jedoch erfolgt die Auflösung mehr erklärend aus der Selbstreflexion der Charaktere heraus und weniger aus der laufenden Handlung.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Eine bewegte Lebensgeschichte in Form von Briefen und E-Mails

Die Briefeschreiberin
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Sybil van Antwerp ist pensionierte Juristin, Mutter und Großmutter und lebt im Alter von 73 Jahren allein in Annapolis. Schon mit jungen Jahren hat sie eine Leidenschaft fürs Briefeschreiben entwickelt ...

Sybil van Antwerp ist pensionierte Juristin, Mutter und Großmutter und lebt im Alter von 73 Jahren allein in Annapolis. Schon mit jungen Jahren hat sie eine Leidenschaft fürs Briefeschreiben entwickelt und geht ihrem Hobby trotz schwindenden Augenlichts unermüdlich nach. Sie schreibt nicht nur Freunden, Familienmitgliedern und Bekannten, sondern auch bekannten AutorInnen, Kundendienstmitarbeitern oder sonstigen Personen, von denen etwas erwartet oder das Bedürfnis hat, ihnen etwas mitzuteilen.
Sybil reflektiert dabei ihr Leben, gesteht Fehler ein und versucht sich zu versöhnen, ist auch im hohen Alter noch durchsetzungsstark und setzt sich vehement für ihre Anliegen und die der Menschen ein, die ihr wichtig sind.

Der Roman besteht einzig aus der Korrespondenz von Sybil, den Briefen und E-Mails, die sie innerhalb einer Dekade ab Juni 2012 schreibt und die sie in dieser Zeit erreichen. Auf diese Weise lernt man Sybil als kompetente Frau kennen, die sich beruflich in einer Männerdomäne durchsetzen musste, die privat einen schlimmen Schicksalsschlag hinnehmen musste und die Recherchen in Bezug auf ihre Wurzeln tätigt.
Sybil ist eine Mutter, die kein einfaches Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern hat und die durch einen anonymen Briefeschreiber erkennt, dass sie als rechte Hand eines Richters in einem Fall zu hartherzig agiert hat.

"Sie lebt in ihren Briefen". Es ist interessant zu sehen, dass man allein durch Briefe mit Freunden und Fremden einen umfangreichen Blick auf ein ganzes Leben erhält und dass die Hauptfigur auf diese Weise nahbar wird. Trotz der in der Regel nur kurzen Briefe von und an verschiedene Personen und der dadurch nicht linearen Erzählweise lässt sich die Geschichte flüssig lesen. Jeder Briefwechsel hat seinen eigenen Stil, jeder Absender erhält eine eigene Stimme und auch Sybil drückt sich jeweils passend herzlich und persönlich oder förmlich und distanziert aus.
Die Fülle an Briefen offenbart immer mehr Details aus Sybils Leben und charakterisiert sie als pedantische, starrköpfige, gerechtigkeitsliebende und empathische, großherzige Frau, die im Leben viel mitgemacht hat und nicht ohne Fehler ist.

Der Roman handelt von allen Facetten des Lebens, von Liebe und Freundschaft, von persönlichen Kämpfen und Kraftanstrengungen, von Glück und Niederlagen, Familiengeheimnissen und späten Geständnissen sowie auch von Krankheit und Tod.
Es ist mutig, einen Roman in der Form zu verfassen und auch - oder gerade weil - ich Sybil als sehr interessante, kluge und reizbare Persönlichkeit wahrgenommen habe, hätte mir ein Roman über ihr Leben als chronologische Erzählung oder fiktive Biografie noch besser gefallen.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

dramatischer und einfühlsamer Roman über das Erwachsenwerden, über Freundschaft und Selbstentfaltung, der die 1980er-Jahre als StudentIn in der DDR lebendig werden lässt.

