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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2025

Erwachsene Fragezeichen

Die Auferstehung
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Ich habe als Kind die Hörspielkassetten der drei??? geliebt. Daher war mein Interesse sofort entfacht, als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe. Die drei??? sind längst erwachsen und haben sich ...

Ich habe als Kind die Hörspielkassetten der drei??? geliebt. Daher war mein Interesse sofort entfacht, als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe. Die drei??? sind längst erwachsen und haben sich leider auseinandergelebt. Daher ist es verständlich, dass zu Beginn des Romans jeder für sich agiert. Mir hat die Entwicklung gut gefallen, dass sie irgendwann an den Punkt kamen, dass sie sich gegenseitig brauchen, um das mysteriöse Auftauchen der verlorenen Tochter aufzuklären. Man bekommt einige Hintergrundinformationen, weshalb sie sich aufgelöst hatten, was da vorgefallen war. Der Fall der plötzlich wieder aufgetauchten, verschollenen Tochter ist etwas komplex gewesen und man wird als Leser mitgenommen, wenn die einzelnen Puzzleteile zusammengesetzt werden. Ich fand die Auflösung logisch und schlüssig. Die Spannung hätte noch ein bisschen höher ausfallen können. Alles in allem ist es jedoch ein gut gelungenes Wiedersehen mit den drei??? in jetzt fortgeschrittenem Alter.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Sehnsucht

Sunbirds
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Anne gibt die Hoffnung nicht auf, dass ihr Sohn Torran noch lebt. Sie ist seit 7 Jahren auf der Suche nach ihm. Zuletzt wurde er in einem Hotel in Indien gesehen und ist seitdem spurlos verschwunden. Annes ...

Anne gibt die Hoffnung nicht auf, dass ihr Sohn Torran noch lebt. Sie ist seit 7 Jahren auf der Suche nach ihm. Zuletzt wurde er in einem Hotel in Indien gesehen und ist seitdem spurlos verschwunden. Annes Nichte Esther ist Journalistin und bekommt einen Hinweis, dass Torran gesehen wurde. Voller Hoffnung reisen Esther und Anne in Richtung Himalaya und folgen den Spuren Torrans.

Die Autorin nutzt eine bildgewaltige Sprache, um diese Geschichte zu erzählen. Mit viel Gefühl beschreibt sie, wie sich Anne und Robert fühlen, seit ihr Sohn verschwunden ist. Es geht viel um das Leben der beiden, was sie voneinander getrennt hat. Die Geschichte beschreibt aber auch die tolle Natur im Himalaya, denn man kann einige Wanderungen von Anne und Esther mitverfolgen. Die Autorin kennt sich mit der Gegend aus und das merkt man in ihren Beschreibungen. Ich fand interessant, wie viele Menschen in dieser Gegend verschwunden oder vermisst sind und wie viele tot aufgefunden wurden. Alles wird in einem sehr emotionalen Roman verarbeitet, dessen Ende anders ist, als ich es mir vorgestellt habe, aber sehr gut zum Gesamtkonzept passt. Ich konnte Anne in ihrer Rolle als Mutter gut verstehen. Es ist logisch, dass man nie die Hoffnung aufgibt, wenn das Kind verschwunden ist. In dieser Geschichte findet sie jedoch einen Weg, um damit umgehen zu können, ohne sich selbst ganz zu verlieren. Ich fand den Roman sehr gelungen und absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Scheinleben

Heimat
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Jana zieht mit ihrem Mann und den zwei Kindern aufs Land. Das dritte Kind ist unterwegs und hier erhofft sich die Familie, dass die Kinder glücklich aufwachsen können. Sie lernt ihre Nachbarin Karolin ...

