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Veröffentlicht am 23.08.2025

Unterhaltsamer Geschichtsunterrichr

Die Falken Gottes
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Der Roman handelt in Osnabrück und Münster im Jahre 1647. Die Verhandlungen zum Westfälischen Frieden laufen seit einiger Zeit und der 30-jährige Krieg hat seine Spuren im Land hinterlassen.
Anneke, eine ...

Der Roman handelt in Osnabrück und Münster im Jahre 1647. Die Verhandlungen zum Westfälischen Frieden laufen seit einiger Zeit und der 30-jährige Krieg hat seine Spuren im Land hinterlassen.
Anneke, eine junge Magd, wird zufällig Zeugin eines Mordes an einem Boten. Mit seinen letzten Atemzügen nennt er ihr einen Namen welcher sehr wichtig zu sein scheint. Anneke macht sich auf die Suche nach der Person und gerät in eine riesige Verschwörung........

Der Autor Michael Wilcke präsentiert hier einen gut recherchierten und unterhaltsamen historischen Roman.
Anschaulich wird der Alltag zu dieser Zeit mitsamt den Kriegsgräueln und den Bemühungen zu den Friedensverhandlungen beschrieben.
Die Charaktere spiegeln die standesmäßigen Unterschiede wieder: hier die arme Magd, welche von früh bis spät arbeiten muss, da der dem Adel zugehörende Gesandte, welcher im Luxus lebt.
Dazu ein Cover welches schon auf den historischen Inhalt schließen lässt.

Ein interessanter und kurzweiliger Roman mit viel Lokalkolorit.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Schöne Sommer-Lektüre

Zeit der Schwestern
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"Kirschsommer" ist der zweite Band aus der Trilogie "Zeit der Schwestern" von Tanja Huthmacher und spielt wiederum am schönen Bodensee.
Diesesmal ist Romy, die jüngste der drei Schwestern, die Hauptprotagonistin. ...

"Kirschsommer" ist der zweite Band aus der Trilogie "Zeit der Schwestern" von Tanja Huthmacher und spielt wiederum am schönen Bodensee.
Diesesmal ist Romy, die jüngste der drei Schwestern, die Hauptprotagonistin. Die alleinerziehende Mutter zweier Kinder von unterschiedlichen Vätern stemmt ihren manchmal etwas chaotischen Alltag mal mehr oder auch weniger erfolgreich.
Aber zum Glück steht ihr die Familie Hohenhausen, insbesondere die Schwestern Caro und Veri, immer in Notfällen zur Seite. Und dann gibt es ja auch noch die beiden Väter ihrer Kinder welche sich immer wieder ins Spiel bringen .....

Der leichte und angenehme Schreibstil entführt den Leser sofort wieder ins Universum der Hohenhausens.
Die Charaktere werden weiterhin gut beschrieben und die Leser können die Weiterentwicklung der Personen gut verfolgen.
Man muss den ersten Teil der Trilogie nicht zwingend gelesen haben, allerdings erleichtert es dem Leser das Verständnis für einige Vorkommnisse am Anfang der Geschichte.
Dazu ein Cover welches perfekt zum ersten Teil passt.

Eine leichte, schöne Sommer-Lektüre welche schon Lust auf den dritten Teil macht.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Claires Geschichte geht weiter

Kasino
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Die Geschichte um das Kasino in Baden-Baden und die dort tätige Croupiere Claire Engel geht in die 2. Runde:

Inzwischen schreibt man das Jahr 1848.
Für Claire beginnt eine neue Saison im Kasino.
Doch ...

Die Geschichte um das Kasino in Baden-Baden und die dort tätige Croupiere Claire Engel geht in die 2. Runde:

Inzwischen schreibt man das Jahr 1848.
Für Claire beginnt eine neue Saison im Kasino.
Doch einiges hat sich geändert. Der Besitzer des Kasinos, Jean Jacques Bénazet, ist plötzlich verstorben und nun leitet sein Sohn Edouard das Unternehmen.
Auch hat Baden-Baden neue Bewohnerinnen bekommen, die Schwestern Victoria und Sophie Winter mit ihrer Tante Isolde haben dort die ehemalige Bedford-Villa bezogen.
Victoria ist Lehrerin und bemüht sich die Familie über Wasser zu halten während die jüngere Sophie sich auf der Suche nach einem reichen Ehemann befindet.
Und da kommt ihr der neue Kasino-Eigentümer gerade wie gerufen.....

