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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2025

Mehr Wildnis geht schon fast gar nicht...

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Zum Buch: Kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Traummann Lars wird Julia von ihrer besten Freundin Nicki noch einmal zum Wandern eingeladen. Es soll endlich der Kungsleden-Weg in Schweden bezwungen werden. ...

Zum Buch: Kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Traummann Lars wird Julia von ihrer besten Freundin Nicki noch einmal zum Wandern eingeladen. Es soll endlich der Kungsleden-Weg in Schweden bezwungen werden. Julia zögert erst, doch da die Freundinnen sich in der letzten Zeit nicht mehr so oft gesehen haben, willigt sie schließlich ein. Doch Nicki ist schweigsam und verhält sich komisch. Bis sie eines Morgens einfach nicht mehr neben Julia im Zelt liegt! Wie soll Julia allein den Weg zurückfinden? Und wo ist Nicki?

Meine Meinung: Ein ziemlicher Albtraum, der hier geschildert wird! Denn Nicki ist eigentlich die Person mit der guten Orientierung, nicht Julia. Und durch die von der Autorin schön geschilderte Landschaft weiß der Leser ungefähr, dass in Julias Nähe außer der schönen Landschaft nicht viel ist. Es ist kurz vor der Wintersaison, die Wege sind eh nicht mehr gut besucht und Nicki hatte die tolle Idee, abseits der Wanderwege ihre Zelte aufzuschlagen. Julia verirrt sich im strömenden Regen im Wald, verliert ihr Handy und auch fast ihr Leben. Denn es ist schon lebensgefährlich, ohne Schutz dort in der Kälte auszuharren. Aber Julias Überlebenswille ist stark. Und so macht sie sich auf die Suche. Doch was sie findet, war nicht das, was sie auch nur annähernd gesucht hat: die Wahrheit.

Der Schreibstil hat mir hier sehr gut gefallen. In kurzen Kapiteln gehen wir mit den beiden Freundinnen den Weg gemeinsam. Die Erzählform ist aus der Ich-Perspektive. Ich persönlich mag das ja, es bringt mir die Charaktere noch näher. Manche Kapitel erzählen in Tagebuch-Form eine alte Geschichte von einer der Freundinnen. Diese Erzählung hat mich auch sehr aufgewühlt. So nach und nach kommt man der Wahrheit näher, bis sie mir wie ein Brett vor den Kopf geschlagen ist! Was für eine Erkenntnis! Dann nimmt die Geschichte noch einmal so richtig Fahrt auf und bringt den Kreislauf in Wallung! Mit dem Ende bin ich persönlich sehr zufrieden.

Mein Fazit: Eine Geschichte, die nicht viele Protagonisten braucht und trotzdem spannend ist! Das hat mir gut gefallen und ich vergebe hier sehr gerne 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Bitterböser Horror mit überraschenden Wendungen!

Das Grauen von Cape de Ville
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Zum Buch: Der Schriftsteller Xander Ripley hat eine Schreibblockade. Da trifft es sich gut, dass sein Bruder Howard ihm einen sehr abgelegenen Ort vermitteln kann. Und zwar der Leuchtturm von Cape de Ville. ...

Zum Buch: Der Schriftsteller Xander Ripley hat eine Schreibblockade. Da trifft es sich gut, dass sein Bruder Howard ihm einen sehr abgelegenen Ort vermitteln kann. Und zwar der Leuchtturm von Cape de Ville. Er soll verkauft werden und steht leer. Xander kann sein Glück kaum fassen, als die Wörter wie von alleine aus ihm heraussprudeln, sobald er im Leuchtturm sitzt. Da kann man die merkwürdigen Vorkommnisse auch mal ausblenden. Er fragt sich nur, warum die Einwohner von Cape de Ville so feindselig sind. Einzig Sonja, die Nichte des hiesigen Supermarkthändlers und der Dorfsäufer Pierce reden mit ihm. Pierce warnt ihn sogar und rät ihm, schnell das Weite zu suchen…

Meine Meinung: Ja hallo Horror! Eine klassische Horrorstory mit feindlich gesinnten Menschen und einem abgelegenen Ort. Viel mehr braucht der geneigte Horrorleser eigentlich gar nicht, um die Phantasie im Kopf anzukurbeln! Die Charaktere sind super beschrieben, Xander schließt man gleich ins Herz, auch Sonja, die die Wohnung ihres verstorbenen Onkels ausmistet, ist sehr sympathisch. Bei Pierce war ich mir nicht so sicher, denn seine Erscheinung ist, nun ja, ein wenig ambivalent… Der Rest der Dorfbewohner tut so, als wäre Xander der Teufel in Person.

Im Leuchtturm selber geschehen merkwürdige Dinge. Xander glaubt sich völlig übernächtigt, als ihm die Familie des letzten Leuchtturmwärters erscheint, doch warum sind morgens immer noch nasse Spuren auf dem Boden zu sehen? Und was hat es mit den vielen Krähen auf sich? Natürlich poltert es auch im Turm, aber Xander ignoriert es weitgehend. Bis sein Bruder Howard ums Leben kommt. Da reicht es ihm aber und er rennt sehenden Auges in sein Unglück…

Mein Fazit: Tolle Horrorstory, die mich sehr angesprochen hat und die mich das Buch in kürzester Zeit hat auslesen lassen! Packende Wendungen und ein böses Ende, so etwas mag ich! 4 Sterne gibt es von mir!

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Weitere menschliche Abgründe...

Mit kalter Hand
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Zum Buch: Die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao bekommt wieder einen Sondereinsatz. Und zwar geht es dieses Mal um den Pferderipper von Lübars. Der Täter verfeinert seine Mordtechnik und es gibt begründeten ...

Zum Buch: Die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao bekommt wieder einen Sondereinsatz. Und zwar geht es dieses Mal um den Pferderipper von Lübars. Der Täter verfeinert seine Mordtechnik und es gibt begründeten Verdacht, dass er nur an den Pferden übt und sich dann an Menschen vergreift. Da gilt es natürlich, ihn so schnell wie möglich zu fassen.
Als wenn das nicht schon schwer genug wäre, findet die Kommissarin Monti im Spandauer Forst vereinzelte Leichenteile. Doch der Torso, der am meisten Aufschluss über die Todesursache geben könnte, fehlt bislang.

Meine Meinung: Für Sabine Yao ist es diesmal so richtig spannend, denn mit Tier-Rechtsmedizin hatte sie bislang noch nicht zu tun. Das war schon ganz interessant. Doch wie sie hier dem Täter wieder auf die Spur kommen, ist einfach toll. Da merkt man, was technisch schon möglich ist!

Auch bei dem zweiten Fall wissen die Ermittler bei den einzelnen Teilen schon, dass der Körper zusammengehört, aber ohne den Torso können sie keine Todesursache ausmachen. Eine harte Nuss für die Ermittler! Der Leser schaut natürlich die ganze Zeit schon hinter die Fassade und weiß, wer die Teile dort ausgelegt hat. Was da am Ende herauskommt, lässt einen schon ein wenig an der Menschheit zweifeln!

Mir hat auch dieser Teil wieder sehr gut gefallen, weil man einfach total locker in das Thema Rechtsmedizin einsteigt und viel darüber erfährt. Die beiden Fälle fand ich zwar spannend, aber den Vorgänger fand ich einfach noch ein wenig spannender! Nichtsdestotrotz wurde ich sehr gut unterhalten. Ich bewundere Sabine Yao jedes Mal und frage mich, ob ihr Tag nicht vielleicht länger ist als meiner. Denn sie schafft ein unglaubliches Arbeitspensum!

Mein Fazit: Nicht der allerbeste Fall, aber trotzdem spannend geschrieben und wieder gefüllt mit Dingen, die wir aus der Rechtsmedizin lernen! Ich finde es einfach toll, wie der Autor es geschafft hat, so viele Menschen für Rechtsmedizin zu begeistern!

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Veröffentlicht am 07.08.2025

Ist ein Vampir der Mörder gewesen?

Die Kolonie
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Zum Buch: Die Detective und Doktor der forensischen Vampiranthropologie Barbara Atkins wird zu einem Mordfall in einer Kleinstadt in Alaska hinzugerufen. Ein Teenager wurde von einem Vampir getötet. Hierzu ...

Zum Buch: Die Detective und Doktor der forensischen Vampiranthropologie Barbara Atkins wird zu einem Mordfall in einer Kleinstadt in Alaska hinzugerufen. Ein Teenager wurde von einem Vampir getötet. Hierzu gibt es sogar ein Video, was das beweist. Doch bevor Barbara von ihrem Recht auf „Keulung“ der Kolonie Gebrauch macht, was vorsieht, die ganze ansässige Vampirkolonie zu töten, will sie ganz sicher sein. Und es gibt durchaus Unstimmigkeiten. Die Menschen im beschaulichen Örtchen Deadhart wollen unbedingt die Tötung der Vampire, von daher bekommt Barbara ziemlichen Gegenwind. Aber sie bekommt auch unerwartete Hilfe…

Meine Meinung: Der Thriller fängt gemächlich an. Natürlich gibt es gleich zu Beginn einen toten Jugendlichen, dennoch passiert dann erstmal eine Weile nicht viel. Barbara und auch der Leser lernt die einzelnen Bewohner von Deadhart kennen. Die meisten sind Herdentiere und laufen den lautesten Bewohnern hinterher. Es ist einfach Angst, denn die Kolonie hat bereits schon früher einmal an der Grenze zu ihrem Ort gelebt, bis es da mehrere Morde gab. Dann wurde die Kolonie vertrieben, aber nun ist sie wieder da.
Weil es sich hier um einen kleinen Ort handelt, der dann natürlich auch noch bei einem Schneesturm abgeschottet von der Außenwelt ist, muss Barbara improvisieren. Denn es gibt im Verlauf der Story noch mehr Opfer. Hilfe bekommt sie dann von dem alten Deputy Tucker, der seit über 20 Jahren abgelegen in der Wildnis lebt. Die beiden zusammen kommen einem Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur und können so auch letztlich den aktuellen Mord aufklären.

Da ich den Start in die Geschichte etwas zäh fand, ziehe ich einen Stern ab. Doch insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen! Es ist mal eine schöne Vorstellung, dass Vampire und Menschen friedlich nebeneinander her leben. Gut gefallen hat mir auch die Charakterzeichnung. Auch, wenn mir nicht viele der Menschen und Vampire sympathisch waren, sind sie hervorragend dargestellt. Gemocht habe ich Barbara, weil sie eine starke Frau ist, die sich nicht so leicht einschüchtern lässt! Und Tucker, weil er eben so ist, wie er ist!

Zum Ende hin wird die Geschichte ein wenig verwirrend, weil eben auch vieles aus der Vergangenheit auftaucht, und da muss man schon aufmerksam lesen, um da nicht durcheinander zu kommen.

Mein Fazit: Eine spannende Jagd auf einen Mörder, von dem lange nicht klar ist, ob er menschlich ist oder doch ein Vampir! Das hat mir ganz gut gefallen! Wer sich vom etwas zähen Anfang nicht abschrecken lässt, wird mit einer spannenden Story belohnt!

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Manchmal muss man erst sterben, um gut zu sein...

Anima Daemonis
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Zum Buch: Änlin hat nur ein Ziel: sterben, um zu ihrem Mephisto in die Hölle zu kommen. Doch sie benötigt Hilfe, um sich in der Hölle zu behaupten, denn dort sind schließlich alle Menschen, die geläutert ...

Zum Buch: Änlin hat nur ein Ziel: sterben, um zu ihrem Mephisto in die Hölle zu kommen. Doch sie benötigt Hilfe, um sich in der Hölle zu behaupten, denn dort sind schließlich alle Menschen, die geläutert werden sollen, weil sie böse waren… Diese Hilfe bekommt sie von Nephtys, die mit ihr zusammen den Weg durch die Hölle zur Königin Morwen beschreitet, wo Mephisto als Dämon in Gefangenschaft lebt. Die Königin weiß um Änlins Ankunft in der Hölle und schließt mit Mephisto eine Wette ab, die seine Freiheit bedeuten könnte…

Meine Meinung: Dieser kleine Ausflug in die Hölle hat mir ganz gut gefallen! Diese Hölle ist wirklich so, wie ich mir das immer vorgestellt habe. Unwirkliche Hitze, Dämonen und mutierte Monster, verführerische Sirenen und nie weiß man, wem man trauen kann! Die Menschheit wird hier geprüft, ob sie wirklich so schlecht ist und ja, sie schneidet wirklich nicht besonders gut ab!

Die Charaktere sind alle wirklich gut gezeichnet, man kann sich Nephtys genauso gut vorstellen wie die Amazonen oder die Seelenfresser, die in den Flüssen auf die Menschen warten. Auch die Hitze, die sich auch im Farbschnitt wiederfindet. Damit bin ich auch schon beim Äußeren des Buches: dieses Cover war letztlich der Anlass, mich auf ein Rezensionsexemplar zu bewerben, ist es nicht schön? Und der Farbschnitt ist für mich die Hölle, so wie ich mir die Farben dort vorstelle. Also richtig gut gelungen!

Wieder zurück zum Inhalt: nachdem Änlin also wirklich viele Prüfungen durchläuft, aber nicht sterben kann (sie ist ja bereits tot), kommt sie wirklich bei der Königin an. Und dann kommt ein Twist, den ich so wirklich nicht habe kommen sehen! Also, das müsst ihr lesen! Einen Stern ziehe ich ab für die Kapiteleinteilung, das sprang mir manchmal zu sehr hin und her. Da muss man schon dranbleiben!

Mein Fazit: Insgesamt hat mir der Ausflug in die Hölle gut gefallen und ich mochte die Geschichte von Änlin und Mephisto sehr gerne! Genauso stelle ich mir Himmel und Hölle vor! Und es zeigt sich wieder einmal, dass nicht alles gut ist, was wir für gut erachten!

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