Jana zieht mit ihrem Mann und den zwei Kindern aufs Land. Das dritte Kind ist unterwegs und hier erhofft sich die Familie, dass die Kinder glücklich aufwachsen können. Sie lernt ihre Nachbarin Karolin kennen und ist fasziniert von ihr. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Hannah Lühmann beschreibt in dem Roman, wie Jana sich der neuen Nachbarschaft annähert und sich von Karolin blenden lässt. Ihre traditionellen Ansichten über Familienleben und Kindererziehung sind für Jana zwar interessant, sie traut sich aber nicht zu sagen, dass sie das anders sieht. Jana ist eine Protagonistin, die es jedem recht machen will und nicht den Mund aufmacht. Immer wieder zeigt die Autorin durch die Instagramposts von Karolin auf, dass vieles auf den sozialen Medien einfach nur Fake ist. Auf den sozialen Medien wird gepostet und geprotzt und im wahren Leben sieht es ganz anders aus. Hier gelingt öfter mal ein Blick hinter die Kulissen. Vieles wird in diesem Buch nicht wirklich ausgesprochen, man muss zwischen den Zeilen lesen. Das ist nicht ganz so mein Fall, daher lässt mich das Ende etwas zwiespältig zurück. Ich fand jedoch die Geschichte an sich sehr mitreißend und ich konnte nicht aufhören zu lesen, weil ich wissen wollte, wie es Jana weiter ergeht. Mein Fazit von dieser Geschichte: Man muss auf andere nicht neidisch sein, denn man kann nicht immer ganz hinter die Kulissen blicken und sieht, was wirklich im Leben der anderen vorgeht.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Wohlfühlbuch

Tannenduft im kleinen Strickladen in den Highlands
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Ich verfolge die Reihe von Anfang an und daher sind mir die Charaktere gut bekannt. Für Amely bricht die Welt zusammen, als es bei ihr zuhause brennt, ausgerechnet während der lang ersehnten Hochzeit ihrer ...

Ich verfolge die Reihe von Anfang an und daher sind mir die Charaktere gut bekannt. Für Amely bricht die Welt zusammen, als es bei ihr zuhause brennt, ausgerechnet während der lang ersehnten Hochzeit ihrer Freunde. Wie immer halten die Freunde alle zusammen und versuchen Amely zu helfen, positiv in die Zukunft zu blicken. Ich fand es nicht so ganz nachvollziehbar, dass sie sich zu Paul aufs Hausboot zurückgezogen hat. Außerdem dachte ich, dass es etwas mehr um die Alpakas gehen wird. Die Geschichte ist aber leicht zu lesen und war unterhaltsam. Sie lebt vom Zusammenhalt der ganzen Charaktere. Es ist ein schönes Wohlfühlbuch.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Wahnsinnsfamilie

Botanik des Wahnsinns
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Leon Engler geht in seinem Roman der Frage nach, ob psychische Erkrankungen vererbt werden können. Der Ich-Erzähler wird mit seiner Familiengeschichte konfrontiert, die sich sehr krass liest. Ob Oma, Opa, ...

Leon Engler geht in seinem Roman der Frage nach, ob psychische Erkrankungen vererbt werden können. Der Ich-Erzähler wird mit seiner Familiengeschichte konfrontiert, die sich sehr krass liest. Ob Oma, Opa, Mutter oder Vater, alle kämpften mit verschiedenen psychischen Erkrankungen oder Alkoholsucht. Das animiert den Protagonisten, Psychologie zu studieren und damit selbst in einer Anstalt zu landen. Dort kann er an vorderster Front seine eigenen Familiengeschichte aufarbeiten. Das Buch beschreibt in kurzen Episoden, was sich in der Familie des Protagonisten alles zugetragen hat. Stellenweise war es etwas langatmig zu lesen, dann wieder blitzte eine Prise Humor durch, die einen schmunzeln lässt. Was hier autobiografisch oder erfunden ist, bleibt das Geheimnis des Autors. Ich fand den Einblick in die Behandlung von verschiedenen psychischen Erkrankungen interessant und auch, wie die Therapeuten damit untereinander so umgehen. Insgesamt ist das Buch nicht unbedingt leichte Kost, da es ein sensibles Thema anspricht, das sehr viele Menschen der Gesellschaft betrifft und mit dem nicht jeder gleich gut umgehen kann.

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