Profilbild von JennyChris

JennyChris

Lesejury Star
offline

JennyChris ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit JennyChris über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2025

Atmosphärisch, jedoch leider nicht ganz meins

Fate of Stone
0

Meine Meinung

Das Cover wirkt düster, edel und sehr geheimnisvoll.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, sodass man sich sehr schnell in der Geschichte zurechtfindet. Auch die Atmosphäre ...

Meine Meinung

Das Cover wirkt düster, edel und sehr geheimnisvoll.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, sodass man sich sehr schnell in der Geschichte zurechtfindet. Auch die Atmosphäre wird gut transportiert. Dabei wird die Geschichte aus der Erzählerperspektive erzählt.

Thalia wirkt wie eine Journalistin, die außerhalb der Geschichte kaum ein eigenes Leben zu haben scheint. Wir begegnen kurz ihrem einzigen Freund – der jedoch direkt ermordet wird. Familie oder weitere soziale Kontakte fehlen völlig, stattdessen lebt sie in oberflächlichen Begegnungen und One-Night-Stands. Im Verlauf der Handlung wird zwar deutlich, warum sie so isoliert lebt, dennoch empfand ich diesen Einstieg als etwas irritierend und unausgewogen. Arion, der männliche Gargoyle, bleibt für mich leider etwas blass. Zwar erfahren wir einiges über seine Vergangenheit, doch in der Gegenwart wirkt er eher oberflächlich und wenig greifbar. Die Liebesgeschichte zwischen Thalia und Arion entwickelt sich als klassische Insta-Love – eine sofortige, intensive Verbindung, die trotz einer späteren Erklärung für mich nicht ganz nachvollziehbar war.

Nach dem Klappentext habe ich mich auf eine spannende Geschichte mit Elementen aus dem Suspense, faszinierenden fantastischen Wesen und einem coolen deutschen Setting gefreut. All diese Aspekte sind tatsächlich vorhanden – es gibt Morde, einen Fluch und eine Protagonistin, die viel durch Köln läuft und fährt. Doch leider bleiben viele dieser Elemente eher oberflächlich angedeutet, statt wirklich intensiv ausgearbeitet zu werden. Mehrere Themen werden nur gestreift, Hinweise fallen den Charakteren zu leicht in den Schoß, und die finale Auflösung konnte mich persönlich nicht überzeugen. Die Grundidee der Autorin ist wirklich vielversprechend, aber insgesamt habe ich leider nicht den Zugang zur Geschichte gefunden, den ich mir gewünscht hätte.

Mein Fazit

A Fate of Stone bringt spannende Ideen mit – ein düsterer Fluch, fantastische Wesen und ein ungewöhnliches Setting mitten in Köln. Doch trotz dieser vielversprechenden Ansätze bleibt die Umsetzung für mich hinter den Erwartungen zurück. Die Charaktere wirken oft blass, die Liebesgeschichte entwickelt sich zu schnell, und viele Handlungselemente werden nur angerissen statt vertieft. Die Autorin hat definitiv ein gutes Gespür für Atmosphäre und eine interessante Grundidee, aber leider konnte mich die Geschichte emotional nicht ganz erreichen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2025

Spicy & leidenschaftlich

The Charlie Method
0

Meine Meinung

Das Cover mag ich farblich sehr und passt auch sehr gut zur Reihe.

Elle Kennedys Schreibstil ist wie gewohnt locker, schnell und unterhaltsam. Dabei wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive ...

Meine Meinung

Das Cover mag ich farblich sehr und passt auch sehr gut zur Reihe.

Elle Kennedys Schreibstil ist wie gewohnt locker, schnell und unterhaltsam. Dabei wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der drei Protagonisten erzählt, um auch jede Sichtweise einzufangen.

Charlie als Figur hat definitiv Potenzial, aber ihr innerer Konflikt zwischen Anpassung und Selbstverwirklichung bleibt oft an der Oberfläche. Die Liebesgeschichte? Schnell, heiß, und sehr spicy. Will und Beckett sind charmant, sodass ich wirklich verstehen kann, wie man sich in beide verlieben kann. Reverse Harem wird mittlerweile immer häufiger und auch attraktiver in Geschichten, jedoch merke ich, dass ich mich persönlich damit nicht zu 100% identifizieren kann. Irgendwie bleibt für mich dann immer etwas auf der Spur, hier wirkt alles sehr humorvoll oberflächlich.

Die Grundidee hat mich neugierig gemacht: eine Protagonistin mit zwei Gesichtern, die versucht, zwischen Erwartungen und Selbstverwirklichung ihren Weg zu finden. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte sich selbst im Weg steht. Die Dreiecksbeziehung mit Will und Beckett bringt zwar Drama, aber vieles wirkt konstruiert und geht mir zu schnell. Statt echter Entwicklung gibt’s eher Schlagabtausch und heiße Szenen – unterhaltsam, ja, aber nicht unbedingt tiefgründig. Ich hätte mir mehr Raum für Charlies innere Reise gewünscht, statt ständigem Hin und Her.

