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Veröffentlicht am 20.08.2025

Scheinleben

Heimat
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Jana zieht mit ihrem Mann und den zwei Kindern aufs Land. Das dritte Kind ist unterwegs und hier erhofft sich die Familie, dass die Kinder glücklich aufwachsen können. Sie lernt ihre Nachbarin Karolin ...

Jana zieht mit ihrem Mann und den zwei Kindern aufs Land. Das dritte Kind ist unterwegs und hier erhofft sich die Familie, dass die Kinder glücklich aufwachsen können. Sie lernt ihre Nachbarin Karolin kennen und ist fasziniert von ihr. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Hannah Lühmann beschreibt in dem Roman, wie Jana sich der neuen Nachbarschaft annähert und sich von Karolin blenden lässt. Ihre traditionellen Ansichten über Familienleben und Kindererziehung sind für Jana zwar interessant, sie traut sich aber nicht zu sagen, dass sie das anders sieht. Jana ist eine Protagonistin, die es jedem recht machen will und nicht den Mund aufmacht. Immer wieder zeigt die Autorin durch die Instagramposts von Karolin auf, dass vieles auf den sozialen Medien einfach nur Fake ist. Auf den sozialen Medien wird gepostet und geprotzt und im wahren Leben sieht es ganz anders aus. Hier gelingt öfter mal ein Blick hinter die Kulissen. Vieles wird in diesem Buch nicht wirklich ausgesprochen, man muss zwischen den Zeilen lesen. Das ist nicht ganz so mein Fall, daher lässt mich das Ende etwas zwiespältig zurück. Ich fand jedoch die Geschichte an sich sehr mitreißend und ich konnte nicht aufhören zu lesen, weil ich wissen wollte, wie es Jana weiter ergeht. Mein Fazit von dieser Geschichte: Man muss auf andere nicht neidisch sein, denn man kann nicht immer ganz hinter die Kulissen blicken und sieht, was wirklich im Leben der anderen vorgeht.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Wohlfühlbuch

Tannenduft im kleinen Strickladen in den Highlands
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Ich verfolge die Reihe von Anfang an und daher sind mir die Charaktere gut bekannt. Für Amely bricht die Welt zusammen, als es bei ihr zuhause brennt, ausgerechnet während der lang ersehnten Hochzeit ihrer ...

Ich verfolge die Reihe von Anfang an und daher sind mir die Charaktere gut bekannt. Für Amely bricht die Welt zusammen, als es bei ihr zuhause brennt, ausgerechnet während der lang ersehnten Hochzeit ihrer Freunde. Wie immer halten die Freunde alle zusammen und versuchen Amely zu helfen, positiv in die Zukunft zu blicken. Ich fand es nicht so ganz nachvollziehbar, dass sie sich zu Paul aufs Hausboot zurückgezogen hat. Außerdem dachte ich, dass es etwas mehr um die Alpakas gehen wird. Die Geschichte ist aber leicht zu lesen und war unterhaltsam. Sie lebt vom Zusammenhalt der ganzen Charaktere. Es ist ein schönes Wohlfühlbuch.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Wahnsinnsfamilie

Botanik des Wahnsinns
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Leon Engler geht in seinem Roman der Frage nach, ob psychische Erkrankungen vererbt werden können. Der Ich-Erzähler wird mit seiner Familiengeschichte konfrontiert, die sich sehr krass liest. Ob Oma, Opa, ...

Leon Engler geht in seinem Roman der Frage nach, ob psychische Erkrankungen vererbt werden können. Der Ich-Erzähler wird mit seiner Familiengeschichte konfrontiert, die sich sehr krass liest. Ob Oma, Opa, Mutter oder Vater, alle kämpften mit verschiedenen psychischen Erkrankungen oder Alkoholsucht. Das animiert den Protagonisten, Psychologie zu studieren und damit selbst in einer Anstalt zu landen. Dort kann er an vorderster Front seine eigenen Familiengeschichte aufarbeiten. Das Buch beschreibt in kurzen Episoden, was sich in der Familie des Protagonisten alles zugetragen hat. Stellenweise war es etwas langatmig zu lesen, dann wieder blitzte eine Prise Humor durch, die einen schmunzeln lässt. Was hier autobiografisch oder erfunden ist, bleibt das Geheimnis des Autors. Ich fand den Einblick in die Behandlung von verschiedenen psychischen Erkrankungen interessant und auch, wie die Therapeuten damit untereinander so umgehen. Insgesamt ist das Buch nicht unbedingt leichte Kost, da es ein sensibles Thema anspricht, das sehr viele Menschen der Gesellschaft betrifft und mit dem nicht jeder gleich gut umgehen kann.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Die Lehrerin

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung
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Stella ist eine sehr mutige Protagonistin. Es war für viele nicht verständlich, dass sie nach Wien zurückgekehrt ist. An der Schule stößt sie gleich auf Widerstand. Die damalige Situation wurde sehr anschaulich ...

Stella ist eine sehr mutige Protagonistin. Es war für viele nicht verständlich, dass sie nach Wien zurückgekehrt ist. An der Schule stößt sie gleich auf Widerstand. Die damalige Situation wurde sehr anschaulich beschrieben. Mir hat gut gefallen, dass herausgestellt wurde, wie durchsetzt das damalige Denken von vielen Lehrern noch war, wo man genau merkte, dass sie mal einen Parteiausweis hatten. Die Zeit des Umbruchs war für alle nicht leicht und das hat sich auch in der Kindererziehung gezeigt. Mir hat Stella als Lehrerin sehr gefallen, da sie auf die Kinder einging und sie immer wieder ermutigte an sich selbst zu glauben. Der Roman ist leicht zu lesen gewesen. Die Charaktere waren bis auf ein paar Ausnahmen sympathisch angelegt. Ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weitergehen wird!

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Der Vertrag

Ein verhängnisvolles Testament
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Elisabeth von Thannberg gerät in große Not. Nachdem sie Witwe wird, taucht ein alter Vertrag auf, der ihr und ihren Kindern den ganzen Besitz rauben würde. Der Kurfürst von Trier profitiert davon, denn ...

Elisabeth von Thannberg gerät in große Not. Nachdem sie Witwe wird, taucht ein alter Vertrag auf, der ihr und ihren Kindern den ganzen Besitz rauben würde. Der Kurfürst von Trier profitiert davon, denn an ihn fällt alles, wenn kein männlicher Erbe aufzuweisen ist. Ihre Cousine Anna wird damit beauftragt, herauszufinden, was es mit dem Vertrag auf sich hat und ob es noch irgendwo einen männlichen Nachfolger in der Stammeslinie gibt. Sollte Elisabeth keinen Sohn bekommen, verliert sie alles.

Die historische Geschichte hat viel Unterhaltungswert. Anna hat immer einen lustigen Spruch auf den Lippen, manchmal war es davon aber etwas zu viel. Sie ist jedoch ein sehr sympathischer Charakter, der viel Leben ins Geschehen bringt. Es geht sehr turbulent zu, da ständig etwas Neues in der Geschichte passiert. Mir blieb das alles etwas zu arg oberflächlich und mit den vielen Anschlägen auf die Charaktere wurde auch ziemlich übertrieben. Ich konnte mich in keine Person so richtig hineinversetzen, weil der Tiefgang und die Gefühle fehlten. Insgesamt war es sehr unterhaltsam die Geschichte zu lesen und ich wollte natürlich auch wissen, wie es mit dem Besitz der Thannbergs ausgeht. Mich hat das Buch aber nicht so ganz packen können, wie es zum Beispiel die Cristina-Reihe getan hat.

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