Ich habe angefangen zu lesen und wusste nach dem ersten Kapitel, dass das Buch genau meins ist. Teagan macht mit ihrem Freund Schluss, da er sie auch nach 5 Monaten (und etlichen Hinweisen wie es besser ...
Ich habe angefangen zu lesen und wusste nach dem ersten Kapitel, dass das Buch genau meins ist. Teagan macht mit ihrem Freund Schluss, da er sie auch nach 5 Monaten (und etlichen Hinweisen wie es besser wird) sie nicht zum Orgasmus bringen kann. Ihre Art fand ich einfach herrlich: sehr direkt, aber relativ nett verpackt.
Teagan ist die einzige weibliche Petdon in einem Freundeskreis, der sich schon ewig kennt und die immer den Sommer zusammen verbringen. Dieses Jahr um die Hochzeit für Ryan (Teagans bester Freund) zu feiern. Der Sommer wird neben anderen Verpflichtungen sehr stressig und so geht die eine vertraglich geregelte Situationship mit Heath (auch ein Teil des Freundeskreises) ein um Stress abzubauen.
Schnell merkt man, dass beide eine gemeinsame Vergangenheit haben, die aber lange unklar ist. Werden beide es schaffen alle Gefühle von ihrem Arrangement abzukoppeln und den anderen nur zum Stressabbau „nutzen“?
Teagan hat wirklich ein vollgepacktes Leben: Studium, familiäre Verpflichtungen und die Organisation der Feierlichkeiten rund um die Hochzeit, dass sie da überhaupt noch eine freie Minute hat um sich mit Heath zu treffen hat mich sehr erstaunt. Dieses Pensum schreit geradezu nach einem Burn out. Dadurch, dass sie ihre Familie nicht enttäuschen möchte, hat sie sehr hohe Ansprüche an sich selbst.
Für mich war das alles schon sehr zwiespältig: immer diese Perfektion nach außen hin, keiner schaut aber hinter die Fassade. Wie sie bei Heath ist, ist das genaue Gegenteil. Als ob sie nur da sie selbst sein kann.
Heath ist schon ein Schnuckelchen. Zu Beginn wirkt alles sehr oberflächlich, aber als man hinter seine Fassade schauen kann, ist es ähnlich wie bei Teagan. Ihr wahres Ich zeigen sie nur da.
Die Grundidee des Buches hat mir sehr gefallen. Allerdings fand ich sowohl bei Heath, als auch bei Teagan die familiären Strukturen sehr toxisch. Wie da teilweise mit Problemen und Scheitern umgegangen wird war mehr als fragwürdig.
Auch der Freundeskreis war jetzt nicht unbedingt das Nonplusultra: da hat mir Jeremy seine Ehrlichkeit aus der Seele gesprochen.
Ich habe die ganze Zeit gerätselt welche Geschichte Heath und Teagan verbindet und was soll ich sagen: eine ordentliche Kommunikation hilft wirklich und erspart Drama. Ich muss aber sagen, dass man die charakterliche Entwicklung auch in den Verhaltensweisen merkt und das hat mir sehr gefallen. Ich mochte die Wortgefechte zwischen den beiden. Die Chemie hat einfach gestimmt.
Einen Stern Abzug gab es für die toxische familiäre und freundschaftlichen Beziehungen.
4⭐️