Das Laute im Leisen
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Renée hat einen der begehrten Architektur-Studienplätze erhalten und freut sich, dass sie weit von zu Hause weg in Weimar studieren kann. Dort ist sie zunächst ernüchtert, als sie sich mit drei biederen ...

Renée hat einen der begehrten Architektur-Studienplätze erhalten und freut sich, dass sie weit von zu Hause weg in Weimar studieren kann. Dort ist sie zunächst ernüchtert, als sie sich mit drei biederen Sächsinnen ein Zimmer teilen muss, lernt jedoch ihre Kommilitonin Uta kennen, die mutig und unkonventionell ist, gerne im Mittelpunkt steht und nichts auf die Meinung anderer gibt.
Renée ist fasziniert von Uta und lässt sich komplett von ihr vereinnahmen. Der Wunsch nach einer Freundschaft zu ihr lässt sie komplett blind dafür werden, dass Uta selektiv ist und es ihr auch Renée gegenüber an Ehrlichkeit und Loyalität mangelt. Obwohl Renée mehrfach von Uta verletzt wird, macht sie sich Sorgen um ihre Freundin, die etwas vor ihr zu verbergen scheint, das ursächlich für ihr unberechenbares Verhalten sein könnte.

Der Roman wird aus der Perspektive von Renée geschildert und handelt einerseits von der Freundschaft der beiden ungleichen jungen Frauen und gibt andererseits lebendige Einblicke in das Studentenleben in der DDR zu Beginn der 1980er-Jahre.

Renée erscheint im Umgang mit Uta naiv und lässt sich zu viel gefallen. Sie ordnet sich Uta unter und verhält sich vorsichtig aus Angst sie zu verärgern. Streits enden in Schweigen, Aussprachen finden nicht statt. Eine Wut über das Betragen Utas weicht zunehmend Sorge, denn Uta verhält sich nicht nur übermütig, sondern gefährlich.

Neben der spannungsgeladenen Freundschaft ist der Alltag als Student und Studentin lebendig dargestellt. Man begleitet Renée über mehrere Semester, die nicht nur das praxisorientierte Studium, sondern auch Exkursionen sowie die Verpflichtungen als DDR-BürgerIn wie eine Schulung zur Zivilverteidigung umfassen. Der Zeitgeist der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre ist spürbar, auch wenn die Merkmale der autoritären Herrschaft der SED-Diktatur und die damit verbundenen Einschränkungen nicht in ihrer vollen Tragweite in Erscheinung treten.

Deutlicher wird, was Uta fehlt und wie belastend ihr Schicksal für sie und ihre Umgebung ist. Dabei erscheint fraglich, wie viel eine Freundschaft aushalten kann und ob ihr Ende nicht unausweichlich ist.
"Das Laute im Leisen" ist ein dramatischer und einfühlsamer Roman über das Erwachsenwerden, über Freundschaft und Selbstentfaltung, der die 1980er-Jahre als StudentIn in der DDR lebendig werden lässt.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Neben all der Wut, Gewalt und negativen Gefühlen eine Mut machende Geschichte über Befreiung, Selbstbehauptung und Frauensolidarität

Die Wut, die bleibt
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"Haben wir kein Salz?" Helene, Mutter dreier Kinder und Ehefrau von Johannes, die das Abendessen wie jeden Tag zubereitet hat, steht nicht auf, um das Salz zu holen. Sie steht auf, betritt den Balkon und ...

