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Veröffentlicht am 07.08.2025

Ist ein Vampir der Mörder gewesen?

Die Kolonie
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Zum Buch: Die Detective und Doktor der forensischen Vampiranthropologie Barbara Atkins wird zu einem Mordfall in einer Kleinstadt in Alaska hinzugerufen. Ein Teenager wurde von einem Vampir getötet. Hierzu ...

Zum Buch: Die Detective und Doktor der forensischen Vampiranthropologie Barbara Atkins wird zu einem Mordfall in einer Kleinstadt in Alaska hinzugerufen. Ein Teenager wurde von einem Vampir getötet. Hierzu gibt es sogar ein Video, was das beweist. Doch bevor Barbara von ihrem Recht auf „Keulung“ der Kolonie Gebrauch macht, was vorsieht, die ganze ansässige Vampirkolonie zu töten, will sie ganz sicher sein. Und es gibt durchaus Unstimmigkeiten. Die Menschen im beschaulichen Örtchen Deadhart wollen unbedingt die Tötung der Vampire, von daher bekommt Barbara ziemlichen Gegenwind. Aber sie bekommt auch unerwartete Hilfe…

Meine Meinung: Der Thriller fängt gemächlich an. Natürlich gibt es gleich zu Beginn einen toten Jugendlichen, dennoch passiert dann erstmal eine Weile nicht viel. Barbara und auch der Leser lernt die einzelnen Bewohner von Deadhart kennen. Die meisten sind Herdentiere und laufen den lautesten Bewohnern hinterher. Es ist einfach Angst, denn die Kolonie hat bereits schon früher einmal an der Grenze zu ihrem Ort gelebt, bis es da mehrere Morde gab. Dann wurde die Kolonie vertrieben, aber nun ist sie wieder da.
Weil es sich hier um einen kleinen Ort handelt, der dann natürlich auch noch bei einem Schneesturm abgeschottet von der Außenwelt ist, muss Barbara improvisieren. Denn es gibt im Verlauf der Story noch mehr Opfer. Hilfe bekommt sie dann von dem alten Deputy Tucker, der seit über 20 Jahren abgelegen in der Wildnis lebt. Die beiden zusammen kommen einem Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur und können so auch letztlich den aktuellen Mord aufklären.

Da ich den Start in die Geschichte etwas zäh fand, ziehe ich einen Stern ab. Doch insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen! Es ist mal eine schöne Vorstellung, dass Vampire und Menschen friedlich nebeneinander her leben. Gut gefallen hat mir auch die Charakterzeichnung. Auch, wenn mir nicht viele der Menschen und Vampire sympathisch waren, sind sie hervorragend dargestellt. Gemocht habe ich Barbara, weil sie eine starke Frau ist, die sich nicht so leicht einschüchtern lässt! Und Tucker, weil er eben so ist, wie er ist!

Zum Ende hin wird die Geschichte ein wenig verwirrend, weil eben auch vieles aus der Vergangenheit auftaucht, und da muss man schon aufmerksam lesen, um da nicht durcheinander zu kommen.

Mein Fazit: Eine spannende Jagd auf einen Mörder, von dem lange nicht klar ist, ob er menschlich ist oder doch ein Vampir! Das hat mir ganz gut gefallen! Wer sich vom etwas zähen Anfang nicht abschrecken lässt, wird mit einer spannenden Story belohnt!

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Manchmal muss man erst sterben, um gut zu sein...

Anima Daemonis
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Zum Buch: Änlin hat nur ein Ziel: sterben, um zu ihrem Mephisto in die Hölle zu kommen. Doch sie benötigt Hilfe, um sich in der Hölle zu behaupten, denn dort sind schließlich alle Menschen, die geläutert ...

Zum Buch: Änlin hat nur ein Ziel: sterben, um zu ihrem Mephisto in die Hölle zu kommen. Doch sie benötigt Hilfe, um sich in der Hölle zu behaupten, denn dort sind schließlich alle Menschen, die geläutert werden sollen, weil sie böse waren… Diese Hilfe bekommt sie von Nephtys, die mit ihr zusammen den Weg durch die Hölle zur Königin Morwen beschreitet, wo Mephisto als Dämon in Gefangenschaft lebt. Die Königin weiß um Änlins Ankunft in der Hölle und schließt mit Mephisto eine Wette ab, die seine Freiheit bedeuten könnte…

Meine Meinung: Dieser kleine Ausflug in die Hölle hat mir ganz gut gefallen! Diese Hölle ist wirklich so, wie ich mir das immer vorgestellt habe. Unwirkliche Hitze, Dämonen und mutierte Monster, verführerische Sirenen und nie weiß man, wem man trauen kann! Die Menschheit wird hier geprüft, ob sie wirklich so schlecht ist und ja, sie schneidet wirklich nicht besonders gut ab!

