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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

Gute Unterhaltung aber keinesfalls ein Psychothriller

Tödliches Angebot
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In „Tödliches Angebot“ der Autorin Marisa Kashino haben wir es mit einer Hauptfigur zu tun, deren Suche nach einem Haus in komplette Besessenheit ausartet. Für das Haus ihrer Träume ist Margo bereit so ...

In „Tödliches Angebot“ der Autorin Marisa Kashino haben wir es mit einer Hauptfigur zu tun, deren Suche nach einem Haus in komplette Besessenheit ausartet. Für das Haus ihrer Träume ist Margo bereit so ziemlich alles zu tun. So dringt sie auf sehr zweifelhafte Weise in das Leben der Hausverkäufer ein und setzt dabei nicht nur ihren Job, sondern auch ihre Beziehung aufs Spiel.
Der Roman beginnt wirklich unterhaltsam und kurzweilig. Obwohl Margos Vorgehensweise skrupellos ist, wirkt es teilweise fast witzig, auf welche Ideen sie kommt und wie sie es schafft, sich aus kniffligen Situationen wieder herauszumanövrieren.
Ich frage mich allerdings, wer auf die Idee gekommen ist, diesen Roman zu einem Psychothriller zu erklären. Wir haben es zwar mit einer psychisch auffälligen Hauptfigur zu tun, von einem Thriller ist die Handlung meines Erachtens allerdings meilenweit entfernt.
Die Geschichte hat mich gut unterhalten, deshalb auch die drei Sterne, war aber zu keinem Zeitpunkt spannend. Man möchte natürlich wissen, ob Margo denn am Ende endlich ihr Traumhaus bekommt, das war tatsächlich meine Hauptmotivation weiterzulesen.
Wer allerdings eine spannungsgeladene Story erwartet, wird mit „Tödliches Angebot“ wohl eher nicht glücklich werden.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Entwicklung war anders als gedacht

Ruf der Leere
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Hauptfigur dieses Romans ist Felix, der mit Laura und seinem besten Freund Ben dessen Rückkehr aus Australien in der familieneigene Waldhütte feiern will. Als die beiden jedoch völlig unerwartet weitere ...

Hauptfigur dieses Romans ist Felix, der mit Laura und seinem besten Freund Ben dessen Rückkehr aus Australien in der familieneigene Waldhütte feiern will. Als die beiden jedoch völlig unerwartet weitere Gäste mitbringen und plötzlich noch ein alter Mann auftaucht, der verkündet, er sei der Tod, ist die Stimmung auf dem Nullpunkt.
Immer wieder wechselt der Autor dann zwischen der Gegenwart in der Hütte und der Vergangenheit, in der wir nach und nach die Hintergründe erfahren.
Diese Wechsel haben mir gut gefallen und konnten mein Interesse zumindest bis zur Hälfte aufrechterhalten.
Leider hat sich dieser Roman dann jedoch völlig anders entwickelt, als ich gedacht hatte.
Waren die ersten Kapitel noch fesselnd und psychologisch interessant, flaute das Ganze dann im weiteren Verlauf deutlich ab und wurde zunehmend verworren.
Der Teil des Buches, der in der Vergangenheit spielt, konnte mich vor allem am Anfang noch absolut überzeugen, doch das Treffen in der Waldhütte war abgesehen von der etwas beklemmenden Stimmung inhaltlich eher dünn.
Für die Figuren hätte ich mir auch etwas mehr Tiefe gewünscht; bis auf Felix und Laura konnte ich kaum Zugang zu ihnen finden.
Ich vergebe gute drei Sterne für eine wirklich tolle Idee, deren Umsetzung mich zumindest anfangs gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Habe leider keinen Zugang finden können

Eden
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„Eden“ war mein erstes Buch einer isländischen Autorin, und ich mochte die Grundidee sehr: eine Sprachwissenschaftlerin aus Reykjavik , die in der Stille des ländlichen Islands ein neues Leben beginnt.

Audur ...

„Eden“ war mein erstes Buch einer isländischen Autorin, und ich mochte die Grundidee sehr: eine Sprachwissenschaftlerin aus Reykjavik , die in der Stille des ländlichen Islands ein neues Leben beginnt.

Audur Ava Olafsdottirs Werk ist ein ruhiges, atmosphärisches Buch, das durch seine besondere Sprache und die kurzen Kapitel eine äußerst beruhigende Wirkung entfaltet. Besonders gelungen fand ich die Passagen, in denen Albas Alltag geschildert wird; das Pflanzen von Bäumen, die leicht skurrilen, aber so liebevollen Gespräche mit ihrem Vater und der feine Humor, der immer wieder zwischen den Zeilen aufblitzt, vor allem, wenn der Vater von seinem Freund Hlynur spricht.