Mein Fazit

The Charlie Method ist ein unterhaltsamer College-Romance-Roman mit Spice und Tempo, der sich gut weglesen lässt. Für mich persönlich fehlte jedoch das gewisse Etwas, um wirklich mitzufiebern – trotzdem ein netter Ausflug in die Welt der Campus Diaries.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2025

Magie, Fae und ein interessanter Einstieg

Fae Isles − Der Henker der Königin
0

Meine Meinung

“Also konzentrierte ich mich nur darauf, mitzuhalten. Ich konzentrierte mich aufs Überleben. Der Rest konnte hoffentlich warten.” (Fae Isles Der Henker der Königin, Kapitel 3)

Das Cover ...

Meine Meinung

“Also konzentrierte ich mich nur darauf, mitzuhalten. Ich konzentrierte mich aufs Überleben. Der Rest konnte hoffentlich warten.” (Fae Isles Der Henker der Königin, Kapitel 3)

Das Cover ist schlicht, dennoch gefällt mir die Farbgestaltung sehr.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht, flüssig sodass man sich Emelin direkt sehr nah fühlt. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Emlin erzählt.

Emlin führt ein sehr zurückgezogenes und – man könnte sagen – behütetes Leben. Zwar sind ihre Eltern nicht gerade liebevoll, doch sie halten sie weitgehend von der Außenwelt fern. Der Grund dafür liegt in Emlins Innerem: Sie trägt Magie in sich. Verbotene Magie. Als sie eines Tages beim Wirken dieser Kräfte vom Fae-Henker entdeckt wird – dem gefürchteten Silent Death – gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Emlin verkörpert zunächst die klassische naive und impulsive Protagonistin, die sich oft von ihren Emotionen leiten lässt. Im Laufe der Geschichte wächst sie jedoch über sich hinaus. Für mich blieb sie stellenweise etwas zu glatt und vorhersehbar – es fehlte ihr an Tiefe und Überraschung. Creon ist ihr „Enemies-to-Lovers“-Gegenpart: geheimnisvoll, distanziert und zunächst schwer zu durchschauen. Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr öffnet er sich Emlin.

Die Handlung bringt definitiv Potenzial mit, eine spannende Geschichte in einer faszinierenden Welt zu entfalten. Allerdings merkt man deutlich, dass es sich um den Auftakt einer vierteiligen Reihe handelt – vieles wirkt noch wie eine Einführung, sowohl in die Welt als auch in die Charaktere. Die eigentliche Spannung baut sich erst gegen Ende auf – dafür aber mit einem eindrucksvollen Knall. Die Geschichte bietet beliebte Tropes wie Enemies-to-Lovers, Forced Proximity und Fake Dating, eingebettet in eine magische Welt voller Fae. Das macht sie unterhaltsam und leicht zugänglich. Dennoch hat mir persönlich das gewisse Etwas gefehlt – dieser Funke, der beim Lesen überspringt und eine Geschichte besonders macht. Trotzdem bin ich neugierig genug, um weiterzulesen und herauszufinden, wohin Emlins und Creons Weg sie noch führen wird.

Mein Fazit

Fae Isles: Der Henker der Königin bietet eine solide Grundlage, bleibt aber in Tempo und Tiefe noch zurückhaltend. Die Handlung wirkt über weite Strecken vorbereitend, mit Spannung erst gegen Ende. Bekannte Tropes wie Enemies-to-Lovers, Forced Proximity und Fake Dating sind präsent und sorgen für vertraute Dynamik. Trotz kleiner Schwächen macht die Geschichte neugierig auf die Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2025

Der Kampf um Okrith geht weiter

The Five Crowns of Okrith 3: The Rogue Crown
0

Meine Meinung

Das Cover fügt sich sehr gut in die Reihe ein und zusammen sehen die Bücher auch echt toll aus.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht, flüssig und unterhaltsam, sodass man auch direkt ...

Meine Meinung

Das Cover fügt sich sehr gut in die Reihe ein und zusammen sehen die Bücher auch echt toll aus.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht, flüssig und unterhaltsam, sodass man auch direkt wieder in die Geschichte einsteigen kann. Dabei wird die Geschichte aus der Erzählerperspektive erzählt und begleitet aber nur die Gedanken- und Gefühlswelt von Brie.

Brie mochte ich schon in den ersten beiden Bänden sehr, und umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie nun endlich ihre eigene Geschichte bekommt. Sie wirkt stets kämpferisch, lebensfroh und absolut loyal – und genau das ist sie auch. Doch hinter dieser starken Fassade verbirgt sich eine sehr persönliche, verletzliche Seite, die sie nur ihren engsten Vertrauten zeigt. Denn Brie kennt auch Angst – die Angst, jemanden zu verlieren, der ihr viel bedeutet. Ihr Leben wird zudem stark von der Prophezeiung bestimmt, was dazu führt, dass sie am westlichen Hof nicht gerade willkommen ist. Doch Prinzessin Lina ist ganz anders als ihre Mutter – vielleicht gelingt es den beiden, über den Hass ihrer Eltern hinauszuwachsen.