Die Charaktere sind alle wirklich gut gezeichnet, man kann sich Nephtys genauso gut vorstellen wie die Amazonen oder die Seelenfresser, die in den Flüssen auf die Menschen warten. Auch die Hitze, die sich auch im Farbschnitt wiederfindet. Damit bin ich auch schon beim Äußeren des Buches: dieses Cover war letztlich der Anlass, mich auf ein Rezensionsexemplar zu bewerben, ist es nicht schön? Und der Farbschnitt ist für mich die Hölle, so wie ich mir die Farben dort vorstelle. Also richtig gut gelungen!

Wieder zurück zum Inhalt: nachdem Änlin also wirklich viele Prüfungen durchläuft, aber nicht sterben kann (sie ist ja bereits tot), kommt sie wirklich bei der Königin an. Und dann kommt ein Twist, den ich so wirklich nicht habe kommen sehen! Also, das müsst ihr lesen! Einen Stern ziehe ich ab für die Kapiteleinteilung, das sprang mir manchmal zu sehr hin und her. Da muss man schon dranbleiben!

Mein Fazit: Insgesamt hat mir der Ausflug in die Hölle gut gefallen und ich mochte die Geschichte von Änlin und Mephisto sehr gerne! Genauso stelle ich mir Himmel und Hölle vor! Und es zeigt sich wieder einmal, dass nicht alles gut ist, was wir für gut erachten!

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Was hat es mit den Mädchen auf sich?

Engelskalt
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Zum Buch: Ein Spaziergänger findet in einem Wald nahe Oslo ein sechsjähriges Mädchen, was an einem Baum erhängt wurde. Sie wurde mit einem Schulranzen aufgehängt, um den Hals ein Schild mit der Aufschrift ...

Zum Buch: Ein Spaziergänger findet in einem Wald nahe Oslo ein sechsjähriges Mädchen, was an einem Baum erhängt wurde. Sie wurde mit einem Schulranzen aufgehängt, um den Hals ein Schild mit der Aufschrift „Ich reise allein“. Der Kommissar Holger Munch beschließt, Mia Krüger wieder in sein Team zurückzuholen. Er weiß nicht, dass Mia eigentlich schon mit dem Leben abgeschlossen hat… Aber sie will Holger helfen und fährt wieder mit ihm zurück nach Oslo. Obwohl sie nicht ganz auf ihrer Höhe ist, wird schnell klar, dass diese Entscheidung die Richtige war…

Meine Meinung: Ein sehr grausamer Plot mit den toten Mädchen, denn leider bleibt es nicht bei dem ersten Opfer… Aber toll und einfühlsam geschrieben. Der Autor beschreibt das Team so super, alle sind sehr einfühlsam, gehen vorsichtig mit den Zeugen und Hinterbliebenen um und sind mit Feuereifer dabei. Denn die Zeit rennt ihnen davon. Mia und Holger kommen einfach fast blind miteinander aus, können sich beide jeweils voll aufeinander verlassen. Mias Gedanken funktionieren anders als bei anderen, aber dadurch ist sie sehr feinfühlig. Sie merkt sofort, wenn sich etwas falsch anfühlt. Neu im Team ist auch Gabriel Mork, ein ehemaliger Hacker, der nach einer sehr kurzen Einarbeitungsphase ein wichtiger Mann wird. Er hat auch die richtigen Kontakte, um schnell und unbürokratisch an gewisse Informationen zu kommen. Man mag sie allesamt sofort gerne und fiebert mit ihnen mit! Denn der Täter schafft es leider immer wieder, ihnen einen Schritt im Voraus zu sein!

Einen filmreifen Showdown gibt es dann auch noch, als es für Holger Munch sehr persönlich wird! Spätestens ab da waren meine Fingernägel dann dran… sehr spannend geschrieben!

Mein Fazit: Ein toller Spannungsroman aus Norwegen, der mit kompetenten und sympathischen Ermittlern punktet! Die Story ist gut ausgearbeitet und man mag sofort den Folgeband lesen! Tolle Serie, die ich wirklich weiterempfehlen kann!

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Mehr Emotion als Thrill, dennoch spannend erzählt!

The Castaways
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Zum Buch: Die Schwestern Erin und Lori planen einen Urlaub auf den Fidschi-Inseln. Einen Abend vor dem Flug mit dem Kleinflugzeug auf die kleine Insel geraten die beiden in Streit und nur Lori nimmt das ...

