Atmosphärisch, jedoch leider nicht ganz meins
Fate of StoneMeine Meinung
Das Cover wirkt düster, edel und sehr geheimnisvoll.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, sodass man sich sehr schnell in der Geschichte zurechtfindet. Auch die Atmosphäre ...
Meine Meinung
Das Cover wirkt düster, edel und sehr geheimnisvoll.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, sodass man sich sehr schnell in der Geschichte zurechtfindet. Auch die Atmosphäre wird gut transportiert. Dabei wird die Geschichte aus der Erzählerperspektive erzählt.
Thalia wirkt wie eine Journalistin, die außerhalb der Geschichte kaum ein eigenes Leben zu haben scheint. Wir begegnen kurz ihrem einzigen Freund – der jedoch direkt ermordet wird. Familie oder weitere soziale Kontakte fehlen völlig, stattdessen lebt sie in oberflächlichen Begegnungen und One-Night-Stands. Im Verlauf der Handlung wird zwar deutlich, warum sie so isoliert lebt, dennoch empfand ich diesen Einstieg als etwas irritierend und unausgewogen. Arion, der männliche Gargoyle, bleibt für mich leider etwas blass. Zwar erfahren wir einiges über seine Vergangenheit, doch in der Gegenwart wirkt er eher oberflächlich und wenig greifbar. Die Liebesgeschichte zwischen Thalia und Arion entwickelt sich als klassische Insta-Love – eine sofortige, intensive Verbindung, die trotz einer späteren Erklärung für mich nicht ganz nachvollziehbar war.
Nach dem Klappentext habe ich mich auf eine spannende Geschichte mit Elementen aus dem Suspense, faszinierenden fantastischen Wesen und einem coolen deutschen Setting gefreut. All diese Aspekte sind tatsächlich vorhanden – es gibt Morde, einen Fluch und eine Protagonistin, die viel durch Köln läuft und fährt. Doch leider bleiben viele dieser Elemente eher oberflächlich angedeutet, statt wirklich intensiv ausgearbeitet zu werden. Mehrere Themen werden nur gestreift, Hinweise fallen den Charakteren zu leicht in den Schoß, und die finale Auflösung konnte mich persönlich nicht überzeugen. Die Grundidee der Autorin ist wirklich vielversprechend, aber insgesamt habe ich leider nicht den Zugang zur Geschichte gefunden, den ich mir gewünscht hätte.
Mein Fazit
A Fate of Stone bringt spannende Ideen mit – ein düsterer Fluch, fantastische Wesen und ein ungewöhnliches Setting mitten in Köln. Doch trotz dieser vielversprechenden Ansätze bleibt die Umsetzung für mich hinter den Erwartungen zurück. Die Charaktere wirken oft blass, die Liebesgeschichte entwickelt sich zu schnell, und viele Handlungselemente werden nur angerissen statt vertieft. Die Autorin hat definitiv ein gutes Gespür für Atmosphäre und eine interessante Grundidee, aber leider konnte mich die Geschichte emotional nicht ganz erreichen.