hätte mir mehr erwartet
Broadway Lights 1: Broken ShineCassie braucht einen Neuanfang und als sie eine Einladung zu einem Casting für ein Musical am Broadway bekommt ist das ihre Chance. Doch ihr Start ist holprig, denn kaum ist sie angekommen, läuft ihr ein ...
Cassie braucht einen Neuanfang und als sie eine Einladung zu einem Casting für ein Musical am Broadway bekommt ist das ihre Chance. Doch ihr Start ist holprig, denn kaum ist sie angekommen, läuft ihr ein Dieb über den Weg, der Bestohlene gleich hinter her, der sie daraufhin anbrüllt. So kommt sie zum Casting, wo ihr der Fremde wieder über den Weg läuft und sie gleich eine Freundin in einer Mitbewerberin findet. Diese bietet ihr gleich ein bei ihr einzuziehen, als sie erfährt, dass Cassie keine Bleibe hat. Dort stößt sie auf den Fremden, Jake, der ebenfalls dort wohnt und bekommt sich mit ihm in die Haare. Aber auf der Bühne, beim Tanzen fliegen die Funken.
Broken Shine hat mich nicht nur durch das Cover angezogen, sondern durch das Musical und Broadway Thema. Und ich hätte das Buch gerne innen so toll gefunden wie außen, aber leider war dem nicht so.
Cassie, die 22-jährige Protagonistin war mir schnell sympathisch und ich mochte sie auch, allerdings hat sie (und der Schreibstil) mich nach ein paar Kapitel genervt. Anfangs stolpert sie ständig oder rutscht aus. Sie braucht drei Versuche sich auf einen Stuhl zu setzen und ist danach ganz stolz auf sich. Irgendwann dachte ich, sie hätte vielleicht ein Leiden, dem war aber nicht so. Zudem war Cassie öfters mal verwirrt, auf 20 Seiten sicher vier oder fünf mal. Alles verwirrt sie, jemand stellt sich vor, sie schaut verwirrt. Eine Person sucht eine Cassie und sie schaut verwirrt. Ihre Vergangenheit wird angeteasert, aber was wirklich passiert ist, kam nicht bei mir an.
Jake fand ich ebenfalls sympathisch, aber auch seine Geschichte blieb blass. Zwar erfährt man mehr von ihm und seinen Freunden, aber greifbar war es nicht so wirklich. Er bezeichnet sich als Monster und teilweise verstehe ich seine Gedanken, aber finde seine Bezeichnung nicht passend.
Auch die Liebesgeschichte zwischen Jake und Cassie war irgendwie da, aber für mich überhaupt nicht greifbar. Ich hab bis auf wenige Momente kaum Zuneigung zwischen den beiden gespürt.
Ich hatte mich sehr auf das New York & Broadway- Thema gefreut. Es gab ein Casting, aber das Theaterstück an sich hätte auch auf einer Highschool stattfinden können. Es schien zwar einen Plan zu geben, wer wann da sein soll, allerdings habe ich noch immer keine Ahnung, um was das Stück geht. In einem Kapitel treffen sie sich auf der Bühne, essen sieben Seiten lang Cupcakes und dann gehen sie wieder.
Der Schreibstil ließ sich gut lesen, allerdings war ich nicht immer im Buch. Die Autorin hat Wörter öfters dreimal wiederholt und Cassies Mantra (Neustart, Cassie. Dein Für-Immer Neustart) lief zeitweise in Dauerschleife. Oder jemand sprach sie mit ihrem Namen an und es hieß „Cassie...ein Name, mein Name.“ Poetische Schreibstile und Wiederholungen von Wörter sind nicht meins. Als Taylor-Swift-Fan mochte ich die Erwähnungen, allerdings hätte es weniger auch getan.
Das Ende hat mich doch überrascht, aber leider hat das Buch mich nicht von sich überzeugt.