Zum Buch: Die Schwestern Erin und Lori planen einen Urlaub auf den Fidschi-Inseln. Einen Abend vor dem Flug mit dem Kleinflugzeug auf die kleine Insel geraten die beiden in Streit und nur Lori nimmt das Flugzeug am nächsten Morgen. Doch dieses stürzt irgendwo ab. Während Erin mit großen Schuldgefühlen und viel Aufwand nach ihrer Schwester sucht und glaubt, sie für immer verloren zu haben, kämpft Lori auf einer einsamen, unbewohnten Insel um ihr Überleben. Und es ist nicht nur der Hunger, der ihr zu schaffen macht…

Meine Meinung: Ich würde dieses Buch nicht unbedingt als Thriller einordnen, sondern eher als Spannungsroman oder Drama. Nichtsdestotrotz ist es eine sehr spannende Geschichte! Die beiden Schwestern sind hier definitiv die Hauptprotagonisten. Man lernt sie sehr gut kennen, denn in Rückblicken wird ihr Leben sehr gut beschrieben. Und sie sind sehr unterschiedlich, stehen sich aber unheimlich nahe, weil sie recht früh ihre Eltern verloren haben. Ich konnte Erins Schuldgefühle richtig gut nachvollziehen, aber auch Lori ist nicht immer ganz ehrlich gewesen. Und so nähert man sich als Leser dann langsam dem Showdown, der aber nicht unerwartet kommt. Man hat schon so eine Ahnung, was mit dem Flugzeug passiert und warum es abgestürzt ist.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, man liest immer abwechselnd aus der jeweiligen Sicht von Erin oder Lori. Manchmal wird die Gegenwart erzählt und manchmal sind es auch Rückblicke. Das ist aber gut gekennzeichnet mit „Jetzt“ und „Damals“, so dass man als Leser gut mitkommt!

Mein Fazit: Eher ein dramatischer Spannungs-Roman als Thriller, dennoch hat er mir sehr gut gefallen! Ich mochte die Annäherung für den Leser an die beiden Schwestern. Einen Stern Abzug für die etwas vorhersehbare Auflösung. Ich würde das Buch meinen Freundinnen trotzdem empfehlen!

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Eine Verkettung unglücklicher Umstände...

Der nette Herr Heinlein und die Leichen im Keller
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Zum Buch: Herr Heinlein ist ein glücklicher Mensch. Er lebt für seine Pasteten in Heinlein´s Delicatessen- und Spirituosengeschäft und kümmert sich um seinen dementen Vater, mit dem er in der Wohnung über ...

Zum Buch: Herr Heinlein ist ein glücklicher Mensch. Er lebt für seine Pasteten in Heinlein´s Delicatessen- und Spirituosengeschäft und kümmert sich um seinen dementen Vater, mit dem er in der Wohnung über dem Geschäft wohnt. Bis Adam Morlock sein Geschäft betritt und irgendwann unglücklicherweise an einer von Heinleins Pasteten stirbt. Ab da ist Norbert Heinleins kleine Welt nicht mehr dieselbe…

Meine Meinung: So ein herzerwärmender Roman! Man muss Norbert Heinlein eigentlich sofort ins Herz schließen, denn er ist ein aufrichtiger, freundlicher, ehrenwerter und hilfsbereiter Mann. Er kann ja schließlich nichts dafür, wenn um ihn herum dauernd Unglücke passieren! Er muss lernen, sich in einer neuen Welt zurechtzufinden, denn bis auf ein paar Stammkunden verlaufen sich nicht mehr viele Kunden in seinen Laden. Außerdem hat er Ärger mit seinem Mieter, der seinen Hund das Geschäft im Treppenhaus erledigen lässt.

Der Autor findet hier auch leise Töne zwischendurch. Marvin ist der Gehilfe im Laden, er ist ein wenig anders, aber absolut loyal Heinlein gegenüber. Und Heinlein liebt ihn wie seinen eigenen Sohn.

Das Buch ist auch toll aufgeteilt in einzelne (Speise-)Gänge und die Kapitel sind knackig kurz. Der Schreibstil von Stephan Ludwig, den man vielleicht von den Zorn-Romanen kennt, ist sowieso immer sehr flüssig, bissig humorig und locker zu lesen! Apropos Zorn, die beiden Kommissare haben auch eine kleine Nebenrolle in diesem Stück, das fand ich gut mit eingebaut und sehr passend! Das Ende habe ich wirklich nicht vorausahnen können!

Mein Fazit: Die Geschichte hat mich gut unterhalten, aber auch mein Herz berührt und mich zwischendurch auch schmunzeln lassen. Ich fand das Buch sehr gut und vergebe 4 Sterne!

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