"Haben wir kein Salz?" Helene, Mutter dreier Kinder und Ehefrau von Johannes, die das Abendessen wie jeden Tag zubereitet hat, steht nicht auf, um das Salz zu holen. Sie steht auf, betritt den Balkon und stürzt sich aus dem fünften Stock des Mehrfamilienhauses in Salzburg zwölf Meter in die Tiefe. Übrig bleiben Schock, Hilflosigkeit, Trauer und Wut.
Helenes beste Freundin Sarah ist freiberufliche Schriftstellerin und unterstützt die Familie nach dem Tod ihrer Freundin, wo sie kann. Sie zieht sogar zeitweise in die Wohnung ein, um die Lücke zu füllen, die Helene hinterlassen hat. Schließlich kann sie von zu Hause aus arbeiten und Johannes muss als Ernährer der Familie zur Arbeit. Sarah fällt in die Rolle der Hausfrau und Mutter und spürt bald, was Helene belastet haben muss.
Helenes 15-jährige Tochter Lola spürt hingegen eine immer größere Wut - auf ihre Eltern, die sie im Stich gelassen haben und das patriarchale System, gegen das sie rebelliert und das sie für den Suizid ihrer Mutter verantwortlich macht.

Der Roman wird nach dem Tod von Helene abwechselnd aus der Perspektive ihrer besten Freundin Sarah und ihrer 15-jährigen Tochter Lola erzählt. Beide Sichtweisen wecken auf ihre Art Emotionen und es fällt leicht, sich in die Figuren und das, was sie antreibt, hineinzuversetzen - auch wenn man ihr Verhalten nicht immer gutheißen kann.

Sarah hat Helene einerseits um ihre Familie beneidet, andererseits wollte sie nie so leben und hat ihre Unabhängigkeit stets genossen. Sie macht sich Vorwürfe, dass sie die Not Helenes nicht erkannt hat und versucht ihre Schuldgefühle zu kompensieren, indem sie für ihre Kinder da ist. Sie krempelt ihr Leben um und hinterfragt die Beziehung zu ihrem Freund Leon, der sich in ihr Haus eingenistet hat, aber nicht für sie da ist und kein ernsthaftes Interesse an einer tiefer gehenden Beziehung zu haben scheint.

Lola missfiel die häusliche Rolle, in die sich ihre Mutter hat drängen lassen und kämpft aktiv gegen alles an, was typisch weiblich sein soll. Bislang hat sie nur verbal für ein starkes Frauenbild und Gleichberechtigung gekämpft. Nun macht sie dies auch körperlich und steigert sich zusammen mit neuen Freundinnen in einen regelrechten Männerhass hinein.

Trotz des Todes, mit dem alles anfängt, ist das Buch weniger eine Geschichte über Trauer, als vielmehr ein Roman über die andauernde Ungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen, verfestigte Rollenbilder und den Kampf dagegen.
Die Ausgangssituation ist realistisch dargestellt und die Lage der Frauen wird durch die Pandemie noch verschärft. Wie verzweifelt und hilflos muss sich Helene gefühlt haben, um diesen Schritt zu gehen? Erschreckend irritierend ist, dass Sarah Helenes Rolle eins zu eins zu übernehmen scheint und sich klaglos um Kinder und Haushalt kümmert, während Helenes Ehemann ihre Hilfe selbstverständlich annimmt und ihr die Erziehung seiner Kinder überlässt. Irritierend ist zudem, in welche Spirale der Gewalt Lola gerät, indem sie die Rolle eines Racheengels für alle benachteiligten Frauen einnimmt. Beide Positionen sind extrem, wie auch die Passivität und Gleichgültigkeit der Männer in dem Roman, aber genau das provoziert und stimmt nachdenklich.

"Die Wut, die bleibt" ist keine feministische Kampfschrift, sondern stellt - wenn auch einseitig und überspitzt - dar, dass die Care-Arbeit klassisch den Frauen überlassen wird, ob sie wollen oder nicht. Gewalt gegen Frauen ist ein Tabu, gegen das brutal aufbegehrt wird. Dass Frauen sich hier nur mit dem Mittel der Selbstjustiz zu helfen wissen, ist dramatisch. Die Botschaft, dass sich Frauen viel mehr wehren müssen, laut sein müssen und wütend sein dürfen, wird deutlich. Neben all der Wut, Gewalt und den negativen Gefühlen ist der Roman jedoch auch eine Mut machende Geschichte über Befreiung, Selbstbehauptung und Frauensolidarität.

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