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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2025

Eine außergewöhnliche Geschichte, die zum Nachdenken anregt

Divisio
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Obwohl ich bislang nur wenig Science Fiction gelesen habe, hat mich das Cover direkt angesprochen, weil es mysteriös und futuristisch zugleich wirkt. Auch die Andeutung des Doppelgänger-Themas machte mich ...

Obwohl ich bislang nur wenig Science Fiction gelesen habe, hat mich das Cover direkt angesprochen, weil es mysteriös und futuristisch zugleich wirkt. Auch die Andeutung des Doppelgänger-Themas machte mich neugierig. Der Prolog startet direkt sehr dramatisch und spannungsgeladen. In der Folge wird abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, wobei der Schreibstil flüssig und anschaulich ist. Dabei wird eine ganz eigene futuristische Welt und Atmosphäre geschaffen und die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen teilweise. Die gesamte Idee zur Handlung dieser komplexen Geschichte und die vielen Plot Twists finde ich schlicht genial. Das Besondere ist, dass wir uns im Jahr 2054 befinden, also nicht in einer noch völlig fernen Zukunft oder einer Galaxie mit Aliens oder ähnlichem. Stattdessen erscheinen die unglaublichen und beängstigenden Ereignisse und die erschaffene Welt in dieser Zukunft aus heutiger Sicht bei voranschreitender Forschung gar nicht so unrealistisch. Dadurch hat die Autorin nicht nur einen spannenden Psycho-Thriller geschrieben, sondern wirft mit ihrer Geschichte auch moralisch-ethische Fragen auf und regt somit zum Nachdenken an. Auch die kleineren technologischen Errungenschaften, die elegant und beiläufig eingeflochten werden, wirken für die gewählte Zukunft angemessen und vorstellbar. Die Hauptcharaktere sind zudem sympathisch und ich finde es erfrischend, dass die "Heldin" in diesem Buch eine sehr ängstliche, eher passive Person ist. Ihre Gedankenschleifen und zögerlichen Überlegungen arten mir allerdings manchmal zu sehr aus und auch bei den Dialogen hätte man meiner Meinung nach deutlich kürzen können, um den Spannungsbogen nicht zu behindern. Vor allem den männlichen Charakteren fehlt es außerdem etwas an Tiefe, sie blieben für mich eher blass. Nichtsdestotrotz halte ich dieses Buch für etwas ganz Besonderes und kann es all jenen wärmstens empfehlen, die Freude an außergewöhnlichen und spannenden Geschichten sowie futuristischen Gedankenexperimenten haben.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Leichte Sportsromance mit viel Spice

Body Check
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Mir hat diese leichte und humorvolle Lektüre gut gefallen. Elle Kennedy hat ihre Geschichte bereits in ihren frühen Zwanzigern geschrieben und für das Buch jetzt, fast 20 Jahre später, neu überarbeitet ...

Mir hat diese leichte und humorvolle Lektüre gut gefallen. Elle Kennedy hat ihre Geschichte bereits in ihren frühen Zwanzigern geschrieben und für das Buch jetzt, fast 20 Jahre später, neu überarbeitet und modernisiert. Schon das Cover fand ich ansprechend. Es ist modern und plakativ gestaltet und weist auf eine humorvolle Geschichte hin. Es wird tatsächlich heiß, allerdings hätte ich den deutschen Untertitel "Es wird heiß auf dem Eis" weggelassen, weil er den Roman meiner Meinung nach etwas abwertet und ins Lächerliche zieht. Man erwartet dadurch womöglich eher eine billige Erotikstory ohne nennenswerten Plot. Die Geschichte ist abwechselnd aus den Perspektiven der beiden ProtagonistInnen geschrieben, was interessant und spannend ist. Der Erzählstil ist flüssig, humorvoll und leicht sarkastisch, wodurch das Buch eine Leichtigkeit bekommt und sich wirklich gut lesen lässt. Die Autorin hat sich dafür entschieden, eine beobachtende Erzählerperspektive (Erzählstil in der dritten Person) einzunehmen, die die Innenansicht der jeweiligen Charaktere beinhaltet. Obwohl ich eigentlich ein großer Fan des Ich-Erzählers bin, schafft sie es durch diese Erzählperspektive, eine gewisse Distanz zu den Gefühlen, Gedanken und Handlungen der jeweiligen Charaktere herzustellen, die die humorvollen Elemente und die Situationskomik sogar noch verstärkt. Gleichzeitig fühlt man sich den Charakteren dennoch nah und verbunden, sie sind sympathisch. Die Sprache ist explizit, das Thema Sex spielt von Anfang an eine zentrale Rolle. Die entsprechenden Szenen sind meiner Meinung nach gut beschrieben ohne sich ständig wiederholende Formulierungen, die ich aus manchen anderen Romance- Büchern kenne. Trotzdem hat sich bei mir ungefähr nach der Hälfte des Buches eine gewisse Langeweile angesichts der Erotikszenen eingestellt. Die Spannung wurde dann aber durch die restliche Handlung und die Probleme der Charaktere wiederhergestellt. Insgesamt ist das Buch eine leichte Lektüre, die Spaß macht und sich gut und flüssig liest. Mir war es insgesamt ein bisschen viel Spice und wenig Tiefe, das Männerbild erschien mir sehr klischeehaft. Trotzdem habe ich das Buch sehr genossen und kann es allen Sportsromance- und RomCom- Fans ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Originelle und überraschende Standalone-Fantasy

Anima Daemonis
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Cover und Titel dieses Buches haben direkt mein Interesse geweckt, der Farbschnitt war eine schöne Überraschung. Diese Fantasy ist anders und sie ist wirklich gut. Die zugrundeliegende Idee und das Worldbuilding ...