Trotz der schönen Idee konnte ich jedoch nicht vollständig in das Buch eintauchen. Alba wird meiner Ansicht nach sehr stark vom Dorfleben vereinnahmt, stellenweise wirkt es geradezu übergriffig. Bei all dem bleiben dem Leser Albas Emotionen weitgehend verschlossen. Während ihre linguistischen Gedankengänge ausführlich dargestellt werden, erfährt man sehr wenig über ihr Innenleben. Hier hätte ich mir einfach mehr Einblick in Albas Gefühls- und Gedankenwelt gewünscht. Auch die sprunghaften, teils zusammenhanglosen Sätze, die immer wieder eingestreut werden, konnten mich nicht immer erreichen. Als Stilmittel eingesetzt um Albas manchmal etwas verworrene Gedankengänge widerzuspiegeln sicherlich gelungen, doch mir war das tatsächlich einen Hauch zuviel.



Fazit

„Eden“ ist sicher ein besonderes Buch zu dem ich allerdings leider keinen richtigen Zugang gefunden habe.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Konnte mich leider nicht so begeistern wie die Vorgänger

In den Scherben das Licht
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Als langjährige Leserin von Carmen Korns Romanen habe ich mich sehr auf „In den Scherben das Licht“ gefreut.
Bisher hat mich wirklich jedes ihrer Bücher überzeugen können. Umso bedauerlicher ist es für ...

Als langjährige Leserin von Carmen Korns Romanen habe ich mich sehr auf „In den Scherben das Licht“ gefreut.
Bisher hat mich wirklich jedes ihrer Bücher überzeugen können. Umso bedauerlicher ist es für mich, dass mich ihr neuer Roman diesmal nicht wirklich erreichen konnte.

Im Keller der ehemaligen Schauspielerin Friede treffen die jungen Leute Gert und Gisela aufeinander und versuchen, den Alltag im Hungerwinter 1946 zu meistern. Im stark zerstörten Hamburg ist das ein wahrer Kraftakt, doch zusammen schaffen sie es, sich den Herausforderungen zu stellen.

Der Roman beginnt mit dem Kennenlernen der drei Hauptfiguren und es fällt leicht, in die Handlung hineinzukommen.
Dann häufen sich allerdings die Perspektivwechsel, was meinen Lesefluss ziemlich gestört hat, da ich mich immer wieder kurz neu orientieren musste.
Hinzu kommt, dass mir der Zugang zu den Charakteren überraschend schwerfiel. Normalerweise gelingt es Carmen Korn mühelos, ihren Figuren Leben einzuhauchen. In diesem Buch jedoch empfand ich die Schreibweise stellenweise als zu trocken und distanziert, sodass ich keine wirkliche Bindung zu den Protagonisten entwickeln konnte.

„In den Scherben, das Licht“ reicht meiner Meinung nach nicht an die Stärke ihrer bisherigen Romane heran, allerdings bin ich davon überzeugt, dass es Leser gibt, die einen besseren Zugang zum Buch finden.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Originell aber zu unrealistisch

Not Quite Dead Yet
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Die 27 jährige Jet wird in einer Halloween Nacht unvermittelt angegriffen und erleidet eine schwere Kopfverletzung. Die Ärzte diagnostizieren ein Aneurysma, woran sie, falls sie sich nicht sofort operieren ...

Die 27 jährige Jet wird in einer Halloween Nacht unvermittelt angegriffen und erleidet eine schwere Kopfverletzung. Die Ärzte diagnostizieren ein Aneurysma, woran sie, falls sie sich nicht sofort operieren lässt, innerhalb der nächsten sieben Tage versterben wird. Jet entscheidet sich dafür, ihre letzten Tage für die Aufklärung ihres eigenen Mordes zu nutzen.

Der neue Thriller von Holly Jackson konnte mich leider nicht ganz überzeugen.
Zwar fand ich die Idee, dass jemand seinen eigenen Mord aufklärt originell, doch ziemlich schnell war mir die Geschichte zu unglaubwürdig.
Die Suche nach ihrem Mörder versetzt Jet, die in ihrem bisherigen Leben nicht so richtig in die Gänge gekommen ist, in einen unglaublichen Aktionismus und das alles mit einem Aneurysma im Hirn, das jederzeit zu reißen droht.
Zusammen mit ihrem Jugendfreund Billy ermittelt sie in alle Richtungen, ist fast durchgehend auf den Beinen und lässt sich von zunehmenden körperlichen Einschränkungen nicht von ihrem Ziel abhalten. Das war mir dann im Verlauf ehrlich gesagt etwas zuviel Drama.

Auch Jets Umgang mit ihrer Situation hat mich ziemlich gestört. Es sollte wohl tough und abgeklärt rüberkommen, aber ich fand ihre sarkastischen Bemerkungen ihrer Familie und Freunden gegenüber eher respektlos und unreif.

Das Buch lässt sich schnell und leicht lesen, Spannung kommt zwischendurch auch auf und es gibt ein paar überraschende Wendungen.
Allerdings ist „Not quite dead yet“ in meinen Augen eindeutig ein Jugendbuch und kein Thriller für Erwachsene, was man an Sprache und Dialogen erkennt.
Als solches vermarktet, fände ich es auch völlig in Ordnung.

Fazit
Ein solider Krimi für Jugendliche, der durchaus spannend und emotional ist.

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