Wieder einmal ist dem Autoren-Duo Martina Sahler und Heiko Wolz eine Zeitreise in die damalige gehobene Gesellschaft gelungen.
Die Beschreibungen der Kleidung und der Gebäude sind wiederum sehr ausführlich und bildhaft.
Doch während im 1. Teil spannende Ereignisse und Claires Entwicklung im Mittelpunkt standen wird hier eher das Leben der Winter-Schwestern thematisiert.
Leider werden einige der vielen Handlungsstränge zum Schluss überhastet und manche für meinen Geschmack auch gar nicht richtig aufgelöst, da wäre das eine oder andere Kapitel zusätzlich angebracht gewesen.
Das Cover allerdings finde ich sehr gelungen, das dunkle Grün erinnert an einen Spieltisch und passt sehr gut zum Thema und zum 1. Teil.

Alles in allem ein ganz unterhaltsamer Roman welcher aber leider an den vorangegangenen Teil nicht herankommt.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Unterhaltsamer Frühlingsroman

Zeit der Schwestern
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Der Roman "Apfelblütentage" ist der erste Teil einer Trilogie und entführt die Leser an den malerischen Bodensee.
Carolin, die mittlere Tochter eines Bodenseekapitäns, kommt nach einigen Jahren zur Geburtstagsfeier ...

Der Roman "Apfelblütentage" ist der erste Teil einer Trilogie und entführt die Leser an den malerischen Bodensee.
Carolin, die mittlere Tochter eines Bodenseekapitäns, kommt nach einigen Jahren zur Geburtstagsfeier ihrer Mutter aus dem fernen Neuseeland nach Hause. Leider verläuft die Feier nicht ganz so wie geplant denn Caro muss zu ihrem Entsetzen feststellen dass ihre Mutter seit einiger Zeit einen Geliebten hat. Das führt zu familiären Unstimmigkeiten welche durch Caros eigenes verworrenes Liebesleben noch verstärkt werden...

Ein schöner Auftakt einer Trilogie über drei sehr verschiedene Schwestern.
Die Charaktere werden authentisch dargestellt, die Handlung ist zwar oft vorhersehbar aber immer unterhaltsam.
Die Frühlingsstimmung und die Örtlichkeiten am Bodensee werden stimmig beschrieben, die Autorin Tanja Huthmacher scheint die Gegend gut zu kennen oder hat gut recherchiert :)
Der angenehme Schreibstil lässt sich gut lesen und macht Lust auf die nächsten beiden Teile.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Spannender Roman mit geschichtlichem Hintergrund

Hexentage
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Osnabrück im Jahr 1636.
Der junge angehende Jurist Jakob reist mit seinem zukünftigen Brautvater in die Stadt um einem der zahlreichen Hexenprozesse beizuwohnen.
Doch schon bald beginnt Jakob sich ein ...

Osnabrück im Jahr 1636.
Der junge angehende Jurist Jakob reist mit seinem zukünftigen Brautvater in die Stadt um einem der zahlreichen Hexenprozesse beizuwohnen.
Doch schon bald beginnt Jakob sich ein eigenes Bild zu machen und stellt fest dass es sich die Ankläger oftmals zu leicht machen mit ihren angeblichen Beweisen und dass die angeklagten Frauen von vorneherein keinerlei Chance haben der Verurteilung zu entkommen.
Er lernt die hochschwangeren Sara kennen und gemeinsam versuchen sie den der Hexerei angeklagten Frauen zu helfen. Doch sie begeben sich dabei in höchste Gefahr!

Der Autor Michael Wilcke greift in seinem Roman Hexentage die unrühmliche Zeit der Osnabrücker Hexenverfolgungen auf.
Geschickt werden geschichtlich belegte Vorkommnisse in eine höchst spannende Geschichte eingebracht.
Da ich aus der Nähe von Osnabrück stamme ist diese Geschichte besonders interessant, zumal mir die beschriebenen Schauplätze bestens bekannt sind.
Der Autor hat genauestens recherchiert, die Beschreibungen der damals angewandten Foltermethoden im heute noch zu besichtigenden Bucksturm und der Wasserprobe sind nichts für empfindsame Gemüter.
Aber sie waren leider damals an der Tagesordnung.

Ein sehr spannender Roman mit historischem Hintergrund zur Osnabrücker Geschichte!

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