Cover und Titel dieses Buches haben direkt mein Interesse geweckt, der Farbschnitt war eine schöne Überraschung. Diese Fantasy ist anders und sie ist wirklich gut. Die zugrundeliegende Idee und das Worldbuilding finde ich richtig originell. Fast von Beginn an landen wir gemeinsam mit der menschlichen Protagonistin Änlin in der Hölle und das auch noch freiwillig. Wir erleben hier die Welt auch aus Sicht der Dämonen, die in der Hölle einfach nur ihre Funktion und Aufgabe erfüllen und eine Art Rehabilitation für die verdorbenen menschlichen Seelen anstreben. Dass die Dämonen durch die Angst vor der Grausamkeit der Menschen, die sie betreuen, in der Vergangenheit sogar zu einer Rebellion und einem Krieg gegen die Menschen getrieben wurden, ist eine erfrischende Umkehrung der herkömmlichen Vorstellung von Dämonen und der Hölle. Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Änlin und dem Dämon Mephisto erzählt, in der Gegenwart und mit Rückblenden auf die gemeinsame Vergangenheit. Anfangs brauchte ich etwas, um mich richtig von der Geschichte fesseln zu lassen, doch dann geriet ich immer mehr in ihren Sog und fand sie durchgängig spannend. Die Charaktere erschienen mir zunächst wenig greifbar, was sich schlussendlich jedoch als völlig stimmig erwies. Der Schreibstil ist flüssig und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Es hält einige Überraschungen bereit und man sollte unbedingt zu Ende lesen. Das Ende ist meiner Meinung nach ein kleiner Geniestreich. Fazit: Eine originelle und überraschende Standalone-Fantasy, die sich leicht lesen lässt und zum Nachdenken (z.B. über die Kategorien "Gut und Böse") anregt.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Sanfte Gehirnwäsche in ländlicher Idylle

Heimat
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Dieses hochaktuelle Buch wird sicher noch lange nachwirken. Bereits das Cover lässt etwas vom Inhalt erahnen: unbelassene grüne Natur, über der sich dunkle Wolken zusammenbrauen, in deren Mitte der plakative ...

Dieses hochaktuelle Buch wird sicher noch lange nachwirken. Bereits das Cover lässt etwas vom Inhalt erahnen: unbelassene grüne Natur, über der sich dunkle Wolken zusammenbrauen, in deren Mitte der plakative Titel "Heimat" prangt. Es ist direkt klar, dass es sich hier nicht um einen Wohlfühlroman handelt. Obwohl in den ersten Seiten noch gar nicht so viel passiert, haben mich der lebendige Sprachstil und das bereits unterschwellig angedeutete hochbrisante Konfliktthema direkt gefesselt. Die Autorin baut in ruhiger, unaufgeregter, aber sehr anschaulicher Erzählweise psychologisch so viel Spannung auf, dass ich das Buch bis zum Schluss kaum aus der Hand legen konnte. Vom Begriff der Tradwife hatte ich vor dem Lesen der Buchbeschreibung noch gar nichts gehört, wohl aber von dem Phänomen, das hier von Karolin verkörpert wird. Dieses ruft bei der neu hinzugezogenen Jana, deren Erleben die neutrale Erzählstimme folgt, zunächst Befremden, dann aber zunehmend Faszination hervor. Fast urteilsfrei werden hier zentrale menschliche und politische Werte kontrastiert, die immer mehr verschwimmen. Der Autorin ist es gelungen, äußerst eindrücklich und plausibel darzustellen, auf welch sanfte und verführerische Weise Karolin ihre gefährliche Ideologie – immer unter dem Deckmantel der Menschlichkeit und Christlichkeit – mittels sozialer Medien und lokaler Hilfsaktionen verbreitet und damit das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Sorglosigkeit befriedigt. Dies alles geschieht so genial subtil, dass es gerade deshalb umso beklemmender und gruseliger wirkt. Das Ende kam für mich unerwartet und ich muss gestehen, dass ich es nicht gänzlich verstanden habe. Ich hätte es mir ein bisschen konkreter gewünscht, auch wenn ich eine unheimliche Ahnung habe. Fazit: Große Empfehlung für alle Leser*innen, die gesellschaftlich und politisch aktuelle und kritische Romane mögen und gerne zum Nachdenken angeregt werden.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Unterhaltsame Mountainbike-Romance

Downhill Dreams
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Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, war ich zugegebenermaßen etwas skeptisch. Ich fand, dass es kitschig und "billig" wirkte und habe eine entsprechende Story erwartet. Aber bereits bei der ...

Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, war ich zugegebenermaßen etwas skeptisch. Ich fand, dass es kitschig und "billig" wirkte und habe eine entsprechende Story erwartet. Aber bereits bei der Leseprobe von "Vorablesen" wurde ich positiv überrascht und habe mir das Buch dann auch gekauft. Die Story fand ich tatsächlich sehr unterhaltsam; eine schöne Sportsromance mit einer ungewöhnlichen Sportart und zeitweise sogar Academy Vibes. Der Sprachstil ist flüssig, die Charaktere sind sympathisch und zielstrebig, die Dialoge schlagfertig. Besonders hat mir gefallen, dass ich nebenher mehr über das Mountainbiken erfahren habe, mit dem ich so gar keine Berührungspunkte habe. Lediglich die Sexszenen fand ich etwas ausufernd und ich hätte mir in der Beziehung noch etwas mehr Tiefe und Substanz für die wechselseitige Anziehung gewünscht. Fazit: Diese leichte Sportsromance kann ich allen Leser*innen empfehlen, die Lust auf eine unterhaltsame und leidenschaftliche Geschichte haben und bei Sportarten gerne über den Tellerrand hinausblicken (sofern sie nicht ohnehin bereits eine Faszination für das Mountainbiken entwickelt haben).

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