Auch wenn die Handlung dieses Bandes in sich abgeschlossen ist, lohnt es sich sehr, die gesamte Reihe zu lesen – denn ohne das Vorwissen entgehen einem viele wichtige Zusammenhänge, die das Leseerlebnis deutlich bereichern. Die Geschichte knüpft direkt an den zweiten Band an und begleitet Brie auf ihrer Reise zum Westlichen Hof, wo ein Mörder in den eigenen Reihen vermutet wird. Die Handlung verspricht Spannung, Geheimnisse und Intrigen – und das bekommt man auch. Besonders die Atmosphäre am Hof und die unterschwellige Bedrohung sorgen für Spannung. Gleichzeitig wird die Geschichte immer wieder durch das langsame, zarte Kennenlernen von Brie und Lina unterbrochen. Für mich gerät dadurch die Spannung manchmal etwas ins Hintertreffen, denn die Balance zwischen Romantik und Nervenkitzel ist nicht ganz stimmig.

Trotzdem hat mir dieser Band wieder besser gefallen als der zweite. An den Zauber des ersten Teils reicht er für mich zwar nicht ganz heran, aber er hat mich dennoch gut unterhalten und neugierig auf mehr gemacht.

Mein Fazit

The Rogue Crown – Bries Geschichte bringt interessante neue Facetten in die Reihe, insbesondere durch ihre innere Zerrissenheit und die konfliktreiche Situation am westlichen Hof. Die düstere Atmosphäre und die politischen Intrigen sorgen für Spannung, auch wenn diese stellenweise durch die romantischen Passagen ausgebremst wird. Die Balance zwischen Romantik und Handlung wirkt nicht immer ganz gelungen, was den Lesefluss gelegentlich stört. Zwar bietet der Band einige starke Momente, doch insgesamt bleibt er hinter dem ersten Teil zurück. Wer die Reihe bereits kennt, wird dennoch auf seine Kosten kommen – Neueinsteiger sollten jedoch besser mit Band eins beginnen, um die Zusammenhänge wirklich greifen zu können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2025

Charaktertiefe statt Handlungstempo

We free the Stars
0

Meine Meinung

Das Cover ist wieder detailreich und passend zur Geschichte, auch die Innengestaltung ist wunderschön.

Der Schreibstil der Autorin ist auch wie im ersten Band detailreich & intensiv, sodass ...

Meine Meinung

Das Cover ist wieder detailreich und passend zur Geschichte, auch die Innengestaltung ist wunderschön.

Der Schreibstil der Autorin ist auch wie im ersten Band detailreich & intensiv, sodass man der Geschichte konzentriert folgen muss. Definitiv kein leichtes Buch für Zwischendurch. Dabei wird die Geschichte aus der Erzählerperspektive erzählt.

Auch im zweiten Band geht es hauptsächlich um Nasir und Zafira, aber auch die anderen Mitglieder der Zumra erhalten eine Stimme und wir bekommen Einblicke aus ihrer Gefühls- und Gedankenwelt. Die Gruppe ist so unterschiedlich wie Tag und Nacht und passt gerade deshalb so gut zusammen. Es wirkt zwar zuerst so, als wenn Zafira im Verlauf der Handlung sich immer mehr in sich selbst zurückzieht, sich zurückentwickelt. Jedoch wächst sie immer mehr über sich hinaus. Die Handlung und der Verlauf sind sehr geprägt von der Charakterentwicklung.

Die Handlung knüpft direkt an den ersten Band an und da beide Bände zusammen erschienen sind, konnte ich sie auch direkt nacheinander lesen. So kommt man natürlich auch leicht in die Geschichte. Auch im zweiten Band steht die Charakterentwicklung mehr im Fokus als die Spannung selbst. Durch den Erzählstil wirkt die Geschichte wie ein orientalisches Märchen mit Magie, dunklen Wesen und einen Kampf, um das Königreich. Und auch wenn es durchaus Spannungsspitzen in der Geschichte gibt, Kämpfe und einige Wendungen, wirkt die Geschichte doch etwas ruhiger. Insgesamt hätte ich mir schon mehr Spannung gewünscht, die immer wieder unterbrochen wurde, durch die inneren Kämpfe der Charaktere. Es war unterhaltsam, aber auch nicht mehr.

Mein Fazit

We Free the Stars der zweite Band der Reiche von Arawiya punktet mit einer atmosphärisch dichten Welt und einer starken Charakterentwicklung, besonders bei Zafira. Dennoch verliert sich die Handlung oft in inneren Konflikten, wodurch die Spannung leidet. Trotz einzelner starker Momente bleibt die Fortsetzung hinter ihrem Potenzial zurück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere