Ist ein Vampir der Mörder gewesen?
Die KolonieZum Buch: Die Detective und Doktor der forensischen Vampiranthropologie Barbara Atkins wird zu einem Mordfall in einer Kleinstadt in Alaska hinzugerufen. Ein Teenager wurde von einem Vampir getötet. Hierzu ...
Zum Buch: Die Detective und Doktor der forensischen Vampiranthropologie Barbara Atkins wird zu einem Mordfall in einer Kleinstadt in Alaska hinzugerufen. Ein Teenager wurde von einem Vampir getötet. Hierzu gibt es sogar ein Video, was das beweist. Doch bevor Barbara von ihrem Recht auf „Keulung“ der Kolonie Gebrauch macht, was vorsieht, die ganze ansässige Vampirkolonie zu töten, will sie ganz sicher sein. Und es gibt durchaus Unstimmigkeiten. Die Menschen im beschaulichen Örtchen Deadhart wollen unbedingt die Tötung der Vampire, von daher bekommt Barbara ziemlichen Gegenwind. Aber sie bekommt auch unerwartete Hilfe…
Meine Meinung: Der Thriller fängt gemächlich an. Natürlich gibt es gleich zu Beginn einen toten Jugendlichen, dennoch passiert dann erstmal eine Weile nicht viel. Barbara und auch der Leser lernt die einzelnen Bewohner von Deadhart kennen. Die meisten sind Herdentiere und laufen den lautesten Bewohnern hinterher. Es ist einfach Angst, denn die Kolonie hat bereits schon früher einmal an der Grenze zu ihrem Ort gelebt, bis es da mehrere Morde gab. Dann wurde die Kolonie vertrieben, aber nun ist sie wieder da.
Weil es sich hier um einen kleinen Ort handelt, der dann natürlich auch noch bei einem Schneesturm abgeschottet von der Außenwelt ist, muss Barbara improvisieren. Denn es gibt im Verlauf der Story noch mehr Opfer. Hilfe bekommt sie dann von dem alten Deputy Tucker, der seit über 20 Jahren abgelegen in der Wildnis lebt. Die beiden zusammen kommen einem Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur und können so auch letztlich den aktuellen Mord aufklären.
Da ich den Start in die Geschichte etwas zäh fand, ziehe ich einen Stern ab. Doch insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen! Es ist mal eine schöne Vorstellung, dass Vampire und Menschen friedlich nebeneinander her leben. Gut gefallen hat mir auch die Charakterzeichnung. Auch, wenn mir nicht viele der Menschen und Vampire sympathisch waren, sind sie hervorragend dargestellt. Gemocht habe ich Barbara, weil sie eine starke Frau ist, die sich nicht so leicht einschüchtern lässt! Und Tucker, weil er eben so ist, wie er ist!
Zum Ende hin wird die Geschichte ein wenig verwirrend, weil eben auch vieles aus der Vergangenheit auftaucht, und da muss man schon aufmerksam lesen, um da nicht durcheinander zu kommen.
Mein Fazit: Eine spannende Jagd auf einen Mörder, von dem lange nicht klar ist, ob er menschlich ist oder doch ein Vampir! Das hat mir ganz gut gefallen! Wer sich vom etwas zähen Anfang nicht abschrecken lässt, wird mit einer spannenden